Thalmassing

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Thalmassing
Thalmassing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Thalmassing hervorgehoben
48.91472222222212.153055555556360Koordinaten: 48° 55′ N, 12° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Höhe: 360 m ü. NHN
Fläche: 37,11 km²
Einwohner: 3265 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93107
Vorwahl: 09453
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 205
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchweg 1
93107 Thalmassing
Webpräsenz: www.thalmassing.de
Bürgermeister: Alfons Kiendl (CSU)
Lage der Gemeinde Thalmassing im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Cham Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Eichstätt Landkreis Kelheim Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Schwandorf Straubing Landkreis Straubing-Bogen Regensburg Forstmühler Forst Kreuther Forst Brunn (Oberpfalz) Alteglofsheim Altenthann Aufhausen Bach an der Donau Barbing Beratzhausen Bernhardswald Bernhardswald Brennberg Brunn (Oberpfalz) Deuerling Donaustauf Duggendorf Hagelstadt Hemau Holzheim am Forst Kallmünz Köfering Laaber Lappersdorf Mintraching Mötzing Neutraubling Nittendorf Obertraubling Pentling Pettendorf Pfakofen Pfatter Pielenhofen Riekofen Regenstauf Schierling (Oberpfalz) Sinzing Sünching Tegernheim Thalmassing Wenzenbach Wiesent (Gemeinde) Wörth an der Donau Wolfsegg (Oberpfalz) ZeitlarnKarte
Über dieses Bild

Thalmassing ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Regensburg mit etwa 3400 Einwohnern.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Thalmassing liegt im südlichen Landkreis von Regensburg. Der Ort wird vom Bach Pfatter durchflossen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Thalmassing hat 17 amtlich benannte Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahl, Stand: 31. Dezember 2011)[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Pentling Obertraubling Köfering
Bad Abbach (KEH) Windrose klein.svg Alteglofsheim
Langquaid (KEH)

(nicht direkt angrenzend)

Schierling Hagelstadt


Geschichte[Bearbeiten]

Hauptstraße

Die Geschichte der Gemeinde reicht in ihren Anfängen zurück bis in die Zeit der Vor- und Frühgeschichte, wo nachweislich im Gebiet des jetzigen Baugebietes "Scherfeld" eine Siedlung bestanden hat. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich in der 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts. Der Ort trägt zu dieser Zeit den Namen Talamazzinga (Siedlung des Talamazzo). Er ist besitzrechtlich zunächst mit der Freisinger Domkirche und später mit dem Kloster Prüll eng verbunden. Der Hahn im Wappen der Gemeinde weist heute noch darauf hin. Über ein halbes Jahrtausend gehört der Ort zum alten Landgerichtsbezirk Haidau.
siehe auch Burgstall Luckenpaint

Am 1. Januar 1972 schlossen sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Thalmassing, Luckenpaint, Sanding (bis 1875 Obersanding), Weillohe und Wolkering freiwillig zu einer Gemeinde zusammen. Nach einer kurzen Mitgliedschaft in der Verwaltungsgemeinschaft Alteglofsheim erlangte Thalmassing am 1. Januar 1980 die volle kommunale Selbständigkeit zurück.

1995 feierte Thalmassing sein 1200-jähriges Bestehen.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2005 2007 2011
Einwohner 2.158 1.844 1.887 2.061 2.403 3.176 3.299 3.419 3.313

Stand: jeweils 31. Dezember, außer 1950: 13 September

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder (Stand: 2008).

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot ein durchgehender silberner Sparren, darunter ein silberner Hahn. Das Wappen wird seit 1976 geführt.

Der silberne Hahn, welcher als Attribut des heiligen Veit gilt, an das Kloster Prüll erinnert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Kirche St. Nikolaus
  • Schloss Haus (Neueglofsheim) (auch Schloss Neueglofsheim): Die von den Eglofsheimern erbaute ehemalige Höhenburg mit angrenzendem Schloss Neueglofsheim wurde 1314 erstmals erwähnt. Spätere Besitzer waren Albrecht Nothaft (1366), Wilhelm von Frauenberg (1388), ab 1400 die Nußberger, Bayernherzog Wilhelm (1431), Sigmund Walterhofer (1478), danach die Herren von Wallbrunn und ab 1630 bis zu seiner Auflösung war es im Besitz des Klosters Prüll. Danach war es Eigentum des Staates, der es wiederum an die Fürsten von Thurn und Taxis verkaufte. Der Wohnbau besteht aus zwei zweigeschossigen Flügeln mit Nebengebäuden. Das Schloss von 1680 wurde 1928 im Südflügel aufgestockt. Von der mittelalterlichen Bausubstanz ist nur der noch 22,5 Meter hohe Bergfried und der Graben erhalten. Im Westflügel gibt es eine Schlosskapelle. Die Schloss-Anlage wurde 2008 durch Thurn und Taxis verkauft und 2008 / 2009 vollständig renoviert und modernisiert.
  • Kirche St. Nikolaus in Thalmassing (von 1901): An der Stelle fand man Reste einer römischen Portikusvilla, auf der später mehrere Kirchenbauten folgten.

Weitere Kirchen der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Wolkering: Mariä Himmelfahrt
  • Weillohe: Kirche St. Vitus
  • St. Bäuml: Wallfahrtskirche
  • Obersanding: Kirche St. Petrus
  • Untersanding: Kirche St. Pankratius
  • Luckenpaint: St. Laurenzius (ehem. Schlosskapelle)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Sankt Wolfgangseiche: Das genaue Alter des als tausendjährige Eiche bezeichneten Naturdenkmales ist nicht sicher bekannt, wird aber auf ca. 1200 Jahre geschätzt. Der Legende nach soll schon der heilige Wolfgang hier gepredigt haben. Der markante, knorrige, fast vollständig hohle Baum mit einem Umfang von über 8 Meter steht bei Neueglofsheim. Es ist eines der bekanntesten Naturdenkmälern im Landkreis Regensburg.
  • Feuchtbiotop Thalmassing: Der auf dem alten Freibad erbaute Wasser-Erlebnispark ist Preisträger der muna 2003 in der Kategorie: Idee/Innovation.
  • Die Waldwanderwege der Gemeinden Thalmassing, Alteglofsheim und Hagelstadt

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über

Verkehr[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Josef Fendl: Thalmassing - eine Gemeinde des alten Landgerichts Haidau. Studio Druck Regensburg, Thalmassing 1981.
  •  Gemeinde Thalmassing (Hrsg.): 1200 Jahre Thalmassing - Festschrift. Buchdruckerei Leik Kelheim, Kelheim 1995.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111216/003023&attr=OBJ&val=1036

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thalmassing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien