Termitomyces titanicus

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Termitomyces titanicus
Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
Familie: Raslingsverwandte (Lyophyllaceae)
Gattung: Termitomyces
Art: Termitomyces titanicus
Wissenschaftlicher Name
Termitomyces titanicus
Pegler & Piearce

Der Termitomyces titanicus ist ein mit Termiten vergesellschafteter Blätterpilz der Gattung Termitomyces (Termitenpilze), aus der Familie der Raslingsverwandten. Vor Ort ist er auch unter dem Namen Chingulungulu oder auch Igihefu bekannt.[1] Im Osten von Sambia nennt man den Pilz Utale.[2] Mit Fruchtkörpern die im Durchschnitt bis zu 100 cm erreichen, gilt er laut dem Guinness-Buch der Rekorde als größter Blätterpilz des Planeten.

Merkmale[Bearbeiten]

Makroskopische Merkmale[Bearbeiten]

Der Hut hat einen Durchmesser von durchschnittlich einem Meter. Der Stiel erreicht eine Länge von 50 Zentimeter. Der gesamte Fruchtkörper wiegt im Durchschnitt 2,5 Kilogramm.[2]

Die Oberfläche ist in der Mitte dunkelgrau und verläuft bis zum Rand hin ins weiße. Sie kann aber auch komplett weiß sein oder einen gräulich braunen Farbton aufweisen.[2] Der Rand ist leicht bis stark wellig und kann bei älteren Exemplaren zum Teil nach unten gebogen sein. Manche Pilze weisen eine zerfurchte Oberfläche auf. Die Lamellen sind Cremefarbig bis weiß, jedoch dunkler als die Hutfarbe.[2]

Der Stiel ist schmutzig weiß. Er ist festfleischig, ringlos und bildet keine Knolle. Die Stielform ist zylindrisch bis leicht bauchig.

Mikroskopische Merkmale[Bearbeiten]

Die Fruchtkörper entstehen an Hyphen die bis in die Pilzkammern der Termitenhügel reichen mit denen diese Pilzart in einem symbiotischen System lebt.[3]

Ökologie[Bearbeiten]

Inhaltsstoffe[Bearbeiten]

Aus der Art Termitomyces titanicus wurden unter anderen amidgebundene Fettsäure (FAA) isoliert.[4]

Verbreitung[Bearbeiten]

Der ausschließlich in Afrika vorkommende Pilz ist in Sambia und Tansania verbreitet.[5] Er wächst in der Nähe von Termitenhügeln.

Bedeutung[Bearbeiten]

Der Termitomyces titanicus gilt als guter Speisepilz. In Sambia wird er auf Märkten verkauft.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Françoise Malaisse: How to live and survive in Zambezian open forest. Les Presses Agronomiques De Gembloux, 1997, ISBN 2-87016-106-9.
  2. a b c d e Brian Morris: Wildlife and Landscapes in Malawi: Selected Essays on Natural History. Trafford Publishing, 1997, ISBN 1-4251-7183-4.
  3. Georg Schön: Pilze - Lebewesen zwischen Pflanze und Tier. C.H. Beck, 2005, ISBN 3-406-50860-X.
  4. Termitomyces titanicus bei Chemie.de
  5. Index Fungorum