The Busters

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The Busters
Busters-o.svg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Ska
Gründung 1987
Website http://www.thebusters.com/
Aktuelle Besetzung
Ron Marsman
Richie Alexander
Alex Lützke
Rolf Breyer
Markus Schramhauser
Stephan Keller
Stefan Breuer
Jesse Günther
Hardy Appich
Rob Solomon
Mathias Demmer
Ehemalige Mitglieder
Jan-Hinrich Brahms (1987-89)
Gunther Hecker (1987-91)
Martin „Fiesi“ Keller (1987-94)
Gesang
Thomas „Bräsig“ Scholz (1987-94)
Gitarre
Jochen Seiterle (1992-98)
Bass
Markus „Mäx of Mexico“ Grittner (1987-2000)
Gesang
Klaus Huber (1987-2000)
Gesang
Markus Sprengler (1994-2002)
Hans-Jörg „Fischi“ Fischer (1987-2009)
Peter „Quitte“ Quintern (1987-2009)
Gesang
Richard „Richez“ Tabor (2000-2009)

The Busters ist eine deutsche, aus Wiesloch in Baden-Württemberg stammende Ska-Band, die sich 1987 eigentlich nur als Freizeitprojekt gründete, jedoch inzwischen zu den bekanntesten deutschen Ska-Bands gehört und auch einen internationalen Bekanntheitsgrad erreicht hat.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

The Busters 2014 - 4 Fäuste für ein Summertime

1988 erschien auf dem Weserlabel ihr erstes Album Ruder than rude, das als eines der wegweisenden Alben des Ska gilt. 1989 ging die Gruppe mit den Bad Manners auf ihre erste große Deutschland-Tour. Im selben Jahr spielte die Band mit Laurel Aitken auf ihrem Album Couch Potatoes zwei Songs gemeinsam ein und begleitete den Musiker während einer Tour als Backing-Band. Anschließend wechselte Posaunist Jan-Hinrich Brahms von den Busters zur britischen Ska-Legende Bad Manners. Heute spielt er unter anderem in der Darmstädter Band Ska Trek. Sein Nachfolger wurde Robert Göhring.

Um 1990 gehörten The Busters mit Skaos aus dem bayrischen Krumbach, No Sports aus Stuttgart, The Braces aus Jülich, El Bosso & die Ping-Pongs aus Münster und Blechreiz aus Berlin zu den Wegbereitern der deutschen Ska-Szene und absolvierten miteinander zahlreiche Konzerte.

1991 schied Schlagzeuger Gunther Hecker aus. Ohne festen Drummer spielten The Busters im gleichen Jahr in den USA eine Clubtournee mit der amerikanischen Ska-Band The Toasters. Das darauf erscheinende Album Dead or alive – erstmals mit Stefan Breuer am Schlagzeug – persiflierte den American Way of Life. 1992 erschien mit Cheap Thrills ein Live-Album. Im selben Jahr verpflichtete man mit Jochen Seiterle einen weiteren Gitarristen.

Nach einer weiteren USA-Tournee entlang der Westküste 1993 und dem 1994 erscheinenden Album Sexy Money verließen Sänger Thomas Scholz und Gitarrist Martin Keller die Band. Während als Nachfolger von Scholz' der im Rhein-Neckar-Raum bekannte Sänger Markus Sprengler folgte, wurde aufgrund von Seiterles Erfahrung kein weiterer Gitarrist in die Band aufgenommen. 1995 bekamen die Busters das Angebot, auf dem Montreux Jazz Festival als Headliner eines Ska-Abends aufzutreten. Dabei wurde eine Live-CD mitgeschnitten. Der Montreux-Auftritt führte die Busters zur Plattenfirma Sony, bei der 1996 das Album Stompede und 1997 das Best of Boost Best erschienen. Danach trennte sich die Band von Sony und wechselte zu SPV/Dogsteady Records.

Mit dem Album Make a Move und dem neuen Gitarristen Alex Lützke gingen die Busters 1998 mit den Ärzten auf Tour.

Im Jahr 1999 entstand das Projekt The Swingvergnügen, dem auch mehrere Mitglieder der Busters angehörten. Mit dieser Band widmete man sich dem Neoswing und veröffentlichte das Album Road Rage.

Nach dem zehnten Album Welcome to Busterland verließen die beiden Gründungsmitglieder „Mäx“ Grittner und Klaus Huber aus beruflichen Gründen die Busters. Im Sommer 2000 arbeitete die Band mit dem Ärzte-Gitarristen Farin Urlaub zusammen, und brachte mit ihm die Single Liebe macht blind heraus. Die darauf folgende „No Risk No Fun“-Tour wurde der Einstand der neuen Mitglieder Rolf Breyer (Bass) und Richard Tabor (Gesang).

Das Album 360° (2001) enthielt als Bonustracks noch einmal die neuen Lieder aus der Single mit Farin Urlaub. Darüber hinaus wird die Band auf dem Tonträger bei zwei Songs auch von Dr. Ring-Ding unterstützt. Die Bläser der Busters begleiten seit 2002 Farin Urlaub und dessen „Farin Urlaub Racing Team“ auf Tour.

Ihr 15-jähriges Jubiläum feierte die Band 2002 mit einem großen Freiluftkonzert in ihrer Heimatstadt Wiesloch vor 7000 begeisterten Fans. Der Auftritt wurde mitgeschnitten und eine Auswahl der dargebotenen Stücke Anfang 2003 als Album veröffentlicht, auf dem wiederum Farin Urlaub einen Gastauftritt hat, ebenso wie auch der „Busters Pension Fund“, eine Band aus sechs ehemaligen Busters-Mitgliedern. Im Sommer desselben Jahres spielte die Band auf der Hauptbühne des Taubertal-Festivals als Co-Headliner vor den Toten Hosen, für die The Busters auch im Dezember desselben Jahres auf der „Auswärtsspiel“-Tournee als Vorgruppe fungierten. Kurz zuvor, im November, hatte Markus Sprengler die Band verlassen.

Im Sommer 2003 erfüllten sich The Busters den lange aufgeschobenen Wunsch, mit Revolution Rock ein Album ganz im Stil des frühen jamaikanischen Skas aufzunehmen. Im November 2004 debütierte die Band erfolgreich in Japan. Davon beeinflusst veröffentlicht die Band Anfang 2005 die EP Sukiyaki vs. Tokyo Ska Zone.

Die Band gründete inzwischen ihr eigenes Label „Ska Revolution Records“, auf dem auch der 2005er Longplayer Evolution Pop erschien, bei dem Farin Urlaub als Produzent zweier Songs genannt wird. Darüber hinaus wurde für die Aufnahmen Sänger Ron Marsman ins Boot geholt, der seither als zweiter Frontmann neben Richard Tabor agierte. Im Herbst 2006 erschien die Live-EP Ska, Sweat & Tears, die nur auf der offiziellen Homepage zum Download angeboten und nicht als CD veröffentlicht wurde. Am 2. November 2007 erschien das Doppelalbum Double Penetration, im Winter 2007/08 gingen The Busters auf „Plugged Penetration“-Tour.

Mit Abschluss der „Offbeat Revenge“-Tour im Winter 2008/2009 gaben die Busters einen weiteren Besetzungswechsel bekannt. Für die beiden Gründungsmitglieder und altverdienten Saxophonisten Hans-Jörg „Fischi“ Fischer und Peter „Quitte“ Quintern übernahm ab 1. März 2009 Mathias Demmer das Saxophon. Kurz darauf verließ auch der langjährige Sänger Richard „Richez“ Tabor aus beruflichen Gründen die Band.

Nachdem im Sommer mehrere erfolgreiche Auftritte unter anderem bei den Festivals Summerjam und dem Open Air Gampel absolviert wurden, arbeiteten The Busters an ihrem neuen Album „Waking The Dead“, welches am 13. November 2009 erschien. Mit vier Liedern aus dem Album und sechs weiteren Songs ist die Band darüber hinaus in dem Spielfilm Résiste – Aufstand der Praktikanten von Jonas Grosch vertreten. Der Kontakt zu dem Regisseur und die Beteiligung am Film-Soundtrack kam über dessen Schwester Katharina Wackernagel zustande. Sie ist ein Fan der Band.[1]

2010 spielen The Busters in der Hamburger Fabrik Das Konzert für die Ewigkeit. Der Abend wird vom befreundeten Regisseur Jonas Grosch aufgezeichnet und zusammen mit dem Dokumentarfilm Eine Band für die Ewigkeit auf der gleichnamigen Doppel-DVD veröffentlicht. Der Dokumentarfilm wird u.a. auf dem Filmfest Biberach vorgestellt und wird auf der anschließenden Wintertour „Ewigkeit Tonight“ in einigen Städten auch vor dem Konzert in lokalen Kinos gezeigt.

Das Jahr 2011 begann mit der Beteiligung der Band an der „Screwball Musical Komödie" „Die letzte Lüge“ von Jonas Grosch. The Busters sind mit vier Stücken auf dem Soundtrack vertreten, Stephan Keller und Markus Schramhauser sind zudem für den Score verantwortlich und als „Lyin' Buster Cats“ ist die Band auch in einer Nebenrolle im Film zu sehen. Im Sommer setzt die Band auf Einladung ihrer Freunde von Desorden Público und des Goethe-Instituts nach Venezuela über. Dort spielen sie auf der Plaza La Castillana in Caracas ein Konzert vor mehreren tausend Einheimischen. Nach weiteren Sommerauftritten, u.a. beim Open Flair-Festival und Summerjam-Festival gingen The Busters unter dem Motto „Brutales ¡1-2-3!“ auf traditionelle Wintertour.

2012 feierte die Band im Wieslocher Palatin ihr 25-jähriges Bestehen mit Fans, Freunden, ehemaligen Mitgliedern und Special Guests wie Katharina Wackernagel, Götz Widmann und Dr. Ring-Ding. Anschließend ging es mit Dr. Ring-Ding als Special Guest auf ausgedehnte Deutschland-Tour.

2013 gab die Band bekannt, dass Dr. Ring-Ding unter dem Namen Richie Alexander fortan als zweiter Sänger festes Mitglied der Band wird. Die Premiere erlebten die Fans auf der "4 Fäuste für ein Summertime"-Tour 2014.

Diskografie[Bearbeiten]

Longplayer:

  • 1988: Ruder Than Rude (Weserlabel)
  • 1989: Couch Potatoes (Weserlabel)
  • 1991: Dead Or Alive (Weserlabel)
  • 1992: Cheap Thrills (Weserlabel)
  • 1994: Sexy Money (Weserlabel)
  • 1995: Live In Montreux (Weserlabel)
  • 1996: Stompede (Mambo Music/Sony)
  • 1997: Boost Best (Mambo Music/Sony)
  • 1998: Make A Move (Dogsteady Records/SPV; Re-Release: Ska Revolution Records, 2011)
  • 1999: Welcome To Busterland (Dogsteady Records/SPV; Re-Release: Ska Revolution Records, 2011)
  • 2001: 360° (Dogsteady Records/SPV; Re-Release: Ska Revolution Records, 2011)
  • 2003: Live (Pork Pie/Vielklang; Re-Release: Ska Revolution Records, 2008)
  • 2004: Revolution Rock (Ska Revolution Records/Vielklang)
  • 2005: Evolution Pop (Ska Revolution Records)
  • 2007: Double Penetration (Ska Revolution Records)
  • 2009: Waking The Dead (Ska Revolution Records)

Maxi-CDs & EPs:

  • 1988: No Respect (Weserlabel)
  • 1989: Don't Worry, Be Happy (Weserlabel)
  • 1989: Rude Girl (Weserlabel)
  • 1989: She Was My Girl – feat. Laurel Aitken (Weserlabel)
  • 1989: Summertime (Weserlabel)
  • 1994: 94er Hits (Weserlabel)
  • 1996: Behind Your Door (Mambo Music/Sony)
  • 1996: Ubangi Stomp (Mambo Music/Sony)
  • 1997: Ska Muzik (Mambo Music/Sony)
  • 1997: Candy (Mambo Music/Sony)
  • 1998: Come On (Dogsteady Records/SPV)
  • 2000: Liebe macht blind – feat. Farin Urlaub (Dogsteady Records/SPV)
  • 2001: My Girl (Dogsteady Records/SPV)
  • 2001: Wir lassen es nicht zu (Dogsteady Records/SPV)
  • 2005: Sukiyaki vs. Tokyo Ska Zone (Ska Revolution Records)

DVDs:

  • 2010: Das Konzert für die Ewigkeit (Ska Revolution Records)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format„Résiste! – Aufstand der Praktikanten“ mit Ska-Soundtrack. In: Punkrocknews. 21. Januar 2009, abgerufen am 11. Oktober 2009.