Teresa Brewer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Teresa Brewer (* 7. Mai 1931 in Toledo, Ohio; † 17. Oktober 2007 in New Rochelle, New York; eigentlich Theresa Breuer) war eine US-amerikanische Popsängerin.

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Music! Music! Music!
  US 1 04.02.1950 (17 Wo.)
  UK 1 11.03.1950 (15 Wo.) [1]
Choon’n’Gum
(& Jimmy Lytell & Dixieland All Stars)
  US 17 22.04.1950 ( 5 Wo.)
  UK 18 27.05.1950 ( 3 Wo.)
Longing For You
  US 23 15.09.1951 ( 1 Wo.)
  UK 8 10.11.1952 ( 9 Wo.)
You’ll Never Get Away
(& Don Cornell)
  US 18 27.09.1952 ( 4 Wo.)
Till I Waltz Again With You
  US 1 13.12.1952 (23 Wo.)
  UK 13 28.03.1953 (10 Wo.)
Dancing With Someone
  US 25 18.04.1953 ( 3 Wo.)
  UK
Ricochet
  US 4 10.10.1953 (21 Wo.)
  UK 18 26.12.1953 ( 2 Wo.)
Baby Baby Baby
  US 25 14.11.1953 ( 4 Wo.)
Bell Bottom Blues
  US 17 20.02.1954 ( 8 Wo.)
Jilted
  US 14 24.04.1954 ( 9 Wo.)
  UK 17 26.06.1954 ( 2 Wo.)
Let Me Go Lover (with The Lancers)
  US 8 18.12.1954 (11 Wo.)
  UK 9 11.02.1955 (10 Wo.)
Pledging My Love
  US 30 19.03.1955 ( 2 Wo.)
Banjo’s Back In Town
  US 26 06.08.1955 ( 5 Wo.)
A Tear Fell
  US 7 25.02.1956 (23 Wo.)
  UK 2 13.04.1956 (15 Wo.)
Bo Weevil
  US 17 03.03.1956 (16 Wo.)
A Sweet Old Fashioned Girl
  US 9 09.06.1956 (20 Wo.)
  UK 3 13.07.1956 (15 Wo.)
Mutual Admiration Society
  US 21 10.11.1956 (14 Wo.)
Empty Arms
  US 18 06.04.1957 (17 Wo.)
Nora Malone
  US 26 10.05.1957 ( 2 Wo.)
You Send Me
  US 31 16.11.1957 (12 Wo.)
The Hula Hoop Song
  US 38 04.10.1958 ( 5 Wo.)
Heavenly Lover
  US 40 14.03.1959 ( 8 Wo.)
How Do You Know It’s Love
  UK 21 23.06.1960 (11 Wo.)
Anymore
  US 31 06.08.1960 (16 Wo.)
Milord
  US 74 20.05.1961 ( 4 Wo.)

Leben[Bearbeiten]

Der Kinderstar[Bearbeiten]

Teresa war erst zwei Jahre alt, als ihre Mutter sie in ihrer Heimatstadt zum Casting für die Radioshow Uncle August’s Kiddie Show des Senders WSPD mitnahm. In der Show trat sie für Kekse und Kuchen auf, die der Sponsor gestiftet hatte. Teresa erhielt nie Gesangsunterricht, nahm aber einige Stunden Stepptanz-Unterricht. Im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren sang und tanzte sie als ständiger Gast in der Major Bowes Amateur Hour, einer Radioshow, die zu ihrer Zeit in den USA sehr populär war.

Mit zwölf Jahren kam Teresa wieder nach Toledo, um eine Schule zu besuchen. Die Tourneen waren damit vorläufig vorbei, sie trat aber weiter im örtlichen Hörfunk auf.

Im Januar 1948 gewann die 16-jährige Teresa einen Wettbewerb in Toledo und wurde – mit drei weiteren Gewinnern – nach New York geschickt, um in einer Talentshow namens „Stairway to the Stars“ aufzutreten. Etwa zu dieser Zeit änderte sie die Schreibweise ihres Namens, da sie nacheinander eine Reihe von Talentwettbewerben gewann und in Nachtclubs in New York (darunter auch im berühmten Latin Quarter) auftrat.

Plattenvertrag und erste Erfolge[Bearbeiten]

Künstleragent Richie Lisella hörte sie singen und nahm ihre Karriere in seine Hände. 1949 bekam Teresa einen Plattenvertrag bei London Records und nahm mit den Dixieland All-Stars für eine Schallplatte den Titel „Copenhagen“ auf. B-Seite sollte der Song „Music! Music! Music!“ (von Stephen Weiss und Bernie Baum) sein. Diese B-Seite wurde dann jedoch der Hit – die Single verkaufte sich mehr als eine Million Mal, und der Song wurde so etwas wie Teresas musikalisches Erkennungszeichen. Sie wurde „der Teenagerstar der frühen 1950er Jahre in den USA, zu vergleichen mit der deutschen Kleinen Cornelia alias Conny Froboess“.[2]

Weitere humorvolle Songs wie Choo’n Gum oder Molasses, Molasses folgten 1950 als Top 20-Hits. Obwohl Teresa lieber Balladen sang, war Longing for You 1951 zunächst die einzige, die sie davon in die Charts bringen konnte. 1951 wechselte sie das Musiklabel, ging zu Coral Records. Mittlerweile war sie verheiratet und hatte eine Tochter, Kathleen. Bis 1956 kamen noch die Töchter Susan and Megan dazu. Da Brewer nie gelernt hatte, Noten zu lesen, schickte ihr die Plattenfirma immer ein Demoband mit dem Song, damit sie die Melodie kennenlerne. Trotzdem ging es mit Hits weiter, unter anderem mit Gonna Get Along Without You Now (1952), einem Song, der über die Jahre auch für diverse andere Künstler zum Hit wurde (unter anderem von Patience and Prudence 1956, Skeeter Davis 1964, Trini Lopez 1967 und Viola Wills 1979). Ebenfalls 1952 nahm Teresa You’ll Never Get Away, als Duett mit Don Cornell auf, und 1953 kam ihr Millionenseller Till I Waltz Again with You auf den Markt.

Internationale Karriere[Bearbeiten]

Weitere Hits in den Jahren 1953 bis 1955 waren unter anderem Dancin’ with Someone, Ricochet, Bell Bottom Blues, Our Heartbreaking Waltz und Skinnie Minnie. Während dieser Jahre sang sie auch weiterhin in den großen Nachtclubs in New York, Chicago, Las Vegas und anderen Städten der USA.

Mitte der 1950er Jahre coverte sie eine Reihe von Rhythm and Blues – (Pledging My Love, Tweedlee Dee, A Tear Fell und Bo Weevil,) und Country-Songs (Jilted, A Sweet Old-Fashioned Girl und Let Me Go Lover, das bekannter wurde in der Version von Joan Weber). Mit einigen dieser Songs erreichte sie nun auch in Großbritannien die Top 10.

1956 war sie Co-Autorin von I Love Mickey, einem Song über den New York Yankees Baseball-Spieler Mickey Mantle, der auf der Platte mit Teresa sang. Während die meisten sie als eine einfache Popsängerin klassifizieren, haben doch viele ihrer Songs bereits einen klaren Rock-Beat, speziell Ricochet, Jilted und A Sweet Old Fashioned Girl.

1957 brachte sie noch mehr Coverversionen heraus: den Countrysong Teardrops in My Heart und die R&B- Songs You Send Me und Empty Arms; außerdem konnte sie in Großbritannien Nora Malone in den Hitparaden platzieren. Ihre vierte Tochter Michelle wurde 1958 geboren. 1960 hatte sie in den britischen Chart ihren letzten Hit mit How Do You Know It’s Love; ihr letzter US-Chart Hit war 1961 Milord, eine englischsprachige Version des Chansons von Édith Piaf. 1962 ging sie zu Philips Records, und wechselte später noch mehrmals das Label – aber in die Hitparaden schaffte sie es nie wieder.

1972 heiratete Brewer den Jazzproduzenten Bob Thiele († 1996), der im Jahr darauf eine LP herausbrachte, auf der seine Frau mit der Count Basie Bigband Lieder aus dem Repertoire von Bessie Smith sang; Arr.: Thad Jones

Insgesamt nahm Teresa Brewer etwa 600 Songs auf. Für ihren Beitrag zur Schallplattenindustrie wurde sie mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die britischen Chartnotierungen nach Günter Ehnert (Hrsg.): Hit Records. British Chart Singles 1950–1965. Taurus Press, Hamburg 1988, S. 21
  2. Frank Laufenberg, Ingrid Laufenberg: Frank Laufenbergs Rock- und Pop-Lexikon, Band 1. Econ, Düsseldorf, 5. Auflage 2000, ISBN 3-612-26206-8, S. 188