Thüngersheim
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Würzburg | |
| Höhe: | 169 m ü. NN | |
| Fläche: | 11,06 km² | |
| Einwohner: |
2615 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 236 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97291 | |
| Vorwahl: | 09364 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WÜ | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 79 194 | |
| Gemeindegliederung: | 1 Ortsteil | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Untere Hauptstraße 14 97291 Thüngersheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Markus Höfling (CSU/BB) | |
| Lage der Gemeinde Thüngersheim im Landkreis Würzburg | ||
Thüngersheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg. Sie liegt am Main und wird stark durch den Weinbau geprägt. Mit mehr als 200 Hektar Rebfläche ist sie eine der größten Weinbaugemeinden in Franken.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Geographische Lage[Bearbeiten]
Die Lage im Regenschatten von Rhön und Spessart führt zu Niederschlägen von 550 bis 600 mm pro Jahr. Damit ist das mittlere Maintal eines der niederschlagärmsten Gebiete Deutschlands. Südöstlich von Thüngersheim liegt das Naturschutzgebiet Höhfeldplatte.
Nachbargemeinden[Bearbeiten]
Thüngersheim grenzt im Norden an Retzbach, im Nordosten an Retzstadt, im Osten an Güntersleben, im Süden an Veitshöchheim im Nordwesten und Westen an Zellingen und Erlabrunn (mit dem Main als westliche Gemarkungsgrenze).
Geschichte[Bearbeiten]
- Entstehung des Ortes während der ersten fränkischen Siedlungsphase zwischen 530 und 700 n. Chr.
- 1098: Thüngersheim wird erstmals urkundlich erwähnt.
- 1154: Die ersten Rebstöcke werden angepflanzt.
- 1614: Fertigstellung der Pfarrkirche St. Michael
- 1803: Thüngersheim fällt mit dem Fürstbistum Würzburg an das Großherzogtum Ferdinands von Toskana.
- 1814: Das Großherzogtum Würzburg (in dem Thüngersheim damals liegt) fällt an Bayern.
- 1870: Bau eines Bahnhofes mit Stellwerk. Der Weintransport verlagert sich damit vom Main auf die Schiene.
- 1930: Gründung der Winzergenossenschaft Thüngersheim durch 55 Winzer
- 1933: Bau der Staustufe Erlabrunn
- 1945: Am 16. März wird der ausgelagerte Archivbestand der Gemeinde bei der Bombardierung Würzburgs zerstört.
- 1966: Die Mehrheit der Winzer beschließt die Durchführung der Flurbereinigung (220 ha Rebfläche in drei Abschnitten).
- 1998: "900 Jahre Thüngersheim"
Religion[Bearbeiten]
Konfessionen[Bearbeiten]
Thüngersheim ist eine überwiegend katholische Gemeinde (Pfarrkirche St. Michael). Seit 2003 besteht eine Pfarreigemeinschaft mit St. Maternus Güntersleben.
Kreuzbergwallfahrt[Bearbeiten]
Ein herausragendes religiöses Ereignis ist die Thüngersheimer Kreuzbergwallfahrt, die einmal im Jahr, um das Fest Kreuzerhöhung (14. September) stattfindet. Sie führt zum heiligen Berg der Franken, dem Kreuzberg in der Rhön. Vermutlich geht sie auf ein Gelöbnis aus der Zeit der Pest zurück und ist bereits im frühen 18. Jahrhundert nachgewiesen. Heute wird sie von der wiedergegründeten Kreuzbruderschaft durchgeführt.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
- 1939: 1753
- 1950: 2345
- 1961: 2270
- 1970: 2432
- 1987: 2453
- 1993: 2505
- 1994: 2567
- 1995: 2596
- 1996: 2615
1996: weiblich 1300, männlich 1315
Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder (ohne Ersten Bürgermeister). Davon gehören 4 den Freien Wählern 6 der CSU und 4 der SPD an.
Bürgermeister[Bearbeiten]
Seit März 2008 (Kommunalwahl Bayern) ist Markus Höfling (CSU/Bürgerblock BB) der amtierende Bürgermeister.
Wappen[Bearbeiten]
Das Wappen zeigt den Ortspatron St. Michael. Es wurde der Gemeinde von Julius Echter von Mespelbrunn im Jahre 1581 verliehen. Auf dem Brustpanzer ist das Wappen derer von Mespelbrunn zu sehen.
Partnergemeinden[Bearbeiten]
Eine Partnerschaft besteht mit Saint-Aignan-de-Grand-Lieu, einer französischen Gemeinde im Département Loire-Atlantique.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Bauwerke[Bearbeiten]
Sehenswert ist zum einen die Pfarrkirche St. Michael (siehe Literatur weiter unten). Zum anderen sind von den ehemals vier Torhäusern der Befestigungsanlage (Mauerring um den Altort) noch drei erhalten: das Würzburger Tor, das Retztstadter Tor und das Hirtentor.
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Thüngersheim
Bibliotheken[Bearbeiten]
Gemeindebibliothek im Alten Rathaus und Katholische Öffentliche Bücherei im Pfarrheim
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Thüngersheim ist Sitz der 1930 gegründeten Winzergenossenschaft Thüngersheim eG. Mit über 200 Hektar Rebfläche ist Thüngersheim eine der größten Weinbaugemeinden Frankens.
Verkehr[Bearbeiten]
Thüngersheim liegt an der Bundesstraße 27 und an der Bahnlinie Würzburg-Gemünden. Eine Mainlände dient als Schiffsanlegestelle für die Personenschifffahrt. Die Buslinie Würzburg-Karlstadt bzw. Würzburg-Retzstadt führt durch Thüngersheim
Gewerbebetriebe[Bearbeiten]
Landwirtschaftliche Betriebe 1998: 98 (davon 65 Betriebe unter 2 ha, 27 Betriebe 2 bis 20 ha und 2 Betriebe mehr als 30 ha) 18 Handwerksunternehmen mit 110 Beschäftigten (31. März 1995)
Bildung[Bearbeiten]
Einzige Schule ist die Grundschule (bis zur vierten Klasse). Die Teilhauptschule besteht seit dem Schuljahr 2004/2005 nicht mehr.
Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]
- Freibad
- Turnhalle
- Sportgelände (Fußball, Tennisplätze, Tennishalle, Handballplatz, Skaterplatz)
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Georg Sebastian Urlaub (* 1685 in Thüngersheim; † 1763 ebenda), Barockmaler
- Georg Anton Urlaub (* 1713 in Thüngersheim; † 1759), Barockmaler und Mitarbeiter von Giovanni Battista Tiepolo
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Valentin Hart: Main, Wein, Thüngersheim. 1933.
- Richard Glaab: Thüngersheim - Gegenwart und Vergangenheit einer mainfränkischen Winzergemeinde. Thüngersheim, Gde. (Hrsg.), 1982.
- Adam Oechsner: Die Mundart von Thüngersheim. Würzburg, Univ., Diss., 1920.
- August Zeyer: Schöa worsch - Der Thüngersheimer August Zeyer erzählt in Mundart und Prosa aus seinem Leben. Selbstverlag, Thüngersheim, 1989.
- St. Michael Thüngersheim, Schnell Kunstführer Nr. 1565. Schnell und Steiner, München, 1986.
- Christine Brandl: Vom Härwest bis Foosenocht
- Wolfgang Kümper: Georg Sebastian Urlaub. Ein mainfränkischer Barockmaler. (Mainfränkische Hefte 89, 108 Seiten, 42 Abbildungen). Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V., Würzburg, 1989. Inhaltsangabe (Zeitschrift für bayrische Landesgeschichte)
- Peter Rückert: Ravensburg und Falkenberg. Die Geschichte zweier Burgen in der Stauferzeit. Würzburg, Selbstverlag der Flurbereinigungsdirektion, 74 Seiten, 1992. Inhaltsangabe (Zeitschrift für bayrische Landesgeschichte)
- Wolfgang Brückner: Die Wallfahrt zum Kreuzberg in der Rhön. Echter, Würzburg, 1997. Ein Buch über die Würzburger Kreuzbergwallfahrt, enthält aber auch einige Seiten über die Thüngersheimer Wallfahrt.
- Gemeinde Thüngersheim (Hrsg.): Thüngersheim - Ein Winzerort in Mainfranken. Vorbereitende Untersuchungen zur Ortsanierung nach Baugesetzbuch, Bericht 1 (30. November 2000)
Weblinks[Bearbeiten]
- Thüngersheim: Wappengeschichte vom HdBG
- Thüngersheim: Amtliche Statistik des LStDV (PDF; 1,05 MB)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
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