The Divide – Die Hölle sind die anderen

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Filmdaten
Deutscher Titel The Divide – Die Hölle sind die anderen
Originaltitel The Divide
Produktionsland Deutschland, USA, Kanada
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge ca. 112[1] Minuten
Altersfreigabe FSK 18[2]
Stab
Regie Xavier Gens
Drehbuch Karl Mueller
Eron Sheean
Produktion Juliette Hagopian
Ross M. Dinerstein
Nathaniel Rollo
Darryn Welch
Musik Jean-Pierre Taieb
Kamera Laurent Barès
Schnitt Carlo Rizzo
Besetzung

The Divide – Die Hölle sind die anderen (Originaltitel: The Divide, Alternativtitel: The Divide – Die Hölle, das sind die Anderen!) ist ein Endzeitfilm des französischen Regisseurs Xavier Gens. Der Film zeigt den moralischen und geistigen Verfall einer Gruppe von Personen in einer postatomaren Isolationssituation.

Handlung[Bearbeiten]

Die erste Szene des Films zeigt eine atomare Explosion über New York, vor der sich eine weitgehend zufällig zusammengewürfelte etwa zehnköpfige Gruppe von Menschen retten kann. Diese Leute finden Schutz im Kellerkomplex eines Hochhauses, der vom Hausmeister Mickey (einem ehemaligen Feuerwehrmann) gewartet wird.

Als die Gruppe über das weitere Vorgehen entscheiden möchte, dringen unidentifizierbare Soldaten in die Kelleranlage ein und entführen das einzig anwesende Kind. Die Gruppe kann einige Soldaten überwältigen und dabei einen intakten Schutzanzug und ein Gewehr erbeuten. Ein Gruppenmitglied wird ausgewählt, um mit dem Schutzanzug und dem Gewehr, also als Soldat verkleidet, den Verbleib des Mädchens zu erkunden (und es falls möglich zu befreien). Er entdeckt eine Art medizinisches Labor, in dem anscheinend Organtransplantationen oder Organentnahmen vorgenommen werden, wo das Mädchen anscheinend bewusstlos und mit zugeklebten (möglicherweise auch bereits entfernten) Augen an lebenserhaltende Schläuche und Geräte angeschlossen ist, also nicht befreit werden kann. Der verkleidete Eindringling fällt schließlich dem Aufsichtspersonal auf, wird von alarmierten Soldaten verfolgt, und flieht vor diesen zurück in den Keller.

Kurz darauf wird – zur Überraschung der Kellerinsassen – die Tür des Kellers von außen zugeschweißt. Angesichts des Eingesperrtseins und angesichts schwindender Vorräte sinken Solidarität und Moral, und es macht sich immer mehr Verzweiflung und Rücksichtslosigkeit breit. Teile der Gruppe werden immer gewalttätiger. Die Situation eskaliert endgültig, als das versteckte Lebensmittel-Vorratslager von Mickey entdeckt wird, dessen Zugangsdaten Mickey durch Folter abgepresst werden. Die beiden befreundeten jungen Männer Josh und Bobby eignen sich die Kontrolle über das Vorratslager und damit über den Keller an, während sich Marilyn durch die Verzweiflung über den Verlust ihrer Tochter den beiden hingibt, und immer intensiver und zuletzt auch teilweise sadistisch oder gewalttätig missbraucht wird, bis sie dabei schließlich ums Leben kommt.

Am Ende des Films offenbart Mickey der jungen Frau Eva, welche bis dahin als einzige Beteiligte immer ihre Selbstachtung und Selbstbeherrschung und ihre Nerven behalten hat, das Versteck einer Waffe, und auch einen geheimen Weg nach draußen. Eva versucht Josh zu verführen, um ihn abzulenken, damit Sam die versteckte Waffe aus der Vorratskammer holen kann. Es entsteht jedoch ein Handgemenge mit Bobby, im Zuge dessen Joshs Bruder Adrien getötet wird. Als Sam in Lebensgefahr ist, tötet Eva den Sam angreifenden tyrannischen und despotischen Bobby, und befreit Mickey. Mickey fragt den nun (nach dem Tod von Bobby) allein dastehenden Josh, ob er eigentlich stolz auf sich sei, worauf Josh sich mit einer Petroleumlampe selbst entzündet, und damit ein Feuer legt. Während Mickey und Sam versuchen das Feuer zu löschen, entschließt sich Eva, den einzigen Schutzanzug zu nehmen und über den Abwasserkanal in die zerstörten und anscheinend unbewohnten Ruinen der Stadt zu entfliehen.

Altersfreigabe[Bearbeiten]

Laut Vertriebsfirma wurden keine Kürzungen für die deutsche FSK-Freigabe von „Keine Jugendfreigabe“ vorgenommen. Jedoch hat die deutsche Version nur 108 Minuten, während die amerikanische Version 122 Minuten aufweist.[3]

Kritiken[Bearbeiten]

„Bishin zum schmerzhaften Finale sollte man sich „Divide“ jedoch unbedingt uneingeschränkt ansehen. „The Divide“ ist harte, aber exzellent fotografierte und gespielte Genrekost und eine ganz klare Empfehlung.“

– Blairwitch.de[4]

„Menschliche Werte erliegen bald einer erdrückenden Machtdynamik und Ordnung generiert sich lediglich noch aus der Unterteilung in Herrscher und Beherrschte. „The Divide“ kennt keine Absolution: Wer nicht in der atomaren Explosion verdampft, geht durch die Hölle auf Erden.“

Filmstarts.de[5]

„Für das, was der Film ist, könnte man den ganzen ersten Teil weglassen. Man lernt zwar die Charaktere ein wenig besser kennen, aber letztlich ist der ganze Teil nur verwirrend.“

– Filmewelt.net[6]

Auf der IMDb hat der Film aktuell eine Bewertung von 5,8 aus 26.925 Stimmen.[7]

Auf Rotten Tomatoes hat der Film aktuell eine Wertung von 26 %.[8]

Trivia[Bearbeiten]

Der deutschsprachige Titel spielt auf einen Ausspruch des Philosophen und Existenzialisten Jean-Paul Sartre an ("Die Hölle, das sind die anderen.").

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IMDb
  2. Freigabebescheinigung (PDF; 37 kB) der FSK
  3. Bericht auf Schnittberichte.com
  4. Kritik von Blairwitch.de
  5. Kritik auf Filmstarts.de
  6. Kritik auf Filmewelt.net
  7. Bewertung von The Divide in der Internet Movie Database (englisch) abgerufen am 2. November 2014.
  8. Bewertung auf Rotten Tomatoes abgerufen am 3. Juni 2014.