The Deep (2012)

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Filmdaten
Deutscher Titel The Deep
Originaltitel Djúpið
Produktionsland Island
Originalsprache Isländisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 90 Minuten
Stab
Regie Baltasar Kormákur
Drehbuch Baltasar Kormákur,
Jón Atli Jónasson
Produktion Baltasar Kormákur,
Agnes Johansen
Musik Daníel Bjarnason,
Ben Frost
Kamera Bergsteinn Björgúlfsson
Schnitt Sverrir Kristjánsson,
Elísabet Ronaldsdóttir
Besetzung
  • Ólafur Darri Ólafsson: Gulli
  • Jóhann G. Jóhannsson: Palli
  • Þorbjörg Helga Þorgilsdóttir: Halla
  • Theódór Júlíusson: Gullis Vater
  • María Sigurðardóttir: Gullis Mutter
  • Björn Thors: Hannes
  • Þröstur Leó Gunnarsson: Lárus
  • Guðjón Pedersen: Erlingur
  • Walter Grímsson: Raggi
  • Stefán Hallur Stefánsson: Jó

The Deep (isländisch Djúpið) ist ein isländisches Filmdrama von Baltasar Kormákur aus dem Jahr 2012. Es beruht auf der wahren Geschichte von Guðlaugur Friðþórsson. Der Film war der isländische Beitrag für als Bester fremdsprachiger Film bei der Oscarverleihung 2013, konnte sich jedoch nicht als endgültiger Kandidat durchsetzen.[1][2] Baltasar Kormákur hat diesen Film den isländischen Fischern gewidmet.

Handlung[Bearbeiten]

An einem Morgen im März 1984 fahren Gulli und fünf weitere Fischer zur See, um Fische zu fangen. Als sie mehrere Kilometer von der Küste von der Insel Heimaey entfernt sind, bleibt ihr Fischernetz an einem Stein im Meer hängen und das Boot kentert. Die Männer fallen in den Nordatlantik, der nur eine Temperatur von 5 Grad Celsius hat. Es passiert alles so schnell, dass sie keinen Notruf mehr absenden können. Gulli versucht seinen Freunden zu helfen, aber vergeblich, denn alle anderen außer ihm sterben. Allein und nur mit einem Hemd und Jeans bekleidet, schwimmt Gulli, den man als korpulent und nicht unbedingt sportlich beschreiben kann, zur Küste zurück. Nach sechs Stunden im Meer erreicht er die Küste von Heimaey und muss barfuß durch ein Lavafeld laufen. Nach weiteren zwei Stunden kommt er in ein Dorf und wird von dort aus mit einem Helikopter ins Krankenhaus gebracht. Er überlebt ohne größere Verletzungen. Für viele Isländer ist es ein Wunder, dass er überleben konnte und von da an wird er als Nationalheld angesehen. Nachdem ein Wissenschaftler ein Interview über seine Geschichte im Fernsehen gesehen hat, besucht er Gulli und fragt ihn, ob er für Untersuchungen zur Verfügung steht, um eine logische Erklärung für sein Überleben zu finden. Daraufhin werden Untersuchungen an ihm, unter anderem in London, durchgeführt. Aber nach einiger Zeit entscheidet sich Gulli, wieder nach Island zurückzukommen, obwohl die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. Zurück auf den Westmännerinseln kümmert sich Gulli um die Familie und den Hund seiner bei dem Schiffsunglück verstorbenen Freunde und bleibt trotz seines Statusses als Nationalheld bescheiden. Nach einiger Zeit fängt er wieder an, als Fischer zu arbeiten.

Am Ende des Films sind Ausschnitte des Interviews von Guðlaugur Friðþórsson aus dem Jahre 1984 zu sehen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film The Deep basiert auf der wahren Geschichte von Guðlaugur Friðþórsson, der als 23-jähriger im März 1984 mit vier anderen Fischern zur See fährt und nach dem Kentern des Fischerbootes und nach sechs Stunden im Atlantik als einziger der fünf Männer überlebte. Er wurde von Wissenschaftlern, die eine logische Erklärung für sein Überleben finden wollten, untersucht. Dadurch wurde festgestellt, dass seine subkutane Fettschicht dicker als bei einem durchschnittlichen Menschen ist. Jóhann Axelsson, damaliger Leiter der Abteilung für Physiologie an der Universität von Island in Reykjavík, sagt heute: „Die überdurchschnittlich dicke Fettschicht hat sicherlich eine Rolle bei Laugis Überleben gespielt. Weitere unbekannte Faktoren haben wahrscheinlich ebenfalls dazu beigetragen. Aber Keatinge [Anmerk.: William R. Keatinge, früherer Mitarbeiter in der Physiologischen Abteilung des Hospital Medical College in London] und ich waren uns einig, dass seine geistige Stärke, seine Gelassenheit und Beharrlichkeit eine erhebliche Rolle gespielt haben dürften.“[3]

Kritik[Bearbeiten]

„Auf Tatsachen basierendes, anrührendes und nachdenkliches Drama um den Überlebenskampf eines Fischers in den eisigen Fluten vor Island“.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.oscars.org/press/pressreleases/2012/20121221.html
  2. http://www.welt.de/kultur/oscar/article113871591/Oscars-2013-Alle-Nominierten-aller-Kategorien.html
  3. http://www.faz.net/aktuell/wissen/mensch-gene/naturphaenomen-das-geheimnis-des-seehund-mannes-12815996.html?printPagedArticle=true
  4. www.kino.de