Teplice nad Metují

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Teplice nad Metují
Wappen von Teplice nad Metují
Teplice nad Metují (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Královéhradecký kraj
Bezirk: Náchod
Fläche: 5604 ha
Geographische Lage: 50° 36′ N, 16° 10′ O50.59516.165463Koordinaten: 50° 35′ 42″ N, 16° 9′ 54″ O
Höhe: 463 m n.m.
Einwohner: 1.692 (1. Jan. 2013) [1]
Postleitzahl: 549 57
Verkehr
Bahnanschluss: Choceň–Meziměstí
Trutnov–Teplice nad Metují
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 9
Verwaltung
Bürgermeister: Milan Brandejs (Stand: 2007)
Adresse: Rooseveltova 15
549 57 Teplice nad Metují
Gemeindenummer: 574538
Website: www.teplicenadmetuji.cz

Teplice nad Metují (deutsch Weckelsdorf, auch Wekelsdorf) ist eine Stadt am Fluss Mettau (Metuje) im ostböhmischen Okres Náchod, Královéhradecký kraj (Tschechien).

Geographie[Bearbeiten]

Teplice liegt zwischen dem Riesengebirge und dem Falkengebirge am Ostrand der Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt. Nachbarorte sind Meziměstí und Bohdašín im Nordosten, Police und Žďár im Südosten, Stárkov und Česká Metuje im Süden, Dolní Vernéřovice (Unter Wernersdorf) und Jívka im Südwesten und Janovice im Westen. Südwestlich befindet sich die Ruine der Burg Skály (Bischofstein), südöstlich liegt das Naturschutzgebiet Ostaš.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1362, in dem der Ort erstmals unter der Bezeichnung "Guweynsdorf alias Teplicz" in den vom Prager Erzbischof Ernst von Pardubitz begründeten Konfirmationsbüchern genannt wird. Der Ort gehörte damals Tas von Riesenburg.

Der Markt Wekelsdorf hatte am 1. Dezember 1930 1205 Einwohner, am 17. Mai 1939 waren es 1.199 und am 22. Mai 1947 842 Einwohner.

Im Juni 1945 wurden oberhalb des Städtchens 23 Deutsche von Tschechen erschossen, denen vorher die polnischen Behörden an der Grenze zu Schlesien den Übergang verwehrt hatten.

Jeweils Ende August findet in der Stadt das Internationale Bergsteigerfilmfestival MHFF (Mezinárodní horolezecký filmový festival) statt.

Ortsteile[Bearbeiten]

Luftbild
  • Bohdašín (Bodisch)
  • Dědov (Niedermohren) mit Žofilnó Údolí (Sophienthal)
  • Dolní Teplice (Unterweckelsdorf) mit Zátiší (Fiebichhäuser)
  • Horní Teplice (Oberweckelsdorf) mit Střemenské Podhradí (Trmeny)
  • Javor (Obermohren)
  • Lachov (Löchau)
  • Skály (Bischofstein) mit Záhoří (Zahorsch)
  • Teplice nad Metují (Weckelsdorf) mit Bučnice (Buchwaldsdorf), Kamenec (Stegreifen) und Nový Dvůr (Neuhof)
  • Zdoňov (Merkelsdorf) mit Libná (Liebenau)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche
  • Die St.-Laurentius-Kirche wurde 1724 im Stil des Barock von Johann Straka von Nedabylice (Jan Straka z Nedabylic) errichtet.
  • Das Renaissance-Schloss wurde im Jahre 1599 unter Wenzel Bohdanecky von Hodkow (Václav Bohdanecký z Hodkova) errichtet. Heute dient es als Rathaus.
  • Das Untere Schloss errichtete 1664 Sigmund Schmiedl von Schmieden (Zikmund Schmiedl ze Schmieden).
  • Die Wallfahrtskirche Maria Hilf entstand in den Jahren 1754 bis 1763.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gotthard Schroll: Im Schatten des Todes - Das Braunauer Ländchen 1945/46, Erlangen, 2005

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2013 (PDF; 543 KiB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Teplice nad Metují – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien