Texas Instruments TI-99/4A

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Texas Instruments TI-99/4A
TI99-IMG 7132.jpg
logo
Hersteller
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Texas Instruments (TI)
Typ Heimcomputer
Veröffent-
lichung
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 1981 (Juni)[1][2][3]
DeutschlandDeutschland 1981 (Juni)[4]
Produktions-
ende
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 1983 (28. Oktober)[5][6][7]
EuropaEuropa 1983 (28. Oktober)[5][6][7]
Neupreis
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 525 US$ (1981)[2]
DeutschlandDeutschland 1.490 DM (1981)[8]
Prozessor 16-Bit-TMS9900
  • 16-Bit-Datenbus
  • 3 MHz Taktfrequenz
Arbeitsspeicher 16 KB DRAM (max. 48 KB)
256 Bytes SRAM (Scratchpad)
Grafik 8-Bit-TMS9918A (NTSC)
8-Bit-TMS9928A (SECAM)
8-Bit-TMS9929A (PAL)
  • max. 256 × 196 Pixel
  • max. 40 × 24 Zeichen
  • max. 15 Farben
  • max. 32 Sprites
Sound 8-Bit-TMS9919
  • 3 Tongeneratoren
  • 1 Rauschgenerator
Datenträger Steckmodule (max. 30 KB)
Kompaktkassetten
5¼-Zoll-Disketten (SS, SD)
Betriebssystem TI-BASIC-Interpreter (primär)
GPL-Interpreter (sekundär)
Vorgänger TI-99/4 (1979)
Nachfolger TI-99/2 (keine Serienreife)
TI-99/8 (keine Serienreife)

Beim Texas Instruments TI-99/4A (kurz TI-99/4A, umgangssprachlich „Neunundneunziger“) handelt es sich um einen Heimcomputer des US-amerikanischen Technologiekonzerns und zu Beginn der 1980er Jahre weltweit führenden Halbleiterherstellers Texas Instruments (TI). Der mit einem für damalige Verhältnisse sehr leistungsstarken 16-Bit-Hauptprozessor, Spezialbausteinen für die Bild- und Tonausgabe sowie einem Arbeitsspeicher von 16 KB ausgestattete Rechner wurde im Juni 1981 auf der Summer Consumer Electronics Show in Chicago erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Wie fast alle zeitgenössischen Heimcomputer verfügt auch der TI-99/4A über einen herstellereigenen Dialekt der Interpretersprache BASIC, mit dessen Hilfe der Rechner bedient und programmiert werden kann.

Gegenüber seinem Vorgängermodell TI-99/4 - dem ersten in Serie hergestellten 16-Bit-Heimcomputer - zeichnet sich der farb- und spritefähige TI-99/4A vor allem durch verbesserte Grafikfähigkeiten, eine komfortablere Tastatur und einen günstigeren Preis aus. Zur Markteinführung in Nordamerika lag die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers bei 525 US$, in Deutschland bei 1.490 DM. Dieses vergleichsweise niedrige Preisniveau machte erstmals einen 16-Bit-Rechner auch für die Mehrheit der Privatanwender erschwinglich, woraus sich die hohe technikgeschichtliche Relevanz des TI-99/4A ableitet.

Der vor allem in Nordamerika und in Teilen Westeuropas intensiv beworbene Rechner reichte mit insgesamt 2,8 bis 3 Millionen abgesetzten Einheiten nicht an die Verkaufserfolge der dortigen Marktführer Commodore, Apple, Sinclair und Amstrad heran, konnte jedoch für kurze Zeit zum meistverkauften Heimcomputer der Vereinigten Staaten avancieren. Die zunehmende Konkurrenz, eine verfehlte Marketingstrategie und überdurchschnittlich hohe Produktionskosten führten jedoch zu großen finanziellen Verlusten beim Hersteller. Daraufhin verkündete TI am 28. Oktober 1983 seinen Rückzug vom Heimcomputermarkt und stellte die Produktion des TI-99/4A ein.

Geschichte[Bearbeiten]

Schwächen des Vorgängermodells TI-99/4[Bearbeiten]

Hauptartikel: Texas Instruments TI-99/4
TI-99/4 (1979)

Das Vorgängermodell TI-99/4 wurde Ende 1979 zur Serienreife gebracht, konnte aber erst Anfang 1980 in größeren Stückzahlen geliefert werden.[9][10] Es war zunächst nur im Paket mit einem Zenith-Farbmonitor erhältlich, da TI die strengen Strahlenschutzauflagen der Federal Communications Commission (FCC) für HF-Modulatoren nicht erfüllen konnte und somit kein Betrieb mit einem handelsüblichen Fernsehgerät möglich war.[11][12] Der Preis für das Paket betrug 1.150 US$[13][14] bzw. 2.700 DM.[15]

Mit diesem hohen Kaufpreis blieb der TI-99/4 für die meisten Privatanwender unerschwinglich.[16] Darüber hinaus litt der Rechner an technischen Mängeln. So besaß er nur eine schwergängige Kaugummitastatur, die für die Eingabe größerer Datenmengen ungeeignet war und nicht einmal eine Fragezeichentaste umfasste.[2][10][17] Die Grafikfähigkeiten waren beschränkt. Beispielsweise konnte das Gerät nur Großbuchstaben darstellen.[10] Ende 1980 umfasste das Softwareangebot gerade einmal 30 Titel und es kam zu Produktionsverzögerungen.[18]

In den führenden Computerzeitschriften wurde der TI-99/4 eher als Taschenrechner oder gar Spielzeug wahrgenommen und sein BASIC für das Fehlen der Befehle PEEK und POKE kritisiert.[10] Aufgrund enttäuschender Absatzzahlen ging TI dazu über, den Rechner einzeln zum deutlich geringeren Preis von 600 US$[12] bzw. 1.500 DM[15] anzubieten. Trotz dieser Maßnahme blieb der TI-99/4 jedoch ein Ladenhüter.[19][20] Um endlich einen konkurrenzfähigen Heimcomputer anbieten zu können, wurde der TI-99/4 von der Entwicklungsabteilung ab Herbst 1980 gründlich überarbeitet und zum TI-99/4A weiterentwickelt.[2][21]

Weiterentwicklung zum TI-99/4A[Bearbeiten]

TI-99/4A (1981)

Peter Bonfield, Leiter der Abteilung für Unterhaltungselektronik, schlug vor, den im Vorgängermodell verwendeten und von TI selbst stammenden 16-Bit-Hauptprozessor TMS9900 durch den weit verbreiteten Z80 von Zilog zu ersetzen, der als 8-Bit-CPU zwar leistungsmäßig unterlegen, im Ankauf aber rund 11 US$ billiger war.[22] Schließlich standen zu diesem Zeitpunkt ohnehin keine zum 16-Bit-Datenbus des TMS9900 passenden Spezialbausteine für Grafik und Ton aus hauseigener Produktion zur Verfügung. Bonfields Idee wurde jedoch von der Konzernspitze um Geschäftsführer Mark Shepperd aus mehreren Gründen abgelehnt. So war man nicht gewillt, auf die CPU eines Fremdherstellers zurückzugreifen, die man obendrein für technisch rückständig hielt.[2][22] Außerdem würde die Halbleiterabteilung beim Verkauf des TMS9900, dessen Produktionskosten lediglich 2,25 US$ betrugen, große Gewinne machen, die innerhalb des TI-Konzerns verbleiben würden.[22] Im November 1980 wurde Bonfield durch Don Bynum ersetzt, der die technische Leitung der Überarbeitung des TI-99/4 (Codename Ranger) übernahm und am TMS9900 festhielt.[21][22][23]

Weitgehend unverändert blieben ebenfalls der Soundchip, der I/O-Baustein sowie die Rechnerarchitektur.[21] Um die Chipanzahl zu reduzieren, verwendete man allerdings höher integrierte Schaltkreise. Die Produktionskosten konnten durch diese Maßnahme erheblich gesenkt werden.[21][23] Für das neue Gerät lagen sie nunmehr bei 340 US$.[21] Der entscheidende Unterschied zum Urmodell besteht indessen in Verbesserungen am Grafikchip. Diese verleihen dem TI-99/4A einen zusätzlichen hochauflösenden Grafikmodus und ermöglichen endlich eine Verwendung von Kleinbuchstaben.[15] Überdies gestattet der überarbeitete Grafikchip den Betrieb mit SECAM- bzw. PAL-Fernsehern. Im Gegensatz zum Vorgänger konnte das neue Modell von Anfang an so auch auf Märkten außerhalb Nordamerikas angeboten werden.[4] Der in der NTSC-Version des TI-99/4A verbaute Grafikchip erhielt die Bezeichnung TMS9918A, wobei das angehängte A für das engl. Adjektiv advanced (deut. fortgeschritten) steht. Derselbe Buchstabe wurde kurzerhand der Modellbezeichnung des TI-99/4 hinzugefügt, als man nach einem geeigneten Namen für das Nachfolgemodell suchte.[24]

Im Gegensatz zum Vorgängermodell verzichtete das Entwicklerteam um Bynum beim TI-99/4A auf Lautsprecher und Mikrofonanschluss. Der Expansionsport wurde zwecks Erweiterung seiner Funktionalität modifiziert.[3] Der umfangreiche Festspeicher wurde durch das Weglassen der Taschenrechnerfunktion Equation Calculator um 5 KB abgespeckt.[25] Auch den Arbeitsspeicher verkleinerte man um 256 Bytes, was bei umfangreicheren Programmen zu Problemen führen kann.[25] Dafür besaß die Konsole nun eine Schreibmaschinentastatur, die um eine Funktionstaste sowie eine Autowiederholungsfunktion erweitert worden war.[3][9][25] Zusätzlich gab TI die Entwicklung neuer Peripheriegeräte in Auftrag.[2] Der TI-99/4A gelangte nach erfolgreichem Durchlaufen der Strahlenschutztests der FCC im Sommer 1981 zur Marktreife.[21][26]

Vermarktung und Preisentwicklung[Bearbeiten]

TI-Filiale in Goleta (Kalifornien)

Anders als die weltweit erfolgreichen Heimcomputer von Commodore und Atari, die meist in den damaligen Billiglohnländern Südostasiens hergestellt wurden, blieb eine nennenswerte Verbreitung des in den texanischen Städten Lubbock, Abilene und Austin, im niederländischen Almelo sowie italienischen Rieti gefertigten TI-99/4A auf Nordamerika, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande beschränkt. TI verfügte bei Markteinführung über bereits etablierte Vertriebsstrukturen in den Vereinigten Staaten und der TI-99/4A war sowohl in firmeneigenen Filialen als auch selbständigen Fachgeschäften, Kaufhäusern und Supermärkten erhältlich.[27] Alternativ konnte der Rechner über den Versandhandel direkt ab Werk bezogen werden.

1981[Bearbeiten]

Für einen TI-99/4A mussten die Zwischenhändler im Sommer 1981 ca. 340 US$ bezahlen, während der tatsächliche Verkaufspreis mit 550 US$ anfänglich etwas höher ausfiel als die unverbindliche Preisempfehlung von 525 US$.[21] In den nächsten Monaten sorgt Vertriebsleiter William J. Turner auf der Grundlage optimistischer Verkaufsprognosen dafür, dass der Listenpreis zunächst auf 450, dann auf 375 US$ abgesenkt wird.[28] Der Entwicklungsabteilung gelingt durch eine erneute Verringerung der Anzahl der verwendeten Chips eine Verminderung der Produktionskosten, sodass die Gewinnmarge pro Konsole auf einem stabilen Niveau von 40 % verbleibt.[28] Zu diesem frühen Zeitpunkt werden pro Woche knapp 8.000 Einheiten hergestellt.[28]

1982[Bearbeiten]

Im Februar 1982 muss TI den TI-99/4A wegen schadhafter Netzteile vorübergehend vom Markt nehmen.[29] Zwecks Reparatur werden Techniker zu allen Verkaufsstellen geschickt, was den Konzern 50 Millionen US$ kostet.[28] Daraufhin lanciert Turner eine erfolgreiche Werbekampagne, für die er den bekannten Komiker Bill Cosby verpflichten kann. Einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht die Kampagne nicht zuletzt durch ihren einprägsamen Slogan „TI's Home Computer. This is the one![2][30] Außerdem gelingt es Turner, den Verkaufspreis auf 300 US$ zu drücken.[30] Wegen seines erfolgreichen Marketings wird Turner im August zum Direktor der Abteilung für Unterhaltungselektronik befördert und beschließt, in einen offenen Preiskrieg mit Commodore und Atari um die Vormachtstellung auf dem amerikanischen Heimcomputermarkt einzutreten.[30] Erreicht werden soll diese nicht zuletzt durch Großbestellungen der wichtigsten Handelsketten wie J.C. Penney, Sears Roebuck, K-Mart oder Toys “R” Us.[31] Rabatte von 100 US$ drücken den effektiven Verkaufspreis am 1. September auf unter 200 US$ und nähren das Gerücht, TI sitze auf Lagerbeständen von bis zu 50.000 unverkauften Einheiten.[32][33]

Turners aggressive Marketingstrategie geht zunächst auf. Im weiteren Jahresverlauf wird die Nachfrage so groß, dass zu Spitzenzeiten 5.000 Einheiten pro Tag hergestellt werden.[7] Die Monatsproduktion beläuft sich in den beiden letzten Quartalen auf ca. 150.000 Einheiten, während das Vertriebsnetz nunmehr 12.000 Verkaufsstellen umfasst.[30] Auf jeden verkauften Commodore VC20 (VC20) kommen zu diesem Zeitpunkt drei Exemplare des technisch überlegenen TI-99/4A.[30] Eine weitere Verringerung der Produktionskosten gelingt allerdings nicht, weshalb die Gewinne pro verkauftem Rechner um 50 % zurückgehen.[30][34] Insgesamt werden 1982 rund 500.000 Exemplare abgesetzt.[35] Mit 575.000 Usern[36] ist der TI-99/4A Ende 1982 der weitverbreitetste Heimcomputer in den Vereinigten Staaten mit einem Marktanteil von rund 35 % in der Sparte der Rechner mit einem Verkaufspreis von unter 1.000 US$.[30][37][38] In Europa kann dieser Erfolg jedoch nicht wiederholt werden. Bis Ende 1983 gelingt es TI aber immerhin, in Deutschland einen Marktanteil von 8 % zu erobern.[39] Der Umsatz der Abteilung für Unterhaltungselektronik hat sich innerhalb weniger Jahre auf 200 Millionen US$ verzehnfacht.[30]

1983[Bearbeiten]

TI-99/4A „QI“ (1983)
Seitenansicht (links)
Seitenansicht (rechts)
Rückansicht

Rund 30.000 Einheiten werden im Januar 1983 pro Woche abgesetzt.[40] Um mit dem leistungsstärkeren Commodore 64 (C64) gleichzuziehen, erwägt TI die Entwicklung eines überarbeiteten TI-99/4A mit 64 KB Arbeitsspeicher und CP/M-Fähigkeit.[41][42] Das Vertriebsnetzwerk wird weiter ausgebaut und die Bestellungen der Händler bleiben im ersten Quartal auf hohem Niveau.[35] Aus Gesundheitsgründen gibt Bynum seinen Posten als Chefentwickler Ende März auf.[35] Im April erreicht die Anzahl der verkauften Einheiten die Millionengrenze.[35][43] Wolfgang Glöckle von der deutschen TI-Niederlassung sagt daraufhin in einem Interview, der Konzern habe nunmehr „den Durchbruch des Home-Computers auch in Deutschland geschafft.“[44] Am 4. April senkt Commodore den Preis für den VC20 auf 99 US$. Die Herstellungskosten für den TI-99/4A liegen zu diesem Zeitpunkt bei 125 US$.[45] Trotzdem gibt TI nach einigem Zögern bekannt, dass es ab Juni eine neue Rabattaktion für den TI-99/4A geben würde, die den Preis auf unter 150 US$[35][46] bzw. 550 DM bringt.[15]

Die Produktion läuft unterdessen weiterhin auf Hochtouren. Die Verkaufsprognosen Turners sollten sich jedoch als illusorisch erweisen. Ab April werden zunächst einzelnen Exemplare, dann immer größere Stückzahlen von den Vertriebsstellen im ganzen Land an die Konzernzentrale zurückgeschickt, da sie sich als unverkäuflich herausgestellt hatten.[47] Turner wird daraufhin seines Postens enthoben und im Mai durch J. Fred Bucy ersetzt.[47] Jerry Junkins übernimmt die Vertriebsleitung und schließt sofort mehrere Produktionsstätten, senkt im Juni den Verkaufspreis auf 99 US$ und ordnet eine erneute Überarbeitung der Elektronik an.[47] Bucy feuert seinerseits Bill Cosby und schaltet eine neue Werbekampagne, die auf den Bildungsmarkt zugeschnitten ist. Um die Produktionskosten zu drücken, wird zur gleichen Zeit eine beige Version des TI-99/4A ohne die bis dahin übliche Aluminiumverkleidung auf den Markt gebracht, begleitet von deutlichen Preisreduktionen bei den Peripheriegeräten.[48][49][50] Im August folgt eine weitere, höher integrierte Version, die nur noch 35 statt der zuvor üblichen 42 ICs verwendet und den inoffiziellen Namenszusatz „QI“ (engl. quality improved) erhält. Das ändert aber nichts an der nachlassenden Attraktivität des Rechners. Die Kunden wenden sich zunehmend dem C64 zu.[47] Im Juli wird die Markteinführung des für das untere Marktsegment konzipierten TI-99/2 abgesagt.[30][40][51] Die Entwicklung des als Nachfolger des TI-99/4A gedachten TI-99/8 (Codename Armadillo) wird im Herbst auf Geheiß Bucys ebenfalls eingestellt, als Gerüchte um einen Einstieg von IBM und Apple ins gleiche Marktsegment aufkommen.[47][52][53]

Im zweiten Quartal betragen die Verluste der Abteilung für Unterhaltungselektronik 119 Millionen US$.[47] Da der Preiskrieg mit Commodore den ganzen Konzern in die Insolvenz zu treiben droht, gibt die Konzernleitung am 28. Oktober den Rückzug vom Heimcomputermarkt bekannt. Um das Firmenimage nicht zu beschädigen, wird der Kundendienst aber noch über längere Zeit hinweg aufrechterhalten und die Produktion neuer Software angekündigt.[6][54] Zum Weihnachtsgeschäft wird der Preis zwecks Lagerabverkaufs noch einmal auf rund 50 US$ gesenkt, was vorübergehend den Verkaufserfolg des C64 schmälert.[55] In Großbritannien fällt der Preis auf 100 £ und damit auf das Niveau der Billigrechner von Sinclair.[56] In Deutschland sinkt der Preis bis September auf 475 DM.[57] Um zusätzliche Kaufanreize zu schaffen, verlängert TI ab Oktober die Garantie auf Neugeräte von sechs Monaten auf ein ganzes Jahr.[58] Anfang November kostet der Rechner nur noch 398 DM bei weiter stark fallender Tendenz, was Vobis-Geschäftsführer Theo Lieven zu dem Kommentar veranlasst, „billiger und besser“ könne „man nicht in die Computertechnik einsteigen.“[59] In den letzten beiden Monaten des Jahres werden ca. 150.000 Exemplare verkauft.[60]

1984[Bearbeiten]

Mit Beginn des Jahres 1984 setzt sich der Ausverkauf des TI-99/4A mit unverminderter Geschwindigkeit fort. In Deutschland fällt der Preis zunächst auf 300 DM, dann auf 150 DM.[39][61] TI verscherbelt für 298 DM sogar die Verkaufsstände, mit deren Hilfe der Rechner zuvor auf Messen angepriesen worden war.[62] Außerdem wird offiziell verkündet, dass bis Januar 1984 2,5 Millionen Exemplare verkauft worden seien.[63] Da der Rechner nach Bekanntgabe dieser Zahlen noch eine ganze Weile zu Spottpreisen verfügbar war, um bestehende Lagerbestände abverkaufen zu können, liegt die Gesamtmenge der abgesetzten Einheiten bei knapp 3 Millionen.[64][65][66] Nicht zuletzt der Schleuderpreis von rund 50 US$ für einen nach damaligen Maßstäben durchaus leistungsfähigen Rechner von einem angesehenen Hersteller ist dafür mitverantwortlich, dass diese Zahl trotz der relativ kurzen Marktpräsenz so hoch ist.[9] Mit dieser Verkaufszahl gilt der TI-99/4A als erster 16-Bit-Mikrocomputer, der aufgrund seines niedrigen Preises eine nennenswerte Verbreitung unter Privatanwendern fand.[67]

Während in den Vereinigten Staaten die Warenlager von TI sowie diversen Drittanbietern noch reichlich Peripheriegeräte, Zubehör aller Art und Software aufweisen, kommt es auf dem vergleichsweise kleinen deutschen Markt schon bald zu Versorgungsengpässen.[68] Am 28. März stellt TI den Vertrieb jeglicher mit dem TI-99/4A verbundener Produkte offiziell ein. Die noch übrigen Lagerbestände werden vom Versandhaus Triton aus San Francisco übernommen.[69]

Preisentwicklung
Land 6/1981 8/1981 10/1982 1/1983 2/1983 4/1983 5/1983 9/1983 1/1984
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 525,00 US$[24] 399,00 US$[24] 299,95 US$[70] 299,95 US$[49] 249,95 US$[49] 225,00 US$[49] 149,95 US$[49] 100,00 US$[49] 49,95 US$[63]
DeutschlandDeutschland 1.490,00 DM[8] - - - - - 550,00 DM[15] 475,00 DM[57] 150,00 DM[61]

Mikrochips[Bearbeiten]

Der TI-99/4A ist zwecks Entlastung des Hauptprozessors mit Spezialbausteinen für Videosignal, Tonausgabe sowie Ein- und Ausgabeoperationen ausgestattet. Von einigen Speicherchips abgesehen stammen sämtliche Mikrochips aus hauseigener Produktion.[48] Das entspricht der damaligen Firmenphilosophie von TI, die sich auf den bei der Entwicklung und dem Vertrieb von Taschenrechnern gemachten Erfahrungen gründete.[23] Konkurrenten wie Apple oder Sinclair verwendeten dagegen häufig frei verkäufliche Chips fremder Hersteller und kombinierten diese mit selbstproduzierten Bausteinen.

Hauptprozessor[Bearbeiten]

Hauptartikel: Texas Instruments TMS9900

Mit dem TMS9900 verfügt der TI-99/4A über einen für damalige Verhältnisse sehr komplexen und leistungsstarken 16-Bit-Hauptprozessor mit DIP-Gehäuse und 64 Anschlusspins, der als ‚Quantensprung‘ in der Geschichte der Mikroelektronik gilt.[7] Der im Dezember 1976 zur Serienreife gebrachte TMS9900 löste die erfolgreichen 4-Bit-Mikrochips wie etwa den TMS1000 ab und gehört zur zweiten Generation der von TI entwickelten Mikroprozessoren.[7][71][72]

Der mit Hilfe der N-Channel-Silicon-Gate-MOS-Technologie hergestellte TMS9900 kann Taktfrequenzen von bis zu 3,3 MHz verkraften. Im TI-99/4A läuft er aber aus Gründen der Synchronisation mit dem als Koprozessor agierenden Grafikchip nur auf 3 MHz.[57] Generiert wird diese Taktfrequenz vom Taktbaustein TIM9904 (auch TIM9904A bzw. SN74LS362), der mit einem externen Schwingquarz verbunden ist und mit vier phasenverschobenen Taktsignalen arbeitet.[73] Diese werden über Transistor-Transistor-Logik (TTL) erzeugt und ermöglichen der CPU eine Arbeitsgeschwindigkeit von 3 MIPS.[74]

Der TMS9900 verfügt über einen Befehlssatz von 72 Instruktionen inklusive Multiplikation und Division. Dazu zählt auch der damals ungewöhnliche X-Sprungbefehl, der bereits eine rein softwarebasierte Fehlersuche mit der Möglichkeit gestattete, ein Programm Schritt für Schritt durchzugehen (engl. Single-Step-Debugging).[75] Der TMS9900 besitzt außerdem separate Busstrukturen jeweils für Datentransfers bzw. Speicherzugriffe. Sowohl der Daten- als auch der Adressbus arbeiten mit 16-Bit-Wortbreite und ermöglichen über Speicherdirektzugriff sowie Memory Mapping das Verwalten eines Adressraums von 64 KB.[76] Darüber hinaus verwendet der TMS9900 drei interne 16-Bit-Register: einen Programmzähler (PC), ein Statusregister (ST) sowie einen Workspace Pointer (WP), der den Rechner prinzipiell sogar zum Mehrprogrammbetrieb (engl. Multitasking) befähigt.

Der WP stellt insofern eine Besonderheit dar, als seine Inhalte nicht auf der CPU selbst, sondern in einem besonderen Bereich des Arbeitsspeichers abgelegt werden, der als Workspace bezeichnet wird. Das ermöglicht die Einrichtung einer hohen Zahl externer Register, zwischen denen dann ohne Datenverlust problemlos hin- und hergesprungen werden kann. Diese Vorrichtung erleichtert dem TMS9900 die Verarbeitung von Interrupts sowie den schnellen Kontextwechsel zwischen verschiedenen Registersätzen, also z. B. zwischen diversen Unterprogrammen. Erkauft wird dies allerdings mit einer geringfügigen Geschwindigkeitseinbuße bei der Programmausführung, da beim Zugriff auf ein CPU-externes Register immer zunächst die entsprechende Speicheradresse vom WP über den Adressbus übermittelt sowie ein Schreib/Lese-Befehl über den Steuerbus vollzogen werden muss.[77]

Grafikchip[Bearbeiten]

Spielszene aus Car Wars (1981)
im Graphics-II-Modus
Spielszene aus Parsec (1982)
im Graphics-II-Modus

Der 8-Bit-Grafikchip des TI-99/4A existiert in drei Varianten: Während die Versionen TMS9918A und TMS9928A auf das 525-Zeilen-Format des NTSC- bzw. SECAM-Standards ausgerichtet sind, ist der TMS9929A auf das 625-Zeilen-Format der PAL-Norm zugeschnitten.[78] Zum Betrieb mit PAL-Fersehern ist jedoch die Verwendung eines zusätzlichen HF-Modulators vonnöten. Der TMS9918A erreicht eine Maximalauflösung von 256 × 192 Pixeln, verfügt über eine Palette von 15 Farben (plus Transparenz) und ist in der Lage, bis zu 32 Sprites gleichzeitig darzustellen.[79] Aufgrund dieser hohen Zahl an Sprites und seiner Fähigkeit zur Kollisionserkennung gehörte der TMS9918A damals zu den leistungsfähigsten Grafikchips.[80] Die Größe und Auflösung der Sprites, für die zusätzlicher Speicherplatz benötigt wird, kann dabei variieren. Nativ möglich sind 8 × 8, 16 × 16 und 32 × 32 Bildpunkte in monochromer Darstellung.[81] Durch geschicktes Übereinanderlegen mehrerer Sprites in unterschiedlichen Farben sind aber auch mehrfarbige Sprites generierbar.[82] Der mit 40 Anschlusspins ausgestattete Grafikchip erzeugt nicht nur das Videosignal, sondern verwaltet auch den für Speicherung, Abruf und Aktualisierung der Bildschirmdaten benötigten Grafikspeicher von bis zu 16 KB RAM. Da der Grafikspeicher einen Teil des Arbeitsspeichers belegt, hängt die Größe des zur Verfügung stehenden Programmspeichers vom gerade verwendeten Grafikmodus ab.

