Testtheorie

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur Theorie von Tests in der mathematischen Statistik siehe Statistischer Test.

Die Testtheorie ist ein Teilbereich der Messtheorie, der u. a. in der Differentiellen Psychologie und Psychodiagnostik Verwendung findet.

In der Psychometrie beruht eine Testtheorie auf einem mathematischen Modell, das bestimmte statistische Zusammenhänge zwischen bestimmten Merkmalen und empirischen Testwerten erwarten lässt. Nach einer Testdurchführung schließt man mit Hilfe der Testtheorie von den Testergebnissen auf die Merkmale zurück. Die Testtheorie liefert ferner Gütekriterien psychodiagnostischer Verfahren, anhand derer die Qualität des Tests beurteilt werden kann. Hauptanwendungsfeld ist damit die Testkonstruktion, also die Gestaltung von Tests, die die Gütekriterien optimieren.

Die gebräuchlichsten sind die Klassische Testtheorie und Probabilistische Testtheorie (Item Response Theory).

Bezeichnungen von Tests für das gleiche Konstrukt[Bearbeiten]

Zwei Tests für das gleiche Konstrukt werden (in der Klassische Testtheorie) wie folgt gegliedert:

  • kongenerische Tests: Der Erwartungswert des Tests, der „wahre Wert“ des einen Tests ist eine lineare Funktion des anderen: \tau'=\alpha \cdot \tau + \beta
  • praktisch τ-äquivalente Tests: Die „wahren Werte“ der Tests unterscheiden sich nur um eine Konstante: \tau' = \tau + \beta
  • τ-äquivalente Tests: Die „wahren Werte“ stimmen überein: \tau' = \tau
  • parallele Tests: Die Tests sind τ-Äquivalent und auch die Streuung der Messwerte ist gleich: \tau' = \tau; \varepsilon' = \varepsilon

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]