Templeblock

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Moderne hölzerne Templeblocks aus industrieller Fertigung mit Schlegel

Templeblocks, im Deutschen auch Tempelblocks geschrieben, sind einfache, zur Gattung der Aufschlagidiophone gehörende Musikinstrumente, die traditionellerweise aus Holz, inzwischen aber auch immer häufiger aus Kunststoff hergestellt werden.

In ihrer Ursprungsregion China, Korea, Vietnam und Japan bestehen Templeblocks aus einem anschließend oft durch Schnitzereien verzierten Stück Holz, das zunächst einmal in der Mitte durchbohrt, dann von innen her ausgehöhlt und schließlich mit einem nach außen führenden Schlitz versehen wird, so dass sich am Ende eine Form ergibt, die entfernt an ein Froschmaul oder zwei einander zugewandte Muschelschalen erinnert.

Templeblocks sind damit wie ihre nächsten Verwandten, der ostasiatische Holzfisch sowie der ebenfalls aus Ostasien stammende Holzblock, Schlitztrommeln.

Guggemusiker mit großer Trommel und Granite Blocks (vorn) beim Cortège der Basler Fasnacht 2013

Beim Schlagen auf die Templeblocks entstehen einzelne Töne, die einen weichen, gleichwohl vollen Klang besitzen, während der traditionelle, auf zwei Seiten geschlitzte Holzblock einen schärferen, helleren Klang hervorbringt.

Templeblocks werden seit altersher in der buddhistischen Ritualmusik eingesetzt, seit dem 20. Jahrhundert aber auch in der klassischen westlichen Musik sowie im Jazz.

Eine modernisierte Form der Templeblocks sind Granite Blocks bzw. Granitblocks, die allerdings entgegen ihrem Namen nicht aus Stein, sondern Kunststoff gefertigt werden und als solche z.B. in den Rhythmussektionen von Guggemusik- und anderen Straßenmusik-Ensembles zu finden sind.

Templeblocks und Granitblocks werden meist in Sätzen zu je fünf verschieden großen und damit auch verschieden hoch klingenden Instrumenten gespielt, die man dazu an einem speziellen Stativ oder einem über die Schultern gehängten Tragegestell (siehe nebenstehende Abb.) befestigen kann.