The Awakening (2011)

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Filmdaten
Deutscher Titel The Awakening
Originaltitel The Awakening
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 107 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Nick Murphy
Drehbuch Stephen Volk
Nick Murphy
Produktion David M. Thompson
Musik Daniel Pemberton
Kamera Eduard Grau
Schnitt Victoria Boydell
Besetzung

The Awakening ist ein britischer Horrorfilm aus dem Jahr 2011. Regie führte Nick Murphy, das Drehbuch schrieb Stephen Volk gemeinsam mit Nick Murphy. In den Hauptrollen sind Rebecca Hall, Dominic West und Imelda Staunton zu sehen.

Handlung[Bearbeiten]

1921: England ist nach dem Ersten Weltkrieg von Verlust und Trauer überwältigt. In diesen düsteren Zeiten entlarvt die Autorin Florence Cathcart zusammen mit der Polizei übernatürliche Phänomene als Tricks und Betrügereien. Diese Arbeit nahm sie auf, nachdem ihr Geliebter gefallen war. Auf Bitte des Geschichtslehrers Robert Mallory reist sie in ein Internat in Cumberland, in dem er arbeitet, um den mysteriösen Tod des Schülers Walter Portman aufzuklären. Der Tod soll angeblich mit dem Erscheinen des Geistes eines ermordeten Jungen zusammenhängen, woran Florence aber nicht glaubt. Die Ferien brechen an und Florence, Robert, die Haushälterin Maud und der Waisenjunge Tom verbleiben als einzige im Internat. Tom erzählt Florence, seine Eltern lebten in Indien, das sei zu weit, um in den Ferien nach Hause zu reisen.

Florence und Robert verlieben sich ineinander. Edward Judd, der schon länger einen Groll auf Robert hegt und pflegt, versucht Florence im Wald zu vergewaltigen. Sie wehrt sich und tötet Judd mit der eigenen Waffe. Gerade als die Schriftstellerin denkt, dass die gesamte Geschichte um übernatürliche Geschehnisse an diesem Ort ein riesiger Bluff ist, ereignen sich höchst seltsame Dinge. Die sonst so realistisch-denkende Frau muss langsam einsehen, dass wirklich etwas nicht mit rechten Dingen zugeht – und wird schließlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Florence hatte die Erinnerungen an ihre Kindheit verdrängt.

Hintergründe[Bearbeiten]

The Awakening wurde ab Juli 2011 an Drehorten in England und Schottland, so in London, Berwickshire, East Lothian, Lyme Park in Cheshire, und Manderston House in Manderston, Duns abgedreht.[1]

Der Film wurde war der Eröffnungsfilm des Toronto Film Festivals am 16. September 2011 und wurde ab dem 11. November 2011 in den britischen und irischen Kinos gezeigt. In Deutschland erschien der Film am 7. Juni 2013 direkt auf DVD.[2]

Kritiken[Bearbeiten]

Nach der Internetseite Rotten Tomatoes waren 62 % der 65 Kritiken positiv.

Robert Cherkowski: Der Geisterfilm zählt zu den grüblerischsten und intimsten Formen des Horror-Kinos. Hier geht es meist weniger um Exzesse physischer Gewalt als um die seelische Last von bösen Erinnerungen und Träumen. Und damit steht etwas im Mittelpunkt, das sonst gern übersehen wird: nicht gesühntes Unrecht, das über den Tod hinaus nach Aufarbeitung schreit. Geister lassen sich in der Regel nicht mit Waffen bekämpfen (eine Ausnahme gilt natürlich für die „Ghostbusters") und sie können nur zum Schweigen gebracht werden, indem man sich ihnen stellt. Von „The Sixth Sense", über „The Others" bis hin zu „The Ring" hat die jüngere Filmgeschichte einige Perlen des stillen Gruselkinos hervorgebracht. Auch Regisseur Nick Murphy frönt in seinem Geister-Thriller „The Awakening" dem stimmungsvollen Schauer und verzichtet zugunsten einer dichten Atmosphäre auf grelle Effekte. Stärken, die allerdings zunehmend zugunsten von wenig überzeugenden Gruselmomenten fallengelassen werden.

Trivia[Bearbeiten]

Das Gemälde, welches angeblich der Favorit der Schüler ist, heisst „Judith und Holofernes“ und wurde 1612 von der italienischen Künstlerin Artemisia Gentileschi (1593–1652) gemalt.

Während der Untersuchung des Klassenzimmers, in dem sich viele der Geistersichtungen ereigneten, steht auf der Tafel hinter Florence „They shall grow not old, as we that are left grow old.“ Dies ist eine Zeile aus dem Gedicht „For the Fallen“ des britischen Dichters Laurence Binyon. Veröffentlicht im Jahr 1914, wurde es als eine Ode auf die britischen Soldaten, welche im Ersten Weltkrieg starben, betrachtet. Dies deutet auf die Absolventen des Internats, die Im Weltkrieg gefallen waren.

Anachronismus[Bearbeiten]

Nach dem Florence in die verborgene Kammer ging und das ausgestopften Kaninchen fand, spielte das Kaninchen ein Lied. Zu diesem Zeitpunkt konnten Spielzeuge jedoch nur kurze Musiken spielen. Das erste Spielzeug war die "Lioretgraph Jumeau", die maximal 35 Wörter von einem kleinen Grammophon sang. Weiter entwickeltes Musikspielzeug gab es erst in den späten 1930er und frühen 40er Jahren.

Die Grafschaft Cumbria, in der das Internat liegen soll, wurde erst 1974 eingerichtet.

Continuity[Bearbeiten]

Nach dem Florence das Kissen aufgemacht hatte und ihr Zigarettenetui fand, waren Federn in ihrem Haar. In der nächsten Einstellung ist das Haar sauber, ohne eine Spur von Federn.

Während des Gesprächs mit dem Jungen in der Küche sitzend, bewegt sich die Decke, in die sie gehüllt ist, zwischen den Einstellungen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Filming locations for 'The Awakening'“. IMDb. Abgerufen am 3. August 2013.
  2. Filmstart The Awakening Auf: filmstarts.de, abgerufen am 3. August 2013.