Tespe

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Tespe
Tespe
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tespe hervorgehoben
53.410.41666666666712Koordinaten: 53° 24′ N, 10° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Harburg
Samtgemeinde: Elbmarsch
Höhe: 12 m ü. NHN
Fläche: 24,87 km²
Einwohner: 4113 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 165 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21395
Vorwahlen: 04176, 04133
Kfz-Kennzeichen: WL
Gemeindeschlüssel: 03 3 53 033
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 13
21395 Tespe
Webpräsenz: www.gemeinde-
tespe.de
Bürgermeister: Jörg Werner (SPD)
Lage der Gemeinde Tespe im Landkreis Harburg
Königsmoor Otter Welle Tostedt Wistedt Tostedt Handeloh Undeloh Dohren Heidenau Dohren Kakenstorf Drestedt Wenzendorf Halvesbostel Regesbostel Moisburg Hollenstedt Appel Neu Wulmstorf Rosengarten Buchholz in der Nordheide Egestorf Hanstedt Jesteburg Asendorf Marxen Harmstorf Bendestorf Brackel Seevetal Landkreis Harburg Niedersachsen Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Heidekreis Landkreis Lüneburg Landkreis Stade Freie und Hansestadt Hamburg Schleswig-Holstein Gödenstorf Eyendorf Vierhöfen Garlstorf Salzhausen Toppenstedt Wulfsen Garstedt Stelle Tespe Marschacht Drage WinsenKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Tespe liegt im Nordosten des Landkreis Harburg und gehört zur Samtgemeinde Elbmarsch in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Tespe liegt im östlichen Teil der Samtgemeinde Elbmarsch. Im Westen grenzen die Gemeinde Marschacht und im Norden die Elbe an, östlich und südlich grenzt der Landkreis Lüneburg an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Tespe besteht aus den Dörfern Tespe, Bütlingen und Avendorf.

Ortsteil Tespe

Der Ortsteil Tespe liegt südlich der Elbe. Das Dorf verfügt über einen eigenen Sportschifffahrtshafen. Seine Nachbardörfer sind im Süden Bütlingen, im Osten Avendorf und im Westen Obermarschacht. Tespe ist mit etwa 300 Jahren das jüngste dieser Dörfer. Im Ort gibt es viele Vereine, wie z. B. den TSV Tespe, welcher mit der SG Elbmarsch zusammenarbeitet, oder den Schützenverein Tespe. Als weitere wichtige Organisation ist die Freiwillige Feuerwehr Tespe zu nennen, die älteste Feuerwehr im Landkreis Harburg, welche seit 1854 besteht.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf Tespe wird im Ratzeburger Zehntregister von 1230 erstmals urkundlich erwähnt als Toschope. Die Forschung geht davon aus, dass Tespe bereits um das Jahr 1000 von sächsischen Siedlern gegründet wurde. Dem Ortsnamen liegt das altsächsische Grundwort Hop „Haufe“ zugrunde und bezeichnet ähnlich wie Wiershop den Platz, an dem sich etwas zusammenfindet.[3] Das Dorf wurde noch vor der Mitte des 14. Jahrhunderts ebenso wie das Dorf Avendorf in die gegenüberliegende Elbmarsch verlegt. Auf dem alten Flurstück des ehemaligen Dorfes wurde später die Zollstelle Tesperhude errichtet.[4]

Seit dem Jahr 1986 gab es in Tespe eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von Kindern, die an Leukämie erkrankt sind. Diese Erkrankungen werden in der Presse und auch von einigen begutachtenden Wissenschaftlern in Zusammenhang mit dem Kernkraftwerk Krümmel und dem auf der gegenüberliegenden Elbseite gelegenen GKSS-Forschungszentrum gebracht.

Hauptartikel: Leukämiecluster Elbmarsch

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde entstand in ihrer heutigen Form durch die Gebiets- und Verwaltungsreform vom 1. Juli 1972. Davor waren die Gemeinden Tespe, Avendorf und Bütlingen selbstständig und gehörten zum Landkreis Lüneburg.[5]

Politik[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Samtgemeinderat
     
Von 15 Sitzen entfallen auf:

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Tespe setzt sich aus 15 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

SPD CDU Freie Wähler Bündnis 90/Die Grünen Piratenpartei Gesamt
2011 6 5 2 1 1 15 Sitze

Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Chronik Feuerwehr Tespe
  3. Prange, W. : Siedlungsgeschichte des Landes Lauenburg im Mittelalter, Quellen und Forschungen zur Geschichte Schleswig-Holsteins, Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte (Hrsg.), Bd. 41, Neumünster 1960, S. 140 f. (altsächsische ON)
  4. Prange, W. : Siedlungsgeschichte des Landes Lauenburg im Mittelalter, Quellen und Forschungen zur Geschichte Schleswig-Holsteins, Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte (Hrsg.), Bd. 41, Neumünster 1960, S. 313, siehe auch S. 282. Demzufolge soll Avendorf (nicht zu verwechseln mit Abbendorf) und Tespe (1230 Ksp. Lütau) in die gegenüberliegende Elbmarsch verlegt worden sein
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 233.
  6. Wahlergebnis Gemeinde Tespe

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tespe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien