The Crazies – Fürchte deinen Nächsten

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Filmdaten
Deutscher Titel The Crazies – Fürchte deinen Nächsten
Originaltitel The Crazies
The-Crazies-Logo.svg
Produktionsland USA, Vereinigte Arabische Emirate
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 101 Minuten
Altersfreigabe FSK 18[1]
JMK 16[2]
Stab
Regie Breck Eisner
Drehbuch Scott Kosar
Ray Wright
Produktion Michael Aguilar
Rob Cowan
Dean Georgaris
Musik Mark Isham
Kamera Maxime Alexandre
Schnitt Billy Fox
Besetzung

The Crazies – Fürchte deinen Nächsten ist ein US-amerikanischer Survival-/Horrorfilm aus dem Jahr 2010. Regie führte Breck Eisner. Die Inszenierung ist eine Neuverfilmung des Films Crazies von George A. Romero aus dem Jahr 1973, der in der Neuauflage als Executive Producer mitwirkt.

Handlung[Bearbeiten]

Im US-Bundesstaat Iowa zieht das Grauen in die ländliche Kleinstadt Ogden Marsh ein. Der Redneck Rory taumelt apathisch mitten in ein Baseballspiel. Die geladene Flinte in der Hand, bedroht er Akteure wie Zuschauer. Sheriff David Dutton und sein Deputy Russell Clank greifen ein und versuchen vergeblich, Rory zur Vernunft zu bringen. Der zieht seine Waffe, aber David ist schneller und tötet sein Gegenüber in Notwehr. Doch das ist nur der Auftakt zu einer Reihe von schockierenden Ereignissen. Immer mehr Bewohner Ogden Marshs verwandeln sich in emotionslose, von Blutergüssen übersäte Bestien, die ihren Mitbürgern nach dem Leben trachten. Gleichzeitig werden im Ort mehrere schwarze Limousinen gesichtet, die beim Näherkommen plötzlich davonfahren. Als auch das Telefon- und Mobilfunknetz gekappt werden, vermutet David als Ursache der Seuche einen Vorfall, der von den Behörden geheimgehalten werden soll. Seine Nachforschungen ergeben, daß ein Militärflugzeug in der Nähe abgestürzt ist und nun am Grund des Trinkwassersee des Ortes liegt.

Das US-Militär versucht, dem Drama durch rigoroses Durchgreifen mit Waffengewalt ein Ende zu setzen. Ogden Marsh wird abgeriegelt. Im Anschluss werden die Infizierten, Menschen mit erhöhter Körpertemperatur, aussortiert und interniert. David und seine schwangere Frau Judy, eine Ärztin, werden kurzzeitig getrennt, weil das Militär, bei der Kontrolle, bei ihr erhöhte Temperatur messen. Sie wird auf eine Station gebracht, in der mehrere Infizierte um Sie herum an Betten geschnallt sind. Während David versucht sich Waffen zu besorgen, trifft er auf Russel, den er aus den Augen verloren hatte und der sich ebenfalls vor den Militärs versteckt hält. Plötzlich verlassen das Militär und die Ärzte Fluchtartig das Krankenhaus, nachdem draußen zu sehen war, wie Infizierte und Nichtinfizierte die Abzäunung durchbrochen haben und auf das Gelände stürmen. Nach einer Zeit tauchen Infizierte auf, doch David und Russel können Judy befreien! Ihnen schließt sich jetzt auch die junge Becca an.

Die vier fliehen vor den Soldaten und wahnsinnigen Gestalten und versuchen so, der einstigen Idylle zu entkommen. Unterwegs müssen sie sich mit ihrem Wagen vor einem herannahenden Militärhubschrauber in einer vermeintlichen Garage verstecken. Diese stellt sich als Waschstraße heraus und die wird von plötzlich auftauchenden Infizierten in Gang gesetzt. Während der Wagen unweigerlich in die Waschstraße hineingezogen wird, greifen mehrere Infizierte die Insassen an. Endlich kann David den Wagen in bewegung setzen und als Sie es fast geschafft haben, wird Becca mit einem Schlauch um den Hals aus dem Wagen gerissen und erhängt. Die übrigen drei springen aus dem Auto aus und laufen zurück um Sie zu retten, was aber zu spät ist. Dabei töten Sie noch weitere Infizierte. Als Sie gerade um Becca trauern, wird der Wagen durch eine Luft-Boden Rakete aus dem Hubschrauber gesprengt und die drei müssen ihre Flucht zu Fuß fortsetzen.

Unterwegs versucht David, eine herannahenden schwarze Limousine aufzuhalten, doch Russel kommt ihm zuvor und hält den Wagen mit einer Fangzahnsperre auf. David zwingt den Fahrer, offenbar einen Bundesagenten, die Informationen über die Seuche preiszugeben. Er erfährt, daß der Grund für die ausgebrochene Epidemie eine biologische Waffe ist, ein Tollwutvirus namens Trixie zur „Destabilisierung der Bevölkerung von Krisengebieten“. Kaum hat der Agent zu Ende geredet, wird dieser von Russel erschossen. Langsam wird deutlich, das auch Russel infiziert ist. Er flippt aus und zwingt die beiden mit Waffengewalt dazu, vor ihm herzulaufen. Es gelingt David nach einiger Zeit, Russel zu entwaffnen und dieser sagt, das er sich komisch fühlt und er weiß, das etwas mit ihm nicht stimmt. Trotz Bedenken nehmen David und Judy ihn weiter mit.

Als Sie auf einen große, Militärische Strassensperre treffen, stellt sich der infizierte Russell heroisch dem Militär entgegen und wird erschossen. Später entdecken Judy und David an einer Tankstelle eine Ansammlung von Lastwagen, die zu ihrem Schrecken auch Leichen von nicht infizierten Bewohnern des betroffenen Landstrichs im Inneren haben. In der Tankstelle kommt es erneut zu einer Auseinandersetzung zwischen den Beiden und lnfizierten. Sie können die Infizierten erledigen und mit einem LKW weiterfahren. Über Funk hören Sie etwas von einem Countdown, der runtergezählt wird und als der auf Null ist, beobachten Judy und David, wie das Militär das abgeriegelte Gebiet um Ogden Marsh mit einer Atombombe zerstört. Am Ende marschieren sie in die Stadt Cedar Rapids, nicht wissend, dass die Metropole gleichsam dem Untergang geweiht ist. Man sieht, wie die Kamera immer weiter aufzieht und dann sich als Bild eines Satelitten entpuppt, der gerade Daten über die Kleinstadt abruft, auf die David und Judy zulaufen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Filmregisseur George A. Romero bediente sich in seinen Frühwerken des Öfteren der Seuchen- und Untotenthematik. Crazies aus dem Jahr 1973 entstand zwischen den beiden Zombiefilmen Die Nacht der lebenden Toten (1968) und Zombie (1978). Im Gegensatz zu den wandelnden und instinktgetriebenen Wiedergängern wurden in Crazies durch den Einsatz eines Militärkampfstoffes Menschen verrückt und begannen gegen ihre Nächsten vorzugehen. Diese verfügten über gesteigerte Motorik und gute Reaktionsfähigkeiten.

Die Neuverfilmung folgt im Wesentlichen Romeros Original, wenngleich das Ende abweicht. So wird in der Ur-Fassung die Rettung in Form eines Gegenmittels in Aussicht gestellt, während in der Neuauflage, Eisners viertem abendfüllenden Spielfilm, ein mögliches Immunserum ungenannt bleibt. Zudem greift die Seuche auf eine Großstadt über.

Kritiken[Bearbeiten]

„Effektvolles, sozialkritisches Horror-Remake um einen mörderischen Virus – zwar kaum originell, aber packend umgesetzt.“

Cinefacts.de [3]

„Breck Eisners The Crazies wird für die Filmgeschichte keine größere Relevanz erlangen als George Romeros, zumal auch der Gewaltpegel die Zielgruppe auf Fans des Zombie-Genres beschränkt. Doch trotz einiger Längen im letzten Drittel kann unterm Strich eine glatte Empfehlung ausgesprochen werden. Ernst gemeinter Horror war seit langem nicht mehr so unterhaltsam.“

Moviegod.de [4]

„Spannend und temporeich entwickelter Horrorfilm-Remake mit drastischen Gewaltszenen, die überwiegend jedoch nicht zum Selbstzweck geraten, sondern den Verfall einer kleinbürgerlichen Gesellschaft und die Verantwortungslosigkeit staatlicher Institutionen nachzeichnen.“

Lexikon des Internationalen Films[5]

„Die Spannungsmomente werden geschickt gehalten, die Kämpfe sind mitreißend inszeniert, und hin und wieder suhlen sie sich in ihrer einfallsreich-absurden Brutalität. Wäre der Film eine Maschine, man müsste ihn als gut geölt und effizient bezeichnen.“

Critic.de [6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 80 kB) der FSK, abgerufen am 12. September 2013
  2. Filmdatenbank des BMUKK, abgerufen am 12. September 2013
  3. Cinefacts.de: Kritik, abgerufen am 7. Dezember 2010.
  4. Moviegod.de: Kritik, abgerufen am 7. Dezember 2010.
  5. The Crazies – Fürchte deinen Nächsten im Lexikon des Internationalen Films
  6. Critic.de: Filmkritik, abgerufen am 21. Juni 2013.