The BossHoss

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Dieser Artikel befasst sich mit der Musikgruppe The BossHoss. Für den Motorradhersteller siehe Boss Hoss.
The BossHoss
The BossHoss 2013
The BossHoss 2013
Allgemeine Informationen
Genre(s) Country, Rock
Gründung 2004
Website www.thebosshoss.com
Gründungsmitglieder
Alec Völkel
Sascha Vollmer
Michael Frick (2004)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Waschbrett
Alec „Boss Burns“ Völkel
Sascha „Hoss Power“ Vollmer
Ansgar „Sir Frank Doe“ Freyberg (seit 2004)
Mandoline, Banjo, Waschbrett, Mundharmonika, Stylophone, Hintergrundgesang
Malcolm „Hank Williamson“ Arison (seit 2007)
Kontrabass, E-Bass (nur live)
André „Guss Brooks“ Neumann (seit 2004)
Leadgitarre, Hintergrundgesang
Stefan „Russ T. Rocket“ Buehler (seit 2007)
Perkussion, Keytar, Melodica, Hintergrundgesang
Tobias „Ernesto Escobar de Tijuana“ Fischer (seit 2004)
Ehemalige Mitglieder
Leadgitarre, Hintergrundgesang
Dean "Russ T. Nail" Micetech (2004–2007)
Mandoline, Waschbrett, Mundharmonika, Hintergrundgesang
Michael "Hank Doodle" Fauvet (2004–2006)
Begleitmusiker bei Live-Auftritten (The Tijuana Wonderbrass)
Semjon Barias (seit 2010)
Trompete
Steffen Zimmer (seit 2010)
Stefan Kapitzke (seit 2010)
Tenorsaxophon
Lars Dietrich (seit 2010)
Andreas Dormann (seit 2010)
Rob Gutowski (seit 2010)
Posaune
Christian Fischer (seit 2010)

The BossHoss ist eine 2004 gegründete siebenköpfige Band aus Berlin. Die Gruppe hatte 2005 ihren Durchbruch mit Interpretationen von Popsongs im Country-Musik-Stil. Inzwischen schreibt Rhythmusgitarrist Hoss Power die meisten Lieder der Band selbst, wie auch ihre bislang kommerziell erfolgreichste Single Don't Gimme That. Der Ursprung des Bandnamens liegt in dem 1965 von The Sonics veröffentlichten Lied The Real BossHoss.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

2004 bis 2006 – Gründungsphase[Bearbeiten]

Die Band wurde 2004 von den beiden Werbegrafikern Sascha Vollmer und Michael Frick, die schon zusammen bei Hot Boogie Chillun gespielt hatten, mit ihrem Kollegen Alec Völkel in Berlin gegründet.[2] Zunächst spielten sie nur bei privaten Feiern und in kleinen Berliner Clubs; Ende 2004 unterzeichneten sie bei Universal Music ihren ersten Major-Plattenvertrag. 2004 coverten sie für Langnese-Speiseeis den Werbesong Like Ice in the Sunshine, nach dessen Veröffentlichung stieg Frick aus der Band aus und wurde durch Guss Brooks ersetzt. Im April 2005 erschien die erste Single Hey Ya, im Mai desselben Jahres folgte die Veröffentlichung ihres Debütalbums Internashville Urban Hymns. Das Album stieg in Deutschland auf Platz 11 der Albumcharts; die Band spielte 182 Konzerte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. 2006 steuerte die Band die Filmmusik zu FC Venus – Angriff ist die beste Verteidigung bei.

Am 28. April 2006 erschien die erste Single-Auskopplung I Say a Little Prayer des Albums Rodeo Radio, das am 19. Mai 2006 auf den Markt kam und zur Hälfte Eigenkompositionen enthält. Auch 2006 war die Band mit 150 Konzerten auf Tournee. Zur Veröffentlichung des zweiten Albums Rodeo Radio stieg das Debütalbum Internashville Urban Hymns ein Jahr nach Veröffentlichung wieder in die Charts ein und erreichte Ende Mai 2006 mit 100.000 verkauften CDs Goldstatus. Im Dezember 2006 wurde das zweite Album Rodeo Radio ebenfalls mit Gold ausgezeichnet.

2007 bis 2011 – Neue Besetzung[Bearbeiten]

Live-Auftritt 2007. Von links nach rechts: Hank Williamson, Boss Burns, Hoss Power, Russ T. Rocket, Guss Brooks.

Das Jahr 2007 begann mit einer Tour durch Kanada, bei der erstmals die beiden neuen Bandmitglieder Hank Williamson und Russ T. Rocket live zu sehen waren; es folgte dann die Veröffentlichung der Single-EP Everything Counts/Truck ’n’ Roll Rules. Das Video dazu stammt von Regisseur Detlev Buck, zu dessen erstem Kinderfilm Hände weg von Mississippi The BossHoss den Titelsong beisteuerten. Ende des Jahres erschien die zweite Single-Auskopplung Monkey Business und das dritte Album Stallion Battalion mit überwiegend Eigenkompositionen.

Das vierte Studioalbum Do or Die erschien am 19. Juni 2009. Die erste Single-Auskopplung Last Day kam bereits am 5. Juni 2009 auf den Markt.[3] Anschließend spielte die Band beim Heavy-Metal-Festival Wacken Open Air. Im November 2009 war sie mit ihrer Tour Go! Go! Go! in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Im gleichen Jahr spielte die Band zusammen mit Gunter Gabriel eine Cover-Version des David-Bowie-Songs Heroes / Helden ein, die auf Gabriels Album Sohn aus dem Volk. German Recordings veröffentlicht wurde.

2010 war die Band erneut auf Tournee; ihr Album Low Voltage, das ein Best-of-Album mit drei neuen Titeln darstellt, erschien am 23. April 2010.[4] Auf der Low-Voltage-Tour holte sich die Band durch die Bläsergruppe Tijuana Wonderbrass und das Babelsberger Filmorchester Verstärkung, wobei erstere immer noch mit der Band touren. Im Juni 2011 spielte die Band bei den Festivals Rock im Park und Rock am Ring.

Seit 2011 – The Voice of Germany und Liberty of Action[Bearbeiten]

Hoss Power und Boss Burns, 2012

Seit Herbst 2011 teilten sich Burns und Power einen Jurorensitz bei der Castingshow The Voice of Germany. Das ebenfalls in jenem Herbst erschienene Album Liberty of Action erreichte Platz 4 in den deutschen Charts, die Single Don't Gimme That wurde mit Platz 8 die erste Top 10-Platzierung, die The BossHoss in den Single-Charts bis dahin erreicht hatte. Don't Gimme That belegte Platz 1 in den österreichischen und luxemburgischen Charts. L.O.V.E., im Original von Nat King Cole, wurde auch für den Soundtrack zum Film Rubbeldiekatz von Detlev Buck verwendet und als Single veröffentlicht, die sich ebenfalls in den Charts platzieren konnte. Nachdem der Schützling von Boss Burns und Hoss Power, Ivy Quainoo, The Voice of Germany gewann, interpretierte die Band mit ihr live I Say a Little Prayer[5] Am 5. Januar 2013 traten sie als Special Guest beim ersten DEL Winter Game im Stadion Nürnberg auf.[6]

Zusätzliche Aufgaben der Band[Bearbeiten]

The BossHoss sind in die Bereiche Produktion, Mixing, Recording, Arrangement, Tontechnik und Grafikdesign involviert. Hoss Power ist neben seiner Funktion als Rhythmusgitarrist und Sänger auch Hauptkomponist der Band; er hat bisher bei jedem Album die Produktion, das Arrangement, das Recording und das Mixing übernommen. Boss Burns hat seit Rodeo Radio das Grafikdesign aller Alben übernommen, Guss Brooks seit dem Album Low Voltage die Tontechnik. Die Radiosequenzen von Rodeo Radio spielten Power und Ernesto Escobar de Tijuana ein. Bei einigen Stücken waren mit de Tijuana und Williamson neben Hauptkomponist Power auch andere Bandmitglieder am Songwriting beteiligt. Frank Doe übernimmt das Setlisting bei Live-Shows.[7]

Die meisten Bandmitglieder sind in Nebenprojekten tätig, so beispielsweise Guss Brooks mit The 2930s[8], der mit diesem Nebenprojekt auch als Vorband für The BossHoss auftritt, und Boss Burns mit Teheran Taxi[9].

Studioarbeit[Bearbeiten]

Die Bandmitglieder Power, Doe und de Tijuana arbeiten als Komponisten, Arrangeure, Mixer, Sound Designer und Produzenten im Sonnenstudio in Berlin für Bands und Firmen wie Mc Donald's, BMW oder Tchibo. Sie produzieren Werbung und Alben; auch die Veröffentlichungen von The BossHoss wurden hier produziert.[10]

Markenzeichen und Live-Show[Bearbeiten]

Die Bandmitglieder treten häufig in Feinripphemden oder Jeanshemden sowie weißen Stetsons, Westernstiefeln und Sonnenbrillen auf. Daneben tragen die beiden Frontmänner Burns und Power mehrere Ringe, wobei ihre linken Hände jeweils die Worte B-O-S-S und H-O-S-S mit vier Ringen bilden. Wichtiges Element aller Live-Auftritte ist beispielsweise der Surf von de Tijuana auf einem Brett über die Zuschauermenge.[11] Seit der Tour zu Liberty of Action verwendet Perkussionist de Tijuana neben einer Keytar auch Keyboards.[12]

Engagement[Bearbeiten]

Die Band setzt sich für das Lesen- und Schreibenlernen ein. Im Rahmen der Kampagne „iCHANCE“, die vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung durchgeführt wird, engagieren Hoss Power und Hank Williamson sich in Videos gegen Analphabetismus, sprechen Schwierigkeiten an und machen Betroffenen Mut.[13][14] Sie engagieren sich außerdem schon seit Anbeginn der Band für das Projekt "Sage", das Geld für Medikamente sammelt, um ein Kinderkrankenhaus im Senegal zu unterstützen. Sie treten regelmäßig bei Benefizveranstaltungen des Vereins auf und machen Spendenaufrufe.[15]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[16] Anmerkungen
DE AT CH
2005 Internashville Urban Hymns 11
(29 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Juni 2005
Verkäufe: + 200.000
2006 Rodeo Radio 6
(32 Wo.)
40
(5 Wo.)
83
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Juni 2006
Verkäufe: + 200.000
2007 Stallion Battalion 8
(43 Wo.)
56
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. November 2007
Verkäufe: + 100.000
2009 Do or Die 4
(16 Wo.)
38
(6 Wo.)
32
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Juli 2009
Verkäufe: + 100.000
2010 Low Voltage 7
(5 Wo.)
49
(1 Wo.)
64
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. April 2010
2011 Liberty of Action 4
(72 Wo.)
3
(59 Wo.)
26
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Dezember 2011
Verkäufe: + 400.000
2013 Flames of Fame 2
(21 Wo.)
5
(12 Wo.)
8
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Oktober 2013
Verkäufe: + 207.500

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[16] Anmerkungen
DE AT CH
2005 Hey Ya!
Internashville Urban Hymns
41
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Mai 2005
Hot in Herre / Like Ice in the Sunshine
Internashville Urban Hymns
83
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Juli 2005
2006 I Say a Little Prayer
Rodeo Radio / Low Voltage
66
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Mai 2006
Ring Ring Ring
Rodeo Radio
99
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. September 2006
Rodeo Radio
Rodeo Radio / Low Voltage
93
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Dezember 2006
2007 Everything Counts / Truck ’n’ Roll Rules
Stallion Battalion
67
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Juni 2007
2009 Last Day (Do or Die)[17]
Do or Die
78
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Juni 2009
2011 Heroes/Helden[18]
Die Highlights
28
(9 Wo.)
50
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. November 2011
(mit Nena, Xavier Naidoo und Rea Garvey)
Don’t Gimme That[19]
Liberty of Action
8
(58 Wo.)
1
(41 Wo.)
49
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. November 2011
Verkäufe: + 150.000
L.O.V.E.
Liberty of Action
76
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Dezember 2011
(feat. Nena)
2012 Live It Up
Liberty of Action
98
(1 Wo.)
52
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. August 2012
2013 Do It
Flames of Fame
31
(16 Wo.)
40
(9 Wo.)
36
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. September 2013

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: The BossHoss – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview: The BossHoss – Neue Platte Liberty of Action – Musik fairaudio
  2. Interview The BossHoss: Cowboys auf Ausritt – Kultur | STERN.DE
  3. The Bosshoss: thebosshoss.net
  4. The Bosshoss
  5. BossHoss und Ivy – I say a little prayer – YouTube
  6. DEL Winter Game 2013 - The BOSSHOSS, abgerufen am 5. Januar 2013
  7. The BossHoss Zusatz-DVD auf Liberty of Action:Rockumentary (Kapitel: The BossHoss Mess With Texas)
  8. The 2930s. Introducing The 2930s. In: Myspace. Abgerufen am 28. Juni 2012 (englisch): „Guss Brooks, The Stig and The Josh are THE TWENTYNINE-THIRTIES from Dresden/Berlin, Germany.“
  9. Teheran Taxi'. Members. In: Myspace. Abgerufen am 28. Juni 2012 (englisch): „Members: alec - vocals / jens - guitar / ruediger - bass / sascha - drums“
  10. Sonnenstudio Berlin
  11. http://www.youtube.com/watch?v=SNEF0ShyMdw
  12. http://www.youtube.com/watch?v=cr4Zln3kzfM&feature=related
  13. iCHANCE Profi Portal: Promis. Abgerufen am 10. Januar 2013.
  14. YouTube: Cowboys mit Lesebrille - the Bosshoss im Interview. Abgerufen am 10. Januar 2013.
  15. [1]
  16. a b Chartquellen: DeutschlandÖsterreichSchweiz
  17. YouthFM: The BossHoss
  18. Chartsurfer:de: Charterfolge von The Voice of Germany
  19. Charts.de: The BossHoss - Don't Gimme That
  20. The Voice of Germany - Die Castingshow gewann den Deutschen Fernsehpreis 2012