Tengern
| Tengern
Gemeinde Hüllhorst
|
|
|---|---|
| Koordinaten: | 52° 15′ N, 8° 42′ O52.2536588.70082975Koordinaten: 52° 15′ 13″ N, 8° 42′ 3″ O |
| Höhe: | 75 m ü. NN |
| Fläche: | (mit Huchzen:) 6,13 km² |
| Einwohner: | 2.038 (31. Dez. 2006) |
| Eingemeindung: | 1. Jan. 1973 |
| Postleitzahl: | 32609 |
| Vorwahl: | 05744 |
|
Ortsteile der Gemeinde Hüllhorst |
|
Tengern ist ein Ortsteil der Gemeinde Hüllhorst in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Kreis Minden-Lübbecke. Ortsvorsteherin ist Bärbel Brockmann (CDU).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Erste urkundliche Erwähnung: Am 10. März 1151 bestätigte Bischof Bernhard I. von Paderborn dem "St. Marienstift auf dem Berge bei Herford", dass die Herforder Äbtissin Godesti Güter aus verschiedenen Orten, unter anderem auch "Thinighe", dem Kloster übertragen hat. Diese Urkunde des Bischofs liegt als beglaubigte Abschrift von Ende des 14. Jahrhunderts dem Staatsarchiv Münster vor und ist die erste bekannte Erwähnung Tengerns.
Frühere politische Zugehörigkeit: Tengern gehörte vom Hochmittelalter bis 1648 zum Hochstift Minden, welches dann als weltliches Fürstentum Minden an Brandenburg-Preußen fiel. Kirchlich gehörte der Ort zum Kirchspiel Schnathorst, verwaltungsmäßig seit dem 16. Jahrhundert zur Vogtei Schnathort im Amt Reineberg.
Feuersbrunst: Am frühen Nachmittag des 26. April 1726 löst ein 16-jähriger Junge (dessen Eltern zu diesem Zeitpunkt in Hüllhorst eine Kuh in Augenschein nehmen) einen Großbrand aus. 42 der 46 in Tengern vorhandenen Häuser werden zerstört, darunter 17 Wohnhäuser und das erst 1720 erbaute Schul- und Bethaus, welches schließlich 1728/29 wiederaufgebaut wird.
Spätere politische Zugehörigkeit: 1807 fiel Tengern an das napoleonische Königreich Westfalen, 1811 an das Kaiserreich Frankreich. 1813 kam es wieder zu Preußen, welches den Ort 1816 dem Kreis Bünde, 1832 dem Kreis Lübbecke zuteilte. 1844 wird Tengern als politische Gemeinde dem neu gegründeten Amt Reineberg (später Amt Hüllhorst) zugeordnet.
Sonstige historische Jahreszahlen:
- 1894 Anlegung des Friedhofs
- 1922 Ehrenmal für Gefallene am Friedhof wird eingeweiht
- 1924 Gründung des SPD-Ortsvereins
- 1926 Gründung einer NSDAP-Ortsgruppe (die erste im Kreis Lübbecke)
- 1945 Am alten Spritzenhaus wird die Hitlereiche gefällt
- 1950 Erste traditionelle Mai-Feier der Dorfgemeinschaft
Am 1. Januar 1973 geht Tengern in der neuen Gemeinde Hüllhorst auf.[1]
- 1974 Gründung der CDU-Ortsunion
- 1976 Straßennamen und neue Hausnummern werden eingeführt
Einwohnerentwicklung:
- 1818: 450
- 1947: 1.507
- 1973: 1.783
- 2004: 2.082 (31. Dezember)
Eingerechnet ist die Einwohnerzahl des früher selbstständigen Teilortsteils Huchzen, der aber zuletzt deutlich weniger als 100 Einwohner hatte.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
Maifeier der Dorfgemeinschaft in Tengern: Seit 1950 feiert die Dorfgemeinschaft in Tengern den Ersten Mai. Als Ausrichter wechseln sich im Zwei-Jahrestakt die Löschgruppe Tengern der Freiwilligen Feuerwehr Hüllhorst und der Sportverein TuS Tengern ab. Die Traditionelle Maifeier steht jedes Jahr unter einem anderen Motto.
| Jahr und Motto | Jahr und Motto |
|---|---|
|
|
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr:
- In Tengern treffen sich die Landesstraßen 773 (Löhner Str.) und 803 (Tengerner Str.)
- Tengern hat eine Lichtzeichenanlage an der Kreuzung Löhner Str./Westerbach
Ansässige Unternehmen:
- JET Gruppe
Bildung:
- Tengern hat eine Grundschule
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
[Bearbeiten] Literatur
- Leben in Tengern - Gemeinschaft mit Tradition und Zukunft, Hüllhorst Dezember 2000, Herausgeber: Heimatverein Tengern-Huchzen e.V.
- Seit 1425 - Kirchengemeinde Schnathorst, Hüllhorst 1980, Herausgeber: Kirchengemeinde Schnathorst
Ahlsen-Reineberg | Bröderhausen | Büttendorf | Holsen | (Huchzen) | Hüllhorst | Oberbauerschaft | Schnathorst | Tengern