Telfs
| Telfs | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Tirol | |
| Politischer Bezirk: | Innsbruck Land | |
| Kfz-Kennzeichen: | IL | |
| Fläche: | 45,48 km² | |
| Koordinaten: | 47° 18′ N, 11° 4′ O47.30694444444411.072222222222633Koordinaten: 47° 18′ 25″ N, 11° 4′ 20″ O | |
| Höhe: | 633 m ü. A. | |
| Einwohner: | 14.626 (1. Jän. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 321,59 Einw. pro km² | |
| Postleitzahlen: | 6410,
6100 (Mösern und Wildmoos), 6412 (Postfiliale Telfs-St. Georgen / nicht adressierbar) |
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| Vorwahl: | 05262 | |
| Gemeindekennziffer: | 7 03 57 | |
| NUTS-Region | AT332 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Untermarktstraße 5 + 7 6410 Telfs |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Christian Härting (Wir für Telfs) | |
| Gemeinderat: (2010) (21 Mitglieder) |
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| Lage der Marktgemeinde Telfs im Bezirk Innsbruck Land | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Telfs ist eine Marktgemeinde mit 14.626 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im Bezirk Innsbruck Land, Tirol, Österreich. Telfs ist Sitz eines Bezirksgerichtes.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Telfs liegt 27 Kilometer westlich der Landeshauptstadt Innsbruck in einer beckenartigen Erweiterung des Inntales am Fuß der 2.662 Meter hohen Hohen Munde.
Telfs hat eine Fläche von 45,5 Quadratkilometern und ist somit der drittgrößte Ort in Tirol nach Innsbruck und Kufstein. Telfs bildet die westliche Grenze des Bezirks und ist der bevölkerungsreichste Ort im Tiroler Oberinntal.
[Bearbeiten] Ortsteile und Weiler
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[Bearbeiten] Nachbargemeinden
[Bearbeiten] Geschichte und Wirtschaft
Im 19. Jahrhundert und bis weit ins 20. Jahrhundert war Telfs ein Zentrum der Textilindustrie, ehemalige Fabrikgebäude prägen heute noch das Ortsbild. Diese sind mitunter auch verantwortlich für den hohen Ausländeranteil der Gemeinde, da zu dieser Zeit viele Arbeitskräfte aus Ländern wie der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien angeheuert wurden. Sie haben zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Region beigetragen.
Heute ist die Wirtschaft von Produktionsbetrieben, Energieerzeugung (E-Werk - Gemeindewerke Telfs) und Dienstleistung bestimmt. Die Gemeinde erlebte in den letzten Jahren ein starkes Wachstum, neue Siedlungen entstanden hauptsächlich in ehemaligen Waldgebieten am Fuß der Hohen Munde.
Die Bevölkerung von Telfs nennt man Telfer, nicht Telfser. Grund ist der rätoromanische Ursprung des Ortsnamens. Dieser endet mit der lateinischen Nominativendung -s, Ableitungen werden deshalb ohne -s gebildet.
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp) wurde im oberhalb gelegenen Ortsteil Mösern die zehn Tonnen schwere Friedensglocke errichtet, die jeden Tag um 17 Uhr erklingt. Bei Mösern liegt der Möserer See (seit Februar 2008 im Besitz der Marktgemeinde Telfs; Kaufpreis zwei Millionen Euro) und als Besonderheit die beiden Seen Lottensee und Wildmoossee, die nur alle paar Jahre erscheinen.
2006 begann in Telfs nach überregional beachteten Kontroversen der Bau des ersten muslimischen Gebetsturms in Tirol bzw. des zweiten in Österreich.
Die politische Führung von Telfs überlegte für 2008 eine Erhebung der Marktgemeinde in den Rang einer Stadt. In der mittels Briefabstimmung durchgeführten Bürgerbefragung im Jahr 2007 wurde dieses Ansinnen jedoch mit 65,4 % Nein-Stimmen abgelehnt.
[Bearbeiten] Bevölkerung
[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung

[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
[Bearbeiten] Wappen
Das Gemeindewappen, das mit der Markterhebung im Jahre 1908 durch Kaiser Franz Josef verliehen wurde, stammt von den Grafen von Eschenlohe und ist nahezu identisch mit den Wappen von Eschenlohe und Garmisch-Partenkirchen.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Dominant ist die mächtige neuromanische Doppelturmkirche St. Peter und Paul von 1863
- Telfer Franziskanerkloster: das Kloster und die dazugehörige Kirche wurden zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet
- Heilig-Geist-Kirche: im Jahre 2002 eingeweiht, von dem Architekten Peter Thurner geplant, ausgestattet mit einem Bilderzyklus über den Heiligen Geist von Maurizio Bonato
- Fasnacht- und Heimatmuseum: im „Noaflhaus“
- Eyüp-Sultan-Moschee: 2007 erbaut, mit einem Minarett
- Friedenglocke: im Jahre 1997 errichtet zum 25-jährigen Jubiläum der ARGE Alp um den Zusammenhalt zu symbolisieren
[Bearbeiten] Bildung
- 2 Volksschulen
- 2 Hauptschulen
- 1 Polytechnische Schule
- Walter Thaler Schule: Sonderpädagogisches Zentrum
- Heinrich Jacoby Schule: allgemein bildende Gesamtschule
- 1 Handelsschule und Handelsakademie
- 1 Bundesrealgymnasium
- 1 Bundesoberstufenrealgymnasium
Weitere Bildungseinrichtungen sind
- Musikschule Region Telfs
- Volkshochschule Telfs
- Bildungseinrichtung Mundium
- mundemed: Vorträge zum Thema Gesundheit
Im Jahre 1988 tagte vom 3. Juni bis 5. Juni im Interalpen-Hotel Tyrol bei Telfs-Buchen die Bilderberg-Konferenz.
[Bearbeiten] Verkehr
- Straße: Telfs liegt an einer Kreuzung wichtiger Verkehrswege: nämlich durch das Inntal, Richtung Mieminger Plateau und weiter zum Fernpass und der Verbindung nach Seefeld in Tirol und nach Garmisch-Partenkirchen.
- S-Bahn: Telfs ist mit den Linien S1 und S2 der S-Bahn Tirol erreichbar.
[Bearbeiten] Sport
Schwimmbad, Sportzentrum Telfs (mit Kletterwand etc.), Sportplatz Emat, Tennisanlage Birkenberg, Golfplatz Wildmoos, Rad- und Wanderwege
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Tiroler Volksschauspiele: Telfs ist Schauplatz der seit 1981 jährlich stattfindenden Tiroler Volksschauspiele. Es wurden bisher u.a. Stücke von Felix Mitterer uraufgeführt.
- Schleicherlaufen: ist ein alle 5 Jahre stattfindender traditioneller Fasnachtsbrauch, an dem sich mehrere hundert Maskierte - nur Männer - beteiligen (zuletzt 2010). Die ersten Hinweise auf ein Maskentreiben in Telfs stammen aus dem Jahr 1571. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat das Schauspiel jene Gestalt, in der es auch heute im Wesentlichen noch aufgeführt wird.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Pater Vinzenz Maria Gredler (1823-1912), Tiroler Naturforscher und Gymnasialdirektor in Bozen
- Josef Anton Puellacher (1737–1799), österreichischer Maler
- Leopold Puellacher (1776-1842), österreichischer Maler des Klassizismus
[Bearbeiten] Literatur
- Stefan Dietrich: Die Marktgemeinde Telfs. Eine Bilderchronik 1900-1950. Sutton 2007, ISBN 978-3-86680-162-2.
- Stefan Dietrich: Telfs 1918-1946. Studienverlag 2004, ISBN 3-7065-1892-9.
- Walter Thaler, Wolfgang Pfaundler, Herlinde Menardi: Telfs. Porträt einer Tiroler Marktgemeinde in Texten und Bildern. 2 Bände, Marktgemeinde Telfs 1988.
[Bearbeiten] Weblinks
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