Im Textmodus sind 40 × 24, also 960 Zeichen darstellbar, die aus 6 × 8 Bildpunkten bestehen.[57] Dabei kann ein Satz von bis zu 256 jederzeit aufrufbaren Zeichen frei programmiert werden. Für Hintergrund und Text kann jeweils eine Farbe gewählt werden. Die Darstellung von Sprites ist nicht möglich.[83] Für den Textmodus werden rund 3 KB an Grafikspeicher benötigt.[79]

Im eher selten verwendeten Vielfarbenmodus ist die Darstellung aller 15 Farben gleichzeitig und die Verwendung von Sprites, nicht aber von Text möglich.[78][84] Zu diesem Zweck ist der Bildschirm in 32 × 24, sprich 768 Felder aufgeteilt, die jeweils aus vier 4 × 4 Bildpunkte großen Blöcken bestehen.[83] Zusammen mit den Farbinformationen werden im Vielfarbenmodus 1.728 Bytes als Grafikspeicher belegt.[83]

Der spritefähige Graphics-I-Modus kann als einziger vom nativen TI BASIC aus programmiert werden.[84] Er generiert ein Bild in Maximalauflösung, wobei der Bildschirm in 32 × 24, also 768 Felder aufgeteilt wird, die jeweils 8 × 8 Bildpunkte umfassen. Die bis zu 256 auch während eines laufenden Programmes frei programmierbaren Zeichen können an beliebiger Stelle des Bildschirms angezeigt werden.[85] Da immer nur zwei Farben gleichzeitig pro Feld zugelassen sind, werden hierfür im Höchstfall 256 × 8 Bytes bzw. 2 KB benötigt. Weitere 768 Bytes, also insgesamt 2.848 Bytes, werden beansprucht, um die gerade verwendeten Zeichen immer wieder aufs Neue in den eigens hierfür reservierten Bereich des Grafikspeichers einzutragen.[85]

Der Graphics-II-Modus unterscheidet sich vom Graphics-I-Modus darin, dass der Bildschirm in drei gleich große Segmente mit jeweils 256 Feldern unterteilt wird. Jedes Segment verfügt über einen eigenen Zeichensatz mit bis zu 256 Einträgen, sodass bei Bedarf jedes der 768 Felder individuell als Bitmapgrafik programmiert werden kann.[84][85] Allein das kostet einen Speicherplatz von maximal 3 × 256 × 8 Bytes, sprich 6 KB.[85] Um die Farbdichte zu erhöhen, kann jede einzelne Zeile eines Feldes zwei unterschiedliche Farben annehmen.[85] Es können also alle 15 Farben innerhalb eines Feldes gleichzeitig verwendet werden.[84] Für die Farbinformationen werden 8 × 768 Bytes, also weitere 6 KB benötigt.[86] Im Graphics-II-Modus werden somit bis zu 12 KB als Grafikspeicher belegt.[85]

Soundchip[Bearbeiten]

Der TMS9919 (bzw. SN94624 in späteren Baureihen) stellt den für die Tonausgabe zuständigen 8-Bit-Soundchip des TI-99/4A dar. Der auch als Complex Sound Generator bezeichnete TMS9919 verfügt über drei Tongeneratoren und einen Rauschgenerator, die jeweils individuell programmierbar sind und gleichzeitig vier Töne bzw. Geräusche auf 16 unterschiedlichen Lautstärkeniveaus hervorbringen können.[57][87] Die Abstände zwischen den jeweils wählbaren Lautstärkepegeln liegen bei 2 dB, die maximale Lautstärke beträgt 28 dB.[87]

Die drei Tongeneratoren des TMS9919 arbeiten mit Rechteckschwingungen, während der Rauschgenerator sowohl periodisches als auch weißes Rauschen produzieren kann.[87] Die Tongeneratoren sind in der Lage, hörbare Töne aus einem Spektrum von fünf Oktaven zu erzeugen, während der Rauschgenerator Frequenzen zwischen 110 Hz und 44 kHz zu generieren vermag.[88] Der TMS9919 besitzt 16 Anschlussstifte und verwendet die DIN-Buchse auf der Rückseite für die Übermittlung des Audiosignals an den Lautsprecher des angeschlossenen Ausgabegerätes.

I/O-Baustein[Bearbeiten]

Beim TMS9901 handelt es sich um einen multifunktionalen I/O-Baustein mit 22 Anschlusspins, der die CPU bei der Regelung von Datenflüssen unterstützt, die über Peripheriegeräte an den Rechner herangetragen werden. Insbesondere die über Eingabegeräte wie Tastatur, Kassettenrekorder oder Joysticks anfallenden Informationen, d. h. die Ein- und Ausgabeoperationen, werden vom TMS9901 aufgenommen und erstverarbeitet.

Über den Steuerbus, den Adressbus sowie einen Adressdecoder ist der TMS9901 mit dem Hauptprozessor und dem Rest des Systems verbunden. Ausgelesene Daten können daher über Speicherdirektzugriff unmittelbar an die Stellen des Arbeitsspeichers weitergeleitet werden, an denen sie gerade benötigt werden, also etwa an die vom Grafik- oder dem Soundchip gerade verwendeten Speicherbereiche. Intern verfügt der I/O-Baustein über einen Prioritizer, einen Codierer, eine Echtzeituhr, ein Steuerwerk für die Kommunikation mit dem Steuerbus und drei Puffer für die Zwischenspeicherung von Daten.[89]

Speicherchips[Bearbeiten]

Der TI-99/4A verfügt über acht 1-Bit-DRAM-Chips des Typs TMS4116 mit 16 Anschlusspins und einer Speicherkapazität von jeweils 2 KB.[90] Darüber hinaus verwendet der Rechner noch zwei 8-Bit-Scratchpad-SRAM-Chips von Motorola mit jeweils 128 Byte Speichervolumen und 24 Anschlusspins. Diese im Deutschen auch als „Notizblockspeicher“ bezeichneten SRAM-Chips dienen als Puffer für eine vorübergehende CPU-externe Zwischenspeicherung von Registerdaten, die dann im Zuge der Ausführung neu anlaufender Operationen auf den Systembus geladen werden.[91] Sie erlauben hohe Zugriffsgeschwindigkeiten und gelten daher als Schnellspeicher.[92][93][94]

Der TI-99/4A besitzt außerdem drei 8-Bit-GROM-Chips (engl. Graphics Read-Only Memories) mit einem Volumen von jeweils 6 KB. Die GROM-Chips arbeiten mit Memory Mapping und können über bestimmte CPU-Adressen ausgelesen werden.[95] [96] Die mit 16 Anschlusspins ausgestatteten GROM-Bausteine bergen die Poweruproutine, mathematische Funktionen, den Gerätetreiber für den Kassettenrekorder sowie die Routinen des TI BASIC-Interpreters. Nach Inbetriebnahme des Rechners sucht die Poweruproutine alle verfügbaren GROM-Bausteine und erstellt daraus den Startbildschirm mit Startmenü.[97]

Zusätzlich verfügt der Rechner über zwei 16-Bit-ROM-Chips mit einem Speichervermögen von jeweils 4 KB und 24 Anschlusspins.[98] Sie enthalten den Betriebssystemkern, den Interpreter der sog. Graphics Programming Language, die Sprungtabelle für die in den GROM-Chips befindlichen TI-BASIC-Routinen sowie weitere Betriebssystemroutinen, u. a. verschiedene Interruptroutinen (etwa zum Bildschirmaufbau), die Routinen zur Steuerung des Datenflusses am Kassettenport und verschiedene Hilfsroutinen (etwa zur Berechnung und Rundung von Fließkommazahlen).[95][99]

Gehäuse, Tastatur, Schnittstellen[Bearbeiten]

Gehäuse[Bearbeiten]

Die Urversion des TI-99/4A besitzt ein rechteckiges Kunststoffgehäuse, das auf der Oberseite mit gebürstetem Aluminium verkleidet ist. Zur Kühlung der Elektronik sind Lüftungsschlitze ins Gehäuse eingelassen. Außerdem besitzt der Rechner einen Hauptschalter, eine Statusanzeige sowie einen Schacht zur Aufnahme von Steckmodulen. Eine Resettaste ist nicht vorhanden.[57] Der Rechner wiegt 2,3 kg ohne Netzteil und misst 25,9 cm × 38,1 cm × 7,1 cm (Länge × Breite × Höhe).[57][100][101]

Tastatur[Bearbeiten]

Die mechanische QWERTY-Schreibmaschinentastatur des TI-99/4A weist 48 alphanumerischen Tasten sowie ein Layout auf, das weit von heutigen Standards entfernt ist.[15][57] Eine Version mit deutscher Tastaturbelegung gibt es nicht. Die Tasten des Hauptblocks sind in fünf Reihen angeordnet. Lediglich eine Funktionstaste, die rechts neben der Leertaste zu finden ist, gehört zur Ausstattung. Abgesehen von der sehr breiten Leertaste und der rechten Shifttaste besitzen alle weiteren Sondertasten, wie etwa die Control- oder die Entertaste, dieselbe Größe wie die einfachen alphanumerischen Tasten. Ein Ziffernblock zur Eingabe größerer Zahlenmengen fehlt. Auch eine Tabulatortaste sucht man im Hauptblock vergeblich. Dafür wartet der Rechner mit einer feststellbaren Umschaltsperre auf.[102]

Die Funktionstaste dient nicht den heute üblichen Funktionen wie Hilfe, Suchen oder Löschen, sondern ebenso wie die Controltaste der Mehrfachbelegung einzelner Tasten. Während die Buchstabentasten meist doppelt belegt sind, weisen die numerischen Tasten fast alle sogar Dreifachbelegungen auf.[15] Um die Bedienung zu erleichtern, sind die Mehrfachbelegungen auf einer Tastaturschablone oberhalb des Tastenfeldes verzeichnet.[103] Die wichtigsten, zur Texteingabe benötigten Editierfunktionen sowie einige häufig verwendete Befehle des TI BASIC lassen sich durch gleichzeitiges Betätigen der Funktionstaste und bestimmter Zifferntasten aktivieren. Die Pfeiltasten sind insofern ungewöhnlich, als sie nicht in einem abgesetzten Cursorblock liegen, sondern ebenfalls nur über doppelbelegte Buchstabentasten im Hauptblock aktivierbar sind.[102] Über einen 15-poligen Pfostenstecker und ein entsprechendes Kabelbündel ist die Tastatur mit der Hauptplatine verbunden.

Doppelbelegungen über die Funktionstaste
Buchstabentaste W E R T U I O P A S D F G Z X C
+ FCTN ~ [ ] - ? ' " : { } \ ´

Schnittstellen[Bearbeiten]

Der TI-99/4A verfügt über sechs Schnittstellen. Auf der linken Seite befindet sich eine neunpolige Sub-D-Buchse, mit deren Hilfe Joysticks, Paddles oder vergleichbare digitale Steuergeräte angeschlossen werden können. Trotz ihrer äußerlichen Ähnlichkeit ist die Belegung der neun Pole jedoch nicht mit dem damals von den Atari-Joysticks gesetzten Standard kompatibel. Im Gegensatz zu den meisten Heimcomputern gibt es nur einen Joystickanschluss. Auf der rechten Seite befindet sich der Expansionsport. Dabei handelt es sich um einen ins Gehäuse eingelassenen Platinenstecker mit 44 Kontakten, der im unbenutzten Zustand mit einem Schutzdeckel versiegelt wird. Der Expansionsport ist mit einer parallelen V.24- bzw. RS-232-Schnittstelle ausgestattet und ermöglicht eine direkte Verbindung mit dem Systembus.[57] So lassen sich Diskettenlaufwerke, Drucker und Modems, aber auch Speichererweiterungen usw. an den Rechner anschließen.[57]

Auf der Rückseite findet sich links eine weitere neunpolige Sub-D-Buchse, die auf den Anschluss handelsüblicher Kassettenrekorder ausgerichtet ist. Rechts neben dem Kassettenport befindet sich ein vierpoliger Anschluss für das Netzteil. Auf der rechten Seite weist der Rechner eine fünfpolige (NTSC) bzw. sechspolige DIN-Buchse (PAL/SECAM) auf. Mittels dieser Buchse kann der Rechner mit einem Monitor, über einen zusätzlichen HF-Modulator aber auch mit einem Fernsehgerät betrieben werden.[15] Das Audiosignal wird ebenfalls über die DIN-Buchse ausgegeben. Der Modulschacht weist achtzehn Kontakte auf, die zur Aufnahme der in den Steckmodulen verwendeten Platinenstecker gedacht sind.

Rechnerarchitektur[Bearbeiten]

Die Rechnerarchitektur des TI-99/4A unterscheidet sich wesentlich von der anderer Heimcomputer der frühen 1980er Jahre. Da die Entwicklungsabteilung von TI dazu gezwungen war, eine Mischung aus 8- und 16-Bit-fähigen Systemkomponenten zu einer funktionierenden Einheit zusammenzufügen, verbindet der Systembus Grundelemente einer klassischen 8-Bit-Architektur mit typischen Eigenschaften einer im Heimcomputerbereich damals noch nicht üblichen 16-Bit-Architektur. Im Einzelnen besteht der Systembus, über den der Hauptprozessor TMS9900 mit seiner technischen Umgebung kommuniziert, aus den drei klassischen, auch von anderen Mikrocomputern her gewohnten Bestandteilen: einem Datenbus, einem Adressbus und einem Steuerbus.

Detailliertes Blockschaltbild mit Mikrochips, Schnittstellen und Leiterbahnen für
Datenbus (D0-7), Adressbus (A0-15) und Steuerbus (CRU Interface)

Datenbus[Bearbeiten]

Nur ein kleiner Teil der Systemkomponenten ist über einen bidirektionalen 16-Bit-Datenbus direkt mit dem Hauptprozessor TMS9900 verbunden. Namentlich sind dies die beiden parallel arbeitenden Scratchpad-SRAM-Chips[104] sowie die beiden ROM-Chips.[99] Ein Multiplexer sorgt dafür, dass die Kapazität des Datenbusses jenseits dieses Kernbereichs von 16 auf 8 Bit reduziert wird, sodass alle 8-Bit-Systemkomponenten wie Grafikchip, Soundchip oder GROM-Chips von der CPU mit der entsprechenden Wortbreite angesteuert werden können.[99] Das erfordert allerdings eine zeitraubende Mehrfachnutzung der vorhandenen Datenleitungen nach einem festen Schema.

Des Weiteren sind alle über den Expansionsport angeschlossenen Peripheriegeräte, also z. B. Diskettenlaufwerke, Drucker oder Modems, für den Hauptprozessor nur über den langsameren 8-Bit-Bereich des Datenbusses erreichbar. Dasselbe gilt für den Modulschacht.[99] Hinzu kommt eine weitere Einschränkung bei den DRAM-Chips: Auf die gerade nicht für Videosignal und Bildwiederholung verwendeten Bereiche des Arbeitsspeichers kann die CPU bei der Ausführung von Programmen in TI BASIC oder Maschinensprache nur auf dem Umweg über den 8-Bit-Grafikchip zurückgreifen.[99][105] Damit geht ein weiterer Teil der an sich der Konkurrenz überlegenen Rechenleistung des TMS9900 gleich wieder verloren.

Adressbus[Bearbeiten]

Der Adressbus überträgt unidirektional Speicheradressen zwischen Hauptprozessor und Speicherchips, da diese darüber informiert werden müssen, welche Speicherzelle als nächste ausgelesen oder beschrieben werden soll. Zu diesem Zweck legt der TMS9900 die gewünschte Adresse als Binärmuster auf dem Adressbus ab und überträgt diese dann an die entsprechende Systemkomponente. Grundsätzlich arbeitet der Adressbus mit der von 8-Bit-Architekturen gewohnten Busbreite von 16 Bit, die einen Adressraum von 64 KB eröffnet. In Abhängigkeit von ihrem Speichervolumen werden die Speicherbausteine mit variabler Wortbreite vom Adressbus angesteuert. Den beiden 16-Bit-ROM-Chips etwa genügen 12 Bit, da mit 212 Speicheradressen ihre gesamte Kapazität von 4 KB abgedeckt ist. Für die 256 Bytes der beiden Scratchpad-SRAM-Chips reicht gar eine Adressbusbreite von nur 8 Bit.[99]

Dem Modulschacht stehen 13 Bit zur Verfügung, was 213 Speicheradressen entspricht. Somit können vom Rechner aus Steckmodule mit einem Adressraum von 8 KB verwaltet werden. Dieser zusätzliche Speicher kann wahlweise von ROM- oder DRAM-Chips geliefert werden, nicht aber von GROM-Chips, deren Adressraum von einem eigenen Baustein auf der Steckmodulplatine verwaltet wird. Dagegen wird der Expansionsport mit vollen 16 Bit angesteuert, um neben der maximal möglichen Erweiterung des Arbeitsspeichers auf 48 KB zusätzlich Peripheriegeräte mit bis zu 16 KB Gerätetreiber-ROM verwalten zu können. Eine weitere Besonderheit der Rechnerarchitektur besteht darin, dass die drei GROM-Chips nicht über eigene Leiterbahnen mit dem Adressbus verbunden sind, obwohl es sich um Speicherchips handelt. Stattdessen ist ein Adressdecoder eingangsseitig mit den sechs höherwertigen Bits des Adressbusses verknüpft. Der Adressdecoder hat die Aufgabe, über Chipselect-Signale den GROM-Chips sowie den beiden Koprozessoren für Grafik und Sound mitzuteilen, wer an den gerade anlaufenden Speicheroperationen teilnimmt.[99]

Steuerbus[Bearbeiten]

Von den Entwicklern bei TI wurde der unidirektionale Steuerbus des TI-99/4A als Communications Register Unit (CRU) bezeichnet.[99] Dabei handelt es sich um ein synchrones 1-Bit-Schieberegister, das dem Hauptprozessor TMS9900 die Steuerung sowohl interner als auch externer Systemkomponenten über serielle Datenübertragung ermöglicht.[106] Zu diesem Zweck werden über die CRU Steuerinformationen Bit für Bit an die entsprechenden Systemkomponenten gesendet, etwa um zu regeln, in welcher Richtung Daten auf den Leiterbahnen des Datenbusses verschoben werden. Neben der Lese-Schreib-Steuerung werden auch Interrupts und Buszugriffe vom Steuerbus aus geregelt. Mit Hilfe der Statusleitung sendet die CRU einzelne Statusbits an jede einzelne Systemkomponente, um zu überprüfen, ob diese betriebsbereit sind.[99] Systemkomponenten können auf diese Weise auch aktiviert oder deaktiviert werden.[106] Darüber hinaus ist die CRU mit der Aufgabe betraut, Operationen der einzelnen Systemkomponenten und Peripheriegeräte miteinander zu synchronisieren, was über Halte-, Unterbrechungs- und Quittungssignale bewerkstelligt wird.[107]

Der TMS9900 besitzt drei eigens für die Verwendung der CRU konstruierte Leiterbahnen mit eigenen Anschlusspins: CRUIN zum Auslesen von Speicherzellen, CRUOUT zum Versenden von Daten sowie CRUCLK zum Einschreiben von Daten. Zusätzlich werden noch zwölf Leiterbahnen des Adressbusses für den Steuerbus in Anspruch genommen.[108]

Speicherorganisation[Bearbeiten]

Die 64 KB Adressraum, die vom TMS9900 physisch verwaltet werden können, sind in acht Blöcke mit jeweils 8 KB unterteilt. Vom Betriebssystem sind diese 8-KB-Blöcke für unterschiedliche, vorabdefinierte Aufgabenbereiche reserviert. Ein Großteil dieser Speicherblöcke steht allerdings nur dann wirklich zur Verfügung, sofern über den Expansionsport ein Steckmodul mit zusätzlichem RAM bzw. ROM und/oder eine 32-KB-RAM-Speichererweiterung verwendet wird. Die folgende Tabelle stellt die genannten 8-KB-Blöcke nebst Speicheradressen dar und beschreibt ihre vom Betriebssystem vorgesehene Funktion.[109]

Speicheradressbereich vorgesehene Verwendung
$0000-$1FFF Betriebssystem-ROM
$2000-$3FFF 32-KB-RAM-Speichererweiterung
$4000-$5FFF Gerätetreiber-ROM
$6000-$7FFF Steckmodul-ROM bzw. -RAM
$8000-$9FFF CPU-ROM, Grafikspeicher, GROM, Ton- und Sprachausgabe
$A000-$BFFF 32-KB-RAM-Speichererweiterung
$C000-$DFFF 32-KB-RAM-Speichererweiterung
$E000-$FFFF 32-KB-RAM-Speichererweiterung

Das Gerätetreiber-ROM (auch: DSR-ROM) ist insofern für die frühen 1980er Jahre außergewöhnlich, als es darauf ausgelegt ist, von den externen Gerätetreiber-ROM-Chips der jeweils gerade angeschlossenen Peripheriegeräte verwendet zu werden. Damit ist der TI-99/4A für den Betrieb mit diversen Peripheriegeräten geeignet, ohne dass am von vornherein auf Erweiterbarkeit ausgelegten Rechner selbst irgendwelche Veränderungen vorgenommen werden müssten. Außerdem geht auf diesem Wege im Gegensatz zu den damaligen Gepflogenheiten kein zusätzlicher RArbeitsspeicher verloren, wenn Peripheriegeräte verwendet werden.[110]

Betriebssystem[Bearbeiten]

Startbildschirm des TI-BASIC-Interpreters mit Beispielprogramm

Das 26 KB ROM umfassende native Betriebssystem des TI-99/4A besteht aus dem direkt nach dem Einschalten einsatzbereiten TI-BASIC-Interpreter sowie der in dieser Form einzigartigen Graphics Programming Language.[57] Später wurde das Betriebssystem um den optionalen Disk Manager erweitert, der den Betrieb des Rechners mit Diskettenlaufwerken regelt.

TI BASIC[Bearbeiten]

Hauptartikel: TI BASIC (TI 99/4A)

Direkt nach dem Einschalten erscheint der Startbildschirm des TI-99/4A. Sofern ein Steckmodul verwendet wird, lässt dieser dem Anwender die Wahl zwischen der Aktivierung des eingebauten TI BASIC sowie den auf dem Steckmodul befindlichen Programmen. Wird das TI BASIC an dieser Stelle angewählt, erscheint auf dem Bildschirm der Prompt des TI-BASIC-Interpreters, der nicht nur als Benutzerschnittstelle, sondern auch als Programmierumgebung fungiert und über 82 Befehle, Anweisungen, Funktionen und Variablen verfügt.[111]

TI BASIC besitzt drei Betriebsmodi: den ohne Zeilennummern operierenden Befehlsmodus (engl. Command Mode), den mit Zeilennummern arbeitenden und zum Programmieren gedachten Editiermodus (engl. Edit Mode) sowie den Programmausführungsmodus (engl. Run Mode). Unmittelbar nach der Anwahl des TI BASIC befindet sich der Rechner im Befehlsmodus und wartet auf Eingaben des Anwenders über die Tastatur. Durch Betätigen der Entertaste wird der Interpreter zur sofortigen Ausführung von Befehlen veranlasst. Den Editiermodus kann man durch Verwendung von Zeilennummern am Anfang der Kommandozeile aktivieren. Mit Hilfe der Pfeiltasten lässt sich der Cursor an jede beliebige Stelle des Bildschirms manövrieren, an der das Programmlisting etwa durch Einfügen, Löschen oder Hinzufügen von Programmteilen verändert werden soll. Das Ausführen von Programmlistings wird durch Eingabe des RUN-Befehls im Befehlsmodus initiiert. Laufende Programme können jederzeit durch Drücken der Breaktaste angehalten werden. Der Rechner befindet sich dann wieder im Befehlsmodus. Verlassen werden kann das TI BASIC entweder durch den QUIT-Befehl, der alle gerade im Arbeitsspeicher befindlichen Programme unwiederbringlich löscht, oder den BYE-Befehl, der die bereits editierten Programmlistings für ein späteres Wiederaufrufen bereit hält.[112] Beide Befehle führen den Anwender dann wieder zum Startbildschirm.

TI-BASIC-Programme können nur in den vom Grafikchip gerade nicht für das Videosignal genutzten Bereichen des Arbeitsspeichers abgelegt werden, auf das der TMS9900 jedoch nur auf dem Umweg über den Grafikchip Zugriff hat. Zusammen belegen der Interpreter sowie die Routinen des TI BASIC ein Speichervolumen von insgesamt 14 KB ROM.[100] Teile des Interpreters befinden sich in den beiden ROM-Chips, während sämtliche Routinen in die GROM-Chips eingebrannt sind.[95]

Graphics Programming Language[Bearbeiten]

Bei der Graphics Programming Language (GPL) handelt es sich um eine höhere Anweisungssprache, die über einen speziellen Puffer direkten Zugriff auf den Grafikspeicher ermöglicht. Komfortabler als Assemblersprache, aber deutlich umständlicher als TI BASIC, verwendet GPL viele Kommandos, die mit dem Befehlssatz des TMS9900 identisch sind. Als „sehr prozessornahe Zwischensprache“[96] ist GPL erheblich schneller bei der Ausführung von Programmen als der TI-BASIC-Interpreter. Allerdings kommt diese Eigenschaft in der Praxis kaum zum Tragen, da das Betriebssystem des TI-99/4A keine direkte Eingabe von GPL-Kommandos vorsieht, sondern ausschließlich mit über Kommandozeilen eingegebenen TI-BASIC- oder Maschinensprachebefehlen operiert. GPL dient also nicht als Benutzerschnittstelle.

Der größte Teil der GPL-Routinen ist in die GROM-Chips eingebrannt und umfasst ein Volumen von 12 KB. Mit Hilfe von Memory Mapping können die GROM-Chips über bestimmte Einsprungadressen ausgelesen werden, die im Adressbereich zwischen $8372 bis $83FF des CPU-RAMs liegen.[96] Trotz seiner Prozessornähe kann der GPL-Code nicht unmittelbar vom TMS9900 ausgeführt werden, sondern nur mittels des eingebauten GPL-Interpreters. Dieser befindet sich jedoch nicht auf den GROM-Chips, sondern den beiden ROM-Chips und belegt den ROM-Speicher von $0024 bis $08FF. Die Grenzen zwischen GPL- und TI-BASIC-Interpreter sind fließend, da einzelne GPL-Kommandos wie etwa PARSE, CONT oder RTNB nur für den BASIC-Interpreter, nicht aber den Hauptprozessor verständlich sind.[95]

TI BASIC ist nicht in Maschinensprache, sondern ausschließlich im GPL-Code programmiert, weshalb anlaufende Programme vor der Ausführung durch die CPU nicht nur durch den TI-BASIC-Interpreter, sondern zusätzlich durch den GPL-Interpreter verarbeitet werden müssen.

Disk Manager[Bearbeiten]

Um den TI-99/4A mit 5¼-Zoll-Diskettenlaufwerken betreiben zu können, wurde das Diskettenbetriebssystem Disk Manager entwickelt, das nicht zum Lieferumfang der Diskettenlaufwerke gehörte. Es befindet sich vielmehr auf einem eigenen Steckmodul und musste zusätzlich mit einem Floppy-Disk-Controller für die Diskettenlaufwerke erworben werden, der eine gleichzeitige Verwendung von bis zu drei Diskettenlaufwerken zulässt.[15][113]

Disk Manager erlaubt es, Disketten zu formatieren sowie fertige Programmdateien zu speichern, zu löschen, zu kopieren und umzubenennen.[114] Programmdateien können mit einem Schreibschutz versehen und Hardwaretests der Diskettenlaufwerke durchgeführt werden, sodass eventuelle Fehlfunktionen leichter lokalisiert werden können.[115] Außerdem lassen sich bis zu 127 Programmdateien auf einer Diskettenseite unterbringen.[100] Eine spätere Version, die im März 1983 unter dem Titel Disk Manager 2 herausgebracht wurde, gestattete erstmals die Verwendung beider Diskettenseiten, ohne dass der Speicherträger umgedreht werden musste. TI selbst bot allerdings kein entsprechendes Laufwerk mit zwei Schreib-Lese-Köpfen an, sodass die Anwender des TI-99/4A auf Drittanbieter angewiesen blieben.[116]

Peripheriegeräte[Bearbeiten]

TI-99/4A mit TI-Sprachmodul, TI-Farbmonitor und PES (1982)

Alle ursprünglich für das Vorgängermodell entworfenen Erweiterungen, die sog. Sidecars, lassen sich auch mit dem TI-99/4A betreiben. Texas Instruments entwickelte jedoch einige neue Peripheriegeräte gezielt für den TI-99/4A. Weitere Anbieter waren Navarone, CorComp, Triton, Axiom, Millers Graphics, Horizon, ISC, Myarc sowie Boxcar Peripherals.[117][118]

Peripheral Expansion System[Bearbeiten]

Da die Sidecars viel Platz auf dem Schreibtisch wegnahmen und überdies Kabelsalat produzierten, wurde eigens das Peripheral Expansion System (PES) mit der Typennummer PHP1200 entwickelt. Beim 249,95 US$[119] teuren PES handelt es sich um ein rechteckiges Metallgehäuse, das mit eigener Stromversorgung, Ventilator, acht Steckplätzen für diverse Erweiterungskarten, einem Schacht für die Unterbringung von bis zu zwei 5¼-Zoll-Diskettenlaufwerken einfacher Bauhöhe sowie einer sog. Peripheral Expansion Card ausgestattet ist, die über ein Verbindungskabel den Datenaustausch mit dem Basisrechner ermöglicht.[15] Das PES kam im Januar 1982 in zwei fast identischen, hundertprozentig kompatiblen Versionen auf den Markt.[120] Insgesamt wurden rund 250.000 Exemplare abgesetzt.[63] Für den europäischen Markt und die dort üblichen Spannungen wurden eigene Varianten produziert; die deutsche Version war im September 1983 im Paket mit dem TI-99/4A für 1.500 DM erhältlich.[121]

Die damals in dieser Form neuartigen Erweiterungskarten besitzen solide Metall- bzw. Kunststoffgehäuse nebst Statusanzeige und verfügen auf der Unterseite über einen 30-poligen Platinenstecker, über den die Verbindung mit dem PES hergestellt wird. Sie funktionieren ähnlich unkompliziert wie heutige Plug-and-Play-Karten und können ohne vorherige Treiberinstallation sofort nach dem Einstecken verwendet werden. Die folgende Auflistung liefert eine Übersicht der von TI produzierten Erweiterungen:[122]

  • PHP1220 RS-232 Interface (RS-232-Schnittstellenkarte)
  • PHP1240 Disk Controller (Laufwerksteuerungskarte)
  • PHP1250 Disk Memory Drive (5¼-Zoll-Diskettenlaufwerk)
  • PHP1260 32 Kilobyte Memory Expansion (32-KB-RAM-Speicherkarte)
  • PHP1270 P-Code Version 4.0 (P-Code-Interpreterkarte)
  • PHP1280 Pascal Development System (P-Code-Interpreterkarte plus UCSD-Pascal-Softwarepaket)

RS-232-Schnittstellenkarte[Bearbeiten]

RS-232-Schnittstellenkarte (1982)
Laufwerksteuerungskarte (1982)
Rückseite des PES mit Schächten für Erweiterungskarten (1982)
Vorderseite des PES mit 5¼-Zoll-Diskettenlaufwerk (1982)

Die RS-232-Schnittstellenkarte verfügt sowohl über eine parallele als auch eine serielle Schnittstelle auf der Rückseite. In Verbindung mit entsprechender Software erlaubt diese 174,95 US$[119] teure Erweiterungskarte es, den TI-99/4A mit anderen Rechnern über ein Modem zu vernetzen und Daten über die Telefonleitung auszutauschen. Dabei sind über die serielle Schnittstelle Symbolraten von 110, 300, 600, 1.200, 2.400, 4.800 und 9.600 Bd möglich.[123]

Auch der Anschluss von Druckern, Plottern und Terminals ist machbar. Über ihre parallele Schnittstelle ist die Schnittstellenkarte überdies in der Lage, Daten mit 8-Bit-Wortbreite gleichzeitig zu senden und zu empfangen.[124] Die parallele Schnittstelle verwendet einen 16-poligen Anschluss und ist für eine Verwendung mit Nadeldruckern ausgelegt. Bei der seriellen Schnittstelle handelt es sich um eine RS-232- bzw. V.24-Schnittstelle. Diese besitzt einen 25-poligen Anschluss und gestattet eine Verbindung mit allen Peripheriegeräten, die RS-232C-kompatibel sind. Durch Verwendung eines speziellen Kabels kann die parallele Schnittstelle in eine serielle umgewandelt werden.[125] Bis zu zwei Schnittstellenkarten lassen sich zusammen mit dem PES verwenden, sodass insgesamt bis zu vier serielle bzw. parallele Schnittstellen zur Verfügung stehen. Die Schnittstellen lassen sich über spezielle TI-BASIC-Befehle programmieren.[126]

Laufwerksteuerungskarte[Bearbeiten]

Bei der Laufwerksteuerungskarte handelt es sich um eine Steuereinheit, die bis zu drei 5¼-Zoll-Diskettenlaufwerke verwalten kann. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die Schreib-Lese-Köpfe aller angeschlossenen Laufwerke an die richtige Position auf der gerade verwendeten Diskette zu dirigieren, um Daten in den Arbeitsspeicher einzulesen oder für spätere Wiederverwendung zu sichern. Darüber hinaus verwaltet die Steuereinheit das Inhaltsverzeichnis der Diskette, indem alle Dateien mit einem Index versehen werden.[127] Dazu werden die Sektoren 0 und 1 der ersten Spur auf der Diskette verwendet.[128]

Die Laufwerksteuerungskarte muss den achten Steckplatz des PES belegen, der sich direkt neben dem Laufwerksschacht befindet.[129] Sie verfügt auf der Rückseite über einen 34-poligen Anschluss und wird über ein entsprechendes Kabel mit dem Diskettenlaufwerk verbunden. Weitere zwei Laufwerke können im Daisy-Chain-Verfahren an das erste Diskettenlaufwerk angeschlossen werden.[130] Für eine Laufwerksteuerungskarte, zu deren Lieferumfang auch das für die Inbetriebnahme unverzichtbare DOS-Steckmodul mit dem Disk Manager gehörte, mussten rund 300 US$ investiert werden.[119]

5¼-Zoll-Diskettenlaufwerk[Bearbeiten]

Das rund 400 US$[119] teure 5¼-Zoll-Diskettenlaufwerk besitzt auf der Vorderseite ein Disketteneinschubfach nebst Klappverschluss sowie eine Statusanzeige. Auf der Rückseite befindet sich ein Kabel zwecks Anschluss an die interne Stromversorgung des PES sowie ein weiteres 34-poliges Kabel für die Verbindung mit der Laufwerksteuerungskarte.[131]

Das Laufwerk verwendet den Floppy-Disk-Controller FD1771 von Western Digital und besitzt einen magnetischen Schreib-Lese-Kopf mit einer mittleren Zugriffszeit von 463 ms. Es gestattet das Abspeichern eines Datenvolumens von bis zu 89 KB auf einer Diskettenseite (Single Sided) mit 40 Spuren in einfacher Dichte (Single Density) bei variabler Sektorengröße.[15]

32-KB-RAM-Speicherkarte[Bearbeiten]

Die 32-KB-RAM-Speicherkarte weist acht 1-Bit-DRAM-Chips mit 16 Anschlusspins und einer Kapazität von jeweils 4 KB auf. Die meist von der Firma Mostek stammenden DRAM-Chips vergrößern den frei programmierbaren Arbeitsspeicher des TI-99/4A auf insgesamt 48 KB RAM. Damit erreicht der Rechner in Bezug auf die Speicherkapazität seine volle Ausbaustufe.[57]

Der zusätzliche Arbeitsspeicher ist mit dem Datenbus über acht Datenleitungen verbunden. Wie beim in die Konsole fest eingebauten Arbeitsspeicher auch, können Daten also nur mit 8-Bit-Wortbreite in die Speicherzellen der Erweiterungskarte eingeschrieben oder dort ausgelesen werden. Die Speicherkarte besitzt zwecks Hardwarefehlerlokalisierung eine eingebaute Selbsttestfunktion und wird zur Inbetriebnahme einfach in einen der Steckplätze des PES eingesteckt, bevor die Konsole eingeschaltet wird. Der Neupreis lag bei 300 US$.[132]

P-Code-Interpreterkarte[Bearbeiten]

Für Programmierer mit gehobenen Ansprüchen brachte TI die P-Code-Interpreterkarte heraus, mit deren Hilfe die Programmiersprache UCSD-Pascal auf dem TI-99/4A betrieben werden kann.[15][133] Sie enthält einen komfortablen P-Code-Interpreter, der für andere Systeme entwickelte UCSD-Pascal-Software verarbeiten kann. Die Karte kann nur in Verbindung mit einem Diskettenlaufwerk oder Kassettenrekorder sowie einer 32-KB-RAM-Speichererweiterung betrieben werden.[15][134][135] Auf der Rückseite besitzt die Karte einen Schalter, mit dessen Hilfe sie vor dem Einschalten des Rechners aktiviert bzw. deaktiviert werden kann.[136] Bei aktivierter Karte wird nach dem Einschalten zunächst der P-Code-Interpreter initialisiert, was 30-60 Sekunden dauert.[137] Dann springt der Rechner automatisch in den Befehlsmodus des P-Code-Interpreters.[133]

In Ergänzung zur P-Code-Interpreterkarte wurde das Pascal Development System für 499,95 US$ auf den Markt gebracht.[134] Es besteht neben der Interpreterkarte aus drei weiteren Komponenten:

  • PHD5063 UCSD Pascal Compiler (überführt in Pascal geschriebene Programme in Pseudocode, der dann vom P-Code-Interpreter in Maschinensprache übersetzt wird)[15][134][135]
  • PHD5064 UCSD Pascal System Assembler/Linker (Softwarepaket mit Programmierumgebung für Assemblersprache und Linker)[135]
  • PHD5065 UCSD Pascal System Editor/Filer/Utilities (Softwarepaket mit 40-Zeichen-Texteditor, modernem Diskettenbetriebssystem inklusive Zeitstempeln sowie Hilfsprogrammen)[134]

Sonstige Speichergeräte /-medien[Bearbeiten]

TI-Programmrekorder (1982)
Audio einer TI-BASIC-Datei

Programmrekorder[Bearbeiten]

Der TI-99/4A konnte zwar mit handelsüblichen Kassettenrekordern betrieben werden, TI brachte aber trotzdem einen speziell auf den Rechner zugeschnittenen Programmrekorder heraus.[138] Das Gerät mit der Typennummer PHP2700 verfügt über alle üblichen Eigenschaften eines Kassettenrekorders, ist aber für zusätzlich für den Gebrauch als Speichergerät optimiert. Der Preis lag bei 70 US$.[139]

Der Programmrekorder wurde in zwei Varianten angeboten, die an das Design der beiden Versionen des TI-99/4A angepasst sind. Er verfügt neben Tasten für Aufnahme, Abspielen, Rückwärts- und Vorwärtsspulen, Anhalten und Auswerfen über zwei Drehregler für Lautstärke und Klang, einen eingebauten Lautsprecher, ein serienmäßiges Mikrofon sowie eine Pausetaste. Darüber hinaus ist der Programmrekorder mit einem digitalen Zählwerk ausgestattet und besitzt drei Anschlüsse, über die zwecks Datenübermittlung eine Verbindung mit der Konsole hergestellt werden kann. Die Stromversorgung erfolgt intern über vier Babyzellen mit jeweils 1,5 V oder extern über das Stromnetz.[140]

Das Gerät war für seine Zuverlässigkeit, aber auch seine Langsamkeit bekannt. Beide Eigenschaften ergeben sich aus dem Aufzeichnungsverfahren: Sämtliche Datensätze werden gleich zweimal aufgenommen und überdies Checksummenbytes verwendet. Zum Einlesen der Daten werden vom Timer des TMS9901 die genauen Längen der Halbwellen des Audiosignals vermessen und in für den Computer verständlichen Binärcode übertragen. Eine lange Halbwelle bedeutet dabei eine „0“, zwei kurze Halbwellen stehen dagegen für eine „1“.

Steckmodule[Bearbeiten]

Steckmodulplatine (1983)

Die meist von TI selbst für den TI-99/4A produzierten Steckmodule sind nach dem Einstecken sofort betriebsbereit. Lästige Ladezeiten wie bei Kompaktkassetten oder Disketten entfallen also. Allerdings können die Steckmodule im Gegensatz zu Kassetten oder Disketten nicht kopiert und meist nicht beschrieben werden.[141] Aufgrund der relativ hohen Produktionskosten von ca. 6 US$ pro Einheit waren die Steckmodule überdies in der Anschaffung deutlich teurer als andere Speichermedien.[21]

Die Steckmodule sind in einem rechteckigen Kunststoffgehäuse untergebracht. Sie besitzen auf der Vorderseite einen Platinenstecker mit 18 Kontakten, die mittels eines automatisch schließenden Deckels vor Verschmutzung geschützt sind. Die Steckmodulplatinen enthalten stets mindestens einen 6-KB-GROM-Chip, der im Gegensatz zur herkömmlichen Praxis nicht in den Arbeitsspeicher kopiert, sondern als zusätzliche Speicherbank direkt ausgelesen wird.[142] Die sog. Multimodule besitzen mehrere GROM-Chips mit weiteren Programmen, zwischen denen gewählt werden kann, sowie einen Memory Block Selector. der zur Verwaltung des zusätzlichen GROM-Speichers eingesetzt wird und den Adressbus ersetzt. Insgesamt können bis zu 30 KB GROM hinzugefügt werden, weshalb sich auf den Steckmodulplatinen insgesamt fünf Steckplätze befinden.[15][100] Darüber hinaus besteht die Möglichkeit des Hinzufügens von bis zu 8 KB ROM bzw. RAM auf den Steckmodulen, die mit dem Adressbus verbunden sind und vom Rechner aus verwaltet werden. Die GROM-Listings standen unter strenger Geheimhaltung und Drittanbieter von Steckmodulen waren fest darauf angewiesen, von TI kostspielige Lizenzen zu erwerben.[23] Das Raubkopieren von Steckmodulen konnte so weitgehend unterbunden werden.[142]

Sonstige Ausgabegeräte[Bearbeiten]

Farbmonitor[Bearbeiten]

TI produzierte eigens für den TI-99/4A einen 10-Zoll-Farbmonitor mit einer Maximalauflösung von 720 × 300 Pixeln, der an das Design des PES angepasst war. Der TI Color Monitor mit der Typennummer PHA4100A verfügt über eine eigene Stromversorgung sowie zahlreiche Regler, etwa zur Einstellung von Farbintensität, Kontrast oder Helligkeit. Das Gerät wurde in jeweils eigenen Versionen für die Standards NTSC, PAL und SECAM hergestellt.[143] Es kostete rund 400 US$.[144]

Sprachmodul[Bearbeiten]

TI entwickelte 1981 ein Sprachmodul (engl. Solid State Speech Synthesizer), das den TI-99/4A bei einem Preis von rund 100 US$ mit der Fähigkeit zur künstlichen Sprachausgabe ausstattet.[145] Diese war eine Spezialität von TI und steckte damals noch in den Kinderschuhen.[39] Im Sprachmodul verbaut ist ein 8-Bit-Sprachchip des Typs TMS5200, der zur zweiten Generation der von TI entwickelten Spezialchips für Sprachsynthese gehört und einen internen Zwischenspeicher für Sprachdaten sowie 4-Bit-Steuerbusstrukturen besitzt.[146] Daneben verfügt das Sprachmodul über speziell entwickelte Sprach-ROM-Chips, die hochkomprimierte Sprachdateien enthalten.[110] Diese setzen sich aus immer wieder abrufbaren und somit speichersparenden digitalen Repräsentationen stimmhafter wie stimmloser Phoneme zusammen und können vom Sprachchip über direkten seriellen Zugriff eingelesen werden. Der Sprachchip simuliert dabei ein Filtermodell des Vokaltraktes, und speist dieses mit den eingelesenen Daten. Der Output dieses Filtermodells durchläuft dann einen Digital-Analog-Umsetzer, um eine synthetische Wellenform zu generieren, die abschließend als Audiosignal verwendet und an die Tonausgabe des Rechners weitergeleitet wird.[147] Dieses Verfahren wurde von den TI-Entwicklern als „Linear Predictive Coding“ (LPC) bezeichnet.[148] Die Sprach-ROM-Chips verfügen zudem über 373 vorprogrammierte Wörter, die vom TI BASIC aus direkt abrufbar sind und zu einfachen Sätzen miteinander kombiniert werden können.[149]

Einige Arcadespiele wie Parsec machen von den Fähigkeiten des Sprachmoduls Gebrauch, um eine realistische Spielatmosphäre zu schaffen.[150]

Drucker[Bearbeiten]

TI brachte für ca. 750 US$ einen Matrixdrucker namens TI-99/4 Printer mit der Typennummer PHP2500 auf den Markt.[151] Dabei handelt es sich eigentlich um einen MX80 von Epson, der lediglich das TI-Firmenlogo trägt. Das Gerät druckt wahlweise 40, 66, 80 oder 132 Zeichen pro Zeile, kann Grafiken mit einer horizontalen Auflösung von wahlweise 480 bzw. 960 Bildpunkten zu Papier bringen und gibt 30 Zeilen pro Minute aus.[152] Auf der Oberseite finden sich Bedientasten für Blattvorschub, Zeilenvorschub und Direktdruck. Auf der Rückseite weist das Gerät eine serielle RS-232- sowie eine parallele Schnittstelle auf.[153]

Eingabegeräte[Bearbeiten]

TI produzierte duale Joysticks mit der Typennummer PHP1100 für den TI-99/4A, die ohne Adapter an keinen anderen Rechner angeschlossen werden konnten und rund 35 US$ kosteten.[154] Diese auch als Wired Remote Controllers bezeichneten Steuergeräte besitzen jeweils einen Steuerknüppel mit acht möglichen Einstellungen und einen breiten Feuerknopf.[155]

Datenfernübertragung[Bearbeiten]

Für die Datenfernübertragung entwickelte TI eigens ein Modem, das als Akustikkoppler ausgeführt ist und Daten mit einer Geschwindigkeit von 300 Bd übertragen kann. Das Modem mit der Typennummer PHP1600 besitzt einen Stromanschluss und zwei Schiebeschalter zum Ein-/Ausschalten, Initialisieren des Testlaufs sowie Einstellen der Datenübermittlungsweise. Möglich sind Wechselbetrieb (engl. Half-duplex) sowie Gegenbetrieb (engl. Full-duplex). Zum Betrieb muss über die RS-232-Schnittstelle eine Verbindung zum Rechner hergestellt werden.[156] Ein TI Telephone Coupler kostete seinerzeit ca. 200 US$.[145]

Software[Bearbeiten]

Für den TI-99/4A war ein recht ansehnliches Angebot an Spiel-, Lern- und Anwendungssoftware erhältlich, das Ende 1983 über 800 Titel umfasste, von denen rund 700 von Lizenznehmern stammten.[157] Da nur ungefähr jeder zehnte Besitzer des TI-99/4A auch das teure PES erwarb, wurde die große Mehrheit der Software auf Steckmodulen veröffentlicht, die den etwas schlicht ausgestatteten Basisrechner mit zusätzlicher Speicherkapazität ausstatteten und meist von TI selbst vertrieben wurden. Nach Produktionseinstellung wurden noch einige Jahre lang neue Spiele für den Rechner veröffentlicht.

Spiele[Bearbeiten]

Parker-Logo
SEGA-Logo
Imagic-Logo

Arcadespiele, von denen insgesamt rund 40 auf Steckmodulen erschienen, bilden das populärste Videospielgenre für den TI-99/4A.[157] Zu den beliebtesten Arcadespielen, für die man in der Regel zwischen 11 und 45 US$ investieren musste und einen Joystick, aber keinerlei Hardwareerweiterungen benötigte, gehören von TI selbst produzierte Titel wie Alpiner, The Attack, Blasto, Car Wars, Chisholm Trail, Choplifter, M*A*S*H, Munchman, TI Invaders, TI Trek sowie Tombstone City.[158] Das Shoot ’em up Parsec aus dem Jahr 1982 gilt als bestes Spiel oder gar „Killerapplikation“ für den Rechner.[48][150] Einige besonders gefragte Titel wurden für knapp 20 US$ zusätzlich auch auf Diskette veröffentlicht, setzten aber neben einem Diskettenlaufwerk die 32-KB-RAM-Speichererweiterung voraus.[119]

Es gab aber auch erfolgreiche Drittanbieter, die Module mit teilweise ganz anderem Gehäusedesign herausbrachten. Dazu gehören portierte Titel von bekannten Fremdherstellern wie Dig-Dug, Donkey Kong, Jungle Hunt, Moon Patrol, Pac-Man und Pole Position von Atarisoft, Q-Bert von Parker Brothers, Buck Rogers und Star Trek von SEGA, Space Bandits von Milton Bradley, der Frogger-Clone Princess & Frog von Romax sowie Super Demon Attack von Imagic.[158]

Das erfolgreichste Strategiespiel war Hunt the Wumpus. An Brettspielen standen Backgammon, Blackjack and Poker sowie Video Chess zur Verfügung. Sportfans konnten sich mit Titeln wie Football oder Indoor Soccer vergnügen. Alle diese Titel stammen von TI. Als erste Flugsimulation erschien Dow-4 Gazelle von John T. Dow. Mit Bankroll wurde von Not Polyoptics außerdem eine Wirtschaftssimulation veröffentlicht.[159] Aus dem gleichen Haus stammt auch die erst 1987 veröffentlichte Doppeldecker-Luftkampfsimulation Spad XIII.

Adventures konnten nur in Verbindung mit einem Softwarepaket namens Adventure International Package betrieben werden, das einige von allen Adventures verwendete Programmroutinen enthielt. Es war sowohl in einer Kassetten- als auch einer Diskettenversion erhältlich und kostete 49,95 US$, während für das eigentliche Spiel weitere 29,95 US$ bezahlt werden mussten.[119][160] In diesem Zusammenhang wären insbesondere die von Spieleentwickler Scott Adams kreierten Titel wie Ghost Town, Mystery Fun House, Pyramid of Doom, Return to Pirate's Isle, Strange Odyssey, Mission Impossible und Voodoo Castle zu nennen, die jeweils auf einer Kassette bzw. Diskette Platz fanden. Das grafisch aufwändige Rollenspiel-Adventure Tunnels of Doom war dagegen so umfangreich, dass es für knapp 60 US$ auf gleich zwei Datenträgern geliefert werden musste.[119][161]

Lernprogramme[Bearbeiten]

Zu den beliebtesten Lernprogrammen für den TI-99/4A gehörte die kommerziell erfolgreiche Miliken Home Math Series mit Titeln, die sich etwa der Vermittlung der Grundrechenarten, der Prozentrechnung oder den Dezimalbrüchen widmeten. Dazu sind Steckmodule wie Addition, Decimals, Division, Fractions, Integers, Multiplication, Percents oder Subtraction zu rechnen.[162] Auch Addison Wesley setzte auf Lernsoftware zum Thema Mathematik und brachte die Steckmodule der Computer Math Games-Serie heraus.[163] Das Minnesota Educational Computing Consortium (MECC) entwickelte Lernprogramme für verschiedene Disziplinen und wartete mit Titeln wie Astronomy, Elementary Economics, Social Science, Science Facts, Exploring, Elementary Math and Science, Math Practice, Metric and Counting, Teacher’s Tool Box, Natural Science oder Word Beginnings auf.[164] Die Control Data Corporation (CDC) brachte für Highschool-Absolventen aller Altersstufen und Fachrichtungen die Plato Courseware-Serie heraus, für die man allerdings eine 32-KB-Speichererweiterung und ein Diskettenlaufwerk benötigt.[165] Der auf Grundschüler spezialisierte Verlag Scott Foresman veröffentlichte Lernprogramme mit künstlicher Sprachausgabe, die vor allem auf eine Verbesserung der Lesekompetenz abzielten. Dazu zählen Titel wie Division I, Reading Flight, Reading Roundup, Reading Fun, Reading On und Reading Rally.[166]

TI selbst konzentrierte sich auf die Rechtschreibung und brachte eine sechs Teile umfassende Serie mit dem Titel Scholastic Spelling, ein damals futuristisch wirkendes Programm für künstliche Sprachausgabe namens Text-to-Speech und ein Übungsprogramm namens Touch Typing Tutor für das Erlernen des Zehnfingersystems heraus.[167] Eine Mischung aus Videospiel und humanmedizinischem Lernprogramm stellt der grafisch aufwändige, mit ungewöhnlichem Gameplay aufwartende Titel Microsurgeon dar. Mit der Veröffentlichung solcher Titel verfolgte der Konzern nicht zuletzt die Absicht, dem TI-99/4A das Image eines Bildungsmediums zu verschaffen.

Anwendungsprogramme[Bearbeiten]

Für den TI-99/4A wurden einige Anwendungsprogramme aufgelegt, von denen viele aufgrund des begrenzten Arbeitsspeichers jedoch nur mit einer 32-KB-RAM-Speichererweiterung und einem Diskettenlaufwerk betrieben werden können. Das gilt für Dateiverwaltungsprogramme wie Personal Report Generator und Personal Tax Plan ebenso wie für das Textverarbeitungsprogramm TI Writer, das Tabellenkalkulationsprogramm Multiplan von Microsoft sowie den Maschinensprachemonitor Editor/Assembler.[15][168] Aufgrund der Beschränkung auf 40 × 24 Zeichen im Textmodus konnte sich der TI-99/4A als Arbeitsplatzrechner aber nicht durchsetzen.

Zu den beliebtesten Steckmodulen zählte die Speichererweiterung Mini Memory, die zusätzlich Hilfsprogramme wie etwa einen einfachen Maschinensprachemonitor enthält und für rund 100 US$ erhältlich war.[169] Mini Memory stattet den Rechner mit 14 KB Zusatz-ROM aus, von denen 6 KB auf das GROM und 4 KB auf das einfache ROM entfallen. Darüber hinaus ist es mit batteriegepufferten 4 KB Zusatz-RAM bestückt.[170] Kürzere BASIC- und Maschinenprogramme können so direkt auf dem Modul abgespeichert werden, ohne dass zusätzlich in weitere kostspielige Hardware wie etwa Diskettenlaufwerke investiert werden müsste. Bei Einschieben des Moduls können die gewünschten Daten dann erneut aufgerufen werden.[169] Alternativ können aber auch zusätzliche TI-BASIC-Unterprogramme sowie ein Fehlersuchprogramm gestartet werden.[170]

Ebenfalls große Popularität genoss das rund 25 US$ teure Steckmodul Terminal Emulator II, das zwecks Datenaustausches etwa über aktuelle Börsenkurse oder Flugpläne eine Vernetzung des Rechners über einen Akustikkoppler ermöglicht. Darüber hinaus erweitert es die Einsatzmöglichkeiten des weit verbreiteten Sprachmoduls um zusätzliche Funktionen.[171]

Programmiersprachen[Bearbeiten]

Usern des TI-99/4A ohne Kenntnisse in Maschinen- oder Assemblersprache standen neben TI BASIC höhere Programmiersprachen wie TI Extended BASIC, Forth, Logo, PILOT sowie UCSD-Pascal zur Verfügung.[172][173][174]

TI Extended BASIC[Bearbeiten]

Hauptartikel: TI Extended BASIC

Schon kurz nach Markteinführung des TI-99/4A erkannte man bei TI die Langsamkeit des nativen TI BASIC als Problem. Noch im Sommer 1981 wurde daher die zu einem Preis von 99,95 US$ erhältliche BASIC-Erweiterung TI Extended BASIC herausgebracht.[119] In Deutschland war sie erst ab 1984 erhältlich und wurde in Lizenz von der Firma Mechatronic in Sindelfingen vertrieben.[175]

Das weitgehend abwärtskompatible TI Extended BASIC wartet mit einer Reihe zusätzlicher Fähigkeiten und einem deutlich erweiterten Befehlssatz auf, der gegenüber der Basisversion um 35 Befehle, Anweisungen, Funktionen, Subroutinen und logische Operatoren vergrößert wurde.[176] So besitzt es eine Autoboot-Funktion, gestattet die Verwendung von Unterprogrammen in Maschinensprache und die Darstellung von bis zu 28 Sprites.[177] Strings können bis zu 154 Zeichen enthalten, Variablen bis zu 15 Zeichen lang sein.[178] Darüber hinaus erlaubt das TI Extended BASIC eine recht komfortable Fehlerbehandlung, erhöht die Zahl der für Arrays zur Verfügung stehenden Dimensionen von drei auf sieben und stellt sogar Befehle für Kopierschutzmaßnahmen zur Verfügung. Außerdem können mehrerer Befehle speichersparend in einer einzigen Programmzeile eingegeben werden.[179] Der Großteil des TI Extended BASIC ist nicht mehr ausschließlich im GPL-Code, sondern in Maschinensprache geschrieben, wodurch sich die Ausführung von Programmen merklich beschleunigt.[176] Die Geschwindigkeitszunahme liegt ungefähr beim Doppelten des nativen TI-BASIC-Interpreters.[180]

Mit 32 KB ROM ist das TI Extended BASIC ausgesprochen umfangreich und programmierfreundlich, belegt allerdings zusätzlich weitere 2 KB des Arbeitsspeichers.[178] Damit stehen für Grafik- und Programmspeicher nur noch 14 KB zur Verfügung, was zu einer spürbaren Einschränkung der Programmiermöglichkeiten führt, etwa hinsichtlich des Einsatzes hochauflösender Grafiken. Für den Betrieb war eine Speichererweiterung aber dennoch nicht zwingend erforderlich, sofern man mit diesen Einschränkungen leben konnte und auf speichersparende Programmiertechniken achtete.

TI FORTH[Bearbeiten]

TI FORTH ist ein von TI entwickelter Dialekt der gleichnamigen assemblernahen und daher schnellen Programmiersprache und stellt eine eigene diskettenbasierte Entwicklungsumgebung mit 64 Zeichen pro Zeile, hochauflösender Bitmapgrafik und Interruptroutinen zur Verfügung. TI FORTH benötigt neben einer 32-KB-RAM-Speichererweiterung zusätzlich das Editor/Assembler-Steckmodul.[181] Eine weitere Forth-Version wurde von Wycove Systems entwickelt.[182]

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TI LOGO sowie die Fortsetzung TI LOGO II, die mit einem erweiterten Befehlssatz, Druckerfunktionen und zusätzlichen Grafikfähigkeiten aufwartet, sind ebenfalls von TI fabrizierte Dialekte der gleichnamigen Programmiersprache.[183] Sie dienen der Vermittlung von mathematischen, logischen und kommunikativen Fähigkeiten an Kinder sowie deren Übung im Umgang mit Computern. Zum Betrieb mit Kompaktkassette, Diskette oder Steckmodul ist eine 32-KB-RAM-Speichererweiterung notwendig.[184] Eine stark vereinfachte Schnupperversion mit begrenzten Programmiermöglichkeiten namens Early Learning LOGO Fun konnte auch ohne Speicherausbau betrieben werden.[185]

TI PILOT[Bearbeiten]

Auch TI PILOT ist ein von TI realisierter Ableger der gleichnamigen Programmiersprache und ermöglicht die Entwicklung von Übungen, Tests und interaktiven Lernprogrammen für computergestütztes Lernen. Diese Programmiersprache kann nur mit 32-KB-RAM-Speichererweiterung, Diskettenlaufwerk und P-Code-Interpreterkarte betrieben werden.[184]

UCSD-Pascal[Bearbeiten]

Magazine[Bearbeiten]

Englischsprachige Welt[Bearbeiten]

Das 99’er-Magazin war die bedeutendste Zeitschrift für den TI-99/4A und erschien ab Mai 1981 zunächst alle zwei Wochen, ab November 1982 dann einmal pro Monat unter dem vollen Titel 99’er Home Computer Magazine bei Compute! Publications.[186] Die auf eine breite Leserschaft abzielende Zeitschrift besaß eine farbige Titelseite und versorgte ihre Leser u. a. mit Testberichten, Artikeln, Programmausdrucken und Interviews.[187] Inhaltliche Schwerpunkte bildeten daneben die Programmiersprachen TI LOGO und TI PILOT. Für Auflockerung sorgten eingestreute Kreuzworträtsel und Cartoons. Bereits im November 1983, also kurz nachdem offiziell die Einstellung der Produktion des TI-99/4A bekanntgegeben worden war, wurde auch das 99’er-Magazin vom Markt genommen.[188]

Das Magazin MICROpendium, zunächst bis Mai 1984 unter dem Titel Home Computer Compendium (HCC) veröffentlicht, erschien monatlich von Februar 1984 bis Juni 1999 in Round Rock (Texas). Damit füllte es die Lücke aus, die vom 99’er-Magazin hinterlassen worden war. Für einen Preis von 1,50 US$ bot es auf den Rechner bezogene Neuigkeiten, Testberichte, Bauanleitungen, Programmlistings und vieles mehr. Das Magazin besaß ein schlichtes Schwarzweiß-Layout, um die Herstellungskosten gering zu halten, und die Redakteure legten großen Wert auf neutrale Berichterstattung.[189] Nach über 15 Jahren musste das MICROpendium. wegen zu geringer Verkaufszahlen eingestellt werden.[190]

Deutschsprachiger Raum[Bearbeiten]

Ab Anfang 1984 erschien zunächst im TI-Aktuell-Verlag in Lohhof, später dann bei der München-Aktuell-Verlags-GmbH die Zeitschrift TI-Revue: Das Magazin für TI PC & TI-99/4A.[191] Auch dieses in unregelmäßigen Abständen ungefähr alle zwei Monate veröffentlichte Magazin enthielt u. a. Programmlistings, Testberichte, Kaufberatungshinweisen, Reparaturanleitungen und Kleinanzeigen. Die 1987 eingestellte TI-Revue erschien in mehreren Sonderausgaben, die vornehmlich Spiele, Anwendungen und Hilfsprogramme enthielten. Anfänglich war die TI-Revue für einen Preis von 4,80 DM zu haben, der Kaufpreis erhöhte sich aber sukzessive auf 5,50 DM. Außerdem gab der Fachverlag Reinhold Hasse aus Bendorf das TI-Fachmagazin heraus, das sich neben dem TI-99/4A auch dem programmierbaren Taschenrechner TI-59 widmete.[187]

Von 1983 bis 1987 erschien überdies im Wiener Fiedler-Verlag das TI-99-Journal. Die Zeitschrift enthielt Testberichte, Bastelanleitungen, Programmiertipps, Hilfsprogramme usw. Es wurden mehrere Sonderhefte mit Programmlistings in TI Extended BASIC und Maschinensprache veröffentlicht. Das TI-99-Journal konnte mit einer mehrfarbigen Titelseite aufwarten und enthielt auch Artikel über andere Produkte von TI. Es erschien monatsweise und kostete 11 DM.[192]

Emulation[Bearbeiten]

Startbildschirm des Emulators V9t9

Im Laufe der Zeit sind auf unterschiedlichen Plattformen zahlreiche Emulatoren des TI-99/4A erschienen. In den 1990er Jahren waren sie auf dem IBM PC oder dem Commodore Amiga, aber auch auf anderen kommerziell erfolgreichen Rechnern populär. Da diese Trägersysteme mittlerweile technisch veraltet sind, wurden in den letzten Jahren neue Versionen für modernere Rechner entwickelt.

Der Emulator PC99 bzw. PC99A wurde von Greg Hill, Mark van Coppenolle und Mike Wright bei CaDD Electronics für IBM-PC-Kompatible entwickelt. Sowohl die Standardversion PC99 als auch die beschleunigte Version PC99A laufen unter den Betriebssystemen PC DOS 5.0 (oder höher), Windows 95 und Windows 98.[193] Empfohlen wird die Verwendung mindestens eines Intel 80486 mit 66 MHz Taktfrequenz. Überdies können Rechner verwendet werden, die mit CPUs der Typen Pentium II, III, and IV oder AMD K6-III ausgestattet sind. Zu den weiteren Systemvoraussetzungen gehören eine VGA-Videokarte, ein freier Festplattenspeicher von mindestens 10 MB und ein 3½-Zoll-Diskettenlaufwerk.[194]

Der Emulator V9t9 wurde von Edward Swartz im Java-Code programmiert und ist als Freeware im Internet herunterladbar. Zum Leistungsumfang gehören u. a. UCSD-Pascal, der P-Code-Interpreter und eine Emulation des TI-Matrixdruckers. V9t9 läuft unter den Betriebssystemen MS-Windows, OS X oder Linux.[195] Der Win994a-TI-99/4A-Simulator stammt von Cory Burr und ist ebenfalls als Freeware erhältlich. Er arbeitet auf modernen PCs unter MS-Windows.[196] Das Emulatorsystem MESS schließlich unterstützt sowohl den TI-99/4 als auch den TI-99/4A inklusive Sprachmodul und Erweiterungskarten, für deren Nachahmung man allerdings die entsprechenden ROM-Inhalte benötigt.

Rezeption[Bearbeiten]

Zeitgenössisch[Bearbeiten]

Tim Hartnell lobt im November 1981 in einer für die britische Computerzeitung Your Computer verfassten Rezension die Farb- und Klangfähigkeiten, die Benutzerfreundlichkeit sowie die Vielfalt der für den TI-99/4A verfügbaren Peripheriegeräte. Bemängelt wird indessen das nur über einen begrenzten Befehlsvorrat verfügende TI BASIC sowie die niedrige Arbeitsgeschwindigkeit, die den Rechner mit dem einheimischen Billigmodell ZX81 vergleichbar mache.[197]

Birgit Schuckmann hebt in einem für das Computermagazin Chip im September 1983 veröffentlichten Vergleichstest aller damals gängigen Heimcomputermodelle die Schreibmaschinentastatur sowie das im Lieferumfang enthaltene Sprachmodul hervor, das den TI-99/4A zur künstlichen Sprachausgabe befähige.[198] Gilbert Obermair betont im gleichen Jahr herausgegebenen Technikratgeber Heimcomputer Report ’84. der „kompakte, schlanke TI-99/4A“ sei „besonders ausbaufähig, leistungsstark und vielseitig.“[110] So lasse sich „das handliche Grundgerät“ problemlos „durch zahlreiche Peripheriegeräte“ erweitern.[110] Auch der Modulschacht wird als „bedienungsfreundlich“ gelobt, wenngleich seine Platzierung dazu führe, dass der Anwender nur noch über eine „Schreibmaschinentastatur im Miniformat“ verfüge.[110] Hans-Joachim Sacht lobt in seinem Technikratgeber Tischcomputer für Heim + Beruf aus dem Jahr 1984 neben der Erweiterbarkeit des TI-99/4A ebenfalls die Handhabung der Steckmodule als „kinderleicht“.[101]

Im Computer Jahrbuch ’85 aus dem Jahr 1984 wird der für die Autoren Dietmar Eirich und Peter Herzberg überraschend eingestellte Rechner als „einer der besten Heimcomputer“ beschrieben, die „es bislang auf dem Markt gab.“[199] Eirich spricht in seinem Ratgeber Alles über Computer überdies von einem „erstklassigen Heimcomputer“.[61] Zusammen mit seiner Ehefrau Sabine ist Eirich nicht zuletzt für das wohl prägnanteste zeitgenössische Urteil aus dem deutschprachigen Raum verantwortlich, das in Anspielung auf einen 1961 in Konkurs gegangenen Bremer Automobilhersteller über den Rechner gefällt wurde:

„Der TI-99/4A gehörte zu den komfortabelsten und bedienungsfreundlichsten Heimcomputern, die jemals auf den Markt gebracht wurden. Der Borgward der Computer-Industrie.“

Dietmar Eirich u. Sabine Quinten-Eirich[200]

Retrospektiv[Bearbeiten]

TI-99/4A im Musée Bolo der ETH Lausanne

In fast allen technikgeschichtlichen Überblicksdarstellungen wird der TI-99/4A als bedeutsamer Heimcomputer erwähnt und in vielen Technikmuseen ausgestellt. Vor allem in den Vereinigten Staaten, aber auch in Deutschland besteht eine aktive Retrocomputing-Szene, die sich für die Bewahrung gut erhaltener Exemplare sowie weiterer mit dem Rechner verbundener Produkte einsetzt. Darüber hinaus ist der TI-99/4A auch auf vielen Webseiten vertreten, die sich mit der Geschichte der Heimcomputer beschäftigen. Damit hat der Rechner seinen festen Platz im kollektiven Gedächtnis, obwohl er nicht die gleiche hohe Wertschätzung erfährt wie etwa der C64, Apple II, ZX Spectrum oder die Atari-Heimcomputer.

Typisch für die technikgeschichtliche Einordnung des Rechners aus heutiger Sicht sind drei Aspekte. Erstens gilt der TI-99/4A als technologisch fortschrittlich, ja sogar seiner Zeit voraus, was vornehmlich auf die um 1981 im Heimcomputersegment noch nicht übliche Verwendung von 16-Bit-Hauptprozessoren sowie die „für damalige Verhältnisse ausgezeichnete[n] Grafikeigenschaften“ zurückgeführt wird.[9][39] Zweitens erfährt der Rechner aufgrund der Eigentümlichkeiten seiner Rechnerarchitektur häufig eine Einschätzung als Exot bzw. evolutionärer „Außenseiter“[48], dessen Entwicklung in einer Sackgasse geendet habe.[201] Drittens gilt der TI-99/4A trotz seines insgesamt respektablen Verkaufserfolge als letztlich gescheitert und ist sogar als das „vielleicht glückloseste System auf dem Heimcomputermarkt“ bezeichnet worden.[202] Mit dieser Feststellung einher geht eine intensive Forschung nach den Ursachen für dieses Marktversagen.

Ursachen für das Marktversagen[Bearbeiten]

Designfehler[Bearbeiten]

Da das native TI BASIC nicht in Maschinensprache, sondern der prozessornahen Zwischensprache GPL programmiert ist, müssen TI-BASIC-Programme vor der Ausführung mit hohem Zeitaufwand sowohl vom BASIC- als auch vom GPL-Interpreter verarbeitet werden.[203] Bei den von vielen Computerzeitschriften damals üblicherweise in BASIC ausgeführten Benchmarktests schnitt der TI-99/4A trotz seiner schnellen 16-Bit-CPU entsprechend schlecht ab.[204] Überdies war der Hauptprozessor TMS9900 zwar hochmodern, aber anspruchsvoll in der Programmierung und weit weniger verbreitet als die 8-Bit-CPUs von Herstellern wie Zilog, MOS Technology oder Intel. Es gab daher wenig Anreize, Maschinenprogramme für den TMS9900 zu schreiben, sodass die Hauptstärke des TI-99/4A bei der Softwareentwicklung weitgehend ungenutzt blieb.[21][205]

Auch die Speicherorganisation des TI-99/4A birgt ihre Nachteile. So dienen die ab Werk eingebauten 16 KB Arbeitsspeicher gleichzeitig als Grafik- und Programmspeicher. Im hochauflösenden und damit speicherintensiven Graphics-II-Modus etwa stehen dann nur noch 4 KB für den Programmspeicher zur Verfügung. Umfangreichere TI-BASIC-Programme lassen sich nur im speichersparenden, dafür aber relativ leistungsschwachen Graphics-I-Modus realisieren, der lediglich knapp 3 KB als Grafikspeicher benötigt. Programme in Maschinensprache sind ohnehin nur bei Verwendung einer recht kostspieligen Speichererweiterung möglich.[21]

Das ungewöhnliche Tastatur-Layout stellt ein weiteres Problem dar, denn es gestattet kein Tippen mit dem Zehnfingersystem, weshalb sich der TI-99/4A nicht als Bürocomputer etablieren konnte.[29] Man versäumte überdies, die Konsole mit einer elektrischen Sicherung auszustatten, und ging so das Risiko von Stromschlägen ein.[202] Obendrein ist der Joystickanschluss nicht Atari-kompatibel und entsprach damit nicht dem damaligen De-facto-Standard. Umsteiger von anderen Systemen mussten also neue Joysticks erwerben, was die Attraktivität des Rechners verringerte.

Marketingfehler[Bearbeiten]

Vertriebsleiter William J. Turner und die Konzernspitze versteiften sich auf eine Marketingstrategie, die fast ausschließlich auf Preisreduktionen beruhte.[206] Dagegen versäumte man, potenziellen Käufern (etwa durch geeignete Werbemaßnahmen) die technischen Vorzüge zu erklären, die der Rechner gegenüber anderen Heimcomputern zweifelsohne besaß und die zur Rechtfertigung eines höheren Kaufpreises hätten beitragen können.[207] Das betrifft insbesondere den 16-Bit-Hauptprozessor und seine Stärken gegenüber 8-Bit-Mikroprozessoren.[30] Außerdem war TI für relativ hohe Produktionskosten bekannt. Der TMS9900 beispielsweise war in der Herstellung mit 20 US$ etwa fünfmal so teuer wie eine herkömmliche 8-Bit-CPU.[21][48] Trotzdem ließ TI sich auf einen riskanten Preiskrieg mit dem von Jack Tramiel geführten Billiganbieter Commodore ein und musste dabei eine bittere Niederlage einstecken.[208][209][210][211] Gegen Ende der Marktpräsenz des TI-99/4A machten die Texaner pro verkauftem Rechner einen Verlust von nicht weniger als 50 US$.[29][202]

Die Firmenleitung glaubte auch, alle Programmwünsche der Kunden im Alleingang erfüllen zu können, und investierte jährlich rund 20 Millionen US$ in die Softwareentwicklung.[212] Auf die Lizenzierung und Portierung bereits bewährter Software wie Microsoft BASIC,VisiCalc, WordStar und vieler Spiele verzichtete man dagegen.[29] Nach Markteinführung bot TI überdies monatelang keinerlei externen Speichergeräte für den TI-99/4A an, nicht einmal einen Programmrekorder.[202] Stattdessen setzte man zunächst fast ausschließlich auf die relativ teuren Steckmodule.[48] Die von TI ab 1982 auf den Markt gebrachten Peripheriegeräte waren zudem überteuert und Drittanbieter gab es aufgrund der geschlossenen Architektur kaum.[29]

Unternehmenskultur[Bearbeiten]

TI-Hauptsitz in Dallas (Texas)
Lubbock (Texas), Sitz der Abteilung für Unterhaltungselektronik

TI wollte über die Softwareentwicklung die alleinige Kontrolle behalten, da man sich von einem solchen Vorgehen versprach, die Gewinne mit niemandem teilen zu müssen.[21] Die Konzernspitze betrieb daher gegen den ausdrücklichen Rat von Chefentwickler Don Bynum eine geschäftsschädigende Heimlichtuerei und verzichtete auf eine Dokumentation des ROM- bzw. GROM-Listings, weshalb es kaum Fremdanbieter für Software gab.[29][30][39][202][213][214] Wem es gelang, auch ohne Systemdokumentation Programme für den TI-99/4A zu entwickeln, wurde sogar mit rechtlichen Schritten gedroht.[202][212] Das schreckte die kreative Hackerszene und fähige Hobbyprogrammierer vor einer Beschäftigung mit dem Rechner ab.[215] Zwar wurde das Konzept einer geschlossenen Architektur im Sommer 1981 verworfen, nach Einsetzen des Preiskriegs mit Commodore im September 1982 wurde Fremdanbietern aber erneut mit rechtlichen Konsequenzen gedroht, sofern sie keine Softwarelizenzen von TI erwarben.[30] Das Softwareangebot blieb daher vergleichsweise klein, was die Attraktivität des Rechners verringerte. Erst 1985 erschien mit Heiner Martins Monografie Das Betriebssystem des TI-99/4A intern in einem deutschen Verlag ein vollständiges ROM- bzw. GROM-Listing.

Die damalige Firmenphilosophie verbat obendrein die Verwendung von Bausteinen von Fremdherstellern. So hielt man stur am eigenen TMS9900 fest, obwohl der Trend klar in die Richtung von 8-Bit-Architekturen ging und man auf die Entwicklung einer eigenen 8-Bit-CPU bewusst verzichtet hatte.[7][72] Anstatt von vorab definierten Leistungsmerkmalen auszugehen und dafür die richtigen Systemkomponenten auszuwählen, wurde ein Rechner für den TMS9900 entworfen.[72][216] Überdies glaubte die Firmenleitung, auf das Abwerben erfahrener Computertechniker verzichten zu können. Dieser Aspekt der damaligen Unternehmenskultur spiegelt sich in der Tatsache wider, dass man im Jahr 1977 das Hauptquartier der Abteilung für Unterhaltungselektronik von der Millionenstadt Dallas ins verschlafene texanische Provinzstädtchen Lubbock verlegte, das für etablierte Computerexperten aus dem kalifornischen Silicon Valley extrem unattraktiv war.[10][17]

Sonstige Ursachen[Bearbeiten]

Das unter Jugendlichen damals übliche Tauschen von gecrackten und raubkopierten Spielen wurde durch die vorherrschende Verwendung von Steckmodulen zwar erfolgreich verhindert, führte aber vermutlich auch zu einem deutlichen Rückgang der Attraktivität des TI-99/4A gerade in dieser entscheidenden Käuferschicht. Aufgrund ihrer begrenzten finanziellen Mittel griffen viele Jugendliche lieber auf ähnlich leistungsfähige Konkurrenzprodukte wie den C64, die Atari-Heimcomputer oder den ZX Spectrum zurück, deren ohnehin umfangreichere Software vorwiegend auf Kassetten und Disketten vorlag, wodurch ein Austauschen von Raubkopien viel leichter möglich war.

Trivia[Bearbeiten]

Anhand der Seriennummern lässt sich feststellen, in welchen TI-Zweigwerken Rechner, Peripheriegeräte, Speichermedien und Zubehör genau hergestellt wurden. Das Kürzel ATA steht dabei für die Produktionsstätte in Abilene, ATD für Austin, ATL für Lubbock, ACH für Almelo und RCI für Rieti.[217]

Im Bereich vor dem Modulschacht befindet sich eine freie Kunststofffläche, unter der sich der Leistungsregler befindet. Bei Dauerbetrieb neigt dieser zu recht hohen Temperaturen, weshalb dieser Teil des Gehäuses oft scherzhaft als „Kaffeetassenwärmer“ bezeichnet wurde.

Anhang[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gordon Laing: Digital Retro. The Evolution and Design of the Personal Computer. Cambridge: Ilex-Press (2004), S. 42.
  2. a b c d e f g TI 99/4 Home Computer introduced. www.ti.com, abgerufen am 18. Februar 2014 (engl.).
  3. a b c Ronald G. Albright: The Orphan Chronicles. San Dimas: Millers Graphics (1985), S. 7.
  4. a b Sascha Hoogen: Texas Instruments TI-99/4. 8-Bit-Nirvana, abgerufen am 13. Februar 2014 (deut.).
  5. a b Roy A. Allan: A History of the Personal Computer. The People and the Technology. London, Ontario: Allan-Publishing (2001), S. 11/27.
  6. a b c Scott Maze: „TI retires from home-computer market“, In: InfoWorld. Vol. 5., No. 47 (1983), S. 22.
  7. a b c d e f Joseph Nocera: „Death of a computer. How Texas Instruments botched the TI-99/4A“, In: InfoWorld. Vol. 6., No. 23 (1984), S. 59.
  8. a b TI-Werbebroschüre: „Aufforderung an alle, die Programme schreiben“ (1981), unpag.
  9. a b c d Walter Greulich (Red.): Der Brockhaus: Computer und Informationstechnologie. Mannheim/Leipzig: F.A. Brockhaus (2003), S. 892.
  10. a b c d e Ronald G. Albright: The Orphan Chronicles. San Dimas: Millers Graphics (1985), S. 5.
  11. Anonymus: „Byte News“, In: Byte. Vol. 4, No. 11 (1979), S. 81.
  12. a b C. Regena [d.i. Cheryl R. Whitelaw]: Programmer’s Reference Guide to the TI-99/4A. Greensboro: Compute!-Publications (1983), S. 3.
  13. Roy A. Allan: A History of the Personal Computer. The People and the Technology. London, Ontario: Allan-Publishing (2001), S. 4/19.
  14. Brian Bagnall: Commodore. A Company on the Edge. Winnipeg: Variant-Press (2010), S. 193.
  15. a b c d e f g h i j k l m n o p TI-Werbeanzeige: „TI-99/4A: der Heimcomputer, der eine Menge kann“, In: Computer Persönlich. Jg. 2, Nr. 15 (1983), unpag.
  16. Randy Holcomb: The Innermost Secrets Of The TI-99/4A. Titusville: Patch Publishing (1984), S. III.
  17. a b Joseph Nocera: „Death of a computer. How Texas Instruments botched the TI-99/4A“, In: InfoWorld. Vol. 6., No. 23 (1984), S. 60.
  18. Brian Bagnall: Commodore. A Company on the Edge. Winnipeg: Variant-Press (2010), S. 249.
  19. Fred Gay: „The TI-99/4A“, In: Creative Computing. Vol. 9, No. 5 (1983), S. 33.
  20. Dave Beuscher: Texas Instruments TI-99/4. www.allgame.com, abgerufen am 13. Februar 2014 (engl.).
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  205. Henry Melton: „A Map of the TMS9900 Instruction Space“, In: Byte. Vol. 4, No. 3 (1979), S. 14.
  206. Ronald G. Albright: The Orphan Chronicles. San Dimas: Millers Graphics (1985), S. 11.
  207. Joseph Nocera: „Death of a computer. How Texas Instruments botched the TI-99/4A“, In: InfoWorld. Vol. 6., No. 23 (1984), S. 63.
  208. Gordon Laing: Digital Retro. The Evolution and Design of the Personal Computer. Cambridge: Ilex-Press (2004), S. 45.
  209. Dietmar Eirich u. Peter Herzberg: Computer Jahrbuch ’86. München: Heyne (1985), S. 25f.
  210. Christa-Maria Sopart: Wörterbuch zum Home-Computer. München: Knaur (1984), S. 176.
  211. Ronald G. Albright: The Orphan Chronicles. San Dimas: Millers Graphics (1985), S. 1.
  212. a b Ronald G. Albright: The Orphan Chronicles. San Dimas: Millers Graphics (1985), S. 10.
  213. Ronald G. Albright: The Orphan Chronicles. San Dimas: Millers Graphics (1985), S. 9.
  214. Heiner Martin: Das Betriebssystem des TI-99/4A intern. Baden-Baden: Verlag für Technik und Handwerk (1985), S. 6.
  215. Jerry Pournelle: „Computers for Humanity“, In: Byte. Vol. 7, No. 7 (1982), S. 396.
  216. Joseph Nocera: „Death of a computer. How Texas Instruments botched the TI-99/4A“, In: InfoWorld. Vol. 6., No. 23 (1984), S. 59f.
  217. Stephen Shaw: Texas Instruments - TI-99/4A. Centre For Computing History (Cambridge), abgerufen am 28. Dezember 2014 (engl.).

Ausgewählte Monografien[Bearbeiten]

Englisch[Bearbeiten]

  • Ronald G. Albright: The Orphan Chronicles. San Dimas: Millers Graphics 1985, ISBN 0-931831-01-6.
  • Raymond J. Herold: Compute!’s Guide to TI-99/4A Sound and Graphics. Greensboro: Compute!-Publications 1984, ISBN 0-942386-46-9.
  • Gary Phillips u. David Reese (Hrsg.): The Texas Instruments User’s Encyclopedia. Los Angeles: The Book Company 1984, ISBN 0-912003-15-4.
  • C. Regena [d.i. Cheryl R. Whitelaw]: Programmer’s Reference Guide to the TI-99/4A. Greensboro: Compute!-Publications 1983, ISBN 0-942386-12-4.
  • William B. Sanders: The Elementary TI-99/4A. Chatsworth: Datamost 1983, ISBN 0-88190-247-0.
  • Brian Starfire: The Best Texas Instruments Software. New York: Beekman House 1984, ISBN 0-517-42476-2.
  • Brian Starfire: The User’s Guide To Texas Instruments TI-99/4A Computer, Software & Peripherals. New York: Beekman House 1983, ISBN 0-517-41450-3.

Deutsch[Bearbeiten]

  • Eugen Gehrer: Musik mit dem TI-99/4A: Klangerzeugung und Syntheseprogramme. Braunschweig: Vieweg 1984, ISBN 3-528-04277-X.
  • Heiner Martin: Das Betriebssystem des TI-99/4A intern. Baden-Baden: Verlag für Technik und Handwerk 1985, ISBN 3-88180-008-5.
  • Alma u. Johann Peschetz: 99 Special I: Programmierhandbuch für fortgeschrittene Benutzer der Texas Instruments Home Computer. Freising: TI Learning Center 1983, ISBN 3-88078-043-9.
  • Georg-Peter Raabe u. Klaus-Jürgen Schmidt: Spielen, lernen, arbeiten mit dem TI-99/4A. Düsseldorf: Sybex 1984, ISBN 3-88745-039-6.
  • Karl P. Schwinn: TI-99 Tips & Tricks: Eine Fundgrube für den die TI-99 Anwender. Düsseldorf: Data-Becker 1983, ISBN 3-89011-006-1.
  • Texas Instruments Deutschland GmbH (Hrsg.): TI-99/4A: Spielprogramme selbst erstellen (2 Teile). Freising: TI Learning Center 1984, ISBN 3-88078-047-1 bzw, ISBN 3-88078-048-X.
  • Texas Instruments Deutschland GmbH (Hrsg.): TI BASIC/Extended BASIC für Anfänger und Fortgeschrittene. Freising: TI Learning Center 1983, ISBN 3-88078-039-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Texas Instruments TI-99 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Allgemeine Informationen

Spiele-Enzyklopädien

Emulatoren

  • PC99/PC99A Emulator für IBM-PC-Kompatible
  • V9t9 Emulator für die Betriebssysteme MS-Windows, OS X und Linux
  • Win994a-TI-99-Simulator Emulator für das Betriebssystem MS-Windows
  • MESS Multi-System-Emulator mit Unterstützung für TI-99/4(A) für die Betriebssysteme MS-Windows, OS X und Linux
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