Tennenlohe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

49.55111111111111.028333333333299Koordinaten: 49° 33′ 4″ N, 11° 1′ 42″ O

Tennenlohe
Stadt Erlangen
Höhe: 299 m
Fläche: 2,87 km²
Einwohner: 4474 (31. Dez. 2011)
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 91058
Vorwahl: 09131
Karte

Der Statistische Bezirk 52 (Tennenlohe) und die Gemarkung Tennenlohe in Erlangen

Tennenlohe ist eine Gemarkung und ein Statistischer Bezirk im Stadtteil Südost der kreisfreien Stadt Erlangen im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken. Bis zur 1972 erfolgten Eingemeindung war Tennenlohe eine eigenständige Gemeinde. Der Statistische Bezirk 52, der einen Großteil der Gemarkung Tennenlohe umfasst, hat etwa 4.500 Einwohner.

Lage und Umgebung[Bearbeiten]

Der Ort liegt südlich der Stadt Erlangen an der A 3 und der B 4. Nördlich von Tennenlohe erstreckt sich das Waldgebiet Brucker Lache bis an die Erlanger Innenstadt und bis nach Bruck. Hier liegt auch das Walderlebniszentrum Tennenlohe, eines von fünf Walderlebniszentren der Bayerischen Forstverwaltung. Das Walderlebniszentrum bietet neben einem Waldmuseum mit Ausstellungen zur Geschichte des Sebalder Reichswalds sowie zu Flora und Fauna der Wälder auch einen Naturerlebnispfad mit verschiedenen Stationen wie Zapfenwerfen, Tierweitsprung oder einem Waldlabyrinth, welcher auch außerhalb der Öffnungszeiten des Zentrums genutzt werden kann. Östlich des Ortes befindet sich das Naturschutzgebiet Tennenloher Forst. Südlich von Tennenlohe erstreckt sich das Knoblauchsland und das Stadtgebiet Nürnbergs, westlich befindet sich der Erlanger Stadtteil Eltersdorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Der wohl Ende des 12. Jahrhunderts entstandene Ort wurde erstmals 1265 erwähnt und war bis in das 19. Jahrhundert eine Streusiedlung, die sich um zehn größere Bauernhöfe entwickelt hatte.

Die mittelalterliche Kirche St. Maria Magdalena wurde 1766 bis 1768 barock umgestaltet; das Langhaus weist ein Mansarddach auf.

Nach 1945 entstanden in Tennenlohe zahlreiche neue Wohn- und Gewerbegebiete, insbesondere nach der Fertigstellung der Autobahn A 3 von Nürnberg nach Frankfurt 1964. Am 1. Juli 1972 wurde Tennenlohe in die Stadt Erlangen eingemeindet.[1] Tennenlohe ist inzwischen ein Standort des Innovations- und Gründerzentrums Nürnberg-Fürth-Erlangen, des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen und des Lehrstuhls für Kunststofftechnik sowie neuerdings des geographischen Instituts der Universität Erlangen. Darüber hinaus befinden sich die Unternehmenszentrale der Großbäckerei Der Beck sowie etliche Unternehmen der IT-Branche in Tennenlohe.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 458

Literatur[Bearbeiten]

  • Dehio: Bayern I: Franken, 2. Aufl., München 1999, S.1015.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tennenlohe (Erlangen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien