Teruel

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Dieser Artikel behandelt die Stadt ; für andere Bedeutungen siehe Teruel (Begriffsklärung).
Teruel
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Teruel
Teruel (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Aragonien
Provinz: Teruel
Comarca: Comunidad de Teruel
Koordinaten 40° 21′ N, 1° 6′ W40.343611111111-1.1072222222222915Koordinaten: 40° 21′ N, 1° 6′ W
Höhe: 915 msnm
Fläche: 440,41 km²
Einwohner: 35.961 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 81,65 Einw./km²
Gründung: 1171
Postleitzahl: 44001 - 44003
Gemeindenummer (INE): 44216 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Manuel Blasco Marqués (PP)
Offizielle Webpräsenz
Lage der Stadt
Teruel, Spain location.png
Brücke in Teruel (2006)

Teruel [teˈɾwel], Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, in der autonomen Region Aragonien im Nordosten von Spanien gelegen, hat 35.961 Einwohner (Stand 1. Januar 2013). Die Einwohner werden im Spanischen als turolenses bezeichnet.

Geographie[Bearbeiten]

Teruel liegt am Zusammenfluss des Río Guadalaviar und des Río Alfambra. Danach heißt der Fluss Turia. Die Stadt liegt in 915 m Höhe über NN und besitzt ein charakteristisches Klima mit heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern. Die Entfernung nach Saragossa beträgt etwa 175 km, die nach Madrid etwa 294 km.

Geschichte[Bearbeiten]

Teruel ist seit den Zeiten der Iberer besiedelt und wurde später von den Römern besetzt. Nach 711 besetzten es die Mauren unter Tarik. Unter König Alfonso II. wurde es christianisiert. Seine Bewohner nahmen an der Reconquista Valencias teil. Für ihre Teilnahme an den Kriegen erhielt Teruel 1347 die Stadtrechte.

Während des Spanischen Bürgerkrieges, der in Teruel heftig tobte (Schlacht von Teruel), traten u. a. hier aus Barcelona eintreffende Internationale Brigaden an die Front. Die Stadt wechselte mehrfach ihren Besitzer, wodurch sie praktisch vollständig zerstört wurde, bis General José Enrique Varela sie vom Río Alfambra aus eroberte. In der Schlacht von Teruel wurde das deutsche Junkers Ju 87-Sturzkampfflugzeug erstmals eingesetzt. Nach der endgültigen Eroberung durch die Nationalen nutzte die Legion Condor auch kurzfristig den nördlich in Caudé gelegenen Flugplatz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Neben den Mudéjar-Bauwerken, zu denen die Kathedrale Santa Maria und die Türme El Salvador, San Martín und San Pedro zählen, gehört auch das Mausoleum Los amantes de Teruel, das paläontologische Zentrum Dinópolis mit einer vielfältigen Fauna zu den touristischen Attraktionen.

Am 7. Juli wird jährlich Teruels Patronatsfest mit charakteristischer Musik (Charanges), nächtlichen Tänzen und Stieren, die durch das Stadtzentrum getrieben werden, gefeiert. Teruel ist für seinen luftgetrockneten Schinken, seinen jamón serrano, berühmt.

In der Nähe von Teruel befindet sich ein Großkraftwerk, dessen Kamin zu den höchsten Bauwerken in Europa gehört.

Teruel Ansicht
Museum für religiöse Kunst in Teruel.

Weltkulturerbe[Bearbeiten]

Innenraum der Peterskirche in Teruel

Wegen seines einzigartigen Ensembles der Mudéjar-Architektur wurde Teruel im Jahre 1986 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt, auch als Symbol einer multikulturellen Vergangenheit.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Teruel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien