Tennessee
| Tennessee | |||||
|---|---|---|---|---|---|
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| Liste der Bundesstaaten | |||||
| Hauptstadt: | Nashville | ||||
| Staatsmotto: | Agriculture and commerce | ||||
| Fläche: | 109.151 km² | ||||
| Einwohner: | 6.346.105 (Zensus 2010) (58 E./km²) | ||||
| Mitglied seit: | 1. Juni 1796 | ||||
| Zeitzone: | UTC-5/-4 Central: UTC-6/-5 |
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| Höchster Punkt: | 2.025 m (Clingmans Dome) | ||||
| Durchsch. Höhe: | 275 m | ||||
| Tiefster Punkt: | 54 m Mississippi River | ||||
| Gouverneur: | Bill Haslam (R) | ||||
| Post / Amt / ISO | TN / / US-TN | ||||
| Karte von Tennessee | |||||
| Geographische Karte Tennessees | |||||
Tennessee (engl. Aussprache
[ˌtɛnəˈsiː] ) ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika und zählt zu den Südstaaten. Der Name Tennessee kommt von Tanasi, dem Namen einer Indianersiedlung am Little Tennessee River. Einer der Beinamen Tennessees lautet „Volunteer State“ – Staat der Freiwilligen. Er stammt aus der Zeit des Britisch-Amerikanischen Krieges, in dem zahlreiche Bürger Tennessees als Freiwillige für ihr Land kämpften.
Tennessee ist berühmt für den Blues und die Entstehung des Rock'n'Roll (Memphis) und die Country-Musik (Nashville) sowie für seinen Whiskey (Jack Daniel’s und George Dickel).
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Vor 12.000 Jahren besiedelten Paläo-Indianer das Gebiet des heutigen Tennessee. Von 1539 bis 1543 erforschte der spanische Entdecker Hernando de Soto das Gebiet östlich des Mississippi River. Zu Beginn der Besiedlung durch europäische Kolonisten wurden die meisten Ureinwohner nach Süden und Westen verdrängt, insbesondere die Stämme der Muskogee und Yuchi. Bis zur Gründung des Staates stand das Gebiet unter der Verwaltung von North Carolina und war als Südwest-Territorium bekannt. Das Südwest-Territorium galt sehr lange Zeit als gesetzloses Gebiet, da die Regierung von North Carolina es nicht schaffte, eine ausreichende Verwaltung zu etablieren.
1785 bis 1788 wurde der erste Versuch unternommen, einen Bundesstaat der USA zu gründen. Im Osten des heutigen Tennessee wurde der Staat Franklin gegründet. Nach fünf Jahren des Streits mit der Regierung von North Carolina und häufiger Indianerüberfälle brach die Regierung in Greeneville zusammen, und das Gebiet geriet wieder unter die Kontrolle von North Carolina. Am 1. Juni 1796 trat Tennessee den Vereinigten Staaten durch eine vom Senat gebilligte Gründung als 16. Staat bei. Von 1838 bis 1839 wurden die restlichen verbliebenen ca. 17.000 Cherokee in den Westen von Arkansas deportiert. Dieser Gewaltmarsch, bei dem etwa 4000 Indianer zu Tode kamen, ist unter dem Namen Pfad der Tränen (Trail of Tears) bekannt[1].
Am 8. Juni 1861 löste sich Tennessee als letzter der Südstaaten von den USA und trat am 2. Juli den Konföderierten Staaten von Amerika bei. Während des Krieges fanden mehrere Schlachten auf dem Boden Tennessees statt, so zum Beispiel die Schlacht von Chattanooga, die Schlacht von Nashville oder die Schlacht von Franklin. Nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg gab sich der Staat am 22. Februar 1865 eine neue Verfassung, durch die die Sklaverei abgeschafft wurde, und ratifizierte den 14. Zusatzartikel zur US-amerikanischen Verfassung am 18. Juli 1866. So wurde Tennessee der erste der abtrünnigen Staaten, der den Vereinigten Staaten wieder beitrat (am 24. Juli desselben Jahres).
Im 20. Jahrhundert erlebte Tennessee einen enormen Wirtschaftsaufschwung. Insbesondere das Oak Ridge National Laboratory machte Tennessee zu einem bedeutenden Industriestandort der USA. In den 1960er und 1970er Jahren war der Staat Brennpunkt der Bürgerrechtsbewegung, die gegen die damals vorherrschende Rassentrennung kämpfte. Tennessee war dabei aus Sicht der Kämpfer für die Gleichberechtigung einer der rückständigsten Staaten. Erst 1967 wurde Tennessee durch den Obersten Gerichtshof dazu gezwungen, als einer der letzten Staaten der USA das Verbot der Mischehen aufzuheben.
Geografie [Bearbeiten]
Nachbarstaaten [Bearbeiten]
Tennessee wird im Norden durch die Staaten Kentucky und Virginia, im Osten durch North Carolina und im Süden durch Georgia, Alabama und Mississippi sowie im Westen durch Arkansas und Missouri begrenzt. Durch den Bundesstaat fließt der Tennessee River.
Gliederung [Bearbeiten]
Bevölkerung [Bearbeiten]
| Bevölkerungsentwicklung | |||
|---|---|---|---|
| Census | Einwohner | ± in % | |
| 1790 | 35.691 | — | |
| 1800 | 105.602 | 200 % | |
| 1810 | 261.727 | 100 % | |
| 1820 | 422.823 | 60 % | |
| 1830 | 681.904 | 60 % | |
| 1840 | 829.210 | 20 % | |
| 1850 | 1.002.717 | 20 % | |
| 1860 | 1.109.801 | 10 % | |
| 1870 | 1.258.520 | 10 % | |
| 1880 | 1.542.359 | 20 % | |
| 1890 | 1.767.518 | 10 % | |
| 1900 | 2.020.616 | 10 % | |
| 1910 | 2.184.789 | 8 % | |
| 1920 | 2.337.885 | 7 % | |
| 1930 | 2.616.556 | 10 % | |
| 1940 | 2.915.841 | 10 % | |
| 1950 | 3.291.718 | 10 % | |
| 1960 | 3.567.089 | 8 % | |
| 1970 | 3.923.687 | 10 % | |
| 1980 | 4.591.120 | 20 % | |
| 1990 | 4.877.185 | 6 % | |
| 2000 | 5.689.283 | 20 % | |
| 2010 | 6.346.105 | 10 % | |
| Vor 1900[2] | |||
Tennessee hat 6.346.105 Einwohner (Stand: Census 2010), davon sind 77,6 % Weiße, 16,7 % Afro-Amerikaner, 4,6 % Mittel- bzw. Lateinamerikaner, 1,4 % Asiaten, 0,3 % Indianer.[5]
Religionen [Bearbeiten]
Die wichtigsten Religionsgemeinschaften im Jahr 2000:[6]
1.414.199 Southern Baptist Convention, 393.994 United Methodist Church, 216.648 Churches of Christ, 183.161 Katholische Kirche
Es gibt viele andere, vor allem protestantisch geprägte, Konfessionen.
Alters- und Geschlechterstruktur [Bearbeiten]
Die Altersstruktur von Tennessee setzt sich folgendermaßen zusammen:
- bis 18 Jahre: 1.447.050 (24,0 %)
- 18 – 64 Jahre: 3.824.660 (63,3 %)
- ab 65 Jahre: 767.093 (12,7 %)
Das Medianalter beträgt 37,2 Jahre. 48,9 % der Bevölkerung ist männlich und 51,1 % ist weiblich.
Abstammung [Bearbeiten]
19,8 % der Einwohner sind amerikanischer Abstammung und stellen damit die größte Gruppe. Es folgen die Gruppen der Irisch- (10,9 %), Englisch- (10,6 %) und Deutschstämmigen (10,4 %).[7]
Größte Städte [Bearbeiten]

Universitäten (Auswahl) [Bearbeiten]
- Austin Peay State University
- Cumberland University (privat)
- East Tennessee State University
- Middle Tennessee State University
- Tennessee State University
- Tennessee Technological University
- University of Memphis
- University of Tennessee System
- Vanderbilt University (privat)
Politik [Bearbeiten]
Tennessee war in den 1960er Jahren der Mittelpunkt der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, die ihren Höhepunkt 1968 durch das Attentat auf Martin Luther King in Memphis erreichte. Die politische Landschaft Tennessees änderte sich früher als in den anderen Südstaaten. Durch die Tennessee Valley Authority war eine frühere Industrialisierung und damit auch eine modernere Gesellschaftsordnung eher möglich als zum Beispiel in Mississippi oder Alabama. Die konservativen Demokraten der Südstaaten verloren ihre Machtstellung hier bereits in der Zeit der Bürgerrechtsbewegung. Die Etablierung der Republikaner begann mit der Präsidentschaftswahl 1952. Seither gewannen die Demokraten nur 1964, 1976 sowie mit Bill Clinton 1992 und 1996. Der Heimatstaat von Al Gore, der heute maßgeblich vom Bible Belt beeinflusst ist, gilt als überwiegend konservativ. Er kann daher mittlerweile als Red State bezeichnet werden. Im Electoral College stellt Tennessee elf Wahlmänner. 1980 waren es noch zehn.[8]
Im US-Senat wird der Staat von den beiden Republikanern Bob Corker und Lamar Alexander vertreten. Die Delegation Tennessees im Repräsentantenhaus des 113. Kongresses besteht aus sieben Republikanern und zwei Demokraten. Gouverneur ist seit Januar 2011 der Republikaner Bill Haslam, der den Demokraten Phil Bredesen ablöste.
Gouverneure [Bearbeiten]
Kongress [Bearbeiten]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Parks [Bearbeiten]
| Nationalpark | Lage | Ansicht |
|---|---|---|
Great-Smoky-Mountains-Nationalpark
|
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) lag im Jahre 2006 bei USD 34.321 (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: USD 37.714; nationaler Rangplatz: 31).[9]
Entscheidende Wirtschaftsimpulse gingen von der Tennessee Valley Authority aus, die zum Ausbau der Elektrizitätsgewinnung, der Infrastruktur und Industrialisierung führte.
Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind
- chemische Industrie
- Maschinen- und Kraftfahrzeugbau
- Textilindustrie
- Holzindustrie
- Anbau von Tabak, Baumwolle, Sojabohnen, Mais
- Forstwirtschaft
- Bergbau (Kohle, Pyrit, Zinkerz, Phosphat)
- Tourismus (v. a. Great Smoky Mountains National Park)
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Young Buck (* 1981), Rapper
- Miley Cyrus (* 1992), Sängerin und Schauspielerin
- Johnny Cash (1932-2003), Sänger
- Megan Fox (* 1986), Schauspielerin
- Morgan Freeman (* 1937), Schauspieler
- Aretha Franklin (*1942), Sängerin
- Michael Jeter (1952–2003), Schauspieler
- Johnny Knoxville (* 1971), Schauspieler, Autor, Produzent
- Dolly Parton (* 1946), Sängerin und Schauspielerin
- Elvis Presley (1935-1977), Sänger und Schauspieler
- Ben Spies (* 1984) Motorradrennfahrer
- Quentin Tarantino (* 1963), Regisseur, Autor, Produzent
- Carla Thomas (* 1942), Soul-Sängerin
- Justin Timberlake (* 1981), Sänger, Schauspieler
- Tina Turner (*1939), Sängerin und Schauspielerin
Ehrenbürger des Staates Tennessee
- Walter Fuchs (* 1935), deutscher Radiomoderator und Buchautor
- Hauke Strübing (* 1938), deutscher Radiomoderator
- Krokus (Band)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Carter (III), Samuel (1976). Cherokee sunset: A nation betrayed: a narrative of travail and triumph, persecution and exile. New York: Doubleday, Seite 232.
- ↑ U.S. Census Bureau _ Census of Population and Housing. Abgerufen am 28. Februar 2011
- ↑ Auszug aus Census.gov. Abgerufen am 28. Februar 2011
- ↑ Auszug aus factfinder.census.gov Abgerufen am 28. Februar 2011
- ↑ [1]
- ↑ The Association of Religion Data Archives | Maps & Reports
- ↑ factfinder.census.gov Tennessee Selected Social Characteristics
- ↑ www.270towin.com
- ↑ U.S. Bureau of Economic Analysis: Regional Economic Accounts
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Webseite des Staates Tennessee (englisch)
35.833333333333-86.366666666667Koordinaten: 36° N, 86° W
Bundesstaaten: Alabama | Alaska | Arizona | Arkansas | Colorado | Connecticut | Delaware | Florida | Georgia | Hawaii | Idaho | Illinois | Indiana | Iowa | Kalifornien | Kansas | Kentucky | Louisiana | Maine | Maryland | Massachusetts | Michigan | Minnesota | Mississippi | Missouri | Montana | Nebraska | Nevada | New Hampshire | New Jersey | New Mexico | New York | North Carolina | North Dakota | Ohio | Oklahoma | Oregon | Pennsylvania | Rhode Island | South Carolina | South Dakota | Tennessee | Texas | Utah | Vermont | Virginia | Washington | West Virginia | Wisconsin | Wyoming
Bundesdistrikt: Washington, D.C.
Außengebiete: Amerikanisch-Samoa | Jungferninseln | Bakerinsel | Guam | Howlandinsel | Jarvisinsel | Johnstoninsel | Kingmanriff | Midwayinseln | Navassa | Nördliche Marianen | Palmyra | Puerto Rico | Wake
Liste der Countys in Tennessee
Anderson | Bedford | Benton | Bledsoe | Blount | Bradley | Campbell | Cannon | Carroll | Carter | Cheatham | Chester | Claiborne | Clay | Cocke | Coffee | Crockett | Cumberland | Davidson | Decatur | DeKalb | Dickson | Dyer | Fayette | Fentress | Franklin | Gibson | Giles | Grainger | Greene | Grundy | Hamblen | Hamilton | Hancock | Hardeman | Hardin | Hawkins | Haywood | Henderson | Henry | Hickman | Houston | Humphreys | Jackson | Jefferson | Johnson | Knox | Lake | Lauderdale | Lawrence | Lewis | Lincoln | Loudon | Macon | Madison | Marion | Marshall | Maury | McMinn | McNairy | Meigs | Monroe | Montgomery | Moore | Morgan | Obion | Overton | Perry | Pickett | Polk | Putnam | Rhea | Roane | Robertson | Rutherford | Scott | Sequatchie | Sevier | Shelby | Smith | Stewart | Sullivan | Sumner | Tipton | Trousdale | Unicoi | Union | Van Buren | Warren | Washington | Wayne | Weakley | White | Williamson | Wilson
