Kevin Bacon

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Kevin Bacon (2009)

Kevin Norwood Bacon (* 8. Juli 1958 in Philadelphia) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Produzent sowie Musiker und unter anderem Golden-Globe-Preisträger.

Leben[Bearbeiten]

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Kevin Bacon (April 2007)

Nach dem Abschluss am Julia Reynolds Masterman Laboratory verließ Bacon 1975 seine Heimat Philadelphia und zog nach New York City, um Schauspieler zu werden. Nach einer kurzen Grundausbildung an verschiedenen Akademien stand er mit siebzehn Jahren erstmals im Circle In the Square Theatre auf der Bühne, welches er im Alter von 18 Jahren verließ.[1] 1978 gab er in der Komödie Ich glaub’, mich tritt ein Pferd sein Leinwanddebüt.

Nach Auftritten in Freitag der 13., American Diner und dem Broadway-Stück Slab Boys (mit Sean Penn), gelang Bacon mit dem Tanzfilm Footloose 1984 der Durchbruch.

The Big Picture war ein Misserfolg, trotzdem wurde Bacons Arbeit von Ron Underwood entdeckt, mit dem er Tremors (1990) drehte. Nach dem Erfolg dieses Blockbusters bekam Bacon sehr viele Filmangebote: Flatliners, Geboren in Queens, Na Typisch!, JFK – Tatort Dallas und Piraten.

In den Folgejahren spielte Bacon hauptsächlich Theater an diversen New Yorker Bühnen und Rollen in kleineren Filmproduktionen, um seinem Image als Teenageridol entgegenzusteuern.[2]

1992 verschaffte ihm Oliver Stone ein Comeback, indem er ihn für seinen Polit-Thriller JFK – Tatort Dallas besetzte. Die eher kleine Rolle eines homosexuellen Zeugen im Garrison-Prozess brachte Bacon viel Kritikerlob und den Ruf eines hervorragenden Charakterdarstellers ein.

Mit Eine Frage der Ehre, Apollo 13, Sleepers und Hollow Man – Unsichtbare Gefahr konnte er weitere Erfolge verbuchen. 1996 gab er mit Losing Chase sein Regiedebüt, für das er drei Golden-Globe-Nominierungen erhielt.[3] 2003 war er in Clint Eastwoods viel gelobtem Drama Mystic River zu sehen, ein Jahr später übernahm er die Rolle eines aus dem Gefängnis entlassenen Pädophilen in The Woodsman. 2009 übernahm er die Hauptrolle in dem auf wahren Ereignissen beruhenden Fernsehfilm Taking Chance. Für den Part eines Lieutenant Colonels, der den Leichnam eines US-Soldaten aus dem Irak seiner Familie überbringt, erhielt er 2009 seine erste Emmy-Nominierung sowie 2010 den Golden Globe und Screen Actors Guild Award.

Auch als Musiker ist Bacon aktiv. Gemeinsam mit seinem Bruder Michael spielt er in der Band The Bacon Brothers, mit der er bereits sechs Alben und eine Live-CD sowie DVD veröffentlicht hat.[4]

Bacon lebt mit seiner Frau, der Schauspielerin Kyra Sedgwick, und ihren gemeinsamen Kindern in New York City. Sie lernten sich 1987 bei der TV-Produktion Lemon Sky kennen und sind seit 1988 verheiratet. Beide Kinder (Travis und Sosie Bacon) sind ebenfalls Schauspieler bzw. Musiker. Bacons Neffe ist der Sänger Justin Nozuka.

Bacon ist Namensgeber der sogenannten Bacon-Zahl, die über seine Zusammenarbeit mit anderen Schauspielern in Filmproduktionen berechnet wird. In Anlehnung an die Hypothese der Six Degrees of Separation spricht man auch von den Six Degrees of Kevin Bacon. Die Zahl ist die Länge der kürzesten Kette von Schauspielern, die gemeinsam in einem Film spielen, zu Kevin Bacon. Damit hat Bacon als einziger Schauspieler eine KBZ von 0.

Das Lied Tastes like Kevin Bacon der Band Iwrestledabearonce wurde von ihm inspiriert.

Die deutsche Synchronstimme von Kevin Bacon ist, bis auf wenige Ausnahmen (Apollo 13, Thomas Petruo) in fast allen Filmen Udo Schenk. In der aktuellen Serie The Following spricht ihn Viktor Neumann.

Filmografie[Bearbeiten]

als Schauspieler

Kevin Bacon (April 2010)

als Regisseur

  • 1996: Abschied von Chase (Losing Chase)
  • 2005: Loverboy
  • 2006–2009: The Closer (Fernsehserie, 4 Folgen)

als Produzent

  • 1998: Wild Things
  • 2004: The Woodsman
  • 2005: Loverboy

Weiteres[Bearbeiten]

  • 1991: A Little Vicious (Erzähler)
  • 1994: New York Skyride (Erzähler)
  • 2003: Imagine New York (als er selbst)
  • 2004: Natural Disasters: Forces of Nature (Erzähler)
  • 2008: Saving Angelo als Brent

Diskografie[Bearbeiten]

Gemeinsam mit seinem Bruder Michael Bacon in der Band The Bacon Brothers:

  • 1997: Forosoco
  • 1999: Getting There
  • 2001: Can’t Complain
  • 2003: No Food Jokes Tour (CD/DVD)
  • 2005: White Knuckles
  • 2008: New Years Day
  • 2011: Philadelphia Road - The Best Of

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Darüber hinaus war Bacon noch für zahlreiche andere Preise nominiert, die er aber nicht gewonnen hat.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kevin Bacon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. thebiographychannel.co.uk: Kevin Bacon - Biography on Bio.
  2. nytimes.com: Bericht über Kevin Bacon, vom 25. September 1994
  3. imdb.com: Golden Globes, USA (1997), vom 19. Januar 1997
  4. writersonprocess: Michael and Kevin Bacon: The Bacon Brothers, vom 27. Januar 2011