The Mamas and the Papas

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The Mamas and the Papas
Allgemeine Informationen
Genre(s) Pop, Folk Rock
Gründung 1965, 1971
Auflösung 1968, 1972
Besetzung
John Phillips
Cass Elliot
Gesang
Michelle Phillips
Gesang
Denny Doherty
Gesang
Jill Gibson

The Mamas and the Papas war eine US-amerikanische Musikgruppe der 1960er-Jahre, die unter anderem für ihre Titel California Dreamin’, Monday, Monday und Dream a Little Dream of Me bekannt ist.

Geschichte[Bearbeiten]

John Phillips begann seine musikalische Karriere gemeinsam mit Scott McKenzie bei einer Gruppe namens Smoothie, bevor beide gemeinsam The Journeymen gründeten. Denny Doherty und Cass Elliot waren zuvor bei den Mugwumps. John und seine Frau Michelle trafen 1964[1] in Los Angeles auf Doherty und Elliot. Die vier gingen zunächst gemeinsam in die Karibik auf die Amerikanischen Jungferninseln, um sich besser kennenzulernen. Nach ihrer Rückkehr im Jahr 1965 machte Barry McGuire sie mit seinem Produzenten Lou Adler bekannt, bei dem sie ihren ersten Plattenvertrag unterschrieben.

Gleich der erste im November 1965 veröffentlichte Song, California Dreamin’, wurde ein großer Erfolg und war der Auftakt zu einer Reihe von Hits, unter anderem Monday, Monday, Go Where You Wanna Go und Dedicated to the One I Love. John und Michelle Phillips hatten das Stück bereits 1963 geschrieben, als sie in New York lebten, inspiriert durch Michelle Phillips’ Heimweh, das sie nach Kalifornien zog. Die Gruppe betrat Neuland, indem sie erstmals Frauen- und Männerstimmen vereinte. Mit ihrem schwebenden Sound, der Pop und Folk kombinierte, und den lyrischen Texten drückten sie wie kaum eine andere Band das Lebensgefühl der damaligen Flower-Power-Bewegung aus. Auch ihr Leben verschrieben die Bandmitglieder diesem Lebensgefühl.

Als John Phillips von der Affäre zwischen seiner Frau Michelle und Denny Doherty erfuhr, warf er sie am 28. Juni 1966 aus der Band und Jill Gibson wurde als Ersatz engagiert. Gerade mal zwei Monate später nahm Phillips Ende August seine Frau wieder in die Band auf, und Gibson erhielt eine Abfindung.

Die Gruppe trat 1967 beim Monterey Pop Festival auf, das John Phillips organisiert hatte und das als „Monterey Pop“ mitgefilmt wurde.

Ende 1968 ließen sich John und Michelle Phillips scheiden, als The Mamas and The Papas musikalisch bereits eigene Wege gingen. Im Sommer 1971 fanden sich die Mitglieder, die in der Zwischenzeit an ihren Solokarrieren arbeiteten, noch einmal für das letzte Album, People Like Us, zusammen, das aber nicht erfolgreich war. Ende Juli 1974 starb Cass Elliot an einem Herzinfarkt.

John Phillips und Denny Doherty gründeten 1982 eine neue Gruppe namens The Mamas and the Papas, der neben diesen beiden Originalmitgliedern noch Phillips’ Tochter Mackenzie Phillips und Elaine „Spanky“ McFarlane (Ex-Spanky and Our Gang) angehörten. Wegen Erfolglosigkeit blieb die Band nicht lange in ihrer anfänglichen Besetzung zusammen.

Im Jahr 1998 erfolgte die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame.[2]

Im März 2001 starb John Phillips an Herzversagen. Im Januar 2007 verstarb Denny Doherty an einer Arterienerweiterung. Damit ist Michelle Phillips das einzige noch lebende Gründungsmitglied.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 03.1966: If You Can Believe Your Eyes and Ears
  • 08.1966: The Mamas & The Papas
  • 02.1967: The Mamas & The Papas Deliver
  • 05.1968: The Papas & The Mamas
  • 11.1971: People Like Us

(„Greatest-Hits“-Varianten und Anthologien sind hier nicht aufgeführt.)

Hit-Singles[Bearbeiten]

  • 11.1965: California Dreamin’ (US #4, UK #23)
  • 03.1966: Monday, Monday (US #1, D #2, UK #3)
  • 06.1966: I Saw Her Again Last Night (US #5, UK #11, D #29)
  • 09.1966: Look Through My Window (US #24)
  • 11.1966: Words of Love (US #5, UK #47)
  • 12.1966: Dancing in the Streets (US #73)
  • 02.1967: Dedicated to the One I Love (US #2, UK #2, D #26)
  • 04.1967: Creeque Alley (US #5, UK #9)
  • 07.1967: Twelve-Thirty (Young Girls are Coming to the Canyon) (US #20)
  • 09.1967: Glad to be Unhappy (US #26)
  • 11.1967: Dancing Bear (US #51)
  • 05.1968: Safe in My Garden (UK #20, US #53)
  • 06.1968: Dream a Little Dream of Me (Wiederveröffentlichung als erste Solo-Single von Mama Cass)
  • 08.1968: For the Love of Ivy (US #81)
  • 11.1968: Do You Wanna Dance (US #76)
  • 01.1972: Step Out (US #81)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

RSH-Gold

  • 1993: in der Kategorie „Werbesong des Jahres“ (Dream a Little Dream of Me)[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Matthias Blazek: The Mamas and The Papas – Flower-Power-Ikonen, Psychedelika und sexuelle Revolution. Ibidem-Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-8382-0577-9.
  • Irwin Stambler: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Aufl., New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 429−431, ISBN 0-312-02573-4.
  • Jay Warner: The Billboard Book Of American Singing Groups. A History 1940−1990. New York City/New York: Billboard Books, 1992, S. 415 f.
  • The Mamas and the Papas: History and 16 of their greatest hits. Songbook, HAL LEONARD PUB CO, 1991, ISBN 978-0-7935-0836-5 (engl.)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.spencerleigh.demon.co.uk (englisch)
  2. The Mamas and the Papas in der Rock and Roll Hall of Fame (englisch)
  3. RSH-Gold-Verleihung 1993 (englisch)