Tetjuschi

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Stadt
Tetjuschi
Тетюши (russisch)
Тәтеш/Təteş (tatarisch)
Wappen
Wappen
Föderationskreis Wolga
Republik Tatarstan
Rajon Tetjuschi
Bürgermeister Mucharrjam Ibjatow
Gegründet 1578
Stadt seit 1781
Fläche km²
Bevölkerung 11.596 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 1288 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 160 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 84373
Postleitzahl 422370
Kfz-Kennzeichen 16, 116
OKATO 92 255 501
Website tetushi.tatar.ru
Geographische Lage
Koordinaten 54° 56′ N, 48° 50′ O54.93333333333348.833333333333160Koordinaten: 54° 56′ 0″ N, 48° 50′ 0″ O
Tetjuschi (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Tetjuschi (Tatarstan)
Red pog.svg
Lage in Tatarstan
Liste der Städte in Russland

Tetjuschi (russisch Тетюши; tatarisch Тәтеш/Təteş) ist eine Stadt in der Republik Tatarstan (Russland) mit 11.596 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa 180 km südlich der Republikhauptstadt Kasan am rechten, steilen Ufer der hier zum Kuibyschewer Stausee aufgestauten Wolga.

Tetjuschi ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Die nächstgelegene Eisenbahnstation befindet sich im 45 Kilometer westlich gelegenen Buinsk an der Strecke (Kasan-) Swijaschsk-Uljanowsk-Sysran-Saratow (Station Bua).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort entstand 1574–1578 (nach anderen Angaben bereits 1555–1557) als Wachtposten Tetjuschskaja Sastawa, vermutlich benannt nach dem Namen eines tatarischen Feudalherren.

1781 wurde unter dem heutigen Namen das Stadtrecht als Verwaltungszentrum eines Kreises (Ujesds) verliehen. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt hauptsächlich als Handelszentrum.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 4.754
1926 4.799
1939 8.599
1959 7.884
1970 8.513
1979 10.199
1989 10.487
2002 11.931
2010 11.596

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Tetjuschi ist die Kathedrale der Ikone der Gottesmutter von Kasan (Собор Казанской Божией Матери/ Sobor Kasanskoi Boschijei Materi; ursprünglich Dreifaltigkeitskathedrale) von 1773 erhalten. Die Stadt besitzt zudem ein Heimatmuseum.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Neben einer Reihe von Unternehmen der Lebensmittelindustrie gibt es in Tetjuschi ein Zulieferwerk für das Hubschrauberwerk Kasan sowie Betriebe der holzverarbeitenden und der Baustoffindustrie.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tetjuschi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien