Terma

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Terma (tib.: gter ma) sind sogenannte „verborgene Schätze“, religiöse Lehren, Ritualgegenstände und Reliquien des tibetischen Buddhismus, die absichtlich verborgen wurden, um sie für spätere Jahrhunderte zu bewahren.

Guru Rinpoche[Bearbeiten]

Terma sind insbesondere ein Phänomen der tibetischen Nyingma-Tradition. Guru Rinpoche und seine engsten Schüler und Schülerinnen versteckten im 9. Jahrhundert eine große Zahl von Texten, Ritualgegenständen und Reliquien an geheimen Orten, um die Lehren des Buddhismus vor der Zerstörung durch den, dem Buddhismus feindlich gesinnten, tibetischen König Langdarma zu bewahren.

Terma-Linien[Bearbeiten]

So entstanden insbesondere in der Nyingma-Tradition zwei Arten der Übertragung: Die so genannte „lange“ Übertragungslinie vom Meister auf den Schüler in einer ununterbrochenen Linie, und die „kurze“ Übertragungslinie der „verborgenen Schätze“ (Terma). Die aufgedeckten Termas wurden später von Meistern mit besonderen Fähigkeiten, so genannten „Schatzfindern“ (tib.: gter ston; Tertön), wiederentdeckt und an ihre Schüler überliefert. Die entdeckten Termas unterscheiden sich in ihrer Art nach „Erd-Terma“ (tib.: sa gter), „Geist-Terma“ (tib.: dgongs gter) und „Reine Vision-Terma“ (tib.: dag snang). Die Terma-Meister werden häufig als Inkarnationen der 25 Hauptschüler des Guru Rinpoche angesehen. Somit entstand durch die Jahrhunderte ein vielschichtiges System von Übertragungslinien, die die Lehren der Nyingma-Schulen ständig mit „frischen“ Lehren ergänzten, die jeweils ihrer Zeit angemessen waren.

Tertön[Bearbeiten]

Ein Tertön ist jemand, der Termas findet. Jamgön Kongtrül Lodrö Thayes Schrift Der kostbare Lapislazulikranz beinhaltet die Lebensgeschichten von 108 bedeutenden Tertöns. Das Entdecken von Terma fand bis in die jüngste Vergangenheit statt.

Nyingma-Tertön[Bearbeiten]

Tertön Rigdzin Gödem

Das Auffinden der Termas begann mit dem ersten Tertön Sanggye Lama (1000–1080). Bedeutende Tertöns waren unter anderem:

Sarma-Tertön[Bearbeiten]

Der 5. Dalai Lama

Aber auch in den drei neuen Schulen (Sarma) und im tibetischen Bön traten etwas seltener als bei den Nyingma Tertöns auf. Bedeutende Tertön der Neuen Schulen:

Bön-Tertön[Bearbeiten]

Nagarjuna[Bearbeiten]

Im buddhistischen Kontext sind verborgene Schätze aber nicht etwas völlig Neuartiges. So wurden schon in Indien Termas gefunden. Nagarjuna zum Beispiel entdeckte das letzte Kapitel des „Prajnaparamita-Sutras in einhunderttausend Versen“ als Terma im Reich der Nagas.

Literatur[Bearbeiten]

  • Tulku Thondup: Die verborgenen Schätze Tibets - Eine Erklärung der Termatradition der Nyingma-Schule des Buddhismus. Theseus Verlag, Zürich-München 1994, ISBN 3-85936-067-1
  • Yeshe Tsogyal: Der Lotosgeborene im Land des Schnees - Wie Padmasambhava den Buddhismus nach Tibet brachte. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-596-12975-3
  • Dudjom Rinpoche: The Nyingma School of Tibetan Buddhism: its Fundamentals and History. Wisdom Publications, Boston 1991, ISBN 0861711998

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tertöns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien