The Motor Company of Botswana

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The Motor Company of Botswana (Pty.) Ltd.
Hyundai-logo.svg
Rechtsform Propriety Limited
Gründung 1992
Auflösung 2001
Sitz Gaborone, Botswana
Leitung Billy Rautenbach
Branche Automobilhersteller

The Motor Company of Botswana (Pty.) Ltd. ist ein ehemaliges Joint-Venture der Hyundai Motor Company mit der Hyundai Motor Distributors (Pty.) Ltd. und der Holdinggesellschaft Wheels of Africa. Der Unternehmenssitz des Herstellers befand sich in Gaborone, Botswana. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1992. Das Werksgelände teilte sich das Unternehmen von 1998 an mit dem Joint-Venture der Swedish Motor Corporation (Pvt.) Ltd.

Etwa 500 Arbeitnehmer arbeiteten im Werk, welches den südafrikanischen Markt mit Fahrzeugen versorgen sollte. Pro Produktionsjahr sollten insgesamt 4000 Fahrzeuge vom band rollen, insgesamt wurde die Produktion dann sogar bis auf 30000 Einheiten im Jahr erweitert. Für den Bau des Werkes wurde eine Summe von 250 Millionen R aufgebracht.

Alle Fahrzeuge, welche später von dem botswanischen Werk montiert wurden, kamen mit Autofähren nach Maputo, Mosambik. Dort werden diese dann auseinandergebaut und in Containern weitertransportiert. Ein Grund für diese Maßnahme waren die zu hohe Importzölle für Komplettfahrzeugimporte. Auf diese Weise konnte das Unternehmen bis zu 21 Prozent an den Kosten für den Zolltransport einsparen.

Die Produktion startete im Februar 1993 im CKD-Verfahren mit dem Hyundai Accent. Bereits im April konnte der Hersteller seine ersten Fahrzeugteile selbst herstellen. Es wurden sogar Sportausführungen angeboten. Noch im selben Jahr kam als zweites Modell dann der Hyundai Sonata hinzu. Es folgte 1996 als drittes Modell der Hyundai Elantra. 1999 wurde dieser einer Modellpflege unterzogen.

2001 hingegen vergaß die zuständige Holdinggesellschaft Wheels of Africa die Steuern zu zahlen, was zur Folge hatte, dass das gesamte Firmengelände von der Finanzbehörde beschlagnahmt und zur Auktion freigegeben wurde. Dem Missgeschick fielen in etwa 2000 Arbeitsplätze zum Opfer. Insgesamt mussten 100 weitere Unternehmen ihre Arbeit einstellen. Die Gläubiger Botswana Development Corporation und Botswana’s First National Bank forderten daraufhin Schadensersatz in einer Höhe von 32 Millionen US$, welche Billy Rautenbach aufzubringen hatte.

Die Liquidierung der beiden Unternehmen hat in der botswanischen Presse für großes Interesses seitens der Presse und der Bevölkerung gesorgt. Angeheizt wurde dies durch die hohe Arbeitslosenquote von 20 Prozent sowie den geringen Löhnen der Arbeiternehmer, welche laut Botswana’s Commercial and General Workers Union als Hungerlöhne bezeichnet werden.

Modellübersicht[Bearbeiten]

Das Werk nutzte innerhalb der Fahrzeug-Identifikationsnummer den Werkscode B. Den Welt-Herstellercode KMH blieb beibehalten. Die Fahrzeuge stammten also aus südkoreanischer Herstellung.

Weblinks[Bearbeiten]