The Raid

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Filmdaten
Deutscher Titel The Raid
Originaltitel Serbuan maut
Produktionsland Indonesien, USA
Originalsprache Indonesisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe FSK kJ[1]
Stab
Regie Gareth Evans
Drehbuch Gareth Evans
Produktion Ario Sagantoro
Musik Mike Shinoda,
Joseph Trapanese
Kamera Matt Flannery,
Dimas Imam Subhono
Schnitt Gareth Huw Evans
Besetzung

The Raid (Originaltitel: Serbuan maut) ist ein indonesischer Independent-Actionfilm aus dem Jahr 2011. Regie führte der Brite Gareth Ewans, der zudem auch für das Drehbuch verantwortlich war.

Handlung[Bearbeiten]

Der Untergrundboss Tama kontrolliert ein Hochhaus in den Slums Jakartas. Er und seine zwei Leibwächter Mad Dog und Andi rufen sämtliche Bewohner zur Verteidigung ihres Wohnhauses auf, als eine zwanzigköpfige Polizeieinheit das Gebäude stürmen soll (engl. to raid). Viele der Polizisten sind jedoch unerfahren und machen Fehler, sodass einige der Polizisten und die Fahrer schnell durch Tamas Schergen ausgeschaltet werden. Viele der verbliebenen Polizisten sterben in einer großen Schießerei über mehrere Stockwerke eines Treppenhauses. Schon bald sind nur noch die fünf Polizisten Lieutenant Wahyu, Sergeant Jaka, Dagu, Rama und der verletzte Bowo übrig, die sich in zwei Gruppen aufteilen.

Rama und Bowo kommen zunächst bei einem Mann und seiner kranken Frau unter, von denen sie in einem Gang hinter einer Wand versteckt werden. Als Tamas Handlanger das Zimmer filzen, durchlöchern sie zwar mit einer Machete die Wand, streifen dabei mit der Klinge aber nur Ramas Wange. Rama lässt Bowo bei dem Mann und trifft auf seinem Weg durch das Haus Andi, der sich als Ramas Bruder herausstellt und ihn deshalb in seiner Wohnung versteckt. Die andere Gruppe wird von Mad Dog aufgegriffen und in einem Kampf bricht er Jaka das Genick. Als Andi und Mad Dog bei Tama Rechenschaft ablegen, kann Andi nichts vorweisen und Tama hat mittels seiner Überwachungskameras auch gesehen, wie er Rama versteckt hat.

Als Rama weiterzieht, trifft er zwar Wahyu und Dagu, trennt sich jedoch bald wieder von ihnen, als er durch ein Fenster in einer Tür sieht, wie sein Bruder Andi von Mad Dog an einer Kette hängend gefoltert wird. Nachdem Rama den Raum betritt, lässt Mad Dog Andi herunter und kämpft gegen die beiden Brüder. Mad Dog wird mit einer zerbrochenen Leuchtstoffröhre erstochen. Währenddessen kommen Wahyu und Dagu in Tamas Zimmer an. Wahyu lässt Tama von Dagu fesseln, erschießt letzteren danach jedoch, um selbst die Lorbeeren zu ernten und um keine Rechenschaft über den nicht genehmigten Polizeieinsatz ablegen zu müssen. Als Wahyu Tama abführt, erklärt Tama, dass die korrupte Regierung Wahyu nur geschickt habe, um ihn mit einer unerfahrenen Einheit in den Tod laufen zu lassen. Daraufhin erschießt Wayha Tama und will Selbstmord begehen. Allerdings ist in der Revolvertrommel keine Kugel mehr übrig. Andi, Wahyu und Rama holen Bowo und verlassen das Haus. Am Tor sagt Andi, dass er im Haus bleiben will und sich keine Zukunft in Recht und Ordnung vorstellen kann.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Der Film feierte beim Toronto International Film Festival am 8. September 2011 Premiere.

In Deutschland sicherte sich Koch Media die Rechte am Film und brachte ihn ungekürzt am 12. Juli 2012 ins Kino. Der Film wurde allerdings überwiegend in großen Kinos gezeigt.

Kritiken[Bearbeiten]

Größtenteils stieß der Film auf positive Resonanz: Die Seite Rotten Tomatoes zählte von 143 Kritiken insgesamt 85% positive mit einer durchschnittlichen Bewertung von 7,5 von 10 möglichen Punkten. Zusammenfassend heißt es dort: „Schnörkellos und spannend - 'The Raid' ist ein einfallsreicher Actionfilm, meisterhaft getimet und geschnitten.“[2]

„Geradliniger Actionfilm, der seine schlichte Handlung rasant und ohne Schnörkel entfaltet und ein spannendes Bedrohungsszenario aufbaut. Auch wenn die perfekt choreografierte Bildsprache um einiges vielschichtiger ist als bei vergleichbaren Genrefilmen, verstören die extremen Gewaltszenen.“

Lexikon des Internationalen Films[3]

„Es mag finanzielle Ursachen haben, dass es in The Raid keine genreüblichen Materialschlachten und Pyro-Exzesse gibt. Evans weiß dieses vermeintliche Defizit aber gekonnt für das Konzept seines Films zu nutzen. Jegliche Action, egal ob mit oder ohne Waffen, entsteht aus der ausgeklügelt choreografierten Bewegung des menschlichen Körpers.“

critic.de[4]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Der Werbeslogan auf dem deutschen Kinoposter ist 30 Floors of Hell („30 Stockwerke Hölle“). Während auf dem Poster ein 24-stöckiges Haus abgebildet ist, hat das Hochhaus im Film lediglich fünfzehn Stockwerke (wenn das Erdgeschoss mitgezählt wird). Im Film werden die Stockwerke 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 15 gezeigt, wobei Tama sich im fünfzehnten, obersten Stock befindet.
  • Das Budget soll 1,1 Millionen Pfund betragen haben.[5]

Fortsetzung und Remake[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2014 kam die Fortsetzung The Raid 2 (OT: The Raid: Berandal) in die Kinos. Die Handlung setzt unmittelbar nach den Geschehen aus dem ersten Teil ein. Gareth Evans zeigte sich wieder für Drehbuch und Regie verantwortlich.

Sony Pictures sicherte sich die US-amerikanischen Rechte an The Raid und begann sogleich mit der Planung für ein US-amerikanisches Remake.[6] Regie soll bei dem Projekt der Australier Patrick Hughes (The Expendables 3) übernehmen.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabekarte der FSK fürs Heimkino (PDF; 34 kB) und fürs Kino (PDF; 34 kB)
  2. http://www.rottentomatoes.com/m/the_raid_redemption/
  3. The Raid im Lexikon des Internationalen Films
  4. Michael Kienzl auf critic.de
  5. Eddie Wrenn: From the valleys of Wales to the hills of Hollywood: Fledgling director Gareth Evan's meteoric rise to fame as critics praise 'The Raid' in Daily Mail.
  6. Joann Park: Hollywood remake of The Raid in the works in Asia Pacific Arts.
  7. Expendables 3-Regisseur macht US-Remake von The Raid

Weblinks[Bearbeiten]