Tellurige Säure

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Strukturformel
Keine Zeichnung vorhanden
Allgemeines
Name Tellurige Säure
Andere Namen

Dihydrogentrioxotellurat

Summenformel H2TeO3
CAS-Nummer 10049-23-7
PubChem 24936
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 177,61 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

3,05 g·cm−3[2]

Löslichkeit

sehr wenig löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Tellurige Säure ist eine anorganische chemische Verbindung des Tellurs.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Tellurige Säure kann durch Reaktion einer Kaliumtellurit-Lösung mit verdünnter Salpetersäure gewonnen werden.[1]

Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch Reaktion von Tellurdichlorid oder Tellurtetrachlorid mit Wasser.[4]

\mathrm{2 \ TeCl_2 + 3 \ H_2O \longrightarrow Te + H_2TeO_3 + 4 \ HCl}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Tellurige Säure ist ein weißer, amorpher Feststoff von etwas wechselnder Zusammensetzung, deren Wassergehalt häufig unterhalb der Formel H2TeO3 liegt. Sie verliert in trockenem Zustand Wasser, kann aber unter Wasser mehrere Tage unverändert aufbewahrt werden. Beim Erwärmen findet oberhalb Zimmertemperatur weitgehende Wasserabspaltung und Umwandlung zu Tellurdioxid statt.[1] Die Verbindung ist schwach amphoter und reagiert mit Basen (zu Telluriten) und starken Säuren.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 437.
  2.  Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. CRC Press, 2011, ISBN 143981462-7, S. 415 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4.  Richard C. Ropp: Encyclopedia of the Alkaline Earth Compounds. Newnes, 2012, ISBN 044459553-8, S. 185 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5.  Arnold F. Holleman, Egon Wiberg, Nils Wiberg: Lehrbuch der anorganischen Chemie. Walter de Gruyter, 1995, ISBN 311012641-9, S. 634 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).