The Fog – Nebel des Grauens (1980)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel The Fog – Nebel des Grauens
Originaltitel John Carpenter’s The Fog
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1980
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie John Carpenter
Drehbuch John Carpenter,
Debra Hill
Produktion Debra Hill
Musik John Carpenter
Kamera Dean Cundey
Schnitt Charles Bornstein,
Tommy Lee Wallace
Besetzung
Drehort Point Reyes Lighthouse

The Fog – Nebel des Grauens ist ein Horrorfilm von John Carpenter, der 1980 veröffentlicht wurde. Während bei seinem Erscheinen die Kritikermeinungen meist negativ ausfielen, mauserte er sich zu einem kommerziellen Erfolg und wird heute vielfach zu den Klassikern Carpenters gezählt. Im Jahr 2005 kam eine Neuverfilmung des Films – wieder unter gleichem Namen – in die Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film handelt von den Einwohnern der Stadt Antonio Bay in Kalifornien, deren Gründung mit einem dunklen Geheimnis in der Vergangenheit verknüpft ist. Die ersten Siedler hatten ein Schiff absichtlich durch falsches Leuchtfeuer auf ein Riff bei Spyvey Point gelenkt, um zu verhindern, dass in ihrer Nähe eine Leprakolonie errichtet wird. Ein reicher Leprakranker hatte den Siedlern vorher das für die Kolonie bestimmte Land mit Gold abgekauft. Er und seine Leidensgenossen waren an Bord des Schiffes und ertranken. Die sechs Verschwörer gründeten nach dem Unglück mit dem Gold die Stadt. Ein Teil des Goldes der Leprakranken verwendeten sie, um daraus ein Altarkreuz für die Kirche der Siedlung zu fertigen.

Am 100. Jahrestag der Stadtgründung sollen jene ersten sechs Siedler und Stadtgründer mit einem Fest geehrt werden. In der Nacht zuvor entdeckt Pater Malone in seiner Kirche das Tagebuch seines Großvaters, der gleichfalls Pater und einer der Verschwörer war, und erfährt so die Vorgeschichte der Stadtgründung. Bis dahin galt ein dichter Nebel als verantwortlich für den Untergang des Schiffes. Ebenfalls in dieser Nacht sieht die Radiomoderatorin Stevie Wayne, die allein vom Leuchtturm auf Spyvey Point aus auf Sendung ist, eine breite und seltsam leuchtende Nebelbank auf die Bucht zukommen. Sie warnt im Radio die Fischerboote vor dem dichten Nebel, von denen eines bald vom Nebel eingehüllt wird. Bier trinkend haben die drei Besatzungsmitglieder die Sendung sowie das Ausbreiten des Nebels verfolgt, um ihn näher zu betrachten. Auf dem Oberdeck sehen sie ein Geisterschiff auf sich zukommen. Aus dem unnatürlichen Nebel lösen sich die Geister der damals Ertrunkenen, die auf Rache an den in der Stadt lebenden Nachfahren der sechs Verschwörer sinnen, und töten die drei Fischer nacheinander. Am nächsten Morgen macht sich das Pärchen Elizabeth Solley und Nick Castle, das sich erst am Abend zuvor kennengelernt hatte, auf die Suche nach den Fischern, die mit Nick verabredet waren. Sie stechen in See und finden die Leichen auf dem führungslosen Boot. Später im Krankenhaus erwacht einer der getöteten Fischer und attackiert Solley mit einer Spritze. Sie kann ausweichen und der Angreifer ist wieder tot. Ebenso an diesem Morgen findet der kleine Sohn von Stevie am Strand Treibgut, das sich als eine alte Schiffsplanke erweist. Stevie nimmt den Fund mit auf ihre Arbeit in ihrem Lokalsender im Leuchtturm, um mehr zur Herkunft erfahren zu können.

Während der Feier zum Stadtjubiläum an diesem Tag, deren Höhepunkt die Enthüllung eines Denkmals der ersten Siedler durch die Bürgermeisterin ist, breitet sich der Nebel von See her über die ganze Stadt aus, und die Wesen darin töten zwei weitere Bewohner von Antonio Bay. Aus dem Leuchtturm auf Spyvey Point sieht Stevie die Nebelbank und warnt die Bewohner des Ortes davor in ihrer Sendung. Als sie bemerkt, dass ihr Kind zuhause in Gefahr ist, bittet sie in der Sendung Zuhörer es vor dem Nebel zu retten. Eine Gruppe von Überlebenden flieht in die Kirche von Pater Malone, darunter Elizabeth und Nick, die den Sohn Stevies vor den Geistern retten konnten. Die beiden anderen Flüchtlinge sind die Bürgermeisterin und ihre Assistentin. Als die Seeleute die Kirche erreichen, übergibt Pater Malone ihnen das goldene Kreuz, worauf die Seeleute zunächst zurückweichen und sich der Nebel auflöst. Als die anderen gegangen sind und der Pater wieder allein in der Kirche ist, kehrt der Nebel in die Kirche zurück. Der Geist des reichen Leprakranken, der damals von den Verschwörern um Gold und Leben gebracht worden war, tötet Pater Malone in der letzten Szene mit einem Schwerthieb.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Szenen in Antonio Bay wurden in Point Reyes Station, einem kleinen Ort im kalifornischen Marin County, gedreht. Drehort für den Handlungsstrang des Leuchtturms war Point Reyes Lighthouse und für die feierliche Denkmalenthüllung ein Restaurant im unmittelbar nahe Point Reyes Station gelegenen Olema. Als Kirche fungierte die Episcopal Church of the Ascension in Sierra Madre. Die Einstellung an Kai und Bootsstegen erfolgte in Bodega Bay, an der gleichen Stelle, die schon Hitchcock für den Film Die Vögel ausgesucht hatte.[1]

Kritik[Bearbeiten]

„Ein technisch virtuoser, effektvoll inszenierter Horrorfilm mit suggestiver Musik, der – sehr gekonnt – eine Atmosphäre der Angst und des Schreckens verbreitet.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1981 wurde The Fog beim Saturn Award als Bester Horrorfilm und für die besten Spezialeffekte nominiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jan C. L. König: Herstellung des Grauens. Wirkungsästhetik und emotional-kognitive Rezeption von Schauerfilm und -literatur. Verlag Peter Lang, Frankfurt /M. 2005, ISBN 3-631-54675-0. (Ausführliche Wirkungsanalyse des Films, Szenenprotokoll, Schnittlisten zu drei der Szenen.)
  • Frank Schnelle: Suspense, Schock, Terror. John Carpenter und seine Filme. Verlag Robert Fischer, Stuttgart 1991, ISBN 3-924098-04-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tony Reeves: The Fog (1979) film locations. In: Webpräsenz movie-locations.com. The Worldwide Guide to Movie Locations, abgerufen am 1. März 2013 (englisch).
  2. The Fog – Nebel des Grauens im Lexikon des Internationalen Films

Weblinks[Bearbeiten]