The Voice of Germany

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seriendaten
Originaltitel The Voice of Germany
The voice of germany logo.png
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) seit 2011
Produktions-
unternehmen
Talpa und
Schwartzkopff TV-Productions
Länge 120–180 Minuten
Episoden 50 in 3 Staffeln
Ausstrahlungs-
turnus
Zweimal in der Woche
Genre Gesangs-Castingshow
Idee John de Mol
Moderation
Moderation
Backstage
Erstausstrahlung 24. November 2011 auf ProSieben

The Voice of Germany [ðə ˈvɔɪs əv ˈdʒɜːmənɪ] (Englisch für Die Stimme Deutschlands) ist eine deutsche Gesangs-Castingshow, die seit November 2011 von den Fernsehsendern ProSieben[1] und Sat.1[2] ausgestrahlt wird. Sie basiert auf dem Castingshow-Konzept The Voice, das erstmals Ende 2010 in den Niederlanden unter dem Titel The Voice of Holland umgesetzt wurde. Die deutsche Ausgabe wird von Talpa und Schwartzkopff TV-Productions produziert.[1] Die erste Staffel gewann Ivy Quainoo am 10. Februar 2012, die zweite Nick Howard am 14. Dezember 2012, die dritte Andreas Kümmert am 20. Dezember 2013.

Konzept[Bearbeiten]

Etwa 150 Teilnehmer werden für die erste Phase der Fernsehsendung, die sogenannten Blind Auditions, eingeladen. Dort müssen die Kandidaten, begleitet von einer Live-Band, vor Publikum auf einer Bühne vorsingen. Die Jurymitglieder können die Sängerin oder den Sänger zunächst nur hören, aber nicht sehen, weil sie in einem Drehstuhl mit dem Rücken zur Bühne sitzen. Sie können für einen Kandidaten stimmen, indem sie sich während seines Vortrages zu ihm umdrehen, um ihn zu sehen. Der Kandidat kommt eine Runde weiter, wenn er mindestens eine der vier Jurystimmen erhält. Unter denjenigen Jurymitgliedern, die sich für ihn umgedreht haben, wählt der Kandidat seinen Coach für die weiteren Runden. In den Blind Auditions soll jeder der vier Coaches eine Gruppe von sechzehn Kandidaten bekommen.[3]

Es folgt eine Trainingswoche, in der die Coaches ihre Kandidaten auf die Battle Round genannte zweite Phase vorbereiten. In der Battle Round singen jeweils zwei Kandidaten derselben Coachinggruppe ein Lied im Duett. Nur einer der beiden Kandidaten kommt nach Entscheidung des jeweiligen Coaches weiter. Seit der dritten Staffel (2013) kann ein Kandidat, der von seinem eigenen Coach nicht weitergewählt wurde, durch einen von den Sendeverantwortlichen so genannten Steal Deal von einem der anderen Coaches übernommen werden.

In der letzten Phase, den Liveshows, treten die Kandidaten innerhalb ihrer Coachinggruppen gegeneinander an und werden sowohl von den Coaches als auch von den Fernsehzuschauern bewertet. Vertreter unterschiedlicher Coaches treffen erst im Finale oder, seit Staffel 3, im Halbfinale aufeinander. Im Finale entscheiden einzig die Fernsehzuschauer über den Sieg.

Staffeln[Bearbeiten]

Erste Staffel (2011–2012)[Bearbeiten]

Ivy Quainoo, Siegerin der ersten Staffel

Die erste Staffel der Show wurde vom 24. November 2011 bis zum 10. Februar 2012 im Fernsehen ausgestrahlt. Moderiert wurde die erste Staffel von Stefan Gödde und backstage von Doris Golpashin. Die Jury bestand aus der Popmusikerin Nena, dem Soulsänger Xavier Naidoo, dem Sänger und Gitarristen Rea Garvey und aus dem Duo Alec Völkel und Sascha Vollmer von der Band The BossHoss.[4] Die Gewinnerin der ersten Staffel war Ivy Quainoo mit ihrem Song Do You Like What You See.

Kandidat Eigener Song Ergebnis Coach
Ivy Quainoo Do You Like What You See Gewinner The BossHoss
Kim Sanders Haunted Zweiter Platz Nena
Michael Schulte Carry Me Home Dritter Platz Rea Garvey
Max Giesinger Dach der Welt Vierter Platz Xavier Naidoo

Zweite Staffel (2012)[Bearbeiten]

Nick Howard, Gewinner der zweiten Staffel

Vom 18. Oktober bis 14. Dezember 2012 wurde die zweite Staffel von The Voice of Germany ausgestrahlt. Die vier Coaches blieben die gleichen wie in der ersten Staffel, moderiert wurde die zweite Staffel von Thore Schölermann. Der Gewinner der zweiten Staffel war Nick Howard mit seinem Song Unbreakable.

Kandidat Eigener Song Ergebnis Coach
Nick Howard Unbreakable Gewinner Rea Garvey
Isabell Schmidt Heimweh Zweiter Platz Nena
Michael Lane Mrs. Lawless Dritter Platz Xavier Naidoo
James Borges Lonely Vierter Platz The BossHoss

Dritte Staffel (2013)[Bearbeiten]

Andreas Kümmert 2014

Die dritte Staffel von The Voice of Germany wurde vom 17. Oktober bis 20. Dezember 2013 im Fernsehen ausgestrahlt. In der Jury saßen neben den bisherigen Coaches Nena und dem Duo von The BossHoss erstmals der Rapper und Musikproduzent Max Herre sowie der Songwriter, Sänger und Gitarrist Samu Haber.[5] Die dritte Staffel wurde erneut von Thore Schölermann und backstage von Doris Golpashin moderiert. Der Gewinner der dritten Staffel war Andreas Kümmert mit seinem Song Simple Man.

Kandidat Eigener Song Ergebnis Coach
Andreas Kümmert Simple Man Gewinner Max Herre
Chris Schummert The Singer Zweiter Platz Samu Haber
Judith van Hel Fucking Beautiful Dritter Platz Samu Haber
Debbie Schippers Skin and Bones Vierter Platz The BossHoss

Vierte Staffel (2014)[Bearbeiten]

Vor Ausstrahlung des Finales der dritten Staffel kündigte ProSiebenSat.1 Media eine vierte Staffel für Herbst 2014 an.[6] Am 18. März 2014 gaben Alec Völkel und Sascha Vollmer von The BossHoss bekannt, dass sie nicht mehr als Coaches zur Verfügung stehen werden.[7] Fünf Tage später gab auch Nena ihren Ausstieg aus der Show bekannt.[8] Am 27. März 2014 wurden zwei neue Juroren als BossHoss-Nachfolger benannt: Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier.[9] Am 3. April 2014 teilte Samu Haber auf Facebook mit, dass er auch in der vierten Staffel Juror sein wird. Am 6. Mai 2014 wurde das dritte Jury-Mitglied bekanntgegeben: Max Herre geht, dafür kehrt Rea Garvey zurück.[10] Am 3. Juli gab das Management von Stefanie Kloß bekannt, dass sie Nena in der Jury ersetzen wird.[11] Moderiert wird die vierte Staffel erneut von Thore Schölermann und backstage von Doris Golpashin.

Mitwirkende[Bearbeiten]

Moderation[Bearbeiten]

Staffel Moderatoren
1 Stefan Gödde Doris Golpashin
(Backstagemoderatorin)
2 Thore Schölermann
3
4

Coaches[Bearbeiten]

Staffel Coaches
1 Nena Rea Garvey The BossHoss Xavier Naidoo
2
3 Max Herre Samu Haber
4 Stefanie Kloß Rea Garvey Michi Beck und Smudo

The Voice Kids[Bearbeiten]

Hauptartikel: The Voice Kids

Am 25. Oktober 2012 gab Sat.1 bekannt, dass man die Kinderversion „The Voice Kids“ (Akronym: TVK) von Talpa und Schwartzkopff TV-Productions produzieren lässt. Sie basiert auf dem Format des Originals und konzentriert sich auf Kinder zwischen acht und 14 Jahren. Die Coaches waren die Singer-Songwriter Lena Meyer-Landrut und Tim Bendzko sowie Rockmusiker Henning Wehland.[12] Der Sieger des Talentwettbewerbes bekommt ein Ausbildungsstipendium und ein Preisgeld. Die Hauptmoderation leitet Thore Schölermann, zusammen mit der Backstage-Moderatorin Aline von Drateln.[13]

Vom 5. April bis 10. Mai 2013 wurde die Show freitags um 20:15 Uhr von Sat.1 ausgestrahlt.[14] Gewinnerin des Finales ist Michèle.

Die zweite Staffel, in der Tim Bendzko durch Johannes Strate von Revolverheld als Coach ersetzt wurde, wurde vom 21. März bis 9. Mai 2014 freitags um 20:15 Uhr von Sat.1 ausgestrahlt. Die Hauptmoderation übernahm wieder Thore Schölermann zusammen mit Backstage-Moderatorin Nela Lee. Gewinner des Finales ist Danyiom Mesmer.

Rezeption[Bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten]

In den Medien traf die Castingshow zum Teil auch auf kritische Stimmen. Bei der Kandidatenauswahl werde vorgefiltert, sodass auffällig viele Kandidaten attraktiv aussähen oder bewegende Geschichten mitbrächten.[15]

Kritisiert wurden auch die Verträge der Teilnehmer. Während der Fernsehshow werde den Kandidaten meist vorgeschrieben, welche Lieder sie zu singen hätten. Auch nach dem Ende der Show seien sie an die Universal Music Group gebunden.[16]

Einschaltquoten[Bearbeiten]

Staffel Folgen Zuschauer Marktanteil Quelle
Gesamt 14 bis 49 Jahre Gesamt 14 bis 49 Jahre
1 17 4,16 Mio. 2,96 Mio. 13,4 % 24,3 % [17]
2 16 4,02 Mio. 2,71 Mio. 13,3 % 23,0 % [18]
3 17 3,67 Mio. 2,33 Mio. 12,2 % 20,7 % [19]

Die bisher höchste Einschaltquote beim Gesamtpublikum (5,24 Millionen Zuschauer und 17,6 Prozent) erreichte Sat.1 mit der Ausstrahlung der zweiten „Blind-Auditions“-Ausgabe der zweiten Staffel am 19. Oktober 2012. Die meisten Zuschauer aus der werberelevanten Zielgruppe (3,96 Millionen Zuschauer und 30,9 Prozent) schalteten am 8. Dezember 2011 ein, als ProSieben die fünfte „Blind-Auditions“-Ausgabe der ersten Staffel übertrug.

Die bisher niedrigste Einschaltquote beim Gesamtpublikum (2,72 Millionen Zuschauer und 9,7 Prozent) und der werberelevanten Zielgruppe (1,63 Millionen Zuschauer und 16,6 Prozent) erreichte das Halbfinale der dritten Staffel am 13. Dezember 2013 bei Sat.1.

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

Jahr Award Kategorie Ergebnis
2012 Goldene Kamera Beste Unterhaltung Gewonnen
Deutscher Fernsehpreis Beste Unterhaltung Show Gewonnen
Kress-Award TV-Programmierung Gewonnen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: The Voice of Germany – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Thomas Lückerath: ProSieben startet Castingshow „The Voice of Germany“. In: DWDL.de. 1. April 2011, abgerufen am 3. Dezember 2011.
  2. Markus Ruoff: ProSieben muss „The Voice“ mit Sat.1 teilen. In: quotenmeter.de. 20. Juli 2011, abgerufen am 3. Dezember 2011.
  3. The Voice of Germany – Das ist die neue Musik-Show. In: the-voice-of-germany.de. Abgerufen am 3. Dezember 2011.
  4. Alexander Krei: „The Voice of Germany“: Die Coaches sind komplett. In: dwdl.de. 25. August 2011, abgerufen am 3. Dezember 2011.
  5. David Grzeschik: «The Voice»: Naidoo geht, Herre kommt. In: Quotenmeter.de. 14. Juli 2013. Abgerufen am 14. Juli 2013.
  6. "The Voice of Germany": Vierte Staffel kommt 2014. In: Web.de. 17. Dezember 2013, abgerufen am 23. März 2014.
  7. The BossHoss verlässt «Voice of Germany». In: Quotenmeter.de. 18. März 2014, abgerufen am 23. März 2014.
  8. Schock für alle Fans: Nena schmeißt bei "The Voice of Germany" hin. In: T-Online.de. 23. März 2014, abgerufen am 23. März 2014.
  9. Michi Beck und Smudo werden neue Juroren. In: bz-berlin.de. 27. März 2014, abgerufen am 7. Mai 2014.
  10. Rea Garvey ersetzt Max Herre. In: N24.de. 6. Mai 2014, abgerufen am 7. Mai 2014.
  11. Stefanie Kloß ist die Neue bei "The Voice": Silbermond-Frontfrau muss Nenas Fußstapfen ausfüllen. FOCUS Online, 3. Juli 2014, abgerufen am 3. Juli 2014.
  12. Henning Wehland, Lena Meyer-Landrut & Tim Bendzko sind die Voice Kids-Jury (German) In: top.de. 4. März 2013. Abgerufen am 4. März 2013.
  13. “The Voice Kids”-Coach Henning Wehland: “Kinder haben einfach Spaß an Pop-Musik” (German) In: showbiz.de. 4. März 2013. Abgerufen am 4. März 2013.
  14. The Voice Kids-Jury (German) In: Sat.1. 5. April 2013. Abgerufen am 5. April 2013.
  15. Unterhaltsam und manchmal zu perfekt. Berliner Zeitung, 26. Oktober 2012, abgerufen am 11. Dezember 2012.
  16. Hannah Pilarczyk: Ex-„The Voice“-Kandidat Jesper: „Ich musste mich übergeben vor Scham“. Spiegel Online, 15. Dezember 2012, abgerufen am 15. Dezember 2012.
  17. Timo Niemeier: Quotencheck: «The Voice of Germany» (Staffel 1). In: Quotenmeter.de. 13. Februar 2012. Abgerufen am 12. Januar 2014.
  18. Jan Schlüter: Quotencheck: «The Voice of Germany» (Staffel 2). In: Quotenmeter.de. 15. Dezember 2012. Abgerufen am 12. Januar 2014.
  19. Manuel Nunez Sanchez: Quotencheck: «The Voice of Germany» (Staffel 3). In: Quotenmeter.de. 24. Dezember 2013. Abgerufen am 12. Januar 2014.