Terrence McNally

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Terrence McNally (* 3. November 1939 in Saint Petersburg, Florida) ist ein amerikanischer Dramatiker.

Leben[Bearbeiten]

Terrence McNallys bisweilen opernhaft-groteske Stücke behandeln gesellschaftliche Probleme (Corpus Christi), Schwerpunkte bilden die Auseinandersetzung mit schwulen Lebensentwürfen (The Lisbon Traviata) und mit dem Leben Maria Callas' (Master Class).

Seine Theaterstücke sind auch in Deutschland erfolgreich. Ähnlich wie in der US-amerikanischen Provinz erregte sein Stück Corpus Christi in Deutschland Aufsehen aufgrund der Proteste aus Kirchenkreisen, die in dem Stück eine blasphemische Auseinandersetzung mit Jesus Christus sahen.

Nachdem er mit dem 25 Jahre jüngeren Rechtsanwalt und Brodway-Produzenten Tom Kirdahy im Jahre 2001 in Vermont eine Civil Union eingegangen war, heiratete er ihn nach Öffnung der Ehe im Jahre 2010 in Washington, D.C. vor einem Pastor der United Church of Christ. Als Trauzeugin fungierte Tyne Daly und Kirdahy las eine Szene aus dem Stück Corpus Christi, in welcher die christusähnliche Figur namens Joshua zwei Apostel verheiratet. Der Grund für die neuerliche Zeremonie war nach McNally die gewünschte Gleichheit: „We want the ‚M‘ word. We don't like separate but equal. We want equal.“ (deutsch: „Wir wollten das ‚M‘-Wort. [Marriage = Heirat] Wir lieben es nicht separat aber gleich zu sein. Wir wollen Gleichheit.“)[1]

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Oktober 2012 versuchten Abgeordnete der Chrysí Avgí und deren Anhänger, zusammen mit konservativen religiösen Führern, eine Theatervorstellung von Corpus Christi im Hytirio Theater in Athen zu stürmen.[2][3] Bärtige Priester in schwarzen Roben wurden dabei beobachtet, wie sie Poster, die für die Veranstaltung warben, zerrissen.[4]

Werke[Bearbeiten]

  • Next (1969)
  • Botticelli (1968)
  • Witness (1968)
  • Sweet Eros (1969)
  • Bringing It All Home (1969)
  • Whiskey (1973)
  • Bad Habits (1974)
  • The Ritz (1975)
  • Frankie and Johnny in the Claire de Lune (1987)
  • Andre’s Mother (1988)
  • The Lisbon Traviata (1989)
  • Lips Together, Teeth Apart (1991)
  • Kuss der Spinnenfrau (1992)
  • Love! Valour! Compassion! (1994)
  • Master Class (1995)
  • Corpus Christi (1997)
  • The Stendhal Syndrome (2004)
  • Dedication or The Stuff of Dreams (2005)
  • Some Men (2006)
  • Deuce (2007)
  • Unusual Acts of Devotion (2008)
  • Golden Age (2009)

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brett Zongker (AP): Terrence McNally's gay drama takes stage in DC, with his own marriage as a bonus, Winnipeg Free Press, 6. April 2010, bei ca.msn.com
  2. During A Violent Incident At A Greek Theater, An Elected Official Went On An Unimaginably Vile Rant businessinsider.com vom 11. Oktober 2012
  3. Protest by Golden Dawn, religious groups cancels theater premiere ekathimerini.com vom 14. Oktober 2012
  4. Blasphemy charges filed over Greek gay Jesus play rte.ie vom 16. November 2012