The Help (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel The Help
Originaltitel The Help
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 146 Minuten
Altersfreigabe FSK 0[1]
JMK 6[2]Vorlage:Infobox Film/Wartung/JMK ohne JMKID
Stab
Regie Tate Taylor
Drehbuch Tate Taylor
Produktion Michael Barnathan,
Chris Columbus,
Brunson Green
Musik Thomas Newman
Kamera Stephen Goldblatt
Schnitt Hughes Winborne
Besetzung

The Help ist ein Spielfilm des US-amerikanischen Regisseurs Tate Taylor aus dem Jahr 2011. Das Drama basiert auf dem Roman "Gute Geister" von Kathryn Stockett und handelt von einer jungen Frau, Eugenia „Skeeter“ Phelan, und ihrer Beziehung zu zwei afroamerikanischen Hausangestellten während der Bürgerrechtsbewegung der frühen 1960er Jahre. In den Hauptrollen des Films, der in Jackson, Mississippi spielt, sind unter anderem Emma Stone, Viola Davis, Octavia Spencer, Bryce Dallas Howard und Jessica Chastain zu sehen.

Handlung[Bearbeiten]

Jackson, Mississippi, Anfang der 1960er Jahre: Als die junge Skeeter nach dem Studium an der University of Mississippi in ihre Heimatstadt zurückkehrt, träumt sie davon, Schriftstellerin zu werden. So fasst sie – angetrieben von ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und gegen alle Konventionen – den Entschluss, ein kontroverses Buch aus Sicht der Hausmädchen zu schreiben, weshalb sie anfängt, afroamerikanische Frauen zu interviewen, die sich ihr Leben lang als Hausmädchen um die Kinder der weißen Oberschicht gekümmert haben.

Doch damit verstößt Skeeter nicht nur gegen den guten Ton, sondern auch gegen das Gesetz, wodurch sie sich und alle, die ihr geheimes Projekt unterstützen, in Gefahr bringt, allen voran die gutherzige Aibileen, die Skeeter als Erste für ihr Projekt gewinnen kann, und die resolute Minny, die mit ihrem vorwitzigen Mundwerk und ihrem einzigartigen Schokoladenkuchen für Furore sorgt. Dabei werden Skeeters Freundschaften aus Kindheitstagen auf eine harte Probe gestellt und auch die schwarze Gemeinde steht dem Projekt zunächst skeptisch gegenüber. Doch nach einem folgenschweren Vorfall sind immer mehr Hausmädchen bereit, Skeeter ihre tragischen bis witzigen Lebensgeschichten zu erzählen.

Das Buch wird schließlich publiziert und wird ein großer Erfolg – sehr zur Freude Skeeters und der Hausmädchen. Skeeter teilt ihren Ruhm mit allen, die mit ihren Geschichten zum Erfolg beigetragen haben und bekommt ein Angebot, in einem Verlagshaus in New York zu arbeiten.

Kritiken[Bearbeiten]

„Als bonbonfarbenes Feel-Good-Movie lebt The Help von seinen Schauspielerinnen (großartig: Octavia Spencer als Minny) und bunten Details: dem facettenreichen Südstaaten-Dialekt mit seinen langgezogenen Vokalen, den Sixties-Frisuren, bedruckten Seidenkleidern und häuslichen Alltagsbeobachtungen. Dabei funktioniert The Help wie eine nostalgische Mischung aus Die Frauen, Wer die Nachtigall stört, Mad Men und Grüne Tomaten. Trotz der zweieinhalb Stunden Laufzeit entwickelt der Film einen beachtlichen erzählerischen Sog, der nicht zuletzt Regisseur Taylors gekonntem Einsatz von melodramatischen Genrekonventionen geschuldet ist: Die Trennlinie zwischen Gut und Böse ist klar gezogen, und selbst die billigsten Pointen sind gut platziert. […] Als Film über Rassismus und die unsichtbaren Privilegien des Weißseins vergeudet The Help jedoch sein Potential. […] Die Charaktere von Aibileen und Minny bleiben moralisch aufrichtige, aber eindimensionale Klischeefiguren, die als passive Stichwortgeber fungieren. Sie sind Katalysatoren für die Transformation der schillernden weißen Hauptfiguren, denen Taylors eigentliches Interesse gilt.“

Tobias Nagl: Spiegel Online[3]

„[…] Tatsächlich erweist sich Emma Stone als eine der talentiertesten Schauspielerinnen ihrer Generation, die hiermit auch im ernsten Fach überzeugt und eine Nominierung wohl verdient hätte. Was allerdings in den USA gern als Autorenkino durchgeht, wirkt auf uns Europäer manchmal etwas zu naiv. So ist auch hier die Story das eine oder anderemal zu klischeehaft geraten. Zudem fehlen häufig Grautöne, da gibt es gute und böse Figuren - und bei deren Charakterisierung wurde schon mal der Holzhammer ausgepackt. Hintergründige Subtilität ist jedenfalls nicht die Stärke des Films. Was leider dazu führt, dass The Help seine Zuschauer über weite Strecken unberührt lässt. […] Gut gemeinter Film über ein dunkles Kapitel der amerikanischen Gesellschaft.“

Cinema[4]

„[…] Doch es ist kein zweiter Mississippi Burning (Regie: Alan Parker, 1988), in dem es um die Aufklärung der kaltblütigen Ermordung von drei farbigen Bürgerrechtlern im Jahre 1964 geht. The Help ist mehr Zickenkrieg als Geschichte des Grauens, mehr Melancholie als Aufklärung, mehr Hochglanz als Tristesse. Wo sind die elenden Hütten, die Slums, die Dritte Welt mitten im amerikanischen Wirtschaftsaufschwung und Wohlstand? Ein Stück mangelnde Authentizität muss man dem Film schon anlasten. Dem Film hätte es gut getan, die Handlung stärker zu verdichten und die äußere Fassade etwas mehr auseinander bröckeln zu lassen. The Help ist ein klassisches Hollywood-Produkt, in dem das Gute über das Böse siegt und der Plot sehr vorhersehbar ist. Und trotzdem hat Tate Taylor ein großes Mitgefühl für seine Figuren entwickelt, das sich auf den Zuschauer überträgt. Man hofft für sie das Beste und leidet mit ihnen von der ersten Minute an. Für die einen wünscht man sich die Hölle, für die anderen den Himmel. Viel schlauer kommt man am Ende nicht heraus.“

Katrin Knauth: kino-zeit.de[5]

The Help ist recht konventionelles, handwerklich ausgereiftes Erzählkino, das von herausragenden schauspielerischen Leistungen und einem gefühlvollen Soundtrack getragen wird, sich filmisch aber in erster Linie durch ein atmosphärisches Production Design auszeichnet. Die palastartigen Villen der weißen Arbeitgeber/innen stehen im größtmöglichen Gegensatz zu den tristen Behausungen der afroamerikanischen Bevölkerung. Über weite Strecken schwelgt der Ausstattungsfilm in der Farbenpracht der Südstaaten, wie man sie aus vielen Filmen kennt. […] Über zweieinhalb Stunden entfaltet sich das wuchtige Panorama einer Epoche, deren Konflikte bis heute nachwirken.“

Philipp Bühler: kinofenster.de[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Unterschiede zum Roman[Bearbeiten]

Roman Film
Skeeters Haare sind gelb und schulterlang Skeeters Haare sind rot und länger
Minny Jackson wird arbeitslos, weil sie nicht für Hilly arbeiten möchte Minny Jackson wird entlassen, weil sie die Innentoilette benutzt
Constantine's Tochter heißt Lula Bell, sie ist weiß Constantine's Tochter heißt Rachel, sie ist farbig
Johnny Food trifft Minny eher zufällig bei sich zu Hause arbeitend an, beide verschweigen diese Begegnung vor Celia Celia beichtet ihrem Mann, dass sie ein Hausmädchen angestellt hat
Aibileen arbeitet am Ende des Romans als Autorin für die Zeitung und schreibt eine Haushaltskolumne Im Film ist Aibileen am Ende arbeitslos, sie deutet an weiterhin schreiben zu wollen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 35 kB) der FSK, abgerufen am 5. Februar 2012
  2. Freigabe der Jugendmedienkommission, abgerufen am 5. Februar 2012
  3. Tobias Nagl: Bonbonbunt und doch schwarzweiß. In: Spiegel Online. Der Spiegel, 7. Dezember 2011, abgerufen am 7. Dezember 2011.
  4. http://www.cinema.de/film/the-help,4666418.html
  5. http://www.kino-zeit.de/filme/the-help
  6. Philipp Bühler: The Help - Film des Monats Dezember 2011. In: kinofenster.de. Bundeszentrale für politische Bildung und Vision Kino, 11. November 2011, abgerufen am 20. Dezember 2011.