Tetragonia

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Tetragonia
Tetragonia echinata

Tetragonia echinata

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Mittagsblumengewächse (Aizoaceae)
Unterfamilie: Aizooideae
Gattung: Tetragonia
Wissenschaftlicher Name
Tetragonia
L.

Tetragonia ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae). Der botanische Name der Gattung leitet sich von den griechischen Worten „τέτρα“ (tetra) für vier und „γόνος“ (gonos) für Fortpflanzung ab und verweist auf die vierwinkligen oder vierflügeligen Früchte vieler Arten.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Arten der Gattung Tetragonia sind einjährige bis ausdauernde Pflanzen mit krautigen oder holzigen Zweigen. Ihre Internodien sind im Jugendstadium in unterschiedlichen Ausmaß meist mit Papillen bedeckt. Die Laubblätter sind an der Basis oft gegenständig, meistens jedoch wechselständig angeordnet. Der Blattstiel ist kurz bis lang, die Blattspreite eiförmig bis fast linealisch und die Blattspitze oft abgestumpft. Die Epidermis hat verschiedengeformte Papillen.

Die einzelnen Blüten bilden kleine bis größere Zymen oder gut ausgeprägte verlängerte Zymen, wobei jeden Einzelblüte ein Hochblatt trägt. Dieser Blütenstand wirkt dann oft traubig. Die Zymen sitzen oft an einem Blütenstandsstiel aus dem ein bis mehrere Blütenstiele büschelförmig erscheinen. Das Perigon ist meist vierzipflig, der Fruchtknoten unterständig. Staubblätter sind meist doppelt so viele wie Perigonzipfel vorhanden.

Die Früchte sind geflügelte, gezahnte oder höckerige, holzige Nüsse mit mehreren Kammern, in denen die birnenförmigen Samen übereinanderliegen.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Tetragonia ist weltweit in tropischen Gebieten verbreitet. Auf der Südhalbkugel kommt sie auch in trockeneren Gebieten vor. Viele Arten wachsen in Meeresnähe im Sand, einige in felsigen Gelände.

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum veröffentlicht.[1] Der Holotypus ist Tetragonia fruticosa. Die Gattung wurde in der Vergangenheit mehrfach in Untergattungen, Sektionen und Serien unterteilt, so 1803 von Adrian Hardy Haworth, 1828 von Heinrich Gottlieb Ludwig Reichenbach und 1955 von Robert Stephen Adamson (1885–1965).

Nach Heidrun Hartmann (* 1942) umfasst die Gattung Tetragonia folgende Arten:[2]

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Species Plantarum. 1. Auflage, Lars Salvius: Stockholm 1753, S. 480; online
  2.  Heidrun E. K. Hartmann (Hrsg.): Illustrated Handbook of Succulent Plants: Aizoaceae F-Z. Springer Verlag, Berlin/Heidelberg/New York 2001, ISBN 3-540-41691-9, S. 316–327.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • R. S. Adamson: The South African species of Aizoaceae. II. Tetragonia. In: Journal of South African Botany. Band 21, 1955, S. 109–149.
  • A. Prescott: Tetragonia. In: Flora of Australia. Band 4, S. 37–42.
  • Charlotte M. Taylor: Revision of Tetragonia (Aizoaceae) in South America. In: Systematic Botany. Band 19, Nummer 4, 1994, S. 575–589, JSTOR:2419778.
  • Mats Thulin: Notes on Tetragonia (Aizoaceae-Tetragonioideae) in Somalia. In: Nordic Journal of Botany. Band 13, Nummer 2, 1993, S. 165–167, DOI:10.1111/j.1756-1051.1993.tb00029.x.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tetragonia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Tetragonia im Australian Plant Name Index (APNI)