The Player

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Filmdaten
Deutscher Titel The Player
Originaltitel The Player
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1992
Länge 124 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Robert Altman
Drehbuch Michael Tolkin
(Drehbuch und Roman)
Produktion David Brown,
Michael Tolkin
Nick Wechsler
Musik Thomas Newman
Kamera Jean Lépine
Schnitt Maysie Hoy
Geraldine Peroni
Besetzung

The Player ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1992 des Regisseurs Robert Altman. Das Drehbuch sowie die Romanvorlage stammen von Michael Tolkin.

Handlung[Bearbeiten]

Im Film wird die Realität von Hollywood und der dort ansässigen Filmindustrie verspottet. Es beginnt als Film im Film: Eine Klappe fällt. Auch endet The Player wie ein Film im Film.

Griffin Mill arbeitet in einem Filmkonzern und ist der Mann, der sich Drehbuchentwürfe von Autoren anhört und entscheidet, ob ein Hollywoodfilm daraus entstehen wird oder nicht. Da der Konzern allerdings nur zwölf Filme im Jahr drehen kann und er sich in dieser Zeit Tausende von Entwürfen anhören muss, bedeutet das in den meisten Fällen eine Absage. Durch diese Tatsache und seine arrogante Art, die Autoren zu behandeln, macht er sich zwangsläufig Feinde. Griffin Mill wird erpresst und erhält Drohpostkarten von einem unbekannten Autor. Er geht der Sache nach: Seine Recherchen deuten auf eine Person hin, die vor einigen Monaten einen Entwurf erfolglos vorgestellt hat: David Kahane.

Mill sucht ihn auf, erfährt aber durch dessen Lebensgefährtin June Gudmundsdottir, dass Kahane gerade im Kino ist. Mill fährt zum Kino, trifft ihn und will ihm vorschlagen, die Story nach einer Bearbeitung vielleicht doch zu verfilmen. Ernst ist es ihm mit diesem Angebot allerdings nicht; er hofft, dass er mit Kahane ins Gespräch kommen und ihm die Drohungen ausreden kann. Das Gespräch verläuft nicht gut; Kahane beschimpft Mill und lässt ihn stehen. Es kommt zu Handgreiflichkeiten, Mill drückt Kahane wütend in einem Kellereingang unter Wasser. Zu lange, Kahane ist tot. Mill versucht, einen Überfall eines Dritten vorzutäuschen, wirft Kahanes Autofenster ein und verschwindet.

Ein paar Tage später erhält Mill erneut Drohpostkarten. Kahane war es also nicht. Mittlerweile laufen Ermittlungen, Mill wird der Tat verdächtigt. Er wird zum Polizeipräsidium in Pasadena bestellt, wo ein skurriles Verhör stattfindet. Mill wird durch die Fragen der Kommissarin und das Verhalten der anderen Ermittler immer nervöser und beweist damit indirekt seine Schuld. Dazu wird er auch beruflich verunsichert; es kreisen Gerüchte, dass er seinen Job verliert. Seine Stelle soll Larry Levy einnehmen, der von einem anderen Filmkonzern abgeworben wurde.

Mittlerweile hat Mill seine bisherige Lebensgefährtin Bonnie eiskalt abserviert, zwischen ihm und June Gudmundsdottir hat sich eine Beziehung entwickelt. Die beiden flüchten in ein Nobelhotel in der Wüste und verbringen ein Wochenende miteinander. Währenddessen erreicht ihn eine Vorladung zu einer Gegenüberstellung. Eine Zeugin will Kahanes Mörder gesehen haben. Doch sie ist äußerst unsicher und identifiziert den Falschen; sie deutet auf den Detective, der zur Komplettierung auch in der Gruppe der Verdächtigen steht. Mill kann sein Glück kaum fassen und schwankt völlig verwirrt als freier Mann aus dem Polizeirevier.

Einige Monate vergehen. Mill ist in seinem Job wieder erfolgreich wie früher. Ein Filmprojekt soll realisiert werden, dessen äußerst ambitioniertes Konzept lautet: keine Stars, nur Talent. Das Thema soll durch Stars nicht „verwässert“ werden. Kein Happy End, sondern ein tragischer Schluss, „weil so etwas passiert“; die Realität kenne kein Happy End. Mill tut interessiert, hält jedoch von dieser Idee nichts und überlässt Bonnie lieber das Projekt und Risiko.

Aber die endgültige Fassung verkehrt das anfängliche Konzept ins Gegenteil. Der Film wird mit Stars nur so gespickt, der Schluss ist ein Happy End, das ins Alberne driftet. Bruce Willis rettet die zu Unrecht verurteilte Todeskandidatin Julia Roberts in letzter Sekunde aus der Gaskammer. Sie fragt ihn nur, warum er so spät gekommen sei. „Ich bin im Stau stecken geblieben“, so seine Antwort und gleichzeitig die letzten Worte im Film.

Auf diese Weise wird der Film mehr Geld einspielen, darum geht es. Bonnie ist entsetzt und beschimpft die Verantwortlichen der Chefetage, mit dem Ergebnis, dass sie gefeuert wird. Vollkommen aufgelöst sucht sie Mill auf, der sie eiskalt stehen lässt und nach Hause fährt.

Auf dem Weg nach Hause erhält Mill von dem Autor, der für die Drohpostkarten verantwortlich ist, einen Anruf. Der ehemalige Erpresser, um den es lange Zeit ruhig gewesen war, schlägt ein Script vor, das der bisher gezeigten Handlung entspricht: Ein Filmproduzent bekommt Drohpostkarten von einem Autor und ermordet dann einen Unschuldigen. Der aalglatte Produzent „kommt sauber aus der Sache raus.“ Der Film soll „The Player“ heißen. Mill ist von der Idee begeistert. Zu Hause erwartet ihn die schwangere June, die ihn nur fragt, warum er so lange gebraucht habe. The Player endet mit dem gleichen überzogenen Happy End wie der Film in der Vorführung zuvor.

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film sei eine „ebenso intelligente wie unterhaltsame Satire auf den Niedergang Hollywoods und der amerikanischen Kulturszene schlechthin.“ Er sei „voller Verweise auf filmische Vorbilder und auf reale Personen und Verhältnisse“, die jedoch vorwiegend für Kenner bestimmt seien. Robert Altman zeige sich formal „auf der Höhe eines Könnens“; sein „Kunstgriff, zahlreiche Hollywood-Größen […] in kleinen und kleinsten Nebenrollen einzusetzen“ sei „faszinierend und reizvoll.“[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Robert Altman, der Drehbuchautor Michael Tolkin und Geraldine Peroni für den Schnitt wurden im Jahr 1993 für den Oscar nominiert. Der Film als Bester Film – Komödie oder Musical und Tim Robbins gewannen im Jahr 1993 den Golden Globe Award. Robert Altman und Michael Tolkin wurden für den Golden Globe Award nominiert.

The Player hat im Jahr 1993 den Preis Independent Spirit Award als Bester Film bekommen. Robert Altman und Michael Tolkin gewannen im Jahr 1993 den BAFTA Award; außerdem wurden Tim Robbins, Geraldine Peroni und der Film als Bester Film für den gleichen Preis nominiert. Robert Altman wurde 1993 für den César und den US-amerikanischen Directors Guild of America Award nominiert. Michael Tolkin gewann 1993 den Edgar Allan Poe Award und den Writers Guild of America Award.

Der Film als Bester Film, Robert Altman und der Kameramann Jean Lépine gewannen im Jahr 1992 den New York Film Critics Circle Award. Robert Altman und Michael Tolkin gewannen im Jahr 1993 als Regisseur / Drehbuchautor des Jahres den London Critics Circle Film Award. Robert Altman erhielt 1993 den Southeastern Film Critics Association Award und den italienischen Filmpreis Nastro d’Argento. Der Film gewann 1993 den Kansas City Film Critics Circle Award.

Hintergründe[Bearbeiten]

Zahlreiche Quellen geben an, dass die Frustration wegen der in Hollywood herrschenden Verhältnisse viele Filmstars motiviert hat, für eine symbolische Bezahlung mitzumachen. Viele Stars wie Cher oder Burt Reynolds spielten sich selber (Cameo-Auftritt).

Zu den beteiligten Schauspielern mit Kurzauftritt gehören unter anderem:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Player im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 21. November 2007