The Fat Boys

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The Fat Boys
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hip-Hop
Gründung 1983
Auflösung 1991
Gründungsmitglieder
Mark „Prince Markie Dee“ Morales
Rap
Damon Yul „Kool Rock-Ski“ Wimbley
Darren „The Human Beat Box“ Robinson

The Fat Boys (zuerst: The Disco Three) waren eine US-amerikanische Hip-Hop-Formation aus Brooklyn (New York, NY) aus den 1980er Jahren.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Bandmitglieder Robinson, Morales und Wimbley kannten sich schon in frühester Jugend, da sie zusammen in Brooklyn aufwuchsen. Zunächst traten sie unter dem Namen The Disco Three auf. Robinson, „The Human Beatbox“ genannt, war einer der Pioniere auf dem Gebiet des Beatboxing. 1983 nahmen sie an einem unter anderem von Coca-Cola veranstalteten Band-Wettbewerb teil und gewannen - nicht zuletzt durch das damals noch recht unbekannte „menschliche Schlagzeug“ - aus einem Teilnehmerfeld von 500 Bands den ersten Preis, der mit einem Plattenvertrag dotiert war.

Nach der Debüt-Single „Reality“ änderten sie 1984 ihren Bandnamen in The Fat Boys, der angeblich durch Charles Stettler, den damaligen Manager der Gruppe, geprägt wurde. Dieser hatte sich über die Essgewohnheiten des Trios während einer Tour durch Europa amüsiert. Zudem brachte der Name sehr gut zum Ausdruck, dass die drei Herren etwas korpulenter waren. Unter ihrem neuen Namen arbeitete die Gruppe mit Kurtis Blow zusammen, der für sie komponierte und produzierte. Ihr Debütalbum The Fat Boys brachte sie auf Platz 48 der Billboard-Albumcharts. Im selben Jahr spielten sie ihre ersten Filmrollen in Cry of the City. In den nächsten beiden Jahren veröffentlichten die Fat Boys zwei weitere Alben, die sich ebenfalls in den Billboard Charts platzieren konnten. Es folgten weitere kleine Rollen im Filmgeschäft, darunter ein Auftritt in der TV-Serie Miami Vice.

Anders als viele andere Bands des Genre versuchten sich die Fat Boys nie als Gangster zu positionieren oder auf die Beleidigungen anderer Gruppe mit eigenen einzugehen. Ein großer Teil ihrer Texte beschäftigt sich mit Essen, Partys sowie dem weiblichen Geschlecht. Damit nehmen die Fat Boys eine Ausnahmestellung in Rap und Hip Hop ein, denn nur wenige andere Künstler positionierten sich so freundlich und friedfertig.

Bei dem 1987er Album Crushin’ kooperierten die Fat Boys mit den Beach Boys. Der Titel „Wipe Out“ erreichte Platz zwölf in den Billboard Pop Charts sowie Rang 2 in England. Das Album konnte sich auf Platz 8 der Billboard-Albumcharts platzieren und wurde das erfolgreichste der Band. Im selben Jahr spielten sie ihre ersten Hauptrollen in der Komödie Die Fat Boys als Chaotenteam. Für diesen Film nahmen sie eine Cover-Version des Beatles-Titels Baby you´re a rich man auf.

Auf dem anschließenden Album folgte „The Twist“ mit dem Originalinterpret Chubby Checker. Mit diesem belegten sie in Deutschland und der Schweiz Platz eins. Zudem traten die Fat Boys zusammen mit Chubby Checker neben zahlreichen anderen Weltstars der Musikszene auf einem Festival anlässlich Nelson Mandelas siebzigsten Geburtstags im Wembley-Stadion auf.

1989 geriet die Karriere der Band ins Stocken. Ihr sechstes Album binnen sechs Jahren konnte sich gerade noch auf Platz 175 der Charts behaupten. Mark Morales verließ daraufhin die Band, um als Solokünstler und Produzent zu arbeiten. Das verbliebene Duo trennte sich von Manager Stettler, wechselte die Plattenfirma und nahm noch ein letztes Album, Mack Daddy auf. Als auch dieses floppte, war das Ende der Fat Boys besiegelt. 1992 wirkte Wimbley auf dem Soloalbum von Morales als Gastmusiker mit. Eine Wiedervereinigung des Trios wurde in der Folgezeit von den ehemaligen Bandmitgliedern nicht ausgeschlossen. Im Dezember 1995 starb Darren Robinson in New York an einem Herzinfarkt. Er war erst 28 Jahre alt, wog zum Zeitpunkt seines Todes allerdings über 200 Kilogramm.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1984: Fat Boys (Sutra)
  • 1985: The Fat Boys Are Back! (Sutra)
  • 1986: Big & Beautiful (Sutra)
  • 1987: Greatest Hits: The Best Part Of The Fat Boys (Sutra)
  • 1987: Crushin’ (Tin Pan Apple/Polydor); US #8 US-R&B #4 UK #49
  • 1988: Coming Back Hard Again (Tin Pan Apple/Polydor); US #33 US-R&B #21 UK #98
  • 1988: Krush On You (Blatant Records)
  • 1989: On And On (Tin Pan Apple/Mercury)
  • 1991: Mack Daddy (ohne Prince Markie D) (Emperor/Ichiban)
  • 1997: All Meat, No Fillah! The Best of The Fat Boys (Rhino)

Singles[Bearbeiten]

Jahr Single Album Chart-Positionen
 DE   CH   AU   GB   US 
1984 Can You Feel It Fat Boys
1984 Fat Boys / Human Beat Box Fat Boys
1985 Jail House Rap Fat Boys 63
1985 Don't Be Stupid The Fat Boys Are Back
1985 Hard Core Reggae The Fat Boys Are Back
1985 The Fat Boys Are Back The Fat Boys Are Back
1986 Big And Beautiful Big And Beautiful
1986 In The House Big And Beautiful
1986 Sex Machine Big And Beautiful
1987 Falling In Love Crushin'
1987 Rock Ruling Crushin'
1987 Wipeout Crushin' 30 2 12
1988 The Twist Coming Back Hard Again 1 1 2 16
1988 Louie Louie Coming Back Hard Again 46 88
1989 If It Ain't One Thing It's Anuddah On And On
1989 Lie-Z On And On
1989 Whip It On Me Mack Daddy

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]