The B-52’s

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Dieser Artikel behandelt die Band The B-52’s. Zu ihrem gleichnamigen Debütalbum siehe The B-52’s (Album).
The B-52’s
The B-52’s auf dem Festival Internacional de Benicàssim, 2007v.l.n.r.: K. Strickland, C. Wilson, F. Schneider und K. Pierson
The B-52’s auf dem Festival Internacional de Benicàssim, 2007
v.l.n.r.: K. Strickland, C. Wilson, F. Schneider und K. Pierson
Allgemeine Informationen
Genre(s) Alternative Rock, New Wave
Gründung 1976
Aktuelle Besetzung
Kate Pierson
Gesang, Keyboard
Fred Schneider
Gesang, Gitarre
Cindy Wilson
Schlagzeug, Gitarre
Keith Strickland
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Ricky Wilson (bis †1985)

The B-52’s ist eine US-amerikanische Rockband aus Athens, Georgia. Seit 2008 schreibt die Band ihren Namen ohne Apostroph, also The B-52s.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Band wurde von den fünf Studenten Kate Pierson, Cindy Wilson, deren Bruder Ricky Wilson, Fred Schneider und Keith Strickland im Oktober 1976 gegründet. Nach einer durchzechten Nacht in einem China-Restaurant in Athens kamen sie auf die Idee, eine Band zu gründen, obwohl sie eigentlich gar keine bis wenig Erfahrung hatten. Sie nannten sich B-52’s. Der Name leitet sich von einem Südstaatenspitznamen für die hochtoupierten und dann mittels Haarspray in Form gehaltenen Bienenkorb- bzw. Beehive-Frisuren der beiden Sängerinnen ab. Der Name für diese Frisur wiederum bezieht sich auf die Form der Bugspitze des Flugzeuges mit dem gleichen Namen: Boeing B-52.

Bei den meisten ihrer frühen Auftritte und Shows ließen sie aufgenommene Gitarrenakkorde ablaufen und sich zusätzlich mit Percussion begleiten.

Nachdem sie zweitausend Exemplare der Single Rock Lobster gepresst hatten, kam ihr erster bezahlter Auftritt im Nachtclub Max’s Kansas City. Bald wurde die New Yorker Presse auf die Gruppe aufmerksam. Ein Manager von Island Records hörte sich zufällig die Single Rock Lobster an und nahm die Gruppe sofort unter Vertrag. Mitte 1979 erschien die erste LP, die auch die erste Erfolgssingle enthielt. Die nachfolgenden Alben verkauften sich sehr gut. 1980 veröffentlichte die Band ihr zweites Album, Wild Planet. Dieses erreichte den zwanzigsten Platz der US-amerikanischen Albumcharts.

1985 traf die Band ein schwerer Schlag: Ricky Wilson starb. Erst hieß es, sein Tod habe natürliche Ursachen gehabt, dann wurde bekanntgegeben, er sei an Krebs gestorben. Schließlich stellte sich jedoch heraus, dass AIDS die Todesursache war. Nach seinem Tod wurde 1986 das Album Bouncing off the Satellites veröffentlicht, an dessen Entstehung Ricky Wilson noch beteiligt war. Anschließend wurde es eine Zeit lang still um die Band. 1989 schaffte sie ein Comeback mit ihrem Album Cosmic Thing, das das kommerziell bisher erfolgreichste Album der Gruppe wurde. Es enthält einige der bekanntesten Titel der B-52’s, unter anderem Love Shack und Roam.

1990 verließ Cindy Wilson die Band. Das 1992 veröffentlichte Album Good Stuff erschien ohne ihre Mitwirkung. Im Jahr 1994 schaffte die Gruppe mit dem Lied (Meet) The Flintstones für den Spielfilm Flintstones – Die Familie Feuerstein einen weiteren Hit. Für diese Veröffentlichung benutzten sie den Bandnamen BC-52’s (in Anlehnung daran, dass die Geschichte der Feuersteins vor Christi Geburt spielt, englisch before Christ bzw. abgekürzt B.C.).

Mitte 1998 erschien das Best-Of-Album Time Capsule: Songs for a Future Generation, das auch das Wiederaufleben der Band markierte; Cindy Wilson ist seitdem wieder festes Mitglied der Band und war auch auf der Promotion-Tour für die Kompilation mit von der Partie. Neben einer Sammlung ihrer größten Hits enthielt Time Capsule auch zwei neue Lieder: Hallucinating Pluto und Debbie. Letzteres, auch als Single veröffentlichtes Stück ist eine Reminiszenz an Deborah Harry (Lead-Sängerin der Band Blondie) und die Musikszene, die sich im New York der späten 1970er Jahre mit dem legendären Punk Club CBGB als Brennpunkt formierte.[1]

Die 2002 als Doppel-CD veröffentlichte Werkschau Nude on the Moon: The B-52’s Anthology ist ein weiteres Best-Of der Band aus Athens.

Kate Pierson war außerdem 1990 in dem Lied Candy von Iggy Pop und 1991 in Shiny Happy People der Gruppe R.E.M. (stammen ebenfalls aus Athens) zu hören. Fred Schneider nahm auch einige Soloalben auf.

Am 25. März 2008, 16 Jahre nach Good Stuff, erschien unter dem jetzt apostrophlosen Namen The B-52s das Album Funplex. Die gleichnamige erste Single aus diesem Album war bereits im Januar 2008 als kostenpflichtiger Download veröffentlicht worden.

Im Oktober 2011 erschien das Live-Album With the Wild Crowd!. Dabei handelt es sich um den Livemitschnitt eines Konzerts der Band, das im Februar 2011 in Athens stattfand.

Am 13. Dezember 2012 kündigte Keith Strickland auf der offiziellen Webseite der Band an, die Gruppe nicht mehr auf Tourneen zu begleiten.

Stil und Wirkung[Bearbeiten]

Die eigenwillige Mischung aus Rock ’n’ Roll, Punk und Funk kam besonders in der amerikanischen Studentenbewegung und bei New-Wave-Fans gut an. Es gelang den B-52’s, den Rock mit dem New Wave zu vereinen. Der oftmals schrille, oftmals melodische Gesang der beiden Sängerinnen, komische Texte und rockiges Gitarrenspiel neben teilweise Science-Fiction-haften Keyboardmelodien sind das Markenzeichen der B-52’s. Viele ihrer Cover sind typisch für den New Wave.

Die B-52’s waren eine stilbildende Gruppe, die den Ruf Athens’ als Zentrum des alternativen Rock begründet hat. Seit den B-52’s brachte die dortige University of Georgia immer wieder bekannte Bands wie beispielsweise R.E.M. hervor. Durch ihre Zusammenführung des Rock and Roll mit dem New Wave üben sie bis heute einen großen Einfluss auf Musikgruppen aus.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1979 The B-52’s 22
(12 Wo.)
59
(? Wo.)
Charteintritt in den USA erst 1980
1980 Wild Planet 18
(4 Wo.)
18 Gold
(? Wo.)
1981 Party Mix! 36
(5 Wo.)
55
(? Wo.)
1982 Mesopotamia 18
(6 Wo.)
35
(? Wo.)
1983 Whammy! 40
(3 Wo.)
33
(4 Wo.)
29 Gold
(? Wo.)
1987 Bouncing Off the Satellites 74
(2 Wo.)
85
(15 Wo.)
1989 Cosmic Thing 25
(22 Wo.)
8 Platin
(27 Wo.)
4 4-fach Platin
(65 Wo.)
1992 Good Stuff 22
(17 Wo.)
26
(9 Wo.)
8 Silber
(6 Wo.)
16 Gold
(15 Wo.)
2008 Funplex 38
(4 Wo.)
71
(1 Wo.)
73
(1 Wo.)
11
(7 Wo.)
weitere Alben
  • 2011: With the Wild Crowd! (Live in Athens, GA)
  • 2013: Live in the UK 2013: 17.08.2013 – Rewind Festival Henley-on-Thames

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1990 Best of the B52’s -
Dance This Mess Around
36 Silber
(3 Wo.)
1991 Party Mix – Mesopotamia 184
(3 Wo.)
1998 Time Capsule –
Songs for a Future Generation
93
(11 Wo.)
weitere Kompilationen
  • 1995: Planet Claire
  • 1997: Pop Giants
  • 1998: Time Capsule – The Remixes
  • 2002: Nude on the Moon: The B-52’s Anthology (Doppel-CD)
  • 2003: The B-52’s 3 Original CDs (Box mit 3 CDs, inkl. Mesopotamia, Planet Claire und Whammy!)
  • 2012: Original Album Series (Box mit 5 CDs)

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1979 Rock Lobster
The B-52’s
37
(5 Wo.)
56
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1978
1980 Give Me Back My Man
Wild Planet
61
(3 Wo.)
1980 Private Idaho
Wild Planet
74
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1979
1983 Future Generation
Whammy!
63
(2 Wo.)
1983 Legal Tender
Whammy!
81
(4 Wo.)
1986 Rock Lobster / Planet Claire
The B-52’s / Wild Planet
12
(7 Wo.)
1989 Love Shack
Cosmic Thing
2 Silber
(13 Wo.)
3 Gold
(27 Wo.)
1989 Roam
Cosmic Thing
40
(10 Wo.)
17
(7 Wo.)
3 Gold
(20 Wo.)
1990 Deadbeat Club
Cosmic Thing
30
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1989
1990 Channel Z
Cosmic Thing
61
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1989
1992 Good Stuff
Good Stuff
37
(11 Wo.)
21
(6 Wo.)
28
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1990
1992 Tell It Like It T-i-is
Good Stuff
61
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1990
1994 (Meet) The Flintstones
The Flintstones: Music from Bedrock (O.S.T.)
9
(15 Wo.)
11
(10 Wo.)
12
(11 Wo.)
3 Silber
(12 Wo.)
33
(8 Wo.)
als The BC-52’s
vom Soundtrack The Flintstones
1999 (At The) Love Shack
Time Capsule – The Remixes
66
(1 Wo.)
The B-52’s meet DJ Tonka
Erstveröffentlichung: 1998
weitere Singles
  • 1979: Dance This Mess Around
  • 1979: Planet Claire
  • 1979: 6060-842
  • 1979: 52 Girls
  • 1980: Dirty Back Road
  • 1980: Lava
  • 1980: Strobe Light
  • 1982: Mesopotamia
  • 1982: Deep Sleep
  • 1982: Loveland
  • 1982: Cake
  • 1983: Party Out of Bounds
  • 1983: Whammy Kiss
  • 1986: Summer of Love
  • 1986: Girl from Ipanema Goes to Greenland
  • 1986: Wig
  • 1989: Megamix
  • 1989: Cosmic Thing
  • 1992: Is That You Mo-Dean?
  • 1992: Revolution Earth
  • 1993: Hot Pants Explosion
  • 1998: Hallucinating Pluto
  • 1998: Time Capsule – The Megamixes
  • 1998: Debbie
  • 1998: Time Capsule – The Mixes (2 Vinyl-Maxis)
  • 1998: Summer of Love ’98 (Time Capsule – The Mixes)
  • 2005: Whammy! - 2005 Remix EP
  • 2006: Mesopotamia – 2006 Remix EP
  • 2007: Wild Planet – 2007 Remix EP
  • 2008: Juliet of the Spirits
  • 2008: Funplex

Videos[Bearbeiten]

  • 1990: 1979-1989
  • 1998: Time Capsule Videos for a Future Generation 1979-1989 (Laserdisc)
  • 2011: Live Germany 1983
  • 2012: With the Wild Crowd! Live in Athens, GA

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.theb52s.com/about zugegriffen am 27. Dezember 2010
  2. a b c Chartquellen: Singles Alben US1 US2
  3. a b c Gold-/Platin-Datenbanken: UK US

Literatur[Bearbeiten]

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S., 23-25 – ISBN 0-312-02573-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: The B-52's – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien