Tenuki

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Tenuki (jap. 手抜き) ist ein japanischer Begriff aus dem Go-Spiel, der auch im Westen benutzt wird. Er bezeichnet einen Zug, der abseits von dem vorangegangenen Geschehen gesetzt wird. Hierdurch wird eine lokale Zugfolge unterbrochen. Tenuki kann ein Gambit beinhalten, bei dem ein kleiner Gebietsverlust akzeptiert wird, um die Gesamtentwicklung zu fördern.

Dieses Manöver ist eng mit dem Konzept des Sente (die Initiative ergreifen) und des Gote (sich gegen den Gegner verteidigen, indem man seinen letzten Zug beantwortet) verwandt. Ein Spieler setzt Tenuki, wenn er denkt, dass der letzte Zug des Gegners keine allzu große Bedrohung beinhaltet, und er wertet, dass er ohne großes Risiko auf anderer Stelle des Brettes spielen kann.

Erfahrene Spieler versuchen, den Verlauf des Spiels zu kontrollieren, indem sie Züge machen, die für sie günstige Fortsetzungen bieten und somit den Gegner zwingen, zu antworten. Sie suchen nach Schwachstellen in der Gegnerischen Position und warten auf eine Möglichkeit, Tenuki zu spielen, sodass sie diese Schwachstellen ausnutzen können. Anfänger sind oftmals etwas ungeduldig, springen unvorsichtig aus Spielsituationen in riskanten Manövern und andernfalls zu vorsichtig um Tenuki zu spielen, ein Fehler den man daran ausmacht, dass dieser dem Gegner praktisch hinterherläuft. Ein Spieler setzt möglicherweise Tenuki, obwohl der letzte Zug des Gegner ein wenig verletzlich ist, wenn er das Gefühl hat, dass sein Spiel den Gegner noch mehr verletzten würde. Er würde den Verlust, den er voraussieht, akzeptieren wollen, aber erwartet einen viel größeren Vorteil von dem Zug den er macht, anstelle zu antworten. Spieler spielen auch Tenuki, wenn sie denken, dass der Gegner gezwungen ist, zu antworten. Falls das passiert, können sie zum vorherigen Zug zurückkehren und ihn beantworten.

Weblinks[Bearbeiten]