The Interactive Disassembler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
The Interactive Disassembler
Entwickler Hex-Rays
Aktuelle Version 6.6[1]
(4. Juni 2014)
Betriebssystem Windows, GNU/Linux, Mac OS
Programmier­sprache C++[2]
Kategorie Disassembler
Lizenz Proprietär
www.hex-rays.com/products/ida/index.shtml

The Interactive Disassembler (kurz IDA) ist ein Disassembler, der es ermöglicht, Binärcode in Assembler-Quelltext umzuwandeln. Er unterstützt Prozessoren verschiedener Hersteller und Prozessorfamilien. Bei der automatischen Analyse des Binärcodes zieht IDA den benutzten Compiler mit in Betracht. Daraus resultiert eine besonders hohe Erkennungsrate von Bibliotheksfunktionen und deren Namen, die später das Verständnis des erzeugten Codes wesentlich vereinfachen.

Die Möglichkeit, interaktiv in die Analyse des Binärcodes einzugreifen, gibt dem erfahrenen Benutzer die Möglichkeit sein Wissen über das Programm oder dessen Struktur mit in die Dekodierung einfließen zu lassen. Letztlich ist ein Programm nicht zu 100 % in der Lage einen Binärcode korrekt zu dekodieren und profitiert von der Interaktion des Anwenders.

So können fälschlicherweise als Code interpretierte Daten in die richtige Darstellung umgewandelt werden und auch komplexe Datenstrukturen und Datentypen können in IDA angegeben werden. Bei der Umwandlung von Daten in Code wird automatisch eine funktionenbezogene Analyse des Codes durchgeführt und dieser entsprechend strukturiert und mit Sprungmarken bzw. Namen versehen.

In neueren Versionen besitzt IDA die Möglichkeit auf Intel-Prozessoren den Binärcode unter seiner Kontrolle auszuführen und mit einem Debugger Haltepunkte zu setzen. Damit ergeben sich neue Möglichkeiten, den Programmfluss des analysierten Binärcodes zu verstehen.

Scripting[Bearbeiten]

Erweiterungen, sogenannte IDC-Scripts ermöglichen die Erweiterung des Funktionsumfangs. Es werden bereits einige hilfreiche Scripts mitgeliefert, die als Vorlage für eigene Erweiterung dienen können. Am häufigsten werden Scripts zur weiteren Modifikation des erzeugten Codes benutzt. So können externe Symboltabellen geladen und damit die Funktionsnamen des ursprünglichen Quellcodes wiederhergestellt werden.

Es gibt einige Websites, die sich speziell mit dem Scripting von IDA beschäftigen und Hilfen zu häufig auftretenden Problemen anbieten.

Einsatzgebiete[Bearbeiten]

IDA eignet sich sowohl zur Analyse eigener Programme - um z. B. die Effektivität eines benutzten Compilers zu überprüfen - als auch zur Analyse fremder Programme. Für Cracker ist dies die Grundlage für das nähere Verständnis eines zu verändernden Computerprogramms und das Beseitigen von Kopierschutz-Mechanismen.

Unterstützte Systeme[Bearbeiten]

  • Prozessoren
    • Intel 80x86/Pentium/i960
    • ARM Risc
    • Motorola 68xxx/h8
    • Zilog Z80, MOS Technology 6502, Intel 8051, Intel i860, DEC PDP-11
  • Compiler
    • GNU C++ für Unix/common
    • GNU C++ für Cygwin
    • Borland C Builder v4 für DOS/Windows
    • Borland C++ 3.1
    • Borland C++ 5.x für DOS/Windows
    • Microsoft C (16 bit) für DOS/Windows
    • Microsoft Visual C++ v6
    • Microsoft Visual Studio .Net
    • Watcom C++ (16/32 bit) für DOS/OS2
    • ARM C v1.2

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Chris Eagle: The IDA Pro Book: The Unofficial Guide to the World's Most Popular Disassembler. No Starch Press, USA 2008, ISBN 1-593-27178-6, S. 640.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. What's New
  2. Hex-Rays