The Italian Job – Jagd auf Millionen

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Filmdaten
Deutscher Titel The Italian Job – Jagd auf Millionen
Originaltitel The Italian Job
Theitalianjob-logo.svg
Produktionsland USA, Frankreich, Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2003
Länge 117 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Felix Gary Gray
Drehbuch Donna Powers
Wayne Powers
Produktion Tim Bevan
Donald De Line
Jim Dyer
Musik John Powell
Kamera Wally Pfister
Schnitt Richard Francis-Bruce
Christopher Rouse
Besetzung

The Italian Job – Jagd auf Millionen ist ein Spielfilm aus dem Genre der Heist-Movies und eine Neuverfilmung von Felix Gary Gray aus dem Jahr 2003, die auf dem gleichnamigen Film von Peter Collinson, The Italian Job – Charlie staubt Millionen ab, basiert.

Handlung[Bearbeiten]

In Venedig gelingt dem eingespielten Team um Charlie Croker ein Aufsehen erregender Coup: Durch Wegsprengen des Fußbodens genau unter einem Safe fällt dieser durch zwei Stockwerke hindurch in den Kanal von Venedig. Während das Wachpersonal das als Köder fungierende Schnellboot mit Rob am Steuer durch Venedigs Altstadt verfolgt, können die anderen unter Wasser 35 Millionen US-Dollar in Goldbarren bergen. Dem Team gelingt die Flucht, aber die Freude währt nicht lange, denn Teammitglied Steve hatte schon vor dem Coup beschlossen, die Gruppe zu hintergehen. Seine Leute stoppen das Fluchtfahrzeug und laden die Goldbarren um. Da Steve die Rache der Hintergangenen fürchtet, erschießt er Charlies Mentor John Bridger, einen begnadeten Safeknacker. Der Rest des Teams stürzt mit dem Fluchtfahrzeug ins eiskalte Wasser und wird deshalb von Steve für tot gehalten. Dank der mitgeführten Tauchausrüstung aus dem Venedig-Coup schaffen sie es jedoch, sich zu retten.

Ein Jahr später trommelt Charlie, der inzwischen Steves Spur bis nach Los Angeles verfolgt hat, das übrig gebliebene Team wieder zusammen. Mit Hilfe von Stella, Johns Tochter, soll Steve um die einstige Beute erleichtert werden. Stella ist anfangs nicht sonderlich begeistert, da sie als professionelle Safeknackerin im Dienste der Polizei steht und nun das erste Mal in ihrem Leben an einem Überfall beteiligt werden soll. Sie nimmt letztendlich das Angebot an, um den Tod ihres Vaters rächen zu können.

Steve hat das vergangene Jahr genutzt, um die venezianischen Goldbarren nach und nach bei einem Kontaktmann der ukrainischen Mafia gegen Bares umzutauschen. So wohnt er nun in einer luxuriös ausgestatteten Villa, die durch ein hochmodernes Sicherheitssystem und von mit Hunden begleiteten Wachleuten geschützt wird.

Es beginnt eine lange Planungsphase für Charlie und sein Team. Um das Innere von Steves Villa auskundschaften zu können, verschafft sich Stella als Fernsehtechnikerin nach einem fingierten Sendeausfall Zutritt. Steve, sichtlich von ihr angetan, lädt sie für einen der nächsten Abende auswärts zum Essen ein. Die Bande beschließt, den Zeitpunkt dieses Dates für ihr Vorhaben zu nutzen. Mithilfe von drei karosserieverstärkten Mini wollen sie die schwere Goldladung abtransportieren. Doch der Plan geht schief. Während des Dates im Restaurant wird Stella von Steve als John Bridgers Tochter enttarnt. Charlie beschließt, die Aktion abzubrechen, während Steve vor Wut seinen ukrainischen Mafia-Kontaktmann erschießt, da er sich von ihm verraten glaubt. Er sieht sich gezwungen, sein Haus zu räumen und das verbliebene Gold in Sicherheit zu bringen.

Die geplante Umdeponierung des Goldes soll mit einem von drei identischen Panzerwagen erfolgen, die gleichzeitig von Steves Haus abfahren und von Sicherheitsleuten begleitet werden. Steve selbst beobachtet den Abtransport vom Helikopter aus.

Hacker Lyle, der in das Netz der Verkehrsüberwachung eingedrungen ist, misst über eine Überwachungskamera die Bodenfreiheit der drei Transporter. Der Wagen mit der geringsten Höhe wird ins Visier genommen. Lyle manipuliert die Ampelschaltungen und verursacht so einen Verkehrsstillstand in der Stadt, gleichzeitig lotst er dadurch den Panzerwagen an ein mit Sprengfallen versehenes Straßenstück. Durch dieselbe Vorgehensweise wie beim Raub in Venedig wird das Gold entwendet: Die Straße unter dem Transporter wird weggesprengt und das Fahrzeug fällt einige Meter nach unten in einen U-Bahn-Schacht, wo Charlie und seine Männer schon warten. Das Gold wird in die drei Mini umgeladen, die es aus dem Untergrund transportieren. Allerdings bemerkt Steve dies und lässt die Bande durch seine Sicherheitsleute verfolgen, jedoch ohne Erfolg. Schließlich liefert er sich mit seinem Helikopter ein Duell mit Charlies Mini, das sich bis zum Bahnhof fortsetzt.

Steve beobachtet, dass die drei Mini in einem Güterwagon versteckt werden. Beim Versuch, die Bande zu stellen, erlebt er jedoch eine unangenehme Überraschung. Charlie hatte die ukrainische Mafia über Steve informiert, die ihn nun in Empfang nimmt und dafür einen Anteil an der Beute erhält. Nun können Charlie und seine Freunde in Ruhe mit dem Zug fliehen. In ihrem Abteil stoßen sie auf den am Anfang des Films verstorbenen John Bridger an.

Während des Abspanns sieht man, dass sich jeder seinen Traum erfüllt hat. Charlie und Stella sitzen in Venedig in einer Gondel und küssen sich.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Produktionskosten betrugen schätzungsweise 60 Millionen US-Dollar. Der Film spielte in den Kinos der USA ca. 106,1 Millionen US-Dollar ein und ca. 69,9 Millionen US-Dollar in den anderen Ländern.[1]

Autos[Bearbeiten]

Minis bei der Premiere des Films

Bei den drei Minis (rotes Fahrzeug: Mini Cooper S, blaues Fahrzeug: Mini Cooper, weißes Fahrzeug: Mini Cooper) aus der Neuverfilmung wurden einige Eigenschaften von den drei Minis der ursprünglichen Fassung übernommen:

  • Nebelscheinwerfer: Große Zusatzscheinwerfer, die bereits ein Merkmal an den Minis von 1969 waren, sind auch bei den Fahrzeugen der Neuauflage vorhanden.
  • Farbe: Sowohl im Original als auch in der Neuverfilmung ist je ein Fahrzeug rot, blau und weiß.
  • Zierstreifen: Die auf der Motorhaube längs verlaufenden Streifen, die dem Auto ein sportliches Aussehen verleihen, gab es bereits in der Fassung von 1969, damals alle schwarz.

Im Film hat ein dem roten Mini aus der 1969er-Verfilmung ähnliches Modell einen „Gastauftritt“ als Stellas Auto. Der Verfolgungsjagd aus dem ersten Film wird mit dem rasanten Fahrstil von Stella ebenfalls Rechnung getragen.

Entstehung[Bearbeiten]

Die Neuverfilmung unterscheidet sich in vielen Elementen von ihrem Vorbild. So wurde, neben der Verlegung des Schauplatzes von Turin nach Venedig und Los Angeles, auch die vormals britische gegen eine überwiegend amerikanische Besetzung ausgetauscht. Statt der Mafia agiert nun ein Mitglied aus den eigenen Reihen gegen die Gruppe. Der offene Schluss wurde gestrichen – eine Fortsetzung ist aber trotzdem in Planung und wird unter dem Titel „The Brazilian Job“ erwartet.[2]

Ganove Lyle behauptet, der Erfinder von Napster zu sein. Sein ehemaliger Mitbewohner Shawn Fanning soll die Diskette mit der Software entwendet haben. Für die Verfilmung des Flashbacks stand Shawn Fanning selbst für einen Cameo-Auftritt zur Verfügung.

Mos Def musste vor dem eigentlichen Fahrtraining erst eine Führerscheinprüfung absolvieren, da er genau wie Michael Caine im Original zu Beginn der Dreharbeiten keinen gültigen Führerschein besaß.

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films schrieb, der Film sei ein „modernisiertes Remake eines britischen Gangsterfilms“. Er sei „gut gemacht“, beinhalte „originelle Actionszenen und coole Sprüche“ und biete „solide Unterhaltung“.[3] „Spannender Einbrecherkrimi mit Witz, sympathischen Darstellern und handgemachter Action“, befand Cinema.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Felix Gary Gray wurde mehrfach für seine Regiearbeit nominiert und erhielt 2004 den Black Reel Award als Bester Regisseur. Clay Cullen, Michael Gaines, Mike Massa und Jean Paul Ruggiero erhielten 2004 den Taurus Award in der Kategorie Bester Spezialstunt.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Die Verfolgungsjagd im Film war Vorlage für die Achterbahnen „Italian Job: Stunt Track“ und Italian Job Turbo Coaster.
  • Im August 2004 wurde eine Limited Edition DVD-Box veröffentlicht, die dieses Remake sowie das Original aus 1969 beinhaltet.
  • Als das Team um Charlie in Los Angeles gerade die Villa von Steve ausspioniert, ist dort auf dem Großbildfernseher eine kurze Szene aus dem Original Charlie staubt Millionen ab mit einem jungen Michael Caine zu sehen.
  • In der Szene, in der der Straßenboden weggesprengt wird, ist ein kleines Easter-Egg versteckt. Für den Bruchteil einer Sekunde, während verschiedene Perspektiven die Hektik der Situation zeigen, rennt ein Mensch mit Spider-Man Kostüm durch das Bild.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Box Pffice Mojo, abgerufen am 5. Januar 2010
  2. imdb.com
  3. The Italian Job – Jagd auf Millionen im Lexikon des Internationalen Films abgerufen am 3. August 2007.
  4. Kritik auf cinema.de