The Rezillos

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The Rezillos
Allgemeine Informationen
Genre(s) Punkrock, Glamrock
Gründung 1976
Auflösung 1978
Neugründung 1979–1985, 1994–1996,
2001
Gründungsmitglieder
Eugene Reynolds (Alan Forbes)
Gesang, Keyboard
Fay Fife (Sheila Hynde)
Gesang
Gayle Warning
bis Juli 1977
Wilhelm Mysterious (Alistair Donaldson)
bis 1978
E-Gitarre
Luke Warm (Jo Callis)
Hi-Fi (Mark Harris)
bis Juli 1977
Dr. D. K. (Dave Smythe)
bis Juli 1977
Angel (Alistair Paterson)
Ehemalige Mitglieder
E-Bass
Simon Templar
ab Juli bis Dezember 1978
The Revillos
Gesang, Saxophon, Gitarre
Eugene Reynolds
Gesang, Keyboard
Fay Fife
E-Gitarre
Hi-Fi
bis Mitte 1979
Schlagzeug
Robo (Rocky) Rhythm (Nicky Forbes)
E-Bass
Felix
Backing Vocals
Cherie und Babs (The Revettes)
E-Gitarre
Kid Krupa
1979 bis 1983
E-Bass
Vince Santini (Vince Spik)
Gesang
Drax

The Rezillos war eine Punkband, die 1976 in Edinburgh gegründet wurde. Die Musiker sind Autodidakten an ihren Instrumenten. Beeinflusst vom Glamrock spielten sie häufig Coverversionen, hatten aber auch eigene Hits, die sie in die Top 20 der britischen Charts brachten. Die Band löste sich im Dezember 1978 auf, formierte sich im Jahr 1979 neu unter dem veränderten Namen The Revillos und trat bis Mitte der 1990er Jahre immer wieder mit wechselnder Besetzung auf bis die Mitglieder wieder getrennte Wege gingen. Seit dem Jahr 2001 tritt die Gruppe erneut als The Rezillos in Erscheinung. Ende des Jahres 2012 ist eine Tournee in den USA vorgesehen.

Geschichte[Bearbeiten]

The Rezillos von 1976 bis 1978[Bearbeiten]

The Rezillos wurden 1976 zum größten Teil von Kunststudenten in Edinburgh als Rock-’n’-Roll-Band gegründet. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte die achtköpfige Gruppe am 5. November 1976 im Edinburgh Teviot Row Student Union. Die Besetzung bestand damals aus Alan Forbes, der für den Gesang zuständig war, Dave Smythe am E-Bass, Jo Callis an der Leadgitarre, Mark Harris an der Rhythmusgitarre, Ali Paterson am Schlagzeug und Alistair Donaldson, der Saxophon spielte. Sheila Hynde und Gayle Warning waren für den Hintergrundgesang zuständig. Die beiden Frauen studierten Mode-Design und trugen auf der Bühne Kleidung im Mary Quant-Stil der 1960er Jahre.[1] Musikalisch war die Band von Screaming Lord Sutch, The Dave Clark Five und die The Sweet beeinflusst. Einen ersten Erfolg erreichten The Rezillos mit der Single I Can’t Stand My Baby, die über das Independent-Label Sensible veröffentlicht wurde.

Bis Juli 1977 verließen Gayle Warning, Mark Harris und Dave Smythe die Band. Saxophonist Ali Donaldson übernahm den E-Bass. Die nun fünfköpfige Band unterschrieb einen Vertrag mit Sire Records und erreichte im August 1978 mit dem Lied Top of the Pops Platz 17 der britischen Single-Charts.[2] Ihr Debütalbum Can’t Stand the Rezillos[3] wurde, ebenfalls im August 1978, auf Platz 16 notiert.[2] Nach der Veröffentlichung des Albums wurde Donaldson durch Simon Templar ersetzt, es kam jedoch immer wieder zu Reibereien unter den Musikern und die Band löste sich nach einer Abschiedstournee im Dezember 1978 auf. Ein Livedokument der Abschiedstournee, aufgenommen zwei Tage vor Weihnachten 1978, kam 1979 unter dem Titel Mission Accomplished… But the Beat Goes On [4] auf den Markt und erreichte Platz 30 der britischen Albencharts.[2]

The Revillos von 1979 bis 1985[Bearbeiten]

Ali Paterson, Jo Callis und Simon Templar formierten die Band Shake, während Alan Forbes und Sheila Hynde, wiedervereint mit Mark Harris das Konzept der Rezillos weiterführten. Um aus dem Vertrag mit Sire entlassen werden zu können, änderten sie den Bandnamen in The Revillos. Als Schlagzeuger wurde Nicky Forbes aufgenommen und den E-Bass spielte Felix. Die beiden Gogo-Tänzerinnen Cherie und Babs, die sich auch The Revettes nannten, übernahmen den Gesang im Hintergrund. In dieser Formation nahm die Band 1979 zwei Singles auf Where’s the Boy for Me? and Motorbike Beat und veröffentlichte sie über das Label Snatzo/Dindisc einem Tochterunternehmen von Virgin Records.

In der Mitte des Jahres 1979 verließ Harris die Band zu Gunsten einer anderen beruflichen Laufbahn und wurde durch den 17-jähringen Gitarristen Kid Krupa ersetzt, der auf dem Album Rev Up[5]aus dem Jahr 1980 zu hören ist. Felix und Babs verließen ebenfalls die Band und Vince Spik und Drax kamen dazu. Die Revillos schlossen einen Vertrag mit dem Label „Superville“ ab und veröffentlichten die Single She’s Fallen in Love with a Monster Man und im Jahr 1983 das Album und Attack!. Nach einer Reihe von selbstfinanzierten Konzerten in den Vereinigten Staaten trennte sich die Gruppe erneut im Jahr 1985.

The Revillos von 1994 bis 1996[Bearbeiten]

1994 gaben sie jedoch wieder, zusammen mit Kid Krupa an der Gitarre und Mekon am Bass, eine Serie von Konzerten in Japan. Dort entstand auch das Album Live & On Fire in Japan und die EP Yeah Yeah. Da das öffentliche Interesse an der Band zunahm, ergaben sich im Jahr 1996 einige Live-Shows in Großbritannien. Es wurde im Jahr 1996 die Kompilation From the Freezer[6], 1998 das Konzertalbum Totally Alive in London und 1998 die Anthropologie Attack of the Giant Revillos[7] veröffentlicht.

The Rezillos seit 2001[Bearbeiten]

Danach war wieder Pause bis zum Jahr 2001 bis Sheila Hynde, Alan Forbes, Alistair Paterson und Johnny Terminator die Gruppe The Rezillos wieder aktivierten. Bis dahin unveröffentlichte Songs unter dem Titel Jungle of Eyes verlegte im Jahr 2003 Label Captain Oi! Records.[8] Im November 2012 wurden sie mit dem Schottischen Musikpreis Tartan Clef Award ausgezeichnet.[9]

Diskografie (Nur Alben)[Bearbeiten]

  • 1978 Can’t Stand the Rezillos
  • 1979 Mission Accomplished… But the Beat Goes On (The Rezillos) (Live-Album)
  • 1980 Rev Up (The Revillos)
  • 1983 Attack!
  • 1995 Live & On Fire in Japan
  • 1996 From the Freezer (Kompilation)
  • 1998 Totally Allive in London
  • 1999 Attack of the Giant Revillos (Anthropologie)
  • 2003 Jungle of Eyes

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dave Smythe: The Rezillos – Early Days
  2. a b c UK Top 40 Datenbank (Suchanfrage erforderlich)
  3. Mark Deming: Review Can’t Stand the Rezillos im All Music Guide.
  4. Ned Raggett: Review Mission Accomplished… But the Beat Goes On im All Music Guide.
  5. Dave Thompson: Review Rev Up im All Music Guide.
  6. Tim Sendra: Review From the Freezer im All Music Guide.
  7. Dave Thompson: Review Attack of the Giant Revillos im All Musik Guide.
  8. Alan Wright: Review Jungle of Eyes.
  9. Bericht im Daily Record vom 20. November 2011.

Weblinks[Bearbeiten]