Thüringer Bachwochen

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Die Thüringer Bachwochen sind ein auf Barockmusik spezialisiertes Fest zu Ehren Johann Sebastian Bachs und gelten als das größte Festival klassischer Musik in Thüringen.[1] Veranstaltungsorte sind landesweit sowohl moderne Konzertsäle als auch authentische Bachstätten. Die künstlerische Leitung hat seit 2004 der Erfurter Domorganist Silvius von Kessel inne.

Geschichte[Bearbeiten]

1992 wurden die Thüringer Bachwochen das erste Mal veranstaltet. Zwischenzeitlich musste das Festival aufgegeben werden. Im Jahr 2005 wurde es mit der Gründung des Vereins Thüringer Bachwochen e. V. neu gestartet und programmatisch neu ausgerichtet.[2] Seitdem entwickelte es sich zu einem bedeutenden Musikfest. Die Einbeziehung authentischer Bachstätten macht es über Thüringen hinaus einzigartig. 2011 wurde den Thüringer Bachwochen der Marketingpreis Leuchttürme der Tourismuswirtschaft[3], sowie im Jahr 2012 der Tourismuspreis des Thüringer Wirtschaftsministeriums[4] im Bereich Wettbewerb und Kooperation verliehen. 50 Prozent der 15.800 Besucher in diesem Jahr waren Touristen.

Mit der Konzertreihe Generation Bach soll auch jüngeres Publikum für klassische Musik begeistert werden. Dies erfolgte u. a. durch die Einbindung von Crossover-Konzerten an ungewöhnlichen Spielorten in das Festival (Goldberg-Variationen mit DJ und Gospelsängerin, Bach und Kino, Bach in Schulen, Tanztheater der Berliner Compagnie Nico and the Navigators zu Bach-Werken, Jazzkonzert Introducing JSB). Traditionell beginnt das Festival seit 2006 am Vorabend der offiziellen Eröffnung mit einer Langen Nacht der Hausmusik. Dabei luden 2011 über 60 Teilnehmer in 27 Thüringer Städten und Gemeinden zu 90 privaten Hauskonzerten ein.

Bei dem Musikfest traten u. a. Ton Koopman, Olivier Latry, die Cappella Amsterdam, das Amsterdam Baroque Orchestra & Choir, Martin Stadtfeld, Sol Gabetta, die Berliner Barock Solisten, das Collegium Vocale Gent unter der Leitung von Philippe Herreweghe, der Tölzer Knabenchor oder der Dresdner Kreuzchor auf.

Spielorte[Bearbeiten]

Die Veranstaltungsorte variieren von Jahr zu Jahr etwas. 2012 waren dies:

Statistiken[Bearbeiten]

Jahr Datum Thema[Anm 1] Spielorte Veranstaltungen Besucher[Anm 2] Staatl. Fördergelder[Anm 3] Quellen
2005 18.03. – 29.03. 7 28 6.000 [5]
2006 24.03. – 17.04. 9 33 7.500 [6]
2007 30.03. – 22.04. „300 Jahre Bach in Mühlhausen“ 7 28 8.300 [7]
2008 14.03. – 06.04. „300 Jahre Bach in Weimar“ 34 10.000 70.000 [8][9]
2009 03.04. – 26.04. 33 12.000 [10][11]
2010 26.03. – 18.04. „Bach und Thüringen“ 36 13.200 80.000 [12]
2011 15.04. – 08.05. „200. Geburtstag Franz Liszts“ 10 52 14.800 [13]
2012 30.03. – 22.04. „Reformation und Musik“ 13 51 15.800 170.000 [14][15]
2013 22.03. – 14.04. 12[Anm 4] 49 16.500 [16][17]
2014 11.04. - 04.05. "Vater und Sohn" 12 72[Anm 5] 23.000 [18][19]
  1. teilweise auch als „Schwerpunkt“ bezeichnet
  2. ungefähre Angaben
  3. in Euro
  4. mit insgesamt 24 Spielstätten
  5. inklusive 34 Veranstaltungen des integrierten Bachfestes der internationalen Bachgesellschaft in Weimar

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.thueringen-tourismus.de
  2. www.pinbuero.de
  3. www.osv-online.de
  4. Thüringer Tourismuspreis 2012
  5. www.miz.org
  6. www.unstrut-hainich-regional.de
  7. www.newsropa.de
  8. www.newsropa.de
  9. www.pressebox.de
  10. www.miz.org
  11. www.thueringen-netz.com
  12. www.miz.org
  13. www.mdr.de
  14. www.thueringen.de
  15. www.tlz.de
  16. Website der Thüringer Bachwochen, abgerufen am 30. November 2012.
  17. www.lifepr.de
  18. www.mdr.de
  19. www.thueringer-allgemeine.de