Tempelprostitution

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Unter Tempelprostitution oder kultischer Prostitution versteht man eine im Altertum vor allem in Indien, Ägypten, Babylon (Ištar‎-Kult), Lydien, Numidien und auf Zypern übliche Form des kultischen Geschlechtsverkehrs von Priesterinnen oder Tempeldienerinnen, meist einer Fruchtbarkeitsgottheit.

Laut Herodot konnte eine Babylonierin nur heiraten, wenn sie sich vorher einem Fremden gegen Geld hingegeben hatte. Sie bereicherte sich damit aber nicht selbst, sondern führte die Einnahmen an ihren Tempel ab. Der Wahrheitsgehalt dieser Behauptung ist umstritten. Auch im Gilgamesch-Epos finden sich Hinweise für diese Theorie.

Nach Strabon, Athenaios, Pindar gab es in Griechenland Prostitution von Tempelsklavinnen im Tempel der Aphrodite in Korinth. In der aktuellen Forschung wird das jedoch abgelehnt. Strabon, Ovid und Diodor beschreiben Hierodulen im Kult der Aphrodite von Eryx auf Sizilien, der Ausstrahlung bis nach Rom hatte.

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