Telefónica Europe

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Dieser Artikel erläutert die Unternehmensgruppe Telefónica Europe; für die deutsche Tochter siehe Telefónica Germany
Telefónica Europe plc
Logo
Rechtsform plc
ISIN US8793822086
Gründung 2001 (Ausgliederung aus der BT Group)
Sitz Slough, Vereinigtes Königreich
Leitung Eva Castillo, CEO
Mitarbeiter 29.000
Branche Telekommunikation
Produkte Festnetz-Telefonie, Mobilfunk, DSLVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.o2.com

Telefónica Europe plc ist seit 2006 eine Tochtergesellschaft der spanischen Telefongesellschaft Telefónica und betreibt unter dem Markennamen O₂ Telekommunikationsdienstleistungen. Das Unternehmen wurde 2001 unter dem Namen mmO₂ durch Ausgliederung des Mobilfunkgeschäfts der BT Group gegründet und an die Börse gebracht. 2006 wurde das Unternehmen vom Telefónica-Konzern übernommen, seitdem ist in der Gruppe das gesamte Europa-Geschäft (also auch Festnetz und Internet) des spanischen Konzerns organisiert, allerdings ohne den spanischen Heimatmarkt, wo Telefónica weiterhin als solche, bzw. im Mobilfunk als Movistar auftritt. Die deutsche Tochter, die frühere VIAG Interkom, firmiert heute als Telefónica Germany.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde am 19. November 2001 selbstständig, als die BT Group die Anteile an seinem Mobilfunkgeschäft in eine neue Gruppe, mmO2, abspaltete. Kurz darauf nahm diese ein umfassendes Rebranding seiner Netzbetreiber in Deutschland (Viag Interkom), Irland (Esat Digifone), dem Vereinigten Königreich (BT Cellnet) sowie in den Niederlanden (Telfort) auf die Marke O₂ vor. Die einzelnen Ländergesellschaften erhielten den Namen O₂ (zwischenzeitlich Telefónica O₂) plus dem jeweiligen Ländernamen in englischer Sprache. Die deutsche Tochter hieß demnach Telefónica O₂ Germany.

Im Jahr 2003 trennte sich mmO₂ für 25 Mio. Euro von O₂ Netherlands, das seitdem wieder Telfort heißt. Nach einer Umstrukturierung im März 2005 firmierte das Unternehmen als O₂ plc. Am 23. Januar 2006 hat die spanische Telefónica die Übernahme von O₂ für umgerechnet 26 Milliarden Euro abgeschlossen. Dadurch wurden O2 plc und Telefónica zusammen mit über 100 Millionen Kunden das weltweit viertgrößte Mobilfunkunternehmen nach China Mobile, Vodafone und China Unicom.

Seit 2006 gehören außerdem der ehemals staatliche Telekomkonzern Český Telecom sowie der angegliederte Mobilfunknetzbetreiber Eurotel, der Marktführer in Tschechien, zum Konzern. Beide Unternehmen verschmolzen am 1. Juli 2006 zu Telefónica O₂ Czech Republic und führten gleichzeitig ein Rebranding auf die Marke O₂ durch. Im Juni 2006 wurde der britische DSL-Anbieter Be für umgerechnet rund 74 Mio. Euro gekauft. Seit dem August 2006 besitzt die O₂ Group außerdem eine Mobilfunklizenz in der Slowakei und ist dort Anfang Februar 2007 als Telefónica O₂ Slovakia gestartet.

Gegen Ende des Jahres 2009 kündigte Telefónica Europe die Übernahme des Hamburger Kommunikationsunternehmens HanseNet an, bisher eine Tochter der Telecom Italia. In Deutschland war das Unternehmen unter der Marke Alice bekannt und verfügte über mehr als 2 Millionen DSL-Kunden. Die Integration von HanseNet wurde im März 2011 abgeschlossen.

Im April 2011 signalisierte man mit der Umfirmierung der deutschen Tochter Telefónica O₂ Germany zum neuen Unternehmen Telefónica Germany die Verbundenheit der weltweiten Telefónica-Gruppe. Die Umfirmierung der übrigen Landesgesellschaften erfolgte sukzessive im Jahresverlauf 2011. O₂ ist seither nur noch die Produktmarke für Privat- und Geschäftskunden.

Am 23. Juli 2013 gaben Telefonica und KPN bekannt, dass E-plus für einen Kaufpreis von 5 Milliarden Euro plus 17,6 % der Aktien an der Telefonica Deutschland Holding verkauft wird. Durch die Übernahme entsteht der größte deutsche Mobilfunk-Konzern. Dei Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der EU-Wettbewerbskommision.[1]

Struktur[Bearbeiten]

O2-Telefonzelle in Prag

Zur Telefónica-Gruppe gehören sechs europäische Unternehmen mit über 42 Millionen Mobil- und Festnetzkunden in Europa.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Spiele online Fusion von O2 und E-Plus: Allianz der Verlierer abgerufen am 7. April 2014

Weblinks[Bearbeiten]