The Elder Scrolls

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The Elder Scrolls
The Elder Scrolls Logo.svg
Der Schriftzug der Serie
Originaltitel The Elder Scrolls
Entwickler Bethesda Game Studios
Zenimax Online Studios
Publisher Bethesda Softworks
Erster Titel The Elder Scrolls: Arena (1994)
Letzter Titel The Elder Scrolls Online (2014)
Plattform(en) MS-DOS, Windows, Xbox, Xbox 360, PlayStation 3, N-Gage
Genre(s) Action-Rollenspiel

The Elder Scrolls (abgekürzt TES, dt.: Die Schriftrollen der Alten oder Die Schriften der Weisen[1]) ist eine Computerspielreihe des US-amerikanischen Computerspielherstellers Bethesda Softworks. Die hauptsächlich aus Computer-Rollenspielen bestehende Serie umfasst derzeit zwölf Titel für PC, Spielkonsolen und Mobiltelefone, die jüngste Veröffentlichung ist derzeit das am 4. April 2014 veröffentlichte The Elder Scrolls Online. Daneben existieren zwei Romane.

Zusammensetzung der Reihe[Bearbeiten]

Die Reihe entstand 1994 mit der Veröffentlichung von The Elder Scrolls: Arena. Zwei Jahre später folgte der direkter Nachfolger Daggerfall, bevor 1997 und 1998 mit Battlespire und Redguard zwei vom ursprünglichen Spielprinzip abweichende Titel veröffentlicht wurden. Seitdem existiert eine durchnummerierte Hauptreihe, neben denen weitere Spiele in der Spielwelt Nirn existieren.

Chronologie:

Hauptreihe[Bearbeiten]

Arena[Bearbeiten]

Hauptartikel: The Elder Scrolls: Arena

The Elder Scrolls: Arena war ursprünglich als 3D-Gladiatorenspiel geplant.[3] Der Name Arena ist zum einen aus dieser Tatsache heraus entstanden, zum anderen wird aber auch die Dimension „Mundus“, in der es spielt, als Arena bezeichnet. Dort treffen „das Böse“ aus Oblivion und „das Gute“ aus Aetherius immer wieder aufeinander und kämpfen gegeneinander, eben wie in einer Arena. Bethesda stellte nur 9000 Stück her – und musste weitere hunderttausende Exemplare nachproduzieren. Der erste Teil genoss auch damals schon großes Ansehen bei Rollenspielern. Anlässlich des 10. Jubiläums der Reihe hat Bethesda Arena als Vollversion zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt.[4]

Handlung des Spieles ist, den kaiserlichen Kampfmagier Jagar Tharn, der den Kaiser Uriel Septim VII. hintergangen und gefangen genommen hat, zu besiegen. Mit Hilfe der Zauberin Ria Silmane und der Dunmer-Königin Barenziah gelingt es dem Spieler, Jagar Tharn letzten Endes zu besiegen und den in der Oblivion-Ebene gefangenen Kaiser zu befreien. Die Entwicklung des Spiels wurde beeinflusst durch die Titel Darklands, Ultima Underworld und Legends of Valour.[3]

Arena zeichnet sich auch durch seine riesige Spielwelt aus, die durch zufällige Generierung von Gebieten aus vorgegebenen Elementen erreicht wird. Dadurch konnte eine Spielwelt erzeugt werden, die größer als die der modernen Nachfolger Morrowind, Oblivion und Skyrim ist.

Daggerfall[Bearbeiten]

The Elder Scrolls II: Daggerfall
TES2 logo.png
Entwickler Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bethesda Softworks
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bethesda Softworks
Erstveröffent-
lichung
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 31. August 1996
DeutschlandDeutschland 1996
Plattform MS-DOS
Spiel-Engine XnGine
Genre Computer-Rollenspiel
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Maus & Tastatur
Systemvor-
aussetzungen
66 MHz Pentium, 8 MB RAM, 50 MB freier Festplattenplatz[5]
Medium 1 CD-ROM
Sprache Englisch
Deutsch (Fanübersetzung)[6]
Aktuelle Version 2.13
Altersfreigabe
USK ab 16 freigegeben
Information http://www.elderscrolls.com/daggerfall/

The Elder Scrolls II: Daggerfall zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es eine der größten virtuellen Spielwelten darstellt.[7] Die Fantasy-Welt, die ohne Pen&Paper-Hintergrund von Bethesda entwickelt wurde, bietet ein Areal, dessen Fläche laut eigenen Angaben doppelt so groß wie Großbritannien ist.[8] Sie kann sowohl mit einem Pferd als später auch einem Schiff erkundet werden und in ihr sind über 5000 Dörfer, 750.000 NPCs, 500 Bücher und Hunderte von Kleidungsstücken enthalten. Der Großteil der Spielwelt wurde von den Entwicklern jedoch nicht manuell erstellt, sondern ist zufallsgeneriert.

Durch seine Komplexität war das Spiel sehr fehlerbehaftet, weshalb es von Spielern zeitweise den Namen „Buggerfall“ erhielt.

Die Charaktergenerierung geschieht hier durch die Beantwortung von Fragen und auch die „Hintergrundgeschichte“ wird durch weitere Fragen erstellt. Im Vergleich zum Nachfolger Morrowind enthält Daggerfall eine höhere Anzahl Fähigkeiten, wie zum Beispiel Klettern oder Ausweichen.

Durch das Erledigen von Aufträgen kann die Spielfigur zum Anführer vieler Fraktionen und Gilden werden, sogar die (geringe) Chance einer Verwandlung in einen Vampir besteht. Das Spiel kann mit einer hochstufigen Spielfigur zwar, dem Handlungsfaden folgend, durchgespielt werden; das ist aber ausdrücklich nicht das Hauptanliegen des Spiels. Vielmehr werden teilweise levelbasiert zufallsgenerierte Missionen in Gilden angeboten, die sich zwar ab einem bestimmten Grad wiederholen, jedoch in dieser Form bis heute nur selten anzutreffen sind. Trotz der zufallsgenerierten Quests kann eine Nichterfüllung einer Quest unter Umständen an einem anderen Ort bei einer anderen Person Folgen haben, da diese z. B. verwandt mit jemand war, den man retten sollte. Eine derartige Handlungsfreiheit wurde in diesem Genre nie zuvor umgesetzt, weshalb das Spiel mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde.

Technisch basiert das Spiel auf DOS und bietet 3D-Grafik und eine Wettersimulation (Schnee, Regen, Nebel). Mithilfe des CD-Cacheprogramm Smartdrive ist es unter MS-DOS möglich, ohne merkbare Ladezeit von der einen Ecke der Karte zur anderen zu gelangen.

Anlässlich des 15. Jubiläums der Reihe hat Bethesda Daggerfall als Vollversion zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt.[9] Um Daggerfall für moderne Plattformen verfügbar zu machen, existieren mehrere Projekte, XL Engine[10][11] als Engine-Rewrite und DaggerfallSetup als Installer mit zusätzlichen Patches und Übersetzungen für moderne Windowsversionen.[12]

Morrowind[Bearbeiten]

The Elder Scrolls III: Morrowind
TES3 logo.png
Entwickler Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bethesda Softworks
Publisher FrankreichFrankreich Ubisoft
Mitwirkende (Auswahl) Todd Howard (Project Leader)
Ken Rolston (Lead Designer)
Erstveröffent-
lichung
PC
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 1. Mai 2002
Europaische UnionEuropäische Union 2. Mai 2002
Xbox
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 6. Juni 2002
Europaische UnionEuropäische Union 22. November 2002
Plattform Windows, Xbox
Spiel-Engine Gamebryo
Genre Computer-Rollenspiel
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Maus & Tastatur
Systemvor-
aussetzungen
  • CPU: Pentium III 800 MHz oder vergleichbar
  • RAM: 256 MB
  • VGA: DirectX 8.1 kompatibel mit 32 MB VRAM
  • Festplattenspeicher: 1024 MB
  • ODD: 8x Laufwerk
Medium 2 CD-ROMs – Eine nur für den Editor (optional), 1 DVD-ROM – Game of the Year Edition inkl. 2 Erweiterungen
Sprache Deutsch, Englisch, Französisch
Aktuelle Version 1.2.0722 (22. Juli 2002)
1.6.1820 (GotY, 9. Juli 2003)
v6.5b (Unofficial Patch, 2011)[13][14]
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben
PEGI ab 12 Jahren empfohlen
Information http://www.elderscrolls.com/morrowind/

The Elder Scrolls III: Morrowind wurde am 30. Mai 2002 in der englischsprachigen Originalfassung veröffentlicht. Eine vollständig lokalisierte Version folgte am 12. September 2002. Vertrieben wird Morrowind von Ubisoft. Zeitgleich mit der PC-Version erschien eine für die Xbox. Anfang des Jahres 2004 wurde eine „Game of the Year“-Version für PC und Xbox herausgegeben, die neben Morrowind auch die beiden Erweiterungen Tribunal und Bloodmoon beinhaltet. Tribunal erschien zuvor am 28. November 2002, Bloodmoon am 5. Juni 2003 jeweils in englischsprachiger Originalfassung; die deutschen Fassungen folgten beide kurze Zeit danach. Das der PC-Version beigefügte Construction Set führte zur Entwicklung vieler Mods[14] und auch Inoffizieller Patches, da mit dem Ende des Patch-Supports durch Bethesda 2002 noch viele Probleme verblieben waren.[13][15]

Handlung[Bearbeiten]

Zu Beginn des Spieles wird der Protagonist der Handlung aus noch unbekannten Gründen aus dem Gefängnis entlassen und auf die Insel Vvardenfell gebracht. Diese Insel ist die Spielwelt des Spiels, welche in den Erweiterungen durch die Insel Solstheim und die außerhalb liegende Hauptstadt der Provinz Morrowind, Gramfeste, ergänzt wird.

Sobald man die Prozeduren der Charaktereinstellung, die mit einer Art bürokratischer Registrierung verbunden ist, überstanden hat, erhält man ein Paket mit Missionsbefehlen. Die erste Aufgabe des Spielers besteht darin, einem gewissen Caius Cosades in Balmora diese Sendung zu überbringen. Cosades nimmt dann den Spieler als Schüler auf und vergibt einige Aufträge. So lüften sich nach und nach weitere Geheimnisse rund um das Verschwinden der Dwemer (Zwerge), einen mysteriösen Nerevarine-Kult, der die Wiedergeburt des Helden Nerevar erwartet und man erfährt, was wirklich in der ersten Ära bei der Schlacht am Roten Berg geschehen ist. Im weiteren Verlauf wird bekannt, dass die Entlassung aus dem Gefängnis nicht zufälliger Natur war, sondern vom Kaiser von Tamriel, Uriel Septim VII., (Tamriel, das Kaiserreich, zu dem auch das Land Morrowind als Provinz gehört) erwirkt wurde. Dieser ist davon überzeugt, dass die Bedrohung durch Dagoth Ur nur von dem wiedergeborenen Nerevar ausgeschaltet werden kann und der Freigelassene selbst Teil eines viel größeren Konstruktes ist. Der Tempel der Tribunalgötter (Vivec, Almalexia und Sotha Sil), welche die Hauptreligion in Vvardenfell stellen, hält die Erfüllung der Nerevarineprophezeiung für Ketzerei.

Während des Spiels sind diverse Rätsel zu lösen und Aufgaben zu erfüllen, sowie die sieben Prüfungen des Nerevars zu bestehen. Gleichzeitig wächst die Macht des bösartigen Halbgottes und Herren des sechsten Hauses, Dagoth Ur, der in seiner Zitadelle auf dem Roten Berg, einem Vulkan in der Mitte der Insel, auf den Spieler wartet. Eingesperrt im Geisterwall hofft er darauf, dass der Nerevarine ihm bei der Erfüllung seines Planes hilft.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, der Hauptquest zu folgen. Als Alternative oder Ergänzung bieten sich Mitgliedschaften in einer Vielzahl von Gruppen und Vereinigungen: der Kriegergilde, der Magiergilde, der Diebesgilde, einem von 3 Fürstenhäusern (Hlaalu-Händler, Redoran-Krieger, Telvanni-Magier), den Klingen (Spionageorden des Kaisers), der Kaiserlichen Legion, dem Kaiserlichen Kult, dem Tempel oder der Morag Tong (Attentäterorden).

Neben diesen „fixen“ Mitgliedschaften gibt es auch noch die Möglichkeit, sich der „Zwillingsfackel“ (einer Anti-Sklaverei-Bewegung) anzuschließen, den verschiedenen Daedra-Göttern Opfer (durch Quests) zu bringen oder sich mit „Vampirismus“ anzustecken und dann für seinen Clan (Krieger, Magier oder Diebe) einige Quests zu erledigen. Es ist nicht leicht, all diesen Organisationen gleichzeitig anzugehören, weil sie nicht nur unterschiedliche, sondern in späterem Spielverlauf entgegengesetzte Ziele haben (so führt z. B. der Anführer der Kriegergilde einen persönlich motivierten Feldzug gegen die Diebesgilde oder die Magiergilde gegen das Fürstenhaus Telvanni) oder vom Zeitverlauf beeinflusst werden (z. B. betrachtet euch der Tempel als Ketzer, sofern ihr euch bereits als Wiedergeburt des Nerevar bezeichnet). Trotzdem kann man mit etwas Geschick Anführer jeder dieser Vereinigungen werden (allerdings ist die Zugehörigkeit zu mehr als einem Fürstenhaus nicht möglich). Zusätzlich gibt es noch Missionen in der freien Welt.

Viele der Gruppierungen bieten auch noch besondere Vorteile und Möglichkeiten, indem der Spieler die Welt von Morrowind aktiv mitgestaltet. So ermöglichen z. B. die Fürstenhäuser das Errichten eines eigenen Wohnhauses, das bis zur schwer bewachten Festung ausgebaut werden kann.

Add-ons[Bearbeiten]

An Elder Scrolls III: Tribunal Logo

Im Add-on Tribunal versucht eine Attentäter-Vereinigung, die „Dunkle Bruderschaft“, die Spielfigur umzubringen. Deren Spur führt den Spieler in die neue Stadt Gramfeste (Mournhold), die Hauptstadt Morrowinds, wo er in den Machtkampf zwischen König Helseth und der Göttin Almalexia verwickelt wird. Die Stadt selbst ist nicht direkt in die Hauptwelt des Spieles eingebaut. Sie ist nur per Teleporter zu erreichen und von einer unüberwindlichen Mauer umgeben. Neben der Stadt werden auch neue Feinde, Rüstungen, Waffen und Materialien eingeführt.

Im Verlauf des zweiten Add-ons Bloodmoon gelangt die Spielfigur auf die nordwestlich der Hauptwelt Vvardenfell gelegene Insel Solstheim. Dort treiben Werwölfe ihr Unwesen und im Verlauf des Spiels ist die Wahl zu treffen, diese zu bekämpfen oder sich selbst in einen solchen zu verwandeln und das Spiel in dieser Form fortsetzen. Unabhängig von der Entscheidung wird man von Hircine, dem Gott der Jagd, als würdiger Kontrahent und interessante Beute empfunden und muss ihn in einer von 3 Verkörperungen besiegen. Eine zweite Handlungslinie stellt das Arbeiten für eine Handelsgilde dar und dreht sich um die Errichtung und Gestaltung einer Minenkolonie. Hier kann man auch entscheiden, wie die Kolonie errichtet wird; entweder durch das machthungrige Kaiservolk, das man bei der Eisfalterfestung findet, oder man unterstützt seinen Oberschreiber, der in der Kolonie wohnt. Des Weiteren gibt es eine Reihe von neuen Nebenquests. Ähnlich wie in der „Tribunal“-Erweiterung werden auch hier wieder neue Feinde, Rüstungen, Waffen und Rohstoffe eingeführt, allerdings bietet die Insel Solstheim aufgrund ihrer Größe wesentlich mehr Spielraum für spontane Erkundungs- und Entdeckungstouren.

Das Rollenspielsystem[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu vielen anderen Rollenspielen gibt es keine endgültig festgelegten Klassen. Stattdessen kann sich der Spieler für mehrere primäre und sekundäre Fertigkeiten entscheiden. Deren häufige Anwendung bestimmt jeweils, wie schnell eine Steigerung des Wertes einer Fertigkeit erfolgt. Nach zehn solcher Steigerungen erhöht sich die Stufe des Charakters selbst, was ihm die Möglichkeit gibt, seine Attribute (Stärke, Intelligenz …) aufzuwerten. Dabei werden Attribute bevorzugt, die mit den Fertigkeiten, die zum Stufenaufstieg führten, in Verbindung stehen. So kann der Spieler, wenn er z. B. zehn Schwertkampf-Wertsteigerungen hatte, beim Levelaufstieg besonders viele Punkte auf Stärke vergeben. Dadurch ist es möglich, verschiedenste Laufbahnen einzuschlagen. So ist es möglich, als schwertschwingender Zauberer Morrowind zu erkunden, allerdings muss man dazu sowohl Zauberei als auch Schwertkampf separat trainieren.

Wie auch bei der Charaktererstellung, kann der Spieler individuelle Zauber zusammenstellen. Sogar Waffen und Rüstungen lassen sich mit eigenen Effekten verzaubern.

Oblivion[Bearbeiten]

Logo zu The Elder Scrolls IV: Oblivion.

The Elder Scrolls IV: Oblivion ist der vierte reguläre Teil der TES-Serie und erschien 2006. Ort der Handlung ist die Provinz „Cyrodiil“ auf dem Kontinent „Tamriel“ in der Welt „Nirn“. Publisher ist das Take-2-Label 2K Games. Die Spielwelt ist wieder offen: Lineares Schritt-für-Schritt-Vorgehen ist nicht oder nur teilweise notwendig. Das Spiel gibt es für die Xbox 360, den PC und von Ubisoft für die PlayStation 3. Seit 2007 hat Oblivion eine „Game of the Year Edition“, die neben dem „Mini“-Add-on Knights of the Nine auch die größere Erweiterung Shivering Isles enthält.

Nach dem Tod des Kaisers Uriel Septim VII. erhält der Spieler den Auftrag, das Amulett der Könige dem unehelichen Sohn Martin zu geben. Bald stellt sich heraus, dass Martin damit die Tore zur Dimension Oblivion wieder verschließen muss. Die Portale zu diesem Paralleluniversum, das von den so genannten Daedra (ein Sammelbegriff für die verschiedenen dort lebenden Spezies) bewohnt wird, hatten sich nach dem Tod des Kaisers geöffnet. Die Aufgabe des Thronfolgers ist schwierig, weshalb er den Spieler um Unterstützung bittet. Die Zeit drängt, denn in ganz Cyrodiil öffnen sich Obliviontore, durch die die Daedra einfallen und Tod und Vernichtung bringen.

Skyrim[Bearbeiten]

Hauptartikel: The Elder Scrolls V: Skyrim
Logo zu The Elder Scrolls V: Skyrim.

The Elder Scrolls V: Skyrim ist der fünfte Teil der TES-Reihe und spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (in der deutschen Übersetzung „Himmelsrand“ genannt). Das Spiel wurde am 11. November 2011 veröffentlicht. Wie die vorherigen Titel der Serie wurde das Spiel von den Bethesda Game Studios entwickelt und erschien erstmals auch außerhalb der USA im Alleinvertrieb von Bethesda Softworks.

Die Handlung des Spiels setzt ca. 200 Jahre nach den Ereignissen in The Elder Scrolls: Oblivion an. So finden sich auch einige Bezüge zum Vorgängerteil wieder. Ort der Geschehnisse bildet die nördlich von Cyrodiil gelegenen Provinz Himmelsrand. Der Hintergrund ist eine Weissagung der für die Serie namensgebenden „Elder Scrolls“ über die Rückkehr der Drachen. Da niemand dieser Prophezeiung Glauben schenken wollte, werden die Bewohner von Himmelsrand von der Ankunft vollkommen unvorbereitet überrascht. Gemäß der Vorhersehung gebe es jedoch eine Person, den „Dovahkiin“, umgangssprachlich auch „Drachenblut“ genannt, der selbst den Drachen gefährlich werden könne. Der Spieler übernimmt die Rolle dieses Helden und muss im Laufe des Spiels Himmelsrand von den Drachen befreien.

Weitere Titel[Bearbeiten]

Battlespire[Bearbeiten]

An Elder Scrolls Legend: Battlespire Logo

An Elder Scrolls Legend: Battlespire, erschienen am 30. November 1997, war ursprünglich als Add-on zu Daggerfall geplant, wurde dann jedoch als eigenständiges Action-Rollenspiel konzipiert. Es hatte zahlreiche Bugs, weswegen es sich nur schlecht verkaufte und nicht an die Erfolge der beiden Vorgänger anknüpfen konnte.

Handlung[Bearbeiten]

Die Kommunikation mit der Trainingsakademie Battlespire, in der kaiserliche Kampfmagier ausgebildet werden, ist abgebrochen. Sie befindet sich an der Grenze zwischen der „normalen“ menschlichen Dimension und Oblivion, der Dimension der Daedra. Ein Agent des Kaiserreichs wurde zur Akademie geschickt, der sich jedoch nicht mehr zurückmeldete. Daher wurde ein unbekannter Held ausgesandt, um herauszufinden, was auf Battlespire vor sich geht und wo der Agent geblieben ist.

Battlespire ist der bisher einzige The-Elder-Scrolls-Teil, in dem ein Multiplayermodus vorhanden ist. Es ist möglich, einen Krieg zwischen verschiedenen Spielern zu führen.

Redguard[Bearbeiten]

The Elder Scrolls Adventures: Redguard Logo

The Elder Scrolls Adventures: Redguard, erschienen am 31. Oktober 1998, ist ein Action-Adventure mit starken Rollenspielelementen. Als erster Teil der Reihe unterstützte der „hüpflastige“ Titel 3dfx-Grafikbeschleunigerkarten.

Handlung[Bearbeiten]

Rothwardon Cyrus erfährt durch einen Brief, dass seine Schwester Iszara vermisst wird. Kurzerhand macht er sich auf nach Stros M’Kai, dem letzten bekannten Aufenthaltsort von Iszara, um mehr über das Verschwinden seiner Schwester zu erfahren.

Zwar findet Cyrus seine Schwester Iszara recht bald, wird aber auf der Suche nach ihr in eine Rebellion gegen die kaiserlichen Truppen auf der Insel Stros M’Kai verstrickt und sieht sich gezwungen, gemeinsam mit seiner Schwester den Kampf gegen die kaiserliche Flotte und die kaiserliche Legion aufzunehmen.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Das Spielsystem von Redguard unterscheidet sich stark von den anderen The-Elder-Scrolls-Teilen, da es sich hier nicht um ein Rollenspiel, sondern um ein Action-Adventure handelt.

Es ist das einzige Spiel der Serie, bei dem der Spieler keinen eigenen Charakter erstellen kann, sondern einen vorgefertigten Charakter erhält. Dadurch hat der Held allerdings eine eigene durchdachte Persönlichkeit.

The Elder Scrolls Online[Bearbeiten]

Hauptartikel: The Elder Scrolls Online
Logo des MMORPG The Elder Scrolls Online

Am 4. April 2014 veröffentlichte Bethesda Softworks mit The Elder Scrolls Online erstmals ein Massively Multiplayer Online Role-Playing Game (MMORPG) auf dem Kontinent Tamriel. Das Spiel wurde von den für dieses Projekt gegründeten Zenimax Online Studios unter der Leitung von Matt Firor (Dark Age of Camelot) entwickelt. Anders als die Hauptreihe spielt es im vorangegangenen zweiten Zeitalter. Der Daedra-Fürst Molag Bal versucht die Herrschaft über den Kontinent zu erlangen, es ist die Aufgabe der Spieler dies zu verhindern. Dafür schließen sie sich in drei Fraktion zusammen, dem Aldmeri-Dominion von Hochelfen, Waldelfen und Khajiit, dem Dolchsturz-Bündnis von Bretonen, Rothwardonen und Orks oder dem Ebenherz-Pakt der Nord, Dunkelelfen und Argonier.

The Elder Scrolls Travels[Bearbeiten]

Wie der Name „Travels“ (engl. für „Reisen“) andeutet, wurden diese Spiele für Handys und transportable Konsolen wie das Nokia N-Gage entwickelt. Folgende Spiele sind unter der Travel-Reihe erschienen:

  1. The Elder Scrolls Travels: Dawnstar[16]
  2. The Elder Scrolls Travels: Stormhold[16]
  3. The Elder Scrolls Travels: Shadowkey
  4. The Elder Scrolls Travels: Oblivion

Construction Sets[Bearbeiten]

TES III Construction Set[Bearbeiten]

Zusammen mit Morrowind wird das TES Construction Set (kurz CS) geliefert. Es ist ein Werkzeug, mit dem der Anwender dem Spiel umfangreiche Erweiterungen hinzufügen kann. Von kleinen Änderungen, wie einem selbst erstellten Haus oder neuen Aufgaben bis hin zu komplett neuen Städten oder sogar einer komplett eigenständigen Spielwelt, ist mit dem Editor alles möglich. Aus diesem Grund existieren im Internet bereits sehr viele Fanprojekte, mit Ausmaßen, die in einigen Fällen dem Umfang des Hauptspiels nahekommen oder diesen sogar übertreffen. Außerdem ist es möglich, eine vollkommen neue Welt zu konstruieren, die unabhängig von dem eigentlichen Spiel läuft. Beispiele dafür sind Myar Aranath und Arktwend für die deutsche Version von Morrowind.

TES IV Construction Set[Bearbeiten]

Das The Elder Scrolls IV Construction Set ist der erneuerte und überarbeitete Editor zum Spiel Oblivion. Das Programm wird, anders als beim Vorgänger Morrowind, nicht mit dem Spiel ausgeliefert, sondern ist auf der Homepage der Entwickler als kostenloser Download erhältlich, allerdings in einer ausschließlich englischsprachigen Fassung.

Für sogenannte „Modder“ (Fans, die Zusätze zum Spiel erstellen) ist der Editor ein unverzichtbares Werkzeug. Mit diesem Programm können sogenannte Plug-ins (PIs) oder Modifikationen (Mods) zu Oblivion hergestellt werden, bzw. Übersetzungen des Spiels oder bereits vorhandener Plug-ins in eine andere Sprache bewerkstelligt werden. Die Änderungen werden in einer *.esp-Datei gespeichert, die zusätzlich zur Oblivion.esm (Masterdatei) in das Spiel geladen werden kann. Das Programm ist sehr mächtig und bietet auf den ersten Blick eine verwirrende Vielzahl von Möglichkeiten. Die Beliebtheit des Rollenspiels sowie die freie Download-Möglichkeit des Editors haben dazu geführt, dass bereits tausende unterschiedlichster Modifikationen für das Spiel frei erhältlich sind.

Auch für die vielfach kritisierte deutsche Übersetzung von The Elder Scrolls IV – Oblivion wurden mit dem Construction Set IV von verschiedenen Autoren Plug-Ins erstellt, die Übersetzungsfehler und andere Fehler im Spiel beheben.

Das CS IV wurde ohne integrierte Hilfe zur Verfügung gestellt. Als Ersatz findet sich im Netz jedoch das Construction Set Wiki in englischer Sprache und deutscher Übersetzung. Die CS Wikis sind zwar umfangreich, für Einsteiger in das Modden allerdings zu unübersichtlich. Daher gibt es bereits verschiedene Tutorials in deutscher und englischer Sprache, die den Einstieg in unterschiedliche Aspekte des Moddens erleichtern. Diese sind zum Teil in die Wikis integriert, hauptsächlich jedoch auf Fanseiten erhältlich.

TES V Creation Kit[Bearbeiten]

Für The Elder Scrolls V: Skyrim hat Bethesda ein neues „Construction Set“ entwickelt, genannt Creation Kit. Es stellt das moderne Gegenstück zum Elder Scrolls Construction Set dar, da für TES V eine neue, eigens entwickelte „Creation Engine“ verwendet wird.[17]

Romane[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Wikis
anderes

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizielle deutsche Verkaufsverpackung zu Daggerfall
  2. The Elder Scrolls V: Skyrim – Dragonborn-Trailer abgerufen am 6. November 2012 15:00
  3. a b Alexander „Ghostfig101“ Belfiglio: 15 Years of The Elder Scrolls Series (Englisch) In: Planet Elder Scrolls. IGN. 9. Juli 2009. Abgerufen am 28. September 2011: „The main inspiration for The Elder Scrolls comes from games like Ultima Underworld, Darklands, and Legends of Valour. And of course, D&D. The whole idea was to do a grand RPG, where you could do pretty much whatever you wanted.
  4. elderscrolls.com: kostenloser offizieller Download von Arena. (Arena106Setup.zip). Abgerufen am 25. Februar 2011.
  5. Julian Dasgupta: Elder Scrolls 2 als Freeware. In: 4players.de. 7. Oktober 2009, abgerufen am 25. Februar 2011.
  6. crashtestgoblin: Daggerfall: Die ehemals geplante Übersetzung. Daggerfall Deutsch. 3. November 2011. Abgerufen am 24. September 2013: „Daggerfall – Die Schriften der Weisen. Dieser Schriftzug prankte auf der 1996 in Deutschland erschienen Verpackung. Die Rückseite verkündete folgendes: “Komplett in Deutsch (Über 250.000 Wörter)” Man mag sich nun fragen, “Seid ihr eigentlich verrückt, dass ihr ein Spiel übersetzt, welches längst in Deutsch erhältlich ist?” Die Wahrheit ist, dass es sich hierbei um groben Etikettenschwindel handelt. […] Und diese Version gab es tatsächlich nie.
  7. Rashid Sayed: Ten Largest Worlds in Video Games (englisch) In: Gaming Bolt. 12. Januar 2011. Abgerufen am 25. Juli 2012.
  8. Bethesda Softworks: Game Information: The Elder Scrolls II: Daggerfall (englisch) In: Offizielle Webseite. Bethesda Softworks. Abgerufen am 25. Juli 2012: „No other game has such a huge world to explore. Travel around a land mass twice the size of Great Britain, exploring dungeons, castles, tombs, and even alternative dimensions. Just to walk from one end of the world to the other will take over 2 full weeks in real-time (we actually tested this!) Converse with over 750,000 characters that inhabit this world.
  9. elderscrolls.com: kostenloser offizieller Download von Daggerfall. (DFInstall.zip). Abgerufen am 25. Februar 2011.
  10. Adam Smith: Mods And Ends: Daggerfall & The XL Engine. Rock, Paper, Shotgun. 18. November 2011. Abgerufen am 4. Oktober 2013: „[XL Engine] […] it’s a custom-built framework to run old games. Essentially, it totally overhauls them, with all sorts of visual enhancements and improved modding support, so it’s almost as if they are being ported onto modern systems.
  11. daggerxl.wordpress.com: DaggerXL. Abgerufen am 25. Februar 2011.
  12. theelderscrolls.wiwiland.net: DaggerfallSetup. Abgerufen am 25. Februar 2011.
  13. a b Stuart: Restore Classics With These Unofficial Patches. fileplanet.com. 2011. Abgerufen am 25. Juli 2011: „The Elder Scrolls III: Morrowind Unofficial v6.3b Patch by Thepal: For its time, The Elder Scrolls III: Morrowind offered one of the biggest worlds to explore but also contained some of the biggest bugs. Bethesda was aware of these problems and lack of content, but they weren’t able to fix everything, so The Unofficial Morrowind Patch was released, or UMP as it is commonly referred to.
  14. a b BTB: BTB's Morrowind Mod List (englisch) btb2.free.fr. 8. Juli 2011. Abgerufen am 7. Februar 2012.
  15. Hrnchamd / Psyringe: Morrowind Code Patch version 2.1 (englisch) nexusmods.com. 29. Juli 2012. Abgerufen am 24. September 2013: „Morrowind is a game of great depth, a huge world, incredibly extensible and with a thriving community. Unfortunately it's also full of bugs. This is our attempt at defeating the worst bugs in the game, including save corruption
  16. a b bethsoft.com: Pressemitteilung Bethesdas zu Elder Scrolls Travels. Abgerufen am 24. April 2011.
  17. Poll: Creation Engine and Kit