Tempo (Schach)

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Tempo ist ein Maß für den Faktor Zeit im Schachspiel.

Während der Eröffnung ist es wichtig, die Figuren schnell zu entwickeln und optimal zu platzieren. Hat z. B. Spieler A seine Figuren schneller entwickelt als Spieler B, so spricht man von einem oder mehreren Tempogewinnen für Spieler A. Es gibt Eröffnungen (Gambits), in denen bewusst Material (meistens ein Bauer) geopfert wird, um Zeit zu gewinnen.

Ein Tempogewinn kann unterschiedlich genutzt werden:

  • Königsangriff
  • Raumgewinn (siehe auch: Raumvorteil)
  • Materieller Vorteil
  • Positioneller Vorteil

Wird eine Figur mehrfach ohne Verbesserung der eigenen Position gezogen, so spricht man von einem oder mehreren Tempoverlusten. Auch im Mittelspiel und Endspiel können Tempoverluste partieentscheidend sein.

Besonders in Endspielen kann es auch von Vorteil sein, ein Tempo zu verlieren, um den Gegner in Zugzwang zu bringen. Dies kann durch einen Tempozug geschehen, der lediglich die Zugpflicht erfüllt, ohne etwas Substanzielles an der Stellung zu ändern. Ein erweitertes Beispiel für bewussten Tempoverlust ist das Dreiecksmanöver.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]