The Ritchie Family

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The Ritchie Family war der Name einer amerikanischen Sängergruppe, die aus Philadelphia stammt und in der Disco-Ära mehrere Hits hatte.

Karriere[Bearbeiten]

Dieses Trio farbiger Sängerinnen wurde von den zwei französischen Produzenten Jacques Morali und Henri Belolo gegründet, die es den beiden ermöglichte in die amerikanische Musikwelt erfolgreich einzudringen. Dieses Produzentenduo gründeten später eine weitere Gruppe, die ausschließlich aus Männern bestand, die Village People. Das Trio bestand ursprünglich aus Cheryl Jacks, Cassandra Wooten und Gwen Oliver. In der Zeit von 1975 bis 1977 nahmen sie vier Alben auf, darunter 1975 Brazil und 1977 African Queen. Der Name des Trio war eine Anspielung auf den Schallplattenproduzenten Ritchie Rome.

Ihre erste Hitsingle Brazil erreichte 1975 die Top 20 in den Vereinigten Staaten und war ein Remake des aus den 1930er-Jahren stammenden Liedes Brazil(Aquarela do Brasil) von Ary Barroso. Auch das gleichnamige Album verkaufte sich gut. Im folgenden Jahr erschien ihr Album Arabian Nights mit dem Song The Best Disco in Town. Es war im Wesentlichen ein Medley früher Discosongs, unter anderem Life Is Music, Lady Luck und Quiet Village, die durch den Chor des Trios miteinander verbunden waren, und ein weltweiter Hit wurde.

Ihr nachfolgendes Album Life Is Music, die einem Musikthema aus 1930er-Jahren folgte, und das Album African Queens waren nur durchschnittliche Erfolge. Jedes der vergangenen vier Alben war Konzeptalbum gewesen, denen jeweils ein Musikthema zugrunde lag und denselben Titel wie das Album hatte. Zudem begann jedes Album mit einem langen Medley, das gewöhnlich fünfzehn bis zwanzig Minuten dauerte.

1978 wurde das Trio gegen Jacqui Lee-Smith, Dodie Draher und Ednah Holt komplett ausgetauscht. In ihrem 1978 erschienenen Album American Generation war ein beginnender Abschied von der Disco-Ära und ging mehr Richtung Europop, obwohl einer der Single den Titel hatte I Feel Disco Good. Teile des Albums fanden auch als Filmmusik zur französischen Filmkomödie Je te tiens, tu me tiens par la barbichette von Jean Yanne Verwendung. Das Trio trat in sehr exotischen und teilweise äußerst kitschigen, aber aufreizenden Kostümen auf. Danach folgte das Album Bad Reputation. Am Ende der Werbetour für dieses Album verließ Edna Holt das Trio und gründete ihre eigene Gruppe Ednah Holt and Starluv. Sie wurde durch Leadsängerin Vera Brown ersetzt und die Gruppe erfreute sich ihres Erfolges mit der Single Put Your Feet to the Beat.

Die Ritchie Family in der Besetzung Brown, Smith-Lee und Draher nahmen als nächstes das Album Give Me a Break auf, die die Hitsingles Give Me a Break und Never Be Able to Set You Free enthielt. Die weiteren Albenveröffentlichungen fielen durch die neue Partnerschaft mit Jacques Fred Petrus und Mauro Malavasi, die von italienisch-amerikanischen Discoband Change stammten, deutlich anders aus. Das Album, das sie nunmehr in neuer Besetzung aufnahmen, hieß I'll Do My Best For You Baby, gefolgt vom Album All Night All Right. Nach diesem Album verließ Dodie Draher die Gruppe und Linda James nahm ihre Stelle ein.

1980 hatte sich Richtie Family noch mit den Village People zusammengetan um gemeinsam den Film Can't Stop the Music zu drehen. Der Film war ein gewaltiger Tiefschlag und viele Kritiken nannten ihn als den für „immer schlimmsten“; dennoch verkaufte sich der Soundtrack zum Film weltweit ganz gut. Die Ära der Discozeit war jedoch vorbei, vor allem in den Vereinigten Staaten.

Nach der Entscheidung sich aufzulösen, wurde beim Produzenten der Gruppe Jacques Morali AIDS festgestellt und so blieb die Gruppe als Vera Brown and the Rich Girls mit einem einzigen Song Too Much Too Fast bestehen, der aber ein Fehlschlag war. Vera Brown rief mit Dodie Draher und Jacqui Smith-Lee die Ritchie Family wieder ins Leben, ohne jedoch weitere Aufnahmen zu veröffentlichen.

Diskographie[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • 1975 Brazil/Hot Trip
  • 1975 Dance With Me/Lady Champagne
  • 1975 Dance With Me/Pinball
  • 1976 The Best Disco in Town/Part II
  • 1976 Istanbul/Baby I’m on Fire
  • 1977 Life Is Music/Lady Luck
  • 1977 African Queens/Part II
  • 1977 African Queens/Summerdance
  • 1977 Quiet Village/Voodoo
  • 1977 Quiet Village/Versions
  • 1978 American Generation/Music Man
  • 1978 American Generation/I Feel Disco Good
  • 1978 Good In Love/I Feel Disco Good
  • 1978 La Barbichette/Forever Dancing
  • 1979 Where Are the Men?/Bad Reputation
  • 1979 Put Your Feet to the Beat/Bad Reputation
  • 1979 Put Your Feet to the Beat/Sexy Man
  • 1979 It’s a Man’s World/Bad Reputation
  • 1980 Give Me a Break/Bad Reputation
  • 1980 All My Love/Bad Reputation
  • 1980 All My Love/Versions
  • 1980 I’ll Never Be Able to Set You Free/Not As Bad As It Seems
  • 1982 I’ll Do My Best/You’ve Got Me Dancin’
  • 1982 Walk With Me
  • 1982 Real Love/Stop and Think
  • 1982 Alright on the Night/You Can Always Count on Me
  • 1983 All Night, All Right/Versions
  • 1983 This Love’s on Me/Tonight I Need to Have Your Love
  • 1987 The Best Disco in Town (Remix)/American Generation
  • 1995 I’ll Do My Best/Versions
  • 1996 I’ll Do My Best/Versions
  • 1997 American Generation/Versions
  • 1997 Brazil samba mix and dub mix
  • 1998 The Best Disco in Town summer mega club mix/radio mix

Alben[Bearbeiten]

  • 1975 Brazil
  • 1976 Arabian Nights
  • 1977 Life Is Music
  • 1977 African Queens
  • 1977 The Best of …
  • 1978 American Generation
  • 1979 Bad Reputation
  • 1979 Je te tiens, tu me tiens par la barbichette
  • 1980 Can’t Stop the Music
  • 1980 Give Me a Break
  • 1982 I’ll Do My Best
  • 1983 All Night, All Right
  • 1990 Greatest Hits
  • 2005 The Best of …
  •  ? African Queens – Greatest Hits

Weblinks[Bearbeiten]