Teublitz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Teublitz
Teublitz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Teublitz hervorgehoben
49.22222222222212.087777777778352Koordinaten: 49° 13′ N, 12° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Schwandorf
Höhe: 352 m ü. NHN
Fläche: 38,25 km²
Einwohner: 7351 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 192 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93158
Vorwahl: 09471
Kfz-Kennzeichen: SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 170
Stadtgliederung: 17 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Platz der Freiheit 7
93158 Teublitz
Webpräsenz: www.teublitz.de
Bürgermeisterin: Maria Steger (CSU)
Lage der Stadt Teublitz im Landkreis Schwandorf
Altendorf Bodenwöhr Bruck in der Oberpfalz Burglengenfeld Dieterskirchen Fensterbach Gleiritsch Guteneck Maxhütte-Haidhof Nabburg Neukirchen-Balbini Neunburg vorm Wald Niedermurach Nittenau Oberviechtach Pfreimd Schmidgaden Schönsee Schwandorf Schwarzach Schwarzenfeld Schwarzhofen Stadlern Steinberg am See Stulln Teublitz Teunz Thanstein Trausnitz Wackersdorf Weiding Wernberg-Köblitz Winklarn Bayern Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Regensburg Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Cham Tschechien Landkreis Neustadt an der WaldnaabKarte
Über dieses Bild

Teublitz ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Teublitz liegt zentral in der mittleren Oberpfalz im Städtedreieck Teublitz, Burglengenfeld und Maxhütte-Haidhof. Es sind 29 km zur Hauptstadt der Oberpfalz, Regensburg, und 14 km zur großen Kreisstadt Schwandorf. Der Ort liegt am östlichen Ufer der Naab, ebenso die Ortsteile "Saltendorf an der Naab" und "Katzdorf". Am westlichen Ufer der Naab liegen die Ortsteile Premberg und Münchshofen, nach dem der Münchshofener Berg benannt ist. Mit ca. 530 Metern war er der höchste Berg im Landkreis Burglengenfeld, der im Zuge der Gebietsreform 1972 aufgelöst wurde.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Teublitz hat 17 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Das Rathaus von Teublitz

Der Teublitzer Ortsteil Premberg an der Naab war in der Karolingerzeit ein Hauptgrenzort gegen die Slaven. Die Grenzverordnung Karls des Großen von 805 bezeichnet die Grenze durch Nennung der Punkte, an denen der Großhandel und die Ausfuhr konzentriert und überwacht ist und die von keinem Händler umfahren oder umgangen werden dürfen; sie nennt in unmittelbarer Reihenfolge „Erpesfurt“ (Erfurt), „Halastat“ (Hallstadt bei Bamberg), „Foracheim“ (Forchheim), „Breemberga“, „Ragenisburg“ (Regensburg), „Lauriacum“ (Lorch). In Foracheim, Breemberga und Ragensburgis soll der „missus“ (Königsbote) Graf Audulf über die Grenze und Ausfuhr wachen. Die Stadt wurde erstmals urkundlich im Jahre 1230 erwähnt, und zwar in einem Verzeichnis, das Otto II. anfertigen ließ, um einen Überblick über alle Einkünfte aus seinen Gütern und Besitzungen zu gewinnen. Meist wird der Ortsname von Teublitz aufgrund der Endung -itz als slawischer Name angesehen und aus „dupelice“ (= altslawisch dupina, Höhle) abgeleitet. Dies deutet darauf hin, dass die Siedlung zum Zeitpunkt der ersten urkundlichen Erwähnung schon einige Zeit bestanden hatte. Teublitz war ab 1505 Teil des nach dem Landshuter Erbfolgekrieges neu geschaffenen Herzogtum Pfalz-Neuburg.

Die Burgruine im Park

Das Schloss Teublitz in der Mitte des Ortes wurde vor 1780 erbaut. Im Stadtpark steht eine Burgruine aus dem 13. Jahrhundert, der ursprüngliche Sitz der Adelsgeschlechter. Aus den Zeiten des Dreißigjährigen Krieges stammt die sogenannte Schwedenschanze, ein viereckiger Erdwall, der ursprünglich mit Holzpalisaden bewehrt war und der als Schutz und Sammelpunkt für die Ortschaft diente.

Unter den Hofmarksherren auf Schloss Teublitz befanden sich mit Adam von Herberstorff, Landmarschall des Herzogtums Neuburg, als bayerischer Statthalter in Oberösterreich Initiator des Frankenburger Würfelspiels, und dem Minister des Königlichen Hauses und des Äußern in Bayern, Friedrich August Freiherr von Gise, bedeutende Persönlichkeiten. Am 25. August 1939 wurde Teublitz zum Markt erhoben, die Stadterhebung erfolgte im Juli 1953.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Katzdorf und Münchshofen eingegliedert.[3] Am 1. Januar 1978 kam Premberg hinzu. Am 1. Mai des gleichen Jahres folgte Saltendorf an der Naab.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Teublitz ist eine Zweigstelle der Läpple AG, die am Standort Teublitz mit ca. 800 Beschäftigten Blech zu Karosserieteilen verarbeitet. Ebenso sind mehrere mittelständische Betriebe sowie die Freiwillige Feuerwehr und der Bauhof der Stadt im Gewerbepark.

Dazu ist ein neues Industriegebiet im Samsbacher Forst an der Kreisstr. SAD 1, dem Autobahnzubringer, in Planung.

Verkehr[Bearbeiten]

Teublitz liegt an der Bundesstraße 15, die nördlich in Richtung Schwandorf und südlich Richtung Regensburg führt. Die Stadt hat zusätzlich einen Autobahnanschluss an der A93, die nördlich Richtung Hof und südlich über Regensburg und die A9 nach München führt. Teublitz liegt an der Bahnstrecke Haidhof–Burglengenfeld, die aber nur für Güterverkehr genutzt wird. Auch ist Teublitz Knotenpunkt mehrerer Kreisstraßen, der SAD1 zur Bundesautobahn 93 und weiter nach Nittenau, der SAD5 nördlich nach Schwandorf und südlich nach Maxhütte-Haidhof. Geplant ist eine Umgehungsstraße. Teublitz ist mit der Linie 41 des Regensburger Verkehrsverbunds (RVV) an die Nachbarstädte Burglengenfeld und Maxhütte-Haidhof verbunden. Außerdem betreibt die Stadt einen Ortslinienverkehr.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

In Teublitz sind eine Grund- und eine Mittelschule, eine Dreifachsporthalle, 2 Freibäder, 2 Kindergärten, 3 Arztpraxen, 3 Zahnarztpraxen, 2 Apotheken, das Marktzentrum sowie diverse Geschäfte und Märkte vorhanden. Ein Gymnasium, eine Realschule, ein Krankenhaus sowie ein Ganzjahresbad ist in der Nachbarstadt Burglengenfeld zu finden.

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Im Stadtrat von Teublitz verfügt die CSU ab 1. Mai 2014 über elf Sitze, die SPD-Fraktion über acht und die Unabhängigen Wähler über einen Sitz.[5][6]

Als Erste Bürgermeisterin amtiert Maria Steger von der CSU, die 2008 zum ersten Mal gewählt wurde, ab 1. Mai 2014 in ihrer zweiten Amtszeit.[7]

Städtedreieck[Bearbeiten]

Die Stadt Teublitz bildet zusammen mit der Stadt Burglengenfeld und der Stadt Maxhütte-Haidhof das Mittelzentrum Städtedreieck.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Blau ein goldener Dreiberg, über dessen mittlerer Kuppe ein golden gekrönter silberner Schwanenhals mit schwarzem Schnabel schwebt; auf den beiden Seitenkuppen je eine goldene Getreideähre. Wappen seit 1939.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Anton Beer (1927–2010), Priester und Ehrenbürger von Pilsting, wurde in Münchshofen geboren.
  • Gert-Johannes Hagemann (* 1958), Brigadegeneral der Bundeswehr

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111210/185723&attr=OBJ&val=1068
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 438.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 668.
  5. Mittelbayerische Zeitung, Bericht vom 16. März 2014 - abgerufen am 18. März 2014
  6. Mittelbayerische Zeitung, Bericht vom 17. März 2014 - abgerufen am 18. März 2014
  7. Mittelbayerische Zeitung, Bericht vom 27. Januar 2014 - abgerufen am 18. März 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Teublitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien