Templiner See

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Dieser Artikel behandelt das Gewässer bei Potsdam. Für den See bei Templin in Brandenburg siehe Templiner Stadtsee.

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Templiner See
Hermannswerder in der Bildmitte, die Potsdamer Innenstadt im Hintergrund, Blick nach Nordosten
Hermannswerder in der Bildmitte, die Potsdamer Innenstadt im Hintergrund, Blick nach Nordosten
Geographische Lage Land Brandenburg (Deutschland)
Zuflüsse Havel
Abfluss Havel
Städte am Ufer Die Stadt Potsdam, Gemeinde Schwielowsee mit Caputh
Daten
Koordinaten 52° 22′ 3″ N, 13° 1′ 6″ O52.367513.01833333333329.4Koordinaten: 52° 22′ 3″ N, 13° 1′ 6″ O
Höhe über Meeresspiegel 29,4 m
Fläche 5,11 km²dep1f5
Länge 5,8 kmdep1f6
Breite 1,2 kmdep1f7
Maximale Tiefe 6 mf10
Besonderheiten

Havelsee

Umgebung Potsdam 1833.jpg
Neustädter Havelbucht als Teil des Templiner Sees in Potsdam, Blick nach Süden auf Untere Planitz und Küssel
Blick bei Nacht über die zugefrorene Neustädter Havelbucht in Richtung Innenstadt im Winter 2006
Briefmarke der Deutschen Post der DDR (21. September 1976)

Der Templiner See ist Teil einer Kette großer Seen im Bereich der mittleren Havel, die sich vom Nieder Neuendorfer See in Berlin bis zum Großen Zernsee hinter Werder (Havel) erstreckt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Namensgebend war das Dorf Templin am Südostufer des Sees und die danach benannte Halbinsel mit dem Waldbad Templin.

Als Bestandteil der Potsdamer Havel, die zur Unteren Havel-Wasserstraße[1] gehört, hat er den Status einer Bundeswasserstraße der Wasserstraßenklasse IV; zuständig ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Brandenburg.

Mit seinen Teilen Neustädter Havelbucht, Vorderkappe und Hinterkappe liegt der Templiner See in einem eiszeitlichen Becken und ist im Grunde eine Verbreiterung der Havel. Er erstreckt sich von Nordost nach Südwest und liegt mit seinem größten Teil im Gemeindegebiet der Stadt Potsdam. Nur in einem kleinen Bereich in seinem südlichen Teil gehört er zur Gemeinde Schwielowsee und grenzt an deren Ortsteil Caputh. Das Nordostende des See beginnt südlich des Lustgartens Potsdam an der Aufweitung der Havel, etwa 230 m stromabwärts der Überquerung der Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn. Das Südwestende ist nicht klar abzugrenzen, deshalb wird hier die Verschmalerung der Havel vor Caputh bei etwa 52° 21' 09" nördlicher Breite und 12° 59' 46" östlicher Länge angenommen.

Die mit dem Schiff zu passierende Länge beträgt rund 6,63 km, als Luftlinie gemessen jedoch nur 5,83 km. Verschiedene Halbinseln und Inseln verursachen mehrere Engstellen im Templiner See. Vom Südosten her ragt ambossartig die Halbinsel Hermannswerder beziehungsweise Küssel in den See. Die dadurch entstehenden Buchten heißen Vorderkappe im Nordosten und Hinterkappe im Südwesten. Da Vorder- und Hinterkappe durch den „Judengraben“ miteinander verbunden sind, werden Hermannswerder und Küssel theoretisch zur Insel.

Der Nordteil des Sees wird durch die jetzige Halbinsel und ehemalige Insel „Untere Planitz“ sowie durch die Insel „Obere Planitz“ geprägt.

Über die Untere Planitz verläuft die Trasse der „Berlin-Magdeburger Eisenbahn“. Der nördlich der Unteren Planitz gelegene Teil des Templiner Sees heißt Neustädter Havelbucht. Durch den breitesten Teil des See wurde zur Schließung des Berliner Außenrings in den 1950er Jahren ein 90 m breiter, 1.170 m langer und 10 m hoher Eisenbahndamm geschüttet. Er riegelt das untere, südwestliche Drittel fast vollständig ab. Ein nur etwa 150 m breiter Durchlass ermöglicht die Verbindung zwischen den Seeteilen.

Die Engstelle in Höhe Küssel und der Straße Auf dem Kiewitt ist nur etwa 110 m, die südlich des Geländes des Militärgeschichtlichen Instituts etwa 190 m breit. Die maximale Breite des Templiner Sees beträgt 1,17 km.

Der größte Teil des Seeufers im nordöstlichen Bereich des Templiner Sees wird durch die Potsdamer Innenstadt sowie die Stadtteile Brandenburger Vorstadt, Teltower Vorstadt und Templiner Vorstadt geprägt. Auffallend sind hier, vor allem in den Buchten, sehr viele Bootsstege. Die Seeuferbereiche außerhalb der Ortschaften sind von Wald gesäumt. Am Nordwestufer wächst auf einer ebenen Grundmoränenplatte der Laub-Mischwald der Pirschheide und an der entgegengestzen Seeseite, nach dem Anstieg eines zurückgesetzten Hochufers, wächst überwiegend Kiefern-Mischwald. Das Strandbad Templin, das nach der gleichnamigen Dorfwüstung benannt ist, liegt an dieser Uferseite südlich des oben erwähnten Bahndammes. In unmittelbarer Nähe liegt das Forsthaus Templin.

In der Nähe des Forsthauses Gaisberg in der Pirschheide befinden sich am Nordwestufer das Internationale Tagungszentrum Seminaris SeeHotel Potsdam, der Campingplatz Sanssouci-Gaisberg sowie der Olympiastützpunkt Potsdam und die Landesbausparkasse Brandenburg.
Hier befindet sich auch das Kongresshotel Potsdam am Templiner See, welches dort errichtet wurde wo einst Graf von Zeppelin seine Luftschiffe erbaute.
Zwischen den Potsdamer Stadtgebieten Brandenburger Vorstadt und Hermannswerder verkehrt viertelstündlich eine Personenfähre.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Templiner See – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Verzeichnis E, Lfd. Nr. 60 der Chronik. Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes