The Righteous Brothers

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Righteous Brothers waren ein US-amerikanisches Gesangsduo der 1960er Jahre, bestehend aus Bill Medley und Bobby Hatfield.

The Righteous Brothers
TheRighteousBrothersperformingKBF.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Blue-Eyed Soul
Gründung 1962 (1968–1974 nicht aktiv)
Auflösung 1976
Letzte Besetzung
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
You’ve Lost That Lovin’ Feelin’ (1.)
  US 1 1964 (16 Wo.)
  UK 1 1965 (10 Wo.)
  DE 21 1965 ( 7 Wo.)
Just Once In My Life
  US 10 1965 (11 Wo.)
Unchained Melody (1.)
  US 4 1965 (12 Wo.)
  UK 14 1965 (12 Wo.)
  DE 27 1965 ( 5 Wo.)
Ebb Tide (1.)
  US 4 1965 ( 9 Wo.)
  UK 48 1966 ( 2 Wo.)
(You’re My) Soul And Inspiration
  US 1 1966 (12 Wo.)
  UK 15 1966 (10 Wo.)
  DE 34 1966 ( 2 Wo.)
He
  US 15 1966 ( 8 Wo.)
Go Ahead and Cry
  US 23 1966 ( 7 Wo.)
The White Cliffs of Dover
  UK 21 1966 ( 9 Wo.)
Island in the Sun
  UK 24 1966 ( 5 Wo.)
On This Side of Goodbye
  US 45 1966 ( 6 Wo.)
You’ve Lost That Lovin’ Feelin’ (2.)
  UK 10 1969 (11 Wo.)
Rock and Roll Heaven
  US 3 1974 (10 Wo.)
Give It to the People
  US 20 1974 ( 4 Wo.)
Dream On
  US 32 1974 ( 3 Wo.)
Unchained Melody (2.)
  US 13 1990 (11 Wo.)
  UK 1 1990 (12 Wo.)
  DE 6 1990 (22 Wo.)
Unchained Melody ’90
  US 19 1990 (12 Wo.)
You’ve Lost That Lovin’ Feelin’ (3.) / Ebb Tide (2.)
  UK 3 1990 ( 7 Wo.)

Geschichte[Bearbeiten]

Begonnen hatten sie 1962 als „The Paramours“. Sie fanden rasch eine große Fangemeinde und bekamen einen Plattenvertrag bei Moonglow Records. Von den Fans wurde ihr Sound als „Righteous“ („das Wahre“) bezeichnet, daher änderten sie ihren Namen in Righteous Brothers. Im April 1963 veröffentlichten sie mit Little Latin Lupe Lu ihre erste Single.

1964 wurden sie vom Produzenten Phil Spector unter Vertrag genommen. Dieser peppte den Soul-Gesang der beiden mit einer Vielzahl von Instrumenten zu einer bombastisch anmutenden „Wall of Sound“ auf. 1964/65 hatten die Righteous Brothers mit You’ve Lost That Lovin’ Feelin’ ihren größten Erfolg. Der bombastische Pop-Song mit Bläsern, Geigern und Pauken wurde ein internationaler Millionenseller. Mit Unchained Melody und Ebb Tide folgten weitere große Erfolge.

1966 trennten sie sich von Spector, und mit Soul and Inspiration konnten sie nur noch einen großen Erfolg erzielen. White Cliffs of Dover und He sind weitere bekannte Titel.

Trennung[Bearbeiten]

1968 folgte die Trennung. Ein erneuter Zusammenschluss 1974 brachte noch einmal kleinere Erfolge (Rock and Roll Heaven), aber 1976 ging man erneut getrennte Wege.

1987 glückte Bill Medley ein glanzvolles Comeback. Zusammen mit Jennifer Warnes sang er den Titelsong (I’ve Had) The Time Of My Life aus dem Erfolgsfilm Dirty Dancing mit Patrick Swayze. Das Lied wurde ein internationaler Bestseller.

Bekanntheit[Bearbeiten]

Dass die Righteous Brothers auch in neuerer Zeit wieder recht bekannt sind, verdanken sie u. a. dem Film Ghost – Nachricht von Sam (mit Patrick Swayze), in dem ihre Version der Unchained Melody Verwendung fand. Daraufhin schoss das Lied 1990 auf Platz 1 in England und auch in die deutschen Top Ten und erreichte in der Folge in zwei weiteren Versionen anderer Künstler nochmals Platz 1. Mit der Version von Jimmy Young von 1955 ist es damit das einzige Lied, das es in vier Versionen an die Spitze schaffte. Dabei war die Version der Righteous Brothers überhaupt nicht das Original. Die Originalaufnahme war etliche Jahre älter und stand im Jahr 1955 gleich mit vier Interpreten in den US-Charts: Les Baxter und sein Orchester erreichten Platz 1, Al Hibbler Platz 3, Roy Hamilton Platz 6 und June Valli Platz 29. Das Lied stammte aus dem Film Unchained (deutsch: abgekettet), der 1955 in die US-Kinos kam. Es ging um ein Gefängnis ohne Zellen, ohne Gitterstäbe, nach einer Vorlage aus dem Buch Prisoners are People des Schriftstellers Hall Bartlett. Das handelt von einem Gouverneur, der in einem US-Bundesstaat neu gewählt wird. Über den Strafvollzug in den Gefängnissen ist er entsetzt. Er möchte es auf eine ganz neue Art versuchen und lässt die Zellengitter abreißen. Die Geschichte entwickelte sich zu einem Drama.

Die Righteous Brothers wurden am 10. März 2003 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, nur wenige Monate vor dem Tod von Bobby Hatfield.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Righteous Brothers in der Rock and Roll Hall of Fame