Theaterplatz (Dresden)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
360° Blick über den Theaterplatz

Der Theaterplatz in Dresden ist ein historischer Platz der Stadt und durch seine Bebauung sehr berühmt. Er liegt im Westen der Inneren Altstadt. Als Platz vor der Semperoper, dem ehemaligen Hoftheater, erhielt er seinen Namen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Das von Johannes Schilling geschaffene Reiterstandbild König Johanns prägt den Theaterplatz

Der Theaterplatz befindet sich an der Sophienstraße zwischen Postplatz und Augustusbrücke. Er grenzt unmittelbar an den Prallhang des Elbbogens vor der Dresdner Altstadt und damit erhöht über der Elbe. Über die Auffahrt zur Augustusbrücke ist vom Theaterplatz ein weiter Blick über die Elbe bis in die Dresdner Heide möglich.

[Bearbeiten] Bebauung

Im Gegensatz zum Altmarkt oder Neumarkt befand sich der Theaterplatz nicht innerhalb des historisches Stadtkerns sondern westlich am Rand. Bürgerliche Bebauung befindet sich daher am Theaterplatz sehr wenig.

Im Norden beginnend, trennt das Italienische Dörfchen den Theaterplatz von Elbe. Das Gebäude ist eines der jüngsten am Platz und wurde von Hans Erlwein erbaut. Der bekanntere Erlweinspeicher, ein technisches Bauwerk in der Innenstadt, ist vom Theaterplatz ebenfalls zu erkennen.

Rechts trennt die Sophienstraße mit der Auffahrt zur Augustusbrücke das Italienischen Dörfchen von der Katholischen Hofkirche. Sie stellt das einzige vollkommen barocke Bauwerk am Platz dar. Eine kleine Gasse trennt die 1980 zur Kathedrale geweihte Kirche vom Residenzschloss. Dieses wurde häufig erweitert und umgestaltet und zeigt dem Theaterplatz keine eindeutig einzuordnende Fassade zu.

Ebenfalls durch die Sophienstraße werden Schloss und Altstädtische Hauptwache sowie Zwinger getrennt. Die Altstädter Wache ist von Karl Friedrich Schinkel erdacht und so der Schinkelschule (auch Berliner Klassizismus) zuzuordnen. Ebenfalls neoklassizistisch ist die Fassade des Zwingers. Es wurde von Gottfried Semper als Museumsflügel entworfen und beherbergt von Anfang an die Gemäldegalerie Alte Meister.

Im Westen schließt dann das berühmteste Werk Sempers an. Die Semperoper von der mittlerweile der 3. Bau am Platz steht, wurde in zwei Entwürfen von Semper geplant und erstmals 1838 bis 1841 an dieser Stelle erbaut. Ursprünglich im Stil der Neorenaissance, ist das 2. Bauwerk, das nach alten Plänen bis 1985 wieder hergestellt wurde, in einem gemischten Stil aus Neoklassik und Neorenaissance gebaut.

Bis 1945 befand sich an der Nordseite des Platzes das Staatliche Fernheiz- und Elektrizitätswerk.

[Bearbeiten] Künstlerische Ausgestaltung

Die Gestaltung des Theaterplatzes wird durch das bronzene Reiterstandbild des sächsischen Königs Johann geprägt, das im Jahr 1889 von Johannes Schilling geschaffen wurde.

Vor der Gemäldegalerie befinden sich zwei runde Brunnen mit je einer Mittelfontäne aus der Zeit um 1860. Die Entwürfe stammen vermutlich von Semper. Die Brunnen haben einen Durchmesser von zehn Metern. Die Umwandlungen und die Grundflächen bestehen aus Sandstein. Zwischen Gemäldegalerie und Zwingerwall steht ein Denkmal von Ernst Rietschel aus dem Jahr 1858. Die überlebensgroße Bronzeplastik stellt den Komponisten Carl Maria von Weber dar. Ursprünglich stand das Denkmal am Nordrand des Theaterplatzes vor dem ehemaligen Hotel Bellevue, das westlich des Italienischen Dörfchens stand. Das Hotel wurde im Februar 1945 bei den Luftangriffen auf Dresden zerstört.[1]

[Bearbeiten] Verkehr

Über die Sophienstraße rollt begrenzt Durchgangsverkehr über den Platz. Vor der Hofkirche befindet sich die Haltestelle Theaterplatz, an der die drei Straßenbahnlinien 4, 8 und 9 verkehren.

Besondere Bedeutung besitzt der Platz als Startpunkt für Stadtrundfahrten und zum Aussteigen von Städtereisenden bei Busreisen. Auf dem Platz kreuzt eine Straße, die die Sophienstraße mit dem für den Innenstadtverkehr bedeutsamen Terrassenufer verbindet.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Theaterplatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweis

  1. Kunst im öffentlichen Raum. Informationsbroschüre der Landeshauptstadt Dresden, Dezember 1996.

51.05402777777813.736033333333Koordinaten: 51° 3′ 15″ N, 13° 44′ 10″ O

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen