Thanatosoziologie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Thanatosoziologie (von altgriech. θάνατος, thánatos, „Tod“) ist die spezielle Soziologie, die sich im engeren Sinne mit dem sozialen Handeln rund um den Sterbenden und Gestorbenen, im weiteren Sinne mit der sozialen Bedeutung des Todes und des Sterbenmüssens in einzelnen Gesellschaften befasst.

Thanatosoziologische Themen tauchen – nicht unter dieser Rubrik – bereits bei den Klassikern der Soziologie auf (etwa bei Émile Durkheim anlässlich des Selbstmordes; insbesondere bei Robert Hertz zur kollektiven Repräsentation des Todes), wurden sporadisch im Fach aufgegriffen (so bei Franz Borkenau) und sind in Deutschland Arbeitsgebiet z. B. von Werner Fuchs-Heinritz, Alois Hahn, Klaus Feldmann, Hubert Knoblauch und Armin Nassehi.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Thorsten Benkel: Die Verwaltung des Todes. Annäherungen an eine Soziologie des Friedhofs. Logos Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-8325-3126-3.
  • Emile Durkheim: Der Selbstmord. Luchterhand, Berlin/Neuwied (frz. Orig. 1897) (dt. 1973)
  • Klaus Feldmann: Sterben und Tod. Sozialwissenschaftliche Theorien und Forschungsergebnisse. Leske + Budrich, Opladen 1997.
  • Alois Hahn: Einstellungen zum Tod und ihre soziale Bedingtheit. Eine soziologische Untersuchung. Stuttgart 1968.
  • Robert Hertz: Das Sakrale, die Sünde und der Tod. Kultur-, religions- und wissenssoziologische Untersuchungen. UVK, Konstanz 2007.
  • Hubert Knoblauch, Arnold Zingerle (Hg.): Thanatosoziologie. Tod, Hospiz und die Institutionalisierung des Sterbens. Duncker & Humblot, Berlin 2005.
  • Gesa Lindemann: Die Grenzen des Sozialen. Zur sozio-technischen Konstruktion von Leben und Tod in der Intensivmedizin. Fink, München 2002.
  •  Matthias Meitzler: Soziologie der Vergänglichkeit. Zeit, Altern, Tod und Erinnern im gesellschaft¬lichen Kontext. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2011, ISBN 978-3-8300-5455-9.

Weblinks[Bearbeiten